11 Tipps für mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden im Alltag

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Denkst du manchmal, dass du nur noch dies oder jenes bräuchtest, schaffen, haben oder sein müsstest und dann … ja dann wärest du zufriedener? Dann wäre dein optimales Level an Wohlbefinden und Zufriedenheit erreicht?

Zu 90 % ist das Quatsch. Denn nur 10 % deiner Zufriedenheit hängen von deinen Lebensumständen ab.

Viel wichtiger als deine Lebensumstände ist das, was du konkret Tag für Tag in deinem Alltag tust. Denn dein ganz alltägliches Leben ist die ultimative Stellschraube für mehr Zufriedenheit im Leben.

Mein alltägliches Leben ist die ultimative Stellschraube für meine Zufriedenheit.

Mehr Zufriedenheit erreichst du am ehesten, wenn du an dieser Stellschraube drehst.

Deswegen leg mit diesen Tipps bei deiner Zufriedenheit noch eine Schippe drauf.

Sie sind:

  • sofort umsetzbar
  • leicht anwendbar
  • zeigen schnell Wirkung

Lies am besten alle Tipps einmal kurz durch und dann entscheide dich am Ende, ein oder zwei in dein Leben zu bringen. Schon allein ein oder zwei Dinge, die du Tag für Tag etwas anders machst als vorher, können deine Zufriedenheit auf ein höheres Level bringen.

Tipp 1: Du hast schon alles, was du brauchst

Es geht meist nicht darum, noch mehr zu tun, noch mehr zu bewegen.

Deine Zufriedenheit lässt sich am einfachsten und schnellsten steigern, wenn du auf die Schätze blickst, die du schon besitzt.

Ich bin mir sicher, auch in deinem Leben gibt es noch viel Schönes und Gutes, das du so bewusst gar nicht wahrnimmst. Es sei denn, du befolgst diesen Tipp bereits 😉

Viele Menschen führen mittlerweile ein Dankbarkeitstagebuch. Dort schreiben sie regelmäßig, am besten täglich hinein, wofür sie dankbar sind.

Eine tolle Sache. Noch wirkungsvoller wird es allerdings, wenn du es um eine wichtige Komponente ergänzt.

Denn die positive Psychologie hat gezeigt, dass zwei Dinge besonders wirkungsvoll sind, wenn es darum geht, auf das Positive in unserem Leben zu blicken:

  1. Benennen, was es in deinem Leben Gutes und Schönes gibt.
  2. Deinen eigenen Anteil daran zu entdecken.

Studien haben gezeigt, dass der zweite Punkt einen Unterschied in der Wirksamkeit macht.

Das Positive wahrzunehmen, wirkt sich noch stärker auf unsere Zufriedenheit aus, wenn wir es nicht nur sehen, sondern uns auch noch bewusst machen, inwiefern wir dazu beigetragen haben, dass es passieren konnte.

Beide Punkte lassen sich in jeden noch so voll gepackten Alltag mit dem „positiven Tagesrückblick“ integrieren.

Wie geht das?

Notier jeden Tag, am besten am Abend, drei Dinge, die an diesem Tag positiv waren.

Frag dich dazu:

    1. „Was war heute schön?“ Und:
    2. „Wie habe ich dazu beigetragen, dass ich diese Erfahrung als schön empfunden habe?“

    Beispiel:

    Was war heute schön?

    1. Die Sonne war schön. Ich bin spazieren gegangen.
    2. Das tolle Gespräch mit der Kollegin.
    3. Endlich das Projekt XYZ abgeschlossen.

    Wie habe ich dazu beigetragen, dass ich es als schön erlebt habe?

    Zu 1. Ich habe bewusst wahrgenommen, dass die Sonne schien. Ich habe mir Zeit dafür genommen.

    Zu 2. Ich habe mir Zeit genommen, gut zugehört, Fragen gestellt und auch von mir erzählt.

    Zu 3. Ich bin drangeblieben und habe immer wieder dafür gesorgt, dass ich die Informationen bekomme, die ich für das Projekt brauchte.

    Für deine Zufriedenheit und dein Wohlbefinden kannst du kaum etwas Wirkungsvolleres tun. Denn diese Übung ist eine der am besten erforschten im Bereich der positiven Psychologie und bringt nachweislich signifikant positive Effekte.

    Tipp 2: Deine Schwächen spielen keine Rolle

    Glaubst du, dass deine Schwächen für deine Zufriedenheit eine Rolle spielen? Dass du sie nur minimieren müsstest, um zufriedener zu sein?

    Dann ist dieser Tipp hier für dich Gold wert.

    Viel wirkungsvoller als eine Änderung bei deinen Schwächen ist es, wenn du dich auf deine Stärken konzentrierst. Auch davon hast du bestimmt schon einmal gehört: „Stärken stärken“ ist die Maxime.

    Denn die positive Psychologie hat gezeigt, dass es besonders wirkungsvoll ist, wenn wir uns auf unsere so genannten Signaturstärken konzentrieren.

    Was sind Signaturstärken? Die Signaturstärken basieren auf dem Konzept der Charakterstärken.

    In der positiven Psychologie wurde das Konzept der Charakterstärken entwickelt.

    Charakterstärken sind allgemein gültige Stärken, die in allen Ländern und Kulturen als positiv angesehen werden. Wenn wir diese Charakterstärken leben, fördern wir unsere persönliche Zufriedenheit.

    Psychologen fanden 24 Charakterstärken, die potentiell jeder von uns entwickeln kann. Doch nicht jeder von uns entwickelt diese Stärken gleichermaßen.

    Aufgrund unserer unterschiedlichen Lebenserfahrungen bilden sich bei jedem von uns einige wenige Stärken als besonders wichtig heraus. Das sind die Signaturstärken. Signaturstärken sind Stärken, mit denen wir uns besonders identifizieren.

    Seine Signaturstärken zu kennen, ist quasi der 6er im Lotto, wenn es um deine Zufriedenheit geht. Denn dann kannst du sie gezielt ausleben. Und das bringt dir … du ahnst es bereits: Zufriedenheit auf einem höheren Level 🙂

    Vielleicht fragst du dich: „Welche Signaturstärken habe ich?“

    Die Universität Zürich hat einen Test entwickelt, mit dem du dies kostenlos herausfinden kannst. Dazu brauchst du dich dort nur zu registrieren und den Test zu machen.

    Wenn du dich intensiver mit deinen Signaturstärken befassen möchtest, schau auf dieser Seite: Universität Zürich.

    Die 24 Charakterstärken, die wir potentiell alle haben, sind übrigens:

    Kreativität, Neugier, Liebe zum Lernen, Aufgeschlossenheit, Weisheit, Authentizität, Tapferkeit, Lebenskraft, Ausdauer, Freundlichkeit, Bindungsfähigkeit, soziale Intelligenz, Fairness, Führungsvermögen, Teamfähigkeit/Loyalität, Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Umsicht, Selbstregulation, Sinn für das Schöne und Gute, Dankbarkeit, Hoffnung, Humor/Verspieltheit, Spiritualität.

    Wie geht das? 

    Wie kannst du nun deine Signaturstärken nutzen?

    Martin Seligman ist der Wissenschaftler, den man am stärksten mit der positiven Psychologie verbindet. Gemeinsam mit Christopher Peterson hat er maßgeblich die Erkenntnisse um die Signaturstärken initiiert und vorangetrieben. Seligman beschreibt auf S. 65 in seinem Buch „Wie wir aufblühen“ eine Übung dazu.

    Nimm dir in der Woche ein Zeitfenster vor, in dem du eine oder mehrere Signaturstärken auf neue und ungewohnte Weise ausübst.

    Dazu gibt es unzählige Möglichkeiten. Wenn deine Signaturstärke Kreativität ist, dann mach etwas Kreatives, das du bislang so noch nicht gemacht hast. Geh zum Actionpainting oder experimentiere mit unterschiedlichen Zutaten beim Kochen.

    Wenn deine Stärke die Liebe zum Lernen ist, entdecke ein neues, für dich spannendes Themengebiet. Abonnier zum Beispiel einen Blog zum Thema und lies jeden Tag ein bisschen darin.

    Tipp 3: Du musst dich nicht ändern

    Aber was machst du nun mit deinen Schwächen?

    Das, was wir als Defizit bei uns wahrnehmen, mindert ja schon unsere Zufriedenheit. Allerdings ist es nicht die Schwäche an sich, die dich unzufrieden macht. Sondern eher, dass du mit ihr haderst. Viele von uns schämen sich für ihre Schwächen. Sie wollen sie weghaben und investieren viel Energie, um ihnen den Einfluss zu nehmen.

    Für deine Zufriedenheit bringt dich das jedoch kaum vorwärts. Da wäre es viel hilfreicher, wenn du dich so annehmen könntest, wie du bist. Mit deinen Schwächen.

    Denn Selbstannahme ist einer der wichtigsten Faktoren für deine Zufriedenheit.

    Stell dir vor, wie es wäre, wenn du dich nicht mehr verurteilen würdest. Wenn es okay wäre, wie du bist. Wirklich. Ganz echt. Das würde dich zufriedener machen.

    Wie geht das? 

    Überleg dir, was du an dir selbst nicht magst. Was ist etwas, das du bei dir als Schwäche ansiehst? Starte am besten nicht mit deiner meistgehassten Schwäche. Nimm für den Anfang etwas Kleines.

    Und nun sage dir: „Obwohl ich … (impulsiv bin/dünne Haare habe/ungeduldig bin), bin ich in Ordnung, so wie ich bin.“

    Wichtig ist, dass du dir bewusst machst: Du bist in Ordnung. Auch, wenn du etwas tust, was sich nicht gut anfühlt. Auch, wenn du Eigenschaften hast, die du selbst nicht an dir magst. Oder wenn du etwas an deinem Äußerlichen einfach nicht schön findest.

    Obwohl du so bist, bist du in Ordnung.

    Schreib dir diesen Satz jetzt am besten noch auf einen kleinen Zettel und häng ihn dir irgendwo auf. Oder richte dir eine tägliche Erinnerung in deinem Online-Kalender ein, sodass du jeden Tag aufs Neue diese Nachricht liest.

    Und nach und nach gewöhnst du dir an, wenn dir etwas an dir nicht gefällt, wenn du dich über dich ärgerst, dir zu sagen: „Obwohl ich so bin, bin ich in Ordnung, so wie ich bin.“

    Tipp 4: Du darfst dich ändern

    Sich selbst annehmen heißt jedoch nicht, dass du dich gleichgültig in deine Eigenarten ergeben solltest. Eine „So bin ich halt“-Haltung ist keine Selbstannahme. Sie macht auch nicht zufriedener.

    Aber echte Selbstannahme führt auch dazu, dass du den Kopf frei bekommst, um das, was dich wirklich an dir stört, zu ändern.

    Am besten funktioniert das, wenn wir dabei zwei Punkte ernst nehmen:

    1. Es sollte etwas sein, das dich persönlich an deinem Verhalten stört. Also nichts, was nur dein Partner, deine Kollegin oder dein Kind nervig an dir findet. Veränderungen gelingen in aller Regel nur, wenn wir selbst wirklich motiviert sind, diese eine Sache zu ändern.
    2. Du gehst in ganz, ganz kleinen Schritten vor. Denn nur die kleinen Schritte bringen dich wirklich zuverlässig voran. In großen Schritten hast du Veränderung sicher schon zigmal versucht und bist sicherlich auch schon oft daran gescheitert. So wie wir alle ;-). Das Prinzip der kleinen Schritte ist dagegen nahezu unschlagbar.

    Wie geht das?

    1. Frag dich also: „Gibt es etwas, das mich massiv an meinem Verhalten stört?“ Oder: „Was nervt mich immer und immer wieder? Nahezu täglich?“ (Unordnung, Junkfood essen, Unpünktlichkeit, …)
    2. Überleg dir einen winzig kleinen Schritt, den du tun möchtest und vor allem auch problemlos regelmäßig tun kannst, um dich anders zu verhalten. (Den Schlüssel immer, wenn ich nach Hause komme, auf die Kommode legen; immer, wenn ich Junkfood esse, auch einen Apfel oder eine Möhre dazu essen; bei jeder Verabredung 3 Minuten eher losgehen, als ich normalerweise losgehen würde.)

    Tipp 5: Andere sind unwichtig

    Weißt du, was einer der größten Unzufriedenheitsfaktoren ist?

    Wie Søren Aabye Kierkegaard sagte: Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

    Wenn du dich mit anderen vergleichst. Wenn du darüber nachdenkst, wie viel toller, reicher, glücklicher, besser aussehend oder cooler andere sind. Sowas wie: „Bei Saskia ist es zu Hause immer tipptopp, trotz Kindern und Hund. Das krieg ich nie hin.“ Oder: „Ansgar macht in diesem Jahr den dritten Städtetrip mit seiner Freundin. So viel Geld werd ich nie verdienen, dass wir uns das mal erlauben können.“ Oder: „Laura hat schon wieder so toll abgenommen. Wie die das immer wieder hinbekommt.“

    Häufiges Vergleichen wirkt sich extrem negativ auf deine Zufriedenheit aus.

    Wichtig: Es geht hierbei um den Vergleich, der dich abwertet. Nicht darum, dass du vielleicht auch einen ordentlicheren Haushalt bzw. mehr Geld für Urlaube haben willst oder schlanker sein möchtest. Wenn du das willst, ist das völlig okay. Dann geh zu Tipp 4 und überleg dir, was du tun kannst.

    Aber wenn der Vergleich dazu dient, dich selbst runterzumachen, dann schadet er dir nur.

    Wenn es dir gelingt, dich weniger mit anderen zu vergleichen, wirst du unmittelbar zufriedener.

    Wie geht das? 

    Mit etwas aufzuhören, ist sehr viel schwerer, als sich ein neues Verhalten anzugewöhnen. Denn unser Verhalten läuft zumeist in Automatismen ab. Daher besteht der erste Schritt darin, das eigene Verhalten erst einmal überhaupt wahrzunehmen. Und dann im nächsten Schritt etwas zu tun, das anders ist als das gewohnte Verhalten.

    Daher zwei Tipps für dich:

    1. Wahrnehmen:

    Nimm wahr, wenn du dich mit anderen vergleichst.

    Du gehst durch die Stadt und vergleichst dich mit anderen Passanten („Der hat aber volles Haar und bei mir ist bald nix mehr“). Du vergleichst dich mit der Kollegin („Die ist immer so souverän und ich reagier voll überzogen“).

    Versuch mal einen Tag lang wahrzunehmen, in welchen Momenten du dich vergleichst. Kleiner Trick: Mach dir ein Gummiband ums Handgelenk. Jedes Mal, wenn du registrierst, dass du dich vergleichst, wechselst du das Gummiband auf das andere Handgelenk. Oder am Schreibtisch: Mal jedes Mal einen Strich auf ein Papier. Oder ein Kreuz in eine Textdatei.

    So realisierst du, wie oft du vergleichst. Und dann wird es Zeit für den zweiten Schritt.

    2. Neues Verhalten einüben:

    Möglichkeit 1: Unterbrich deine Gedanken, zum Beispiel mit einem Mantra. Wie das geht, findest du in Lifehack 3 unserer Lifehacks.

    Möglichkeit 2: Sag dir jedes Mal etwas Freundliches, wenn du merkst, dass du dich vergleichst. Etwas, das du an dir magst oder worüber du dich freust oder wofür du dankbar bist.

    Zum Beispiel: „Der hat aber volles Haar und bei mir ist bald nix mehr.“

    => „Ich kann mich gut durchsetzen, wenn mir etwas wichtig ist.“

    Oder: „Die ist immer so souverän und ich reagier voll überzogen.“

    => „Ich mag meine Augen.“

    Und grundsätzlich noch wichtig:

    Das Vergleichen führt meist dazu, dass wir anderen nacheifern. So sein wollen wie die Nachbarin, der Kollege, Julia Roberts, George Clooney. Dabei werden wir dann doch nur ein Abklatsch eines anderen.

    Viel wichtiger, schöner und erfüllender: Werde das beste „Du“, das du sein kannst.

    Tipp 6: Dein Körper ist dein Freund

    Kennst du das Gefühl, dich in deinem Körper wohl zu fühlen? Ist dein Körper dein Freund? Dann lebst du diesen Tipp sehr wahrscheinlich schon sehr ausgeprägt.

    Oder siehst du deinen Körper eher neutral und machst dir im Großen und Ganzen keine Gedanken um ihn?

    Oder ist dein Körper eher dein Feind? Ist er dir vielleicht eher lästig? Alles andere als eine Quelle für deine Zufriedenheit?

    Dass Bewegung gesund ist und es wichtig ist, sich gesund zu ernähren, das hast du alles schon zigmal gehört, gelesen und gesagt bekommen. Damit will ich dir hier überhaupt nicht kommen. Auch, wenn es stimmt.

    Wenn es um deine Zufriedenheit geht, ist etwas anderes wichtig.

    Mit nichts und niemandem bist du so eng verbunden wie mit deinem Körper. Er ist dein Zuhause, dein Partner, deine Partnerin, dein Gegenüber. Dein Körper ist derjenige, der immer bei dir sein wird, der dich nie verlassen wird.

    Und du hast es zu einem großen Teil selbst in der Hand, wie dein Zusammenleben mit diesem Teil von dir aussieht. Ob dein Körper dazu beiträgt, dass du dich wohl fühlst. Wie zufrieden du und dein Körper sind.

    Beginne deinen Körper als deinen Partner zu sehen. Komm mit ihm ins Gespräch. Beginne auf ihn zu hören. Frag deinen Körper, was euch guttut. Probier gemeinsam mit deinem Körper aus, was euch Zufriedenheit schenkt.

    Wie geht das? 

    Auch hier geht es darum, sich selbst besser wahrzunehmen. Spüren zu können: „Das tut mir gut/das nicht. Damit fühle ich mich wohl/das war jetzt nicht so toll.“

    Aber auch das ist Übungssache. Am einfachsten ist es, wenn du Neues ausprobierst. Denn dann reagiert dein Körper anders und diese Reaktionen lassen sich leichter wahrnehmen, als wenn du einfach so weitermachst wie gewohnt.

    Höchstwahrscheinlich hast du irgendwann in deinem Leben schon mal versucht, etwas mit deinem und für deinen Körper zu tun. Mehr Sport, bessere Ernährung, mehr Entspannung oder Anspannung. Wenn es dir wie den meisten geht, bist du mit der ein oder anderen Sache gescheitert und hast womöglich aufgegeben.

    Dann ist jetzt vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, einen Neustart zu wagen.

    Bewegung:

    Probier etwas aus, das du noch nie zuvor versucht hast. Spazierengehen, Trampolinspringen, Gymnastik, Fitness-Studio, Joggen, Tischtennisspielen.

    Zwei Ideen, die mir persönlich sehr gefallen:

    Gert und Marlén von Kunhardt: „Keine Zeit und trotzdem fit“.

    Prof. Ingo Froböse und seine Erklärvideos auf YouTube. Zum Beispiel 5 Schulterübungen.

    Und dann fang in ganz kleinen machbaren Schritten an.

    Ernährung:

    Finde selbst heraus, was dir guttut. Mit welcher Ernährung du dich wohl fühlst. Wie das geht, erfährst du in Mathias’ Text „Essen, was dir guttut“.

    Und, wenn es bei dir um das Thema Abnehmen geht, schau dir Judiths Beitrag „Abnehmen ohne Diät – auf diese 3 Dinge solltest du verzichten“ an.

    Und das Wichtigste: Probier, was dir hilft und guttut. Lass weg, was nicht funktioniert, und mach mehr von dem, was funktioniert.

    Schließe Freundschaft mit deinem Körper und sorgt gemeinsam dafür, dass ihr euch wohl fühlt und zufrieden seid.

    Tipp 7: Ein gutes Miteinander

    Zufriedene Menschen haben gute und tragfähige Beziehungen. Da sind sich Wissenschaft und Lebenserfahrung einig.

    Doch was sind gute Beziehungen? Wie sieht ein soziales Gefüge aus, das zur Zufriedenheit beiträgt?

    Auch hier gilt: Es ist individuell verschieden. Deswegen finde heraus, wie das Beziehungsnetz sein soll, mit dem du dich wohl fühlst.

    Dazu schaust du dir am besten die Beziehungen an, die du derzeit hast und pflegst. Diejenigen, die etwas in Vergessenheit geraten sind. Diejenigen, die dich eher belasten.

    Wie geht das? 

    Frag dich:

    • Welche Freunde, Bekannte, Familienmitglieder hast du?
    • Wie sind die Beziehungen zu ihnen?
    • Kannst du in deinen Beziehungen sein, wer du wirklich bist? Jedenfalls in einem Teil deiner Beziehungen?
    • Wie wohl und entspannt fühlst du dich in den Begegnungen mit deinen Freunden und Bekannten?
    • Kannst du in deinen Beziehungen von den Themen sprechen, die dich wirklich bewegen?
    • Für welche Hobbys und Interessen wünschst du dir neue Menschen in deinem Leben?
    • Sind Beziehungen dabei, die schon länger nur noch eine Belastung sind?
    • Sind Beziehungen dabei, die dich sehr erfüllen, die du aber viel zu wenig pflegst?

    Je nachdem, wie deine Antworten ausfallen, möchtest du vielleicht etwas verändern.

    Dazu hier einiges zum Weiterlesen:

    Wenn du feststellst, dass du eine oder mehrere echt schwierige Beziehungen hast: „Wie du mit toxischen Menschen entspannt umgehst“.

    Wenn du dir neue Freunde und Freundinnen wünschst: „Mit diesen 21 Tipps gelingt es dir, Freunde zu finden und Freundschaften zu halten“.

    Wenn du in deinen Beziehungen authentischer sein möchtest: „Du willst echt sein? – 3 Tipps für mehr Authentizität“.

    Wenn du mehr zum Thema Beziehungen und Zwischenmenschliches suchst: „Kommunikation und Miteinander“.

    Tipp 8: Schütze dein wertvollstes Gut

    Eines der wertvollsten Güter, die wir haben, ist unsere Zeit. Jede Stunde, jeder Tag, jede Woche, das laufende Jahr …

    Schütze deine Zeit. Denn zufriedene Menschen nehmen sich Zeit für das, was ihnen wichtig ist.

    Wie geht das? 

    Finde heraus, wovon du mehr in deinem Leben haben möchtest:

    Was ist dir wichtig? Was möchtest du mehr machen?

    Falls dir auf Anhieb zig Sachen einfallen, prima 🙂

    Falls nicht, komm deinen Wünschen mit einer Satzergänzungsübung auf die Spur.

    Nimm dir Stift und Papier oder deine Textverarbeitung.

    Stell dir einen Timer auf 5 Minuten.

    Schreib zu jedem der folgenden Satzanfänge über 5 Minuten alles auf, was dir dazu einfällt. Schnell und unzensiert.

    „Wenn ich eine Woche Zeit hätte, dann würde ich …“

    „Wenn ich endlich in Rente bin, dann mache ich …“

    „Wenn ich jede Woche einen Tag weniger arbeiten müsste …“

    „Wenn die Kinder jede Woche einen Tag komplett bei Oma/Opa/Freunden/in der Betreuung wären …“

    Am Ende hast du eine schöne Liste. Sicher kannst du nicht alles umsetzen, was draufsteht. Aber das ein oder andere sicherlich.

    Nimm dich wichtig. Versuche möglichst etwas von deiner Liste umzusetzen. Im besten Fall regelmäßig, sodass du deine Zufriedenheit kontinuierlich steigern kannst.

    Tipp 9: Entfache das Feuer in dir

    Zufriedene Menschen haben etwas, wofür sie brennen.

    Hast du ein Hobby, eine Leidenschaft, eine Berufung, die dich komplett begeistert? Prima :-). Du bist ein Glückspilz.

    Und falls nicht, dann finde etwas, das das Feuer in dir zum Brennen bringt.

    Wie geht das?

    Finde etwas, das dich begeistert, womit du dich beschäftigen, was du vorantreiben oder in irgendeiner Weise tun würdest, ohne dafür etwas zurückzubekommen. Einfach, weil du bei dieser Sache alles vergisst, ganz dabei bist. Im Flow bist.

    Vielleicht hast du sowas schon in deinem Leben, hast ein Hobby oder ein Ehrenamt, für das du dich mühelos engagieren kannst.

    Und falls nicht, dann frag dich: „Was könnte das bei mir sein?“

    „Wofür begeistere ich mich?“ Das kann ein Hobby sein wie Nähen, Handwerkern, Backen, Rumschrauben am Motorrad. Oder ein Wissensgebiet wie z. B. das Mittelalter, Hunde, Blumen, französische Lyrik des 19. Jahrhunderts.

    Falls du ratlos vor dieser Frage stehst …

    Geh zurück in deine Vergangenheit: Was hat dich früher begeistert? Vielleicht auch als Kind? Wovon konntest du nicht genug bekommen?

    Beobachte dich in der Gegenwart:

    • Bei welcher Doku kannst du nicht abschalten?
    • Welcher Zeitungsartikel fesselt dich total?
    • Für welche Ausstellung würdest du einen weiten Weg auf dich nehmen, einfach weil dich das Thema brennend interessiert?
    • Welche Zeitschrift am Kiosk würdest du sofort kaufen, weil es darin um „dein“ Thema geht?

    Steh dazu. Gönn dir deine Leidenschaft. Auch wenn es etwas ist, das außer dir nur wenige nachvollziehen können. Denn genau diese Begeisterung bereichert dein Leben mehr, als vieles andere es jemals könnte.

    Tipp 10: Zufriedenheit = Realität minus Erwartungen

    Eine Gleichung, die zugegebenermaßen etwas oberflächlich wirkt. Dennoch enthält sie einen sehr wahren Kern.

    Deine Zufriedenheit steigt in dem Maße, in dem deine Erwartungen erfüllt werden.

    Wenn du jemand bist, der öfter mal enttäuscht ist. Vom Leben, von anderen Menschen, vom letzten Urlaub, vom Wochenende, vom Essen im Restaurant oder einfach nur vom Geschmack des Müslis am Morgen, dann frag dich:

    „Liegt es daran, dass ich irgendetwas besser machen, planen, kreativer lösen könnte?“

    Dann geh zu Tipp 4 und nimm es in die Hand.

    Wenn du aber zu dem Schluss kommst, dass deine Erwartungen womöglich einfach zu groß sind, dann setz dich mit ihnen auseinander.

    Wie geht das? 

    Der erste Schritt besteht wieder darin, dass du bei dir selbst erkennst, ob du womöglich zu viel erwartest und deshalb unzufrieden bist.

    Versuch in deinem Alltag verstärkt darauf zu achten, was du von bestimmten Erlebnissen erwartest. Frag dich vielleicht eine Woche lang mehrfach täglich: „Was erwarte ich von diesem Tag, von der nächsten Stunde, von der Verabredung, von dem Meeting, von der Autofahrt, …?“

    Dazu kannst du dir eine wiederholende Erinnerung in deinem Smartphone stellen. Eine Erinnerung, die dich immer wieder fragt: „Erwarte ich vielleicht zu viel?“

    So lernst du dich selbst besser kennen und kannst evtl. gegensteuern, falls du wirklich zu oft zu viel erwartest und deine Zufriedenheitsrechnung deswegen ins Minus läuft.

    Und wenn du dich tiefergehend mit dem Thema befassen möchtest, starte mit Judiths Artikel „Zu hohe Erwartungen?“.

    Oder bist du zu perfektionistisch? Hast du vielleicht generell zu hohe Ansprüche an dich selbst? Dann steckst du vielleicht in der Perfektionismusfalle. Einen Weg raus weist Mathias’ Beitrag „Perfektionismus: 7 Tipps, wie du als Perfektionist zufriedener wirst“.

    Tipp 11: Erlebe dich als wirksam

    Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist für unsere Lebenszufriedenheit entscheidend.

    Was abstrakt klingt, ist etwas ganz Alltägliches.

    Immer, wenn du dir etwas vornimmst und es erreichst, machst du die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Du erlebst, dass das, was du tust, etwas bewirkt.

    Wenn du dir vornimmst, einen Kuchen zu backen, die Steuererklärung zu machen oder den Wagen zur Inspektion zu bringen, gibst du dir selbst die Chance für ein selbstwirksames Verhalten.

    Gelingt es dir, deinen Vorsatz in die Tat umzusetzen, stärkst du deine Selbstwirksamkeit.

    Gelingt es dir nicht, schädigst du deine Selbstwirksamkeit und damit auch deine Zufriedenheit.

    Nicht umgesetzte Vorhaben sind eine eiskalte Dusche für deine Zufriedenheit. Wobei auch hier die Dosis das Gift macht. Wenn du ab und zu mal nicht erreichst, was du dir vornimmst, ist das kein größeres Problem.

    Wenn du aber regelmäßig deine Vorsätze nicht erreichst, leiden deine Selbstwirksamkeit, deine Zufriedenheit und dein Selbstvertrauen massiv. Eine sehr unschöne Entwicklung. Falls du zu denjenigen gehörst, die sich regelmäßig zu viel vornehmen und es nicht schaffen, weißt du, welche Gefühle ich meine.

    Ich habe hier zwei gute Möglichkeiten, wie du dem selbstfrustrierenden Verhalten ein Ende machen kannst.

    Wie geht das?

    1. Das Prinzip der kleinen Schritte. Wenn du dir regelmäßig zu viel vornimmst, wird genau das dir gar nicht gefallen. Aber dann weißt du auch am besten, dass die großen Schritte dir meist nicht den gewünschten Erfolg bringen. Mit kleinen Schritten hingegen erhöhst du die Chance, dass du wirklich schaffst, was du dir vornimmst.
    1. Lerne WOOP kennen. Was ist WOOP? WOOP steht für eine Methode, mit der du dich in vier einfachen Schritten ganz leicht dazu bringen kannst, das zu tun, was du dir vornimmst. Wieso diese Methode so gut wirkt und wie das genau funktioniert, erfährst du in: „Die WOOP-Methode: Ziele erreichen in vier einfachen Schritten“.

    Falls du deine Ziele gerne leichter und zuverlässiger erreichen möchtest, gib dir eine neue Chance. Verändre deine Herangehensweise und bewirke mehr von dem, was du dir wünschst. Für mehr Zufriedenheit und ein stärkeres Vertrauen in dich selbst.

    Zufriedenheit ist Haltungs- und Handlungssache

    Welcher Tipp hat dich spontan angesprochen? An welchem Punkt hast du gedacht: „Das könnte echt etwas bewirken“?

    Um zufriedener zu sein, um dich wohler zu fühlen, brauchst du nicht die Welt aus den Angeln zu heben. Es ist vielmehr so, dass du mit ganz kleinen Änderungen sehr viel bewirken kannst. Denn mit Zufriedenheit und Wohlbefinden ist es ein wenig wie mit dem einen Stein, den du in einen ruhigen See wirfst. Er wird Kreise ziehen.

    Hier findest du nochmal alle Tipps kurz zusammengefasst auf Erinnerungs-Kärtchen.

    11 Tipps für mehr Zufriedenheit im Alltag

    Such dir einfach einen oder mehrere aus den folgenden 11 Tipps für mehr Zufriedenheit im Alltag aus. Und dann starte direkt damit, deiner Zufriedenheit einen ordentlichen Schub zu geben.

    37 Tipps, wie du deinem Partner näher kommen kannst

    11 Tipps hier herunterladen

    Entscheide dich für einen Tipp, den du direkt jetzt umzusetzen beginnst. Sorg dafür, dass du eine Weile dranbleibst. Mach dir Erinnerungen, sodass du es nicht vergessen kannst.

    Wähle deinen Stein, den du in deinen Alltag werfen wirst. Und lass ihn Kreise ziehen. Was glaubst du, würde sich verändern?

    Quellen: 

    Blickhan, D. (2015). Positive Psychologie – Ein Handbuch für die Praxis. Paderborn: Junfermann Verlag.

    Brown, B. (2013). Verletzlichkeit macht stark. Wie wir unsere Schutzmechanismen  aufgeben und innerlich reich werden. München: Kailash Verlag. – Das gibt es auch als Taschenbuch.

    Neff, K. (2012). Selbstmitgefühl. Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden. München: Kailash Verlag.

    Seligman, M. (2015). Wie wir aufblühen. Die fünf Säulen des persönlichen Wohlbefindens. München: Goldmann Verlag.

    Positive Psychologie – Was ist Glück und Glücksforschung? – Dipl-Psych. Tobias Rahm (Abgerufen am 09.03.2018)

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