Kreatives Schreiben lernen: Tipps, Tricks und Inspirationen

Haben Sie Lust auf das kreative Schreiben? Aber Sie glauben vielleicht, dass es dafür viel Vorbereitung, Material, Vorwissen und dergleichen braucht, um loslegen zu können? Das stimmt nicht! Hier finden Sie einige hilfreiche Tipps für den Schreibstart.

Was Sie wirklich brauchen

Das Wichtigste haben Sie bereits – Sie können lesen und schreiben! :-) Ansonsten brauchen Sie für den Start einen Stift und ein Blatt Papier.

Und darüber hinaus brauchen Sie nur noch etwas Mut. Mut, Worte aufs Papier zu bringen.

Was Sie zunächst nicht brauchen

Sie brauchen für den Beginn keine Anleitungen, Stilguides oder Rechtschreibregelbücher. Sie müssen weder die Kommataregeln perfekt beherrschen, noch müssen Sie Wörterbücher auswendig lernen. Sie brauchen keine Richtlinien und keine Kritiker.

All das behindert die meisten Menschen dabei, einfach munter drauf loszuschreiben. Aber genau das ist ganz wichtig. Schreiben lernt man nur durch das Schreiben. Egal, wie viele Fehler Sie machen, egal, ob die Texte zu lang, umständlich oder fad sind – wichtig ist, dass Sie schreiben!

Was hilfreich ist

Sehr nützlich ist, wenn Sie eine möglichst große Lust zum Schreiben mitbringen. Fabulierlust, Dichtlaune, Erzählfreude – das sind wertvolle Motivationsquellen.

Hilfreich können auf längere Sicht Wörterbücher sein. Die meisten Menschen nutzen im Alltag einen mehr oder weniger begrenzten Wortschatz – den so genannten aktiven Wortschatz. Über die Begriffe, die wir automatisch täglich nutzen hinaus, kennen wir aber viel mehr Wörter – das ist der passive Wortschatz. Leider fallen uns Wörter nicht immer dann ein, wenn wir sie brauchen. Und genau dafür sind Wörterbücher eine feine Sache.

Ich würde, wenn Sie merken, dass Sie dauerhaft schreiben möchten, die Anschaffung folgender Werke empfehlen:

  • Ein Wörterbuch der deutschen Sprache – Ein solches Werk dient als Nachschlagewerk oder auch zum Stöbern zwischendurch. Sie können sich angewöhnen, täglich für 10 Minuten darin zu blättern und werden damit Ihren Wortschatz ganz automatisch stetig erweitern. Sie sollten hier ein möglichst umfangreiches Werk wählen. Die kosten zwar mehr, aber wenn es darum geht, den Wortschatz zu erweitern, dann sollte das Buch möglichst viele Begriffe beinhalten.
  • Ein Synonymlexikon – Das ist für den alltäglichen Gebrauch sehr nützlich. Wer schreibt, wird immer wieder an einen Punkt kommen, wo man ein Wort schon mehrfach benutzt hat – aber es fällt einem einfach kein anderer Ausdruck dafür ein. Ein Blick in ein Synonymlexikon zeigt eine Fülle an sinnverwandten Begriffen, so dass Sie Ihre Texte reicher und bunter gestalten können.

Extra-Tipp: Viele Textverarbeitungsprogramme, wie z.B. Word, bieten auch einen so genannten “Thesaurus”, mit dem Sie oft schon ein gutes Stück weiterkommen können.

Was es sonst noch gibt

Wer mit dem Schreiben beginnt und sich ein bisschen umschaut, wird schnell auf eine Fülle von Möglichkeiten stoßen, sich damit zu befassen.

Schreibforen, Schreibzirkel u.ä.

Zunächst können Sie mit anderen Schreiberlingen in Kontakt kommen. Im Internet gibt es z.B. viele Seiten mit Schreibforen und Schreibwerkstätten und im “realen Leben” Schreibzirkel und dergleichen mehr.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Das herauszufinden ist schwer. Aber machbar. Und wenn du es herausgefunden hast, wirst du den Unterschied merken. Jeden Tag.

Finde Dinge über dich heraus, die du nicht geahnt hast: Mit dem Selbstlernprogramm: Finde deinen Kompass.

Kontakte zu anderen Schreibern können sehr inspirierend, aber auch ausgesprochen frustrierend sein. Hier ist empfehlenswert, sich vorher gut zu überlegen, was man sich “zumuten” will. Schreibforen, in denen Texte regelmäßig zerfetzt und auseinander genommen werden, sind etwas, das sich meiner Ansicht nach gerade Schreibanfänger/innen nicht antun sollten. Achten Sie auf eine angenehme, sympathische und wohlwollende Atmosphäre.

Seminare, Workshops u.ä.

Es gibt auch Workshops und Seminare zu den verschiedensten Themen rund um das Schreiben. Von mir gibt es z.B. einen Selbstlernkurs Kreatives Schreiben, der sich speziell an Einsteiger richtet oder einen Selbstlernkurs zum autobiografischen Schreiben, der für alle ist, die ihre eigene Lebensgeschichte schreiben erforschen möchten. Es gibt aber auch Fachseminare z.B. zum journalistischen Schreiben, Werbetexten und mehr.

Ob solche Kurse sinnvoll sind oder nicht, lässt nicht verallgemeinernd beantworten. Es gibt Menschen, die sich sehr gut aus sich selbst heraus motivieren können. Andere brauchen einige Anstubser von außen, um in Schwung zu kommen. Einigen fallen Schreibthemen zuhauf ein, andere tun sich mit der Themenfindung eher schwer.

In solchen Kursen werden in der Regel Methoden vermittelt und Themen angeboten, so dass Sie einen äußeren Rahmen für das Schreiben bekommen. Auch erfahren Sie etwas darüber, wie Ihre Texte auf andere Menschen wirken und Sie finden in dem, was Sie von anderen lesen können, Inspirationen. Auch hier würde ich Ihnen empfehlen, darauf zu achten, dass es sich um konstruktives Feedback und nicht um vernichtende Kritik oder auch “Korrekturen” handelt.

Die Frage, ob solche Kurse online oder “real” besser sind, ist eine Frage des Geschmacks – manch einem liegt die Online-Arbeit mit der freien Zeiteinteilung, andere brauchen einen realen und direkten Kontakt zur Lehrperson.

Tipp: Stellen Sie immer schon im Vorfeld all Ihre Fragen, damit Sie klären können, ob ein Angebot für Sie sinnvoll ist oder nicht.


Warum sollte man schreiben? Hier finden Sie einige Denkanstöße, die gute Gründe für das Schreiben liefern.

Grund 1: Dokumentation

“Jedes Leben, das es wert ist, gelebt zu werden, ist es auch wert, dass man darüber ein Tagebuch führt” lautet wortgemäß eine Aussage von Anthony Robbins, seines Zeichens amerikanischer Erfolgstrainer. Durch das Schreiben können wir ähnlich wie mit Fotos Erinnerungen lebendig halten – ob nun für uns selbst oder vielleicht für unsere Kinder. Tagebücher sind eine wundervolle Möglichkeit, das eigene Leben zu dokumentieren – Geschichten und Gedichte können die gleiche Funktion erfüllen.

Grund 2: Informieren

Ein guter Grund für das Schreiben – und ein vielleicht etwas profan klingender – ist das Ziel, andere zu informieren. Die meisten Business-Texte, aber auch viele Notizen, Briefe u.ä. dienen diesem Ziel. Diese bewusster zu schreiben – ja, und vielleicht auch kreativer, kann zu einem ganz neuen Informationsgefühl führen.

Grund 3: Ein Thema erforschen

Wenn wir schreiben, können wir den Dingen auf den Grund gehen und sie in die Tiefe verfolgen. Wissenschaftliche Arbeiten, wie Diplomarbeiten beruhen auf diesem Prinzip, das wir aber auch für jedes andere persönliche oder berufliche Thema nutzen können. Wenn Sie also etwas beschäftigt, können Sie sich gezielt schreibend damit auseinander setzten.

Grund 4: Dazulernen

Schreiben ohne dazuzulernen, geht kaum! Einerseits müssen wir Informationen recherchieren und andererseits lernen wir mit jedem Satz, den wir schreiben, uns besser auszudrücken. Wir lernen auch immer etwas über uns selbst – und durch die Reaktionen anderer Menschen auch etwas über sie.

Grund 5: Selbsterkenntnis

Wir können das Schreiben ganz gezielt zur Selbsterkenntnis einsetzen. So lassen sich z.B. einschneidende Erlebnisse aufbereiten und verarbeiten oder wir können uns schreibend vortasten zu dem, was uns wirklich wichtig ist. Aber auch wer keine gezielten Selbstfindungs-Schreibaufgaben bearbeitet, sondern einfach nur Charaktere und Handlungsabläufe für Geschichten entwickelt, wird sich damit Stück für Stück selbst entdecken.

Grund 6: Reflexion

Unsere Gedanken oder Erlebnisse aufzuschreiben, ermöglicht es uns, sie aus einer gewissen Distanz heraus zu betrachten. Das kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, Entscheidungen zu fällen, über das eigene Verhalten nachzudenken u.ä.

Grund 7: Selbstausdruck

Durch das Schreiben können wir, wie z.B. auch durch das Malen, das ausdrücken, was in uns ist. Wir entwickeln einen ganz eigenen Schreibstil und zeigen so unsere Persönlichkeit. weiter

Grund 8: Herausforderung

Schreiben kann auch eine echte Herausforderung sein! Wer sich vornimmt, z.B. eine Erzählung oder gar einen Roman zu schreiben, sollte sich darauf einstellen, einiges von sich selbst abzuverlangen. Zeit, Geduld, Kraft, Durchhaltevermögen und vieles mehr werden wir brauchen, um diese Herausforderung zu meistern. Aber sie anzunehmen, ist schon reizvoll, oder?

Grund 9: Andere erfreuen

Vielleicht erzählen Sie abends zum Einschlafen Ihren Kindern Gute-Nacht-Geschichten? Dann wissen Sie, wie sehr Geschichten andere Menschen erfreuen können. Wir können schreiben, um andere zu unterhalten, zu fesseln, zu begeistern, zu Tränen zu rühren, zum Lachen zu bringen und vieles andere mehr.

Grund 10: Sich ausprobieren wollen

Schreiben – kann ich das überhaupt? Welche Texte kommen dabei heraus, wenn ich es versuche? Schaffe ich es, Texte zu schreiben, die andere berühren? Wir können uns mit dem Schreiben kleine und große Aufgaben stellen, um zu schauen, ob wir ihnen gewachsen sind.

Grund 11: Kreativität wecken

Schreiben – und vor allem das kreative Schreiben – aktiviert unsere kreativen Kräfte. Kreativität entsteht nämlich vor allem durch kreatives Tun.

Grund 12: Training

Schreiben können wir auch als Trainingsaufgabe sehen, also um an unserem Stil, unserem Wortschatz, unserem Ausdruck u.ä. zu feilen.

Grund 13: Bedürfnis

Vielen Menschen ist es einfach ein Bedürfnis, Gedanken, Geschichten und anderes aufs Papier zu bringen. Sie können sozusagen gar nicht anders.

Grund 14: Sich verewigen

Einmal ein eigenes Buch zu veröffentlichen – dieser Traum beinhaltet für viele auch, damit ein bisschen unsterblich zu werden. Indem wir schreiben, können wir der Welt etwas Bleibendes schenken.

Grund 15: Spaß

Last, but not least können wir schreiben ganz einfach weil es uns Spaß macht! Das ist vielleicht der schönste Grund.

Sie möchten schreiben, aber Sie wissen nicht genau was? Dann schauen Sie mal hier, da ist sicher etwas für Sie dabei:

  • Schreiben Sie über die Liebe.
  • Berichten Sie von einer Enttäuschung.
  • Erfinden Sie ein Märchen.
  • Schreiben Sie über “Gut und Böse”.
  • Beschreiben Sie ein Ritual.
  • Schreiben Sie über eine Freundschaft.
  • Nehmen Sie ein Stichwort und schreiben Sie zu der Moral dieser Redewendung eine Geschichte.
  • Beschreiben Sie einen Abschied.
  • Schreiben Sie über sich selbst.
  • Beschreiben Sie eine ganz besondere Begegnung.
  • Berichten Sie von einem Tag im Fundbüro.
  • Schreiben Sie eine Geschichte über ein geheimes Tagebuch.
  • Kreieren Sie den perfekten Mord.
  • Schreiben Sie einen Reisebericht über einen Ausflug in eine andere Galaxie.
  • Schreiben Sie über ein Missgeschick.
  • Schreiben Sie über eine Flucht.
  • Erzählen Sie eine Geschichte zum Thema Gastfreundschaft.
  • Erzählen Sie eine Episode aus der fernen Vergangenheit.
  • Beschreiben Sie einen Tag in einem Kloster.
  • Schreiben Sie über eine mutige Tat.
  • Schreiben Sie über einen Brief.
  • Schreiben Sie über eine Erbschaft.
  • Erfinden Sie eine Geschichte, in der eine Frage eine wesentliche Rolle spielt.
  • Erzählen Sie eine Geschichte über ein Tier.
  • Schreiben Sie einen Text aus der Sicht eines Tieres.
  • Schreiben Sie über den Tod.
  • Entwickeln Sie eine Verschwörungstheorie.
  • Schreiben Sie einen Artikel über sich selbst, wie Sie in fünf Jahren leben werden.
  • Schreiben Sie eine Geschichte über eine Stadt.
  • Beschreiben Sie sich als Kind.
  • Berichten Sie über ein wichtiges Ereignis in Ihrem Leben.
  • Schreiben Sie über Angst.
  • Erzählen Sie von einem Wunder.
  • Schreiben Sie eine Geschichte über einen Erfinder.
  • Schreiben Sie über ein Spiel.
  • Erzählen Sie eine Geschichte über eine Überraschung.
  • Beschreiben Sie eine Geste.
  • Schreiben Sie über einen Baum.
  • Erfinden Sie eine Geschichte über einen Doppelgänger.
  • Schreiben Sie über ein Versprechen.
  • Schreiben Sie über Armut.
  • Beschreiben Sie einen Traum.
  • Berichten Sie über ein vertuschtes Verbrechen.
  • Machen Sie aus einer wichtigen Erkenntnis eine kleine Weisheitsgeschichte.
  • Schreiben Sie zu dem Buch, welches Sie gerade lesen, ein eigenes Ende.
  • Schreiben Sie über ein fernes Land.
  • Schreiben Sie über einen Spion.
  • Berichten Sie von einem Schatz.
  • Erfinden Sie eine Geschichte um fünf Kinder, die ein Zeltlager besuchen.
  • Berichten Sie von einer Zugfahrt.
  • Erzählen Sie die Geschichte einer Ehe.
  • Schreiben Sie über einen Neuanfang.
  • Beschreiben Sie, wie es ist, wenn jemand seinen Glauben verliert.
  • Schreiben Sie über Neid.
  • Berichten Sie über eine Heilung.
  • Erzählen Sie von einer vergeblichen Suche nach einem Partner.
  • Erfinden Sie eine Piratengeschichte.
  • Erzählen Sie ein Lügenmärchen.
  • Schreiben Sie über etwas Gruseliges.
  • Berichten Sie von einem Gerücht.
  • Erzählen Sie die täglichen Erlebnisse eines Alltagsgegenstandes (z.B. eines Stuhls in einem Restaurant oder einer Parkbank)
  • Fangen Sie einen Gesprächsfetzen auf der Straße auf und machen Sie daraus eine Geschichte.
  • Schreiben Sie über einen Künstler / eine Künstlerin.
  • Schreiben Sie über die Faulheit.
  • Schreiben Sie über eine Farbe.
  • Berichten Sie über einen verloren gegangenen Koffer.
  • Erzählen Sie die Geschichte einer kleinen Elfe.
  • Schreiben Sie über eine Illusion.
  • Schreiben Sie über eine Bergbesteigung.
  • Erzählen Sie von einem Jungen, der Gedanken lesen kann.
  • Schreiben Sie über eine Bestimmung.
  • Berichten Sie von einem Spaziergang.
  • Schreiben Sie eine Geschichte über den Teufel.
  • Berichten Sie von jemandem, der seine Seele verkauft.
  • Beschreiben Sie eine Weltumsegelung.
  • Erzählen Sie eine Geschichte vom Flohmarkt.
  • Schreiben Sie über die Gedanken einer Obdachlosen.
  • Kreieren Sie Figuren, die Macken und Besonderheiten haben.
  • Schreiben Sie über einen Engel.
  • Berichten Sie über eine Verführung.
  • Beschreiben Sie einen Lottogewinner.
  • Schreiben Sie über einen Unsichtbaren.
  • Denken Sie sich ein neues Ende zu einem Film aus, den Sie kürzlich gesehen haben.
  • Suchen Sie sich ein beliebiges Wort aus Ihrem Wörterbuch und schreiben Sie dazu eine Geschichte.
  • Schreiben Sie über einen Sturz.
  • Entwickeln Sie eine Geschichte über einen Aufstand.
  • Erzählen Sie die Erlebnisse eines Pizzabäckers.
  • Entwickeln Sie eine Phantasiegestalt.
  • Schreiben Sie einen Zukunftsroman.
  • Erzählen Sie eine Heldengeschichte.
  • Schreiben Sie über eine/n Schriftsteller/in.
  • Schreiben Sie über einen Sommertag.
  • Erzählen Sie eine Geschichte über eine Feindschaft.
  • Beschreiben Sie ein Fest.
  • Schreiben Sie über eine Familie.
  • Beschreiben Sie einen Streit.
  • Entwickeln Sie eine Geschichte über einen Aufstieg und einen Fall.
  • Erzählen Sie aus den Augen eines sehr alten Menschen.
  • Beschreiben Sie Verzweiflung.
  • Schreiben Sie eine Geschichte zu einem Musikstück.
  • Kreieren Sie eine Sage um einen geheimnisvollen Gegenstand.
  • Schreiben Sie eine Geschichte über Ihren Namen.
  • Schreiben Sie über die Jugend.
  • Berichten Sie von einem Regentag.
  • Erzählen Sie von einem Bad im Meer.
  • Beschreiben Sie eine sehr, sehr lange Nacht.
  • Schreiben Sie über eine Erpressung.
  • Erfinden Sie Geschichten aus der Schule.
  • Schreiben Sie über eine Prüfung.
  • Schreiben Sie über Vertrauen.
  • Berichten Sie über eine Preisverleihung.
  • Erzählen Sie vom kleinen und vom großen Glück.
  • Erzählen Sie eine Geschichte über Schmetterlinge.
  • Beschreiben Sie, was am Ende des Regenbogens ist.
  • Berichten Sie über eine Entführung.
  • Erzählen Sie ein Geheimnis.
  • Schreiben Sie über Aberglauben.
  • Schreiben Sie eine Geschichte, in der ein Buch die Hauptrolle spielt.
  • Schreiben Sie über Freiheit.
  • Schreiben Sie eine Weihnachtsgeschichte.
  • Schreiben Sie über Neugier.
  • Erzählen Sie eine Geschichte, in der ein Telefongespräch das Leben eines Menschen verändert.
  • Denken Sie sich eine Geburtstagsgeschichte für jemanden aus, den Sie kennen.
  • Schreiben Sie eine erotische Erzählung.
  • Berichten Sie von einem Handel.
  • Schreiben Sie über Zorn.
  • Erzählen Sie die Geschichte einer Geburt.
  • Schreiben Sie über einen magischen Stein.
  • Recherchieren Sie fremde Brauchtümer und erfinden Sie Geschichten dazu.
  • Schreiben Sie über einen Spaziergang auf dem Friedhof.
  • Schreiben Sie über eine Fiesheit.
  • Berichten Sie von einem ganz besonderen Essen.
  • Schreiben Sie über einen Verlust.
  • Schreiben Sie über ein Fiasko.
  • Schreiben Sie über eine Einladung.
  • Erzählen Sie von einem Großvater und seinem Enkel.
  • Schreiben Sie über eine Adoption.
  • Schreiben Sie eine Geschichte, in der ein Vertrag eine wichtige Rolle spielt.
  • Schreiben Sie über eine Ruine.
  • Nehmen Sie eines der 8 Weltwunder und denken Sie sich dazu eine Geschichte aus.
  • Schreiben Sie über ein Mädchen, das fliegen kann.
  • Schreiben Sie über jemanden, der nicht lesen kann.
  • Schreiben Sie über eine Verwandlung.
  • Schreiben Sie eine traurige Geschichte.
  • Schreiben Sie über Ihr Leben.

Es dürfte wohl kaum einen schreibenden Menschen geben, der nicht auch schon einmal eine Begegnung mit einer handfesten Schreibblockade hatte. Schreibblockaden erwischen den Studenten, der sich endlich an seine Diplomarbeit setzen will, genauso wie die etablierte Schriftstellerin, die einen neuen Roman beginnt. Sie machen unseren Kopf leer, nichts, aber auch gar nichts will uns einfallen und das Blatt bleibt weiß und leer.

Zwei Gedanken als Sofortmaßnahme

Als Sofortmaßnahme bei Schreibblockaden jeder Art sind die folgenden beiden Gedanken hilfreich:

  • Sie sind nicht allein damit – Schreibblockaden tauchen immer mal wieder auf. Es liegt also nicht speziell an Ihnen, an Ihrer Einfallslosigkeit oder Ihrer Unfähigkeit, sondern Blockaden gehören zum Schreiben einfach manchmal dazu.
  • Schreibblockaden, so massiv sie sich auch immer anfühlen mögen, dauern nicht ewig. Sie sind auflösbar und können oft genauso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Und wenn sie nicht von allein weggehen, gibt es einige Möglichkeiten, nachzuhelfen.

Diese beiden Gedanken erreichen hoffentlich vor allem eines bei Ihnen: nämlich Erleichterung. Erleichterung bringt Entspannung und Entspannung ist das beste Mittel gegen Blockaden.

Wie Blockaden entstehen

Schreibblockaden entstehen vor allem durch zu viel Druck. Druck, der z.B. durch folgende Faktoren ausgelöst wird:

  • Zu hohe Ansprüche und Erwartungen an sich selbst,
  • Zeitdruck,
  • Themendruck, also eine Fixierung auf ein Thema oder eine bestimmte Herangehensweise, die keinen Raum für andere Gedanken
  • zulässt und uns so von unserer Kreativität abschneidet,
  • zu viele Ideen auf einmal, so dass man nicht weiß, wo man beginnen soll,
  • u.a.

Unter Druck reagieren manche Menschen aggressiv, sehr viele aber mit einer Lähmung. Aggressionen können beim Schreiben förderlich sein, weil sie uns eine ganze Menge Energie schenken. So können manche Schreiberlinge erst mit einem festen Termin richtig loslegen. Für diejenigen, die auf Druck aber eher mit einer Lähmung reagieren, führt das dann oft zu einer Blockade.

Dem Druck auf die Spur kommen

Hier finden Sie eine Reihe von Denkanstößen, mit denen Sie erforschen können, wie Sie sich – vielleicht ganz unbewusst – selbst Druck machen:

  • Welche Erwartungen haben Sie an Ihre eigenen Texte? Mit wem vergleichen Sie sich und was versuchen Sie zu erreichen? (Da unsere Erwartungen an uns selbst manchmal eher unterbewusst sind, lohnt es sich, sich mit diesen Fragen einmal genauer zu befassen. Es könnte gut sein, dass Sie unterschwellig von sich erwarten, schon in der ersten Fassung einen Bestseller zu schreiben o.ä. Mit einem solchen Anspruch ist Frust vorprogrammiert.)
  • Überlegen Sie einmal, ob es Personen gibt, bei denen Sie glauben, ihnen mit Ihren Texten etwas beweisen zu müssen. Wenn Sie z.B. unbewusst versuchen, Ihren Vater zu beeindrucken oder Ihre Schwester auszustechen, ist das eine ungünstige Ausgangslage für das Schreiben.
  • Wenn Sie beim Schreiben immer wieder unter Zeitdruck geraten, so hat auch das meist unbewusste Gründe. Ein bisschen Zeitdruck kann für manch einen förderlich sein, um endlich anzufangen. Wird er allerdings zu groß, führt das schnell zu einer Blockade. Gehen Sie dem Zeitdruck-Problem einmal auf den Grund. Fragen Sie sich: Woran liegt das? Warum schiebe ich das Schreiben immer wieder auf? Wozu dient mir der Zeitdruck? Und überlegen Sie sich konkrete Maßnahmen, wie Sie ihre Schreibtätigkeit anders organisieren können.
  • Fragen Sie sich auch, ob Sie vielleicht zu verbissen an ein Thema herangehen oder ob Sie zu starre Vorstellungen davon haben, wie Ihr Text werden soll: Warum glaube ich, dass der Text auf diese Weise geschrieben werden muss? Könnte ich den Text nicht vielleicht auch ganz anders schreiben? Wie? Welcher andere Schwerpunkt wäre denkbar? Welches andere Ende? So lösen Sie sich von möglicherweise zu starren Vorstellungen.
  • Bei zu vielen Ideen ist es spannend herauszufinden, warum Ihnen wohl immer dann ganz viel einfällt, wenn Sie eigentlich an einem Thema bleiben wollen. Das ist eine gut getarnte Strategie des Selbstboykotts, denn auf diese Weise hindern Sie sich am Schreiben. Auch hier kann es hilfreich sein, die Gründe dafür zu finden: Wovor habe ich vielleicht Angst? Was macht es mir so schwer, bei einer Sache zu bleiben? Warum sehen die neuen Ideen immer viel besser aus, als die, die ich mir gerade vornehmen will? Usw.

Grundsätzlich gilt: Blockaden sind immer eine gute Möglichkeit, etwas über sich selbst zu erfahren. Schimpfen Sie also nicht auf Ihre Blockaden und kämpfen sie nicht dagegen an. Nehmen Sie sie vielmehr als einen Teil von sich an und versuchen Sie zu verstehen, was Sie blockiert.

Wege aus der Blockade: Praktische Tipps

Das Wichtigste ist, sich bei einer Blockade nicht noch mehr Druck zu machen, indem man sich darin verbeißt, sie auflösen zu wollen. So schwer es vielleicht fällt: sich zu entspannen ist die beste Reaktion auf eine Blockade. Viele Blockaden lösen sich allein dadurch auf, dass man etwas loslässt.

Die folgenden Tipps sollten Sie also nicht wie ein “Anti-Blockade-Programm” anwenden. Sie sollen Ihnen nur Anregungen dafür geben, auf welch’ unterschiedliche Weise mit Blockaden umgegangen werden kann.

Entspannung als Gegenmittel

Wie schon gesagt, ist Entspannung das beste Mittel gegen eine Blockade. Wenn Sie also eine Entspannungsmethode, wie z.B. das Autogene Training, Atemtechniken o.ä. beherrschen, ist es zu empfehlen, sich beim ersten Anzeichen einer Blockade erst einmal ganz bewusst zu entspannen.

Aber auch ein Spaziergang, eine entspannende Tätigkeit, ein heißes Bad oder ein nettes Gespräch mit anderen können den gleichen Zweck erfüllen. Das mag wie der Aufruf zum Aufschieben klingen. Tatsächlich aber fließen die Ideen sehr oft genau in dem Moment, wenn wir uns erlauben, etwas anderes zu machen.

Achtung: Unbedingt Stift und Zettel mitnehmen, denn vielleicht wird Ihnen, sowie Sie aus dem Haus sind oder in der Wanne liegen, etwas einfallen.

Spielerisches Herangehen ist immer gut

Um entspannt an das Schreiben zu gehen, ist es empfehlenswert, dass Sie sich eine spielerische Grundeinstellung bewahren. Sehen Sie Ihr Schreiben nicht bitterernst. Es hängt nicht Ihr Leben davon ab, ob Sie Ihren Text heute fertig bekommen oder nicht. Erlauben Sie sich auch mal, ein bisschen zu blödeln, nutzen Sie Kreativmethoden und machen Sie einige Wortspielereien. Durch diesen lockeren Umgang mit dem Schreiben beugen Sie Blockaden vor und können bestehende auflösen.

Vermeiden Sie ein weißes Blatt Papier

Schon allein der Anblick eines leeren, weißen Blatt Papiers kann bei vielen Menschen eine handfeste Blockade auslösen. Zu bedrohlich scheint diese Fläche weiß zu sein, die darauf wartet, mit klugen Dingen voll geschrieben zu werden.

Lösen Sie also als erstes die Aura des Weißes, indem Sie einfach irgendetwas auf das Blatt schreiben. Z.B. Ihr Thema in die Mitte. Oder Sie zeichnen etwas. Oder Sie notieren Stichwörter, die Ihnen spontan in den Sinn kommen. Alles, was den ersten Schritt möglich macht, das weiße Blatt Papier zu füllen, ist gut. (Diese Tipps gelten übrigens auch für ein neu eröffnetes Dokument am PC).

Aufwärmen – wie beim Sport

Eine sehr gute Möglichkeit, Blockaden zu vermeiden ist, sich vor dem eigentlichen Schreiben warmzuschreiben. Machen Sie z.B. für 5 Minuten “Freewriting”: also schreiben Sie unzensiert und ohne auf Stil oder Fehler zu achten das auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Auf diese Weise können Sie Gedanken, die Ihre Energie blockieren, loswerden und der Anfang ist gemacht.

Auch aufhören ist eine Option

Gestehen Sie sich auch die Möglichkeit zu, dass heute einfach kein guter Tag zum Schreiben ist. Sich selbst um jeden Preis zum Schreiben zwingen zu wollen, führt sehr häufig dazu, dass Sie viel Zeit vergeuden und am Ende ganz frustriert sind.

Setzen Sie sich zum Ziel, mindestens zehn oder fünfzehn Minuten dranzubleiben, aber wenn Sie in dieser Zeit absolut nichts zustande bringen, beenden Sie diese Schreibsitzung. Morgen ist ein besserer Tag – oder vielleicht fließt es auch schon einige Stunden später wieder.

Und wenn alle Stricke reißen und Sie bei einem Thema oder einer Geschichte überhaupt nicht weiterkommen, dann kann es auch sein, dass dieser Text einfach nicht “funktioniert”. Manchmal wirkt eine Idee oder ein Thema faszinierend, aber in der Praxis stellt sich heraus, dass es nicht in den Griff zu bekommen ist. In einem solchen Fall kann man noch überlegen, sich professionellen Rat bei einem erfahrenen Schreiber zu suchen – oder aber man verabschiedet sich von diesem Projekt und beginnt ein anderes.

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Kommentare

  • Gut ich hatte zwar schon gewusst um was ich schreiben will und habe nach etwas anderem gesucht aber für andere bestimmt Gut.

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