Trau dich, anders zu sein

Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Ich denke im Augenblick viel darüber nach, was Menschen daran hindert, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Und im Gespräch mit einem guten Freund neulich kamen wir auf einen interessanten Widerstand, der unserer Meinung viele Menschen davon abhält, das Leben zu führen, was sie gerne führen möchten:

Wir glauben, dass viele Menschen sich selbst bremsen, weil sie Angst haben anders zu sein und aus der Masse herauszustechen. Aber genau das – anders handeln, anders denken und anders sein als die anderen… – müssen wir manchmal, wenn wir unser Leben so einrichten möchten, wie wir es gerne hätten.

Es gehört einiges an Mut dazu, anders zu sein, als die anderen. Die meisten von uns haben wohl ein eingebautes soziales Programm, das uns eher dazu anhält, mit dem Strom zu schwimmen und ein Teil der Masse zu sein. Die meisten Menschen möchten auch zu etwas Größerem dazugehören, weil das Sicherheit, Geborgenheit und auch ein bisschen Bequemlichkeit verspricht. Dazu kommt, dass wir manchmal in unserer Umgebung auf Unverständnis, auf Spott oder auf Ablehnung stoßen, wenn wir andere Wege beschreiten.

Und das alles muss man erst einmal aushalten.

Und so leben viele Menschen ein Leben, das nicht so richtig zu ihnen passt und in dem sie verstecken, wie sie wirklich sind, wodurch sie ihre Potenziale nicht entfalten können und nicht der werden, der sie sein könnten.

Für mich persönlich war das nie ein Weg. Ich bin lieber anders und ecke damit manchmal an. Ich zahle dafür natürlich auch einen Preis. Anders zu sein ist anstrengender und manchmal bläst einem auch der Wind ins Gesicht.

Aber das Leben ist kurz und wir haben nur diesen einen Versuch hier auf der Welt (sofern man nicht an Reinkarnation glaubt). Und ich habe schlicht und einfach keine Lust, diese Zeit damit zu verbringen, so zu sein, wie die andern, nur damit ich nicht komisch angeschaut werde.

Deswegen ist einer meiner Wahlsprüche:

Sei kein Teil der Masse. Tue Dinge nicht, nur weil jeder es so macht. Hinterfrage Regeln und Konventionen. Mach dein Ding. Auch wenn es bedeutet anders zu sein.

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Das eigene Leben besser machen

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Kommentare

  • Hallo in die Runde,

    ich finde im Prinzip alles was ermutigt und bestärkt gut. Dazu mag ich es auch, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch weil das bestärkt und ich mich da selbst wiederfinden kann. :-)

    Wieso nicht auch den ein oder anderen Spruch klopfen? Zum Beispiel: Mut tut gut.
    Ich denke mal, manche schaffen das, ihr Leben radikal zu ändern. Ich weiß nur noch nicht wie das aussehen soll. Aber ich habe den starken Verdacht, dass es im Endeffekt leichter wird. :D

    Schönen Abend allerseits.

  • Es ist kein Zeichen von geistiger Gesundheit, gut angepaßt in einer kranken Gesellschaft zu leben.

  • Hallo,

    Ich bin neu hier und das Forum hat mich persoenlich angesprochen. Ich kann mich mit den Aussagen identifizieren und ich versuche immer wieder mein Leben nach dem Grundsatz der Freiheit zu leben. Jedoch leide ich sehr darunter, dass Menschen aus meiner Umgebung nicht nach diesem Grundsatz leben (besser gesagt ein bestimmter Mann). Kurze Information zum Hintergrund: Er ist Inder und die Familie, die Nachbarn, all das drum herum ist unheimlich dominant. In dieser Gesellschaft ist es genau anders herum, es zaehlt nur, was die anderen denken und fuer dich wollen, nicht was man selber will. Wir waren in einer Beziehung, aber leider besitzt er nicht die Staerke sich aufzulehnen und sich zu mir zu bekennen. Er waehlte den einfachen Weg und wird bald eine Frau heiraten, die von den Eltern ausgesucht wurde. Ich bin nicht hier um rum zu jammern und das letzte was ich brauche ist Mitleid. Ich denke einfach, dass dies vielleicht zu neuen Gedankenanstossen fuehrt.

    Wie sollte man also mit solch einer Situation umgehen? Darf man jemandem vorwerfen charakterlos zu sein? Ist es nicht arrogant zu glauben, dass alle so denken muessen wie wir hier im forum? Sollte man einfach akzeptieren, dass diese Gedankenansaetze, so richtig sie auch sein moegen, nicht fuer alle Menschen zutreffen?

    (Und ein weiterer Ansatz: Da ich an Schicksal glaube, quaelt mich die Frage nach dem Warum. Warum haben wir uns ueberhaupt erst getroffen?)

    Freue mich auf eure Gedanken.

  • Ich liebe es, anders zu sein!
    Ich habe meinen persönlichen Stil, meinen Weg und mein eigenes Leben. Ich habe mich in meinen Professor verliebt und bin so glücklich mit ihm, obwohl er so viel älter ist als ich.
    Ich liebe mein Leben und mich selbst. Meine Freunde halten zu mir und ich genieße es, anders zu sein…

    Es ist einfach fabelhaft, 100%ig mit sich im Reinen zu sein :))

  • @hato: Erkenne wer du bist,
    lebe wie du bist,
    und du hast mit niemanden ein Problem!

    Schöner Spruch, vielen Dank. Dann geht es auch mehr darum, sich zu trauen, man selbst zu sein, als unbedingt anders zu sein. Dabei kann dann auch rauskommen, dass man vielleicht garnicht anders sein will, sondern mit dem was alle machen, ganz zufrieden ist. Und es erfordert dann unter Umständen ganz schön Mut, man selbst zu sein, wenn man von Leuten umgeben ist, die meinen, man müsste unbedingt anders sein :-).

  • Ein Zitat aus der Psychologischen Astrologie sagt:

    Erkenne wer du bist,
    lebe wie du bist,
    und du hast mit niemanden ein Problem!

    LG

  • ja der Atikel liest sich sehr gut und auch die anderen beitrage sind sehr interessant. (anders zu sein) kenn ich sehr gut. Aber heut zu tage stößt man sehr viel auf ablenung usw. wenn es nur schwul odet lesbisch ist oder anders rum zu laufe. Die leute die auf Menschen treffen und die sind anders die haben einfach nur angst davor das der jemand anderes ist. Du wirst angesehen und läufst z.B. anders rum oder so und schon wirst du gleich abgestempelt und es heißt du bist anders, komsich,verrückt oder du hast sie nicht mehr alle. Viele Leute versuchen einen nicht ein mal richtig kennen zu lerne weil sie davor zurück schrecken oder sich nicht trauen. Viele Menschen besonders Jugendliche beleidigen ein, damit wollen sie nur ihre unsicherheit verstecken.

    So sehe ich die ganze sache.

  • Die folgenden Zeilen las ich vor ca einem Jahr…
    Jeder einzelne, der heute beginnt zu fragen: “Was bin ich in der Welt?”, bricht mit seiner vorherigen Existenz. Er akzeptiert durch diese Frage die Welt und sein Sein nicht mehr so wie sie sind, sondern fragt weiter, beginnt zu philosophieren. Wer sich sein Leben lang von der Schule über den Beruf bis in das Alter nur dem Trott des Alltags, der Einbahnstraße des täglichen Sollens, unterwirft, der wird niemals philosophieren, denn er fragt nicht. Er fragt nicht nach dem Sinn seiner Existenz, sondern lebt nur dahin, ohne die Bestimmung des Menschen aufzunehmen, das eigene Sein zu gestalten, der Strecke zwischen Geburt und Tod einen Sinn zu geben, und wenn es vielleicht nur der wäre, nach diesem zu fragen. Für die Mehrheit der Menschen jedoch ist diese Möglichkeit des Fragens nicht von vornherein gegeben. Frühes Eingebunden sein in die Arbeitswelt, tägliche Besorgungen und Anstrengungen, Eingespannt sein, daraus resultierende Müdigkeit, passive Entspannung vor dem Fernsehapparat oder anderen Apparaten, die das eigene Leben ersetzen, lassen keine Lücke im Alltag, in die das Denken, das über die alltägliche Problembewältigung hinausgeht, eindringen kann. Das Alltägliche, das Gewöhnliche ist zudem überaus hartnäckig. Es muss schon eine Distanz zum Geschehen des Alltags, zur eigenen eingefahrenen Situation eintreten, in der man aus seiner eigenen “Betriebsblindheit” aufgerüttelt wird

    …danach machte ich mir ernsthafte Gedanken darüber und um diese nicht zu verwerfen, schrieb ich dazu einiges nieder

    Früher war es leicht so zu leben wie Ichs gern wollte, denn in der Steinzeit konnte man durch eigene Kraft sein Leben sichern in dem man sich zB seinen Speer spitzte und auf Wildfang ging um essen zu können …heute in der gesellschaftlichen materiellen Welt ist man immer von anderen Personen abhängig um leben zu können.
    Ich bin wahrlich nicht einfach zu nehmen und fühl mich oft einsam. Ich drohe oft an der Gesellschaft zu zerbrechen, es macht das Loch in das ich derzeit vermutlich falle größer und größer und trotzdem lass ich mich nicht Geiseln. Ich bin wie ein großes Kind mit Flausen im Kopf in vielfacher Menge. Ich bin nicht so wie die die mich lieben mich gern hätten. Gehe oft unter Menschen und nicht ein einziges Thema interessiert mich wirklich, ich sehe nur leere Köpfe und kann mich oft nicht mal an Namen erinnern. Ich versuch zu reden und beginne mit dem Satz “Fick die Welt!” ?.die Runde schaut erstaunt, ging es doch eben noch um “wär hat mehr zu bieten” oder über die geilen Weiber denen sie meist Lügen auftischen um sie zu erobern und doch kaum eine Chance bekommen. In einem Raum voller Stillleben, bin ich störende moderne Kunst, keiner will mein Bild sehn! Sie sehn mich wie Idealismus ohne Idee dahinter, dumm und menschlich, abstrakt, im besten Fall interessant, aber unzugänglich, arrogant und verantwortungslos. Ich sprenge ihre Werteskala, ich bin der Härtefall, ich gehe nicht zum Trendfriseur, hab deswegen heut eher nichts mehr zu melden und trotzdem kämpf ich weiter um zu leben.
    “Ihr tut mir so leid, ihr belügt euch selbst, habt keinen Mut das zu tun was euch ängstigt und verändern könnte, ihr lästert zu viel über die Leute die sich mit euch abgeben, ja macht diese oft schlecht um euch besser in Szene zu setzen. Sorry eure Herzen sind mir zu klein, Motive wertentladen, die Tüten zu groß und eure Witze zu vorhersehbar. Ihr zwingt mir die Meinung auf, die Mehrheit macht den Staat, ihr besetzt den Begriff normal, alternatives wird gebrandmarkt. Um eure Fehler mir auf die Fahnen zu schreiben, fehlt es mir leider an persönlicher Arroganz. Gebts auf zu glauben ich müsst mich ändern um leben zu können …ich schwimm weiter gegen den Strom und bleib wie ich bin, auch wenn es so bleibt wie es derzeit ist”
    Menschen, die mir etwas bedeuten, jenen die mein Leben in irgendeiner Art und Weise berührt haben, jenen, die mir den Tag erhellten, wenn es Nacht war, jenen, die mich lächeln ließen wenn ich es wirklich brauchte, jenen, denen ich sagen möchte, wie viel mir ihre Freundschaft bedeutet hätte, lasse ich gehen wenn sie nicht mehr bei mir sein wollen, auch wenn ich weiß dass ich mein ganzes Leben brauche um sie zu vergessen

  • mein leben wurde zerstört von video games o.O
    ich achte nicht mehr an meine ernährung meine pflege.
    ich bin depressiv.
    ICH HASSE WORLD OF WARCRAFT!
    mein leben hat kein sinn.
    wenn ich doch nur die zeit zurück drehen könnte o.O

    *Tania Konnerth schreibt:*

    Hallo Recep,

    der Wunsch, die Zeit zurückdrehen zu wollen ist verständlich, tut aber noch mehr weh. Zeit zurückdrehen geht leider wirklich nicht. Was aber geht, sich heute anders zu entscheiden und die Zeit ab sofort anders zu nutzen. Wenn Sie allein nicht aus dem Spiel-Rausch herauskommen, dann suchen Sie sich bitte Hilfe. Ihr Leben hat Sinn!

    Ganz herzlich,
    Tania von “Zeit zu leben”

  • Hallo nach Bayern,

    danke für den Tipp, gefällt mir gut, dieser und
    andere Artikel wie z.B. “Willensfreiheit”.

    Viele Grüsse
    kade

  • Hallo aus Bayern,

    Sie schreiben hier einen Artikel, der genau unseren “Nerv” trifft. Bevor wir aber jetzt den ergänzenden Artikel “Andere anders sein lassen” (20.Juli 08) auf unserer Homepage in Ihrem Kommentarbereich wiederholen, sind Sie herzlich eingeladen, einmal vorbeizuschauen!

    Viele Grüsse,

    das Team von hilfe-beim-leben.de

  • @Hubert (Beitrag vom 12.07.08)
    Hallo Hubert,
    der Beitrag liest sich, als sei er an jemand Bestimmtes gerichtet. Ist das so?
    Oder soll ein gesellschaftliches Phänomen beschrieben werden?

  • In all den Beiträgen kann ich mich – Anteile/Sichtweisen von mir – auch wieder erkennen, in allem.
    Ob ich mich “radikal verändere” oder “das Leben verändert uns”, “die andern legen Steine in den Weg” oder “wir legen uns selbst Steine in den Weg”, usw.

    Und komme zum komischen Schluss, ob ich “Masse bin” oder “mich selbst/anders bin”, ich bin letztlich beides, alles. Wir unterscheiden uns gar nicht, wenn wir tiefer hinsehen.

    Nur ehrlich hinschauen, was meine tiefsten Bedürfnisse sind, jetzt. Und die dürfen alles sein, ganz normal, ganz anders…, nur ehrlich muss ich sein.
    Wobei die “eigenen Grenzen überschreiten” das Erregendste ist, obwohl diese Grenzüberschreitung vielleicht von der “Masse” her gesehen etwas ganz Normales ist…

  • Hallo,
    nun habe ich fast alle Beiträge gelesen, aber der letzte hat mir am Besten gefallen. So genau ist es: “das Leben verändert uns” man könne auch sagen: Ich lebe nicht mein Leben, sondern “das Leben lebt mich”! Ich sehe das an meiner Tochter, die so gern als Punkerin “ihr” Leben leben möchte, aber das “Leben” lässt sie nicht so leben wie sie will. Alle sind gegen sie, weil sie anders ist und weil alles glauben “Aussehen” ist alles. Ich finde das unfair, aber ich bewundere sie für ihren Mut, immer gegen den Strom zu schwimmen. Ich weiß nicht, ob sie vielleicht irgendwann einmal sagt “ach, wäre ich doch – normal – geblieben” mein Leben wäre einfacher gewesen….”

    Ich wünsche euch allen ein schönes “anders sein….”

  • anders sein und ich selbst sein? Hört sich nach Identitätskrise an. So sehr haben wir uns also schon von uns selbst abgelebt? Wem stellt sich diese Frage überhaupt? Auf der Suche nach sich selbst, sollte man erst einmal erkennen, auf welcher Seite der Gitterstäbe des Glaubengefängnisses man sich befindet!

    Unerträglich aber sind genau diese Menschen, die sich auf so göttlichem Pfade der Selbsterkenntnis befinden.

    Kein Wunder schließlich gilt es, jahrelange festsitzende Muster auf einen Schlag und mit aller Gewallt loszuwerden.

    Sechs Jahre war ich als Lebensberater tätig, insgeheim auf der Suche nach Antworten, zu Fragen die ich noch gar nicht kannte. Heute langweilt es mich und stelle fest ich kann nicht lernen so zu sein wie die Masse.

    Ja, genau richtig gelesen! Ich bin immer “anders” gewesen und galt damit als ‘Gott der Weisheit’. Doch Götter sind verdamt einsame Wesen!!

    Sichtweisen verändern, kann Leben verändern! In wirklichkeit aber verändern nicht wir das Leben, das Leben verändert uns. Wieder eine masslose Selbstüberschätzung, wie sie typisch für uns Menschen ist.

    An alle Suchende, kann ich nur sagen, findet das Gleichgewicht und findet es, durch die Umkehr des Extrems.

    Beispiel: ein voll angepasster Superspießer, mutiert zu einem völlig ausgeflippten und hysterischen Kindskopf und genießt die verstörten Blicke (kann man täglich beobachten). Oft ist eine seltsame Begebenheit der Auslöser (z.B. verliebt sein in eine ganz und gar unpassende Person)

    Mit diesen Beobachtungen könnte ich euch jetzt noch stundenlang provozieren, aber ich habe kein Gefallen mehr daran der spitze Stein im Schuh zu sein. Ich bin es leid immer alles auf den wunden Punkt zu bringen. Nicht weil ich mir dadurch keine Freunde mache, sondern weil ich endlich zur Masse gehören will. Ich will endlich meine Mutter finden und nicht mehr selbst eine sein müssen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich liebe euch alle – die anders sein wollen und auch die die “normal” sein wollen. Viel Glück und Spaß dabei!!

  • wenn man nicht so leben kann wie man ist, fällt es einem doch früher oder später auf den kopf. so sein wie man ist, ob anders oder zufälligerweise mainstream, spart viel zeit und energie – so zumindest meine erfahrung. ich verschwende eben keine kraft zu heucheln, keine kraft mich anzupassen, keine kraft, dinge zu tun, die mir widerstreben und deshalb schwerfallen. das “bißchen” energie, was mich das anecken kostet, ist dafür vergleichweise gering.

  • Hallo zusammen,
    wirklich tolle Beiträge habe ich hier gelesen, jedoch stimme ich nicht mit allem überein.

    Meines Erachtens erfordert das Anders sein, seine ach so geliebte Komfortzone zu verlassen und seinen manchmal steinigen Weg zu gehen.
    Alles im Leben hat seinen Preis.

    Wenn ich es nicht schaffe, meinen ungeliebten Arbeitsplatz zu verlassen, dann ist das tägliche Unwohlsein der Preis, der dafür zu zahlen ist.

    Bei einer Autotin hatte ich den Eindruck, dass sie sich in ihrer Opferrolle so “richtig wohl” fühlt und alle Verantwortung in ihrem Leben auf die Anderen abschiebt.
    Wer will schon ein “Opfer” als neue Mitarbeiterin in einer verantwortungsvollen Position. Wenn die Motivation in einem “weg von” statt in einem “hin zu” begründet ist, merkt das ein guter Personaleinkäufer sofort.

    Ich habe als “Lohn” für meine Andersartigkeit in einer Bank mit einer Frühpensionierung “bezahlt”. ;-)
    Geschenktes Leben!
    Natürlich hat sich mein Einkommen halbiert. Aber ich bin frei, kann das arbeiten, was mir gefällt und fühle mich pudelwohl.
    Der Einkommensnachteil ist längst kompensiert, weil ich jetzt das mache was mir Spaß macht und gut kann.

    Liebe Grüße und Mut zu Veränderungen. Wirklich passieren kann in unserem Lande doch niemandem etwas schlimmes.
    Jürgen

  • Es ist wirklich nicht leicht! Ich kämpfe damit, meine Homosexualität frei leben zu können. Leider verstecke ich mich nur, was mich innerlich zutiefst traurig macht.
    Der Artikel und auch eure Beiträge haben mir etwas Mut gemacht! Schöne wäre einfach, wenn in der Gesellschaft mehr Toleranz und Respekt vorhanden wären.

    Ich wünsche euch allen alles Liebe!

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein -wie ich finde- schönes Sprichwort auf meinem Schreibtisch stehen:
    “sei lieber das kleinste Licht, das das Leben mit seinem eigenen Schein erhellt, als der große Mond einer fremden Sonne”
    Wenn wir alle danach handeln, wie uns andere Menschen haben wollen, dann wird dasl Leben eintönig und langweilig. Die Vielfalt, auch wenn man damit manchmal anstößt, macht das Leben bunt und spannend. Ich versuche meist nur mir selbst gerecht zu werden (was schon sehr schwer ist), und mich nicht nach den Vorstellungen der anderen zu richten – Kompromisse einzugehen ist dabei natürlich o.k., (aber nur, wenn man damit sich selbst nicht verleugnet.) Ich muss schließlich mein Leben selbst leben und ich möchte am Ende sagen können “I did it my way” und “je ne gegrette rien” (ihr seht, Musik ist z.B. ein wichtiger Teil in meinem Leben… ;-))
    Ich wünsche uns allen den Mut anders zu sein und das Leben in seiner Vielfalt somit zu bereichern!

  • Der Stein, den ich mir selbst in den Weg legen kann, ist der fehlende Mut, den ersten Schritt zu wagen in die Richtung, die für mich richtig ist. Und jeden Morgen, wenn ich aufstehe, habe ich die Wahl, wie ich mein Leben gestalten möchte. Ob ich den bequemen Weg gehe, oder den unbequemen, der vielleicht ein paar Überaschungen für mich bereit hält, die mich weiter bringen.
    Der unbequeme Weg kann auch bedeuten, dass man (vorübergehend) auf ein paar selbstverständliche Annehmlichkeiten verzichten muss. Aber wenn es sich lohnt, ist man seinem Ziel doch schon einen Schritt näher gekommen.

    Im Wald sich boten mir zwei Wege dar,
    ich nahm den, der weniger betreten war,
    das änderte mein Leben. [Verfasser mir unbekannt]

  • Ich stimme dem Inhalt des Textes 100%ig zu. Mir fällt dazu spontan die Antrittsrede von Nelson Mandela 1994 ein, die passt m.E. genau dazu:

    Unsere tiefste Angst ist es nicht,
    dass wir der Sache nicht gewachsen sein könnten.
    Unsere tiefste Angst ist,
    dass wir unmenschlich mächtig sind.

    Es ist unser Licht, das wir fürchten,
    nicht unsere Dunkelheit.
    Wir fragen uns:
    Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?

    Du bist ein Kind Gottes.
    Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht.
    Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich begrenzt, damit Andere um dich herum sich nicht
    verunsichert fühlen.
    Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.

    Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen.
    Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst auch den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

    Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben,
    wird unsere Gegenwart
    ohne unser Zutun
    Andere befreien.

    Schönen Tag fur euch!!!

  • Hallo Ihr Anderen,
    in letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wie ich damit umgehe, daß ich in vielen Dingen anders bin, als die Menschen um mich herum.
    Durch eine chronische Schmerzerkrankung kann ich viele Dinge nicht tun, die andere ganz selbstverständlich machen. Mir ist klargeworden, daß ich viele Jahre alles daran -gesetzt habe, meine Defizite zu verbergen, um nach Außen ein ganz normales Bild abzugeben.
    Ihr glaubt gar nicht wie anstrengend das war. So viel Kraft sinnlos verschleudert.
    Und wenn es ohnehin nicht klappt, ein angepaßtes Leben zu leben – warum dann nicht endlich das machen, was ich schon immer wollte und ein paar Träume von meiner Traumliste im Leben verwirklichen?
    LG Reisende

  • Ich glaube sehr wohl, das es öfter andere sein können, die einem Steine in den Weg legen. Ich sehe das eher wie Karina. Wer sollte so dumm sein und sich selbst die Steine in den Weg legen ? Man kann sich vielleicht manchmal selbst im Weg stehen aber gewiss gibt es oft genug andere, die einem Steine in den Weg legen. Es gibt genügend gut qualifizierte Menschen die 100 oder mehr Bewerbungen geschrieben haben und keine Stelle bekommen haben.

  • Hallo Karina,

    ich glaube nicht, dass es immer die anderen sind, die uns die Steine in den Weg legen. Meistens sind wir selbst es. Es fehlt der Mut, endlich den Schritt zur Veränderung zu wagen. Und jede Reise beginnt gekanntlich mit dem ersten Schritt.
    Manchmal ist der Weg natürlich auch unbequem, aber ich denke, es lohnt sich immer, den ersten Schritt zu wagen. Vielleicht in der Freizeit ein paar Events für den Verein oder den Ort in dem man wohnt planen, nur um ein Gefühl dafür zu bekommen. Oder die Stunden im “Versorgungsjob” zu reduzieren, um sich dem Neuen zu widmen.
    Manchmal muss man sich erst von den alten Dingen trennen, um bereit für die Dinge zu sein, die man in diesem Leben noch erreichen will.
    Und meistens öffnen sich neue Türen, wenn man den ersten Anstoß gewagt hat. Man trifft Bekannte, die interessante Hinweise geben können. Oder man trifft auf einer Veranstaltungen jemanden,der noch händeringend einen Mitorganisator für den nächsten Kinderflohmarkt sucht, oder,oder, oder…
    Ich glaube auch nicht, dass man mit 37 schon zu alt für den Arbeitsmarkt ist. Da ist man gerade alt und weise genug, um sich noch mal ins Abenteuer zu stürtzen. Und kann bis zur Rente noch mal 30 Jahre tätig werden… (wenn man dann unbedingt schon mit 67 in Rente gehen will, oder doch endlich das gefunden hat, was man bis 80+ und solange es die Gesundheit zulässt ausführen möchte)
    Aber ich kann dein Dilemma sehr gut nachempfinden. Befinde mich gerade in ähnlicher Situation. Aus gesundheitlichen Gründen strebe ich eine berufliche Veränderung an. Seit die grobe Richtung steht, haben sich auch schon etliche interessante Gespräche und Kontakte ergeben. Aber man muss am Ball bleiben und darf sich nicht von “Äußerlichkeiten” beeinflussen lassen. Und dazu gehört eine gehörige Portion Mut. Die wünsche ich dir und mir und allen, die sie ganz dringend benötigen.
    Gutes Gelingen!

  • Ein sehr interessantes Thema. Für mich ist auch nicht das Anderssein entscheidend, sondern, dass ich authentisch bin. Das ist nicht einfach und es kostet auch einen Preis. Ich wurde deswegen schon gemobbt und habe auch schon eine Arbeitsstelle aus diesen Gründen verloren. Aber – wenn ich diese Stelle nicht verloren hätte, wäre ich heute wahrscheinlich sehr krank. Nicht authentisch sein macht mich krank, das weiss ich heute. Es war ein langer Weg und ein ebenso langer liegt (hoffentlich) noch vor mir, aber er ist es absolut wert. Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist: “Wer mutig ist, der kennt die Angst” Zivilcourage statt Opportunismus – denn nur wer Stellung bezieht, ist wirklich frei!” von Johannes Czwalina. Brendow Verlag.

  • Liebe Frau Konnerth, lieber Herr Sanftleben,

    seit einiger Zeit erhalte ich Ihren Newsletter von „Zeit zu leben“ und nehme auch am kostenlosen Online-Kurs „Erfolgstagebuch“ teil. Ihre Homepage finde ich sehr schön und interessant und ich lese alles, was Sie schreiben wirklich sehr gerne.

    Zur Zeit bin ich dabei mich beruflich neu zu orientieren und muss leider immer wieder feststellen, wie schwierig es geworden ist, seine Berufung wirklich zu finden. Seit 7 Jahren arbeite ich als Sekretärin beim Deutschlandfunk in einer Redaktion in Köln. Die Arbeit hat mir anfangs Spaß gemacht und war abwechslungsreich. Seit 3 Jahren jedoch habe ich das Gefühl total auf der Stelle zu treten und nicht voran zu kommen. Aufgrund von vielen Umstrukturierungen im Haus wurde hier vieles zum Negativen verändert und mein Arbeitsbereich ist sehr klein geworden. Man hat kaum Aufgaben, bei denen man sich mal geistig anstrengen muss. Organisatorisch fällt auch alles flach, weil ja fast alles per Mail gemacht wird. Ich werde weder gefördert, noch herausgefordert und habe auch keine Abwechslung sondern eher Langeweile. Das ist sehr bedauerlich für mich und ich empfinde das alles als sehr frustrierend. Dann habe ich mir einen Weg überlegt, wie es bei mir weiter gehen soll. 2006/2007 habe ich eine Weiterbildung im Bereich Eventmanagement gemacht. Diese Weiterbildung hat mir sehr viel Spaß gemacht. Seit fast 2 Jahren suche ich nun schon in diesem Bereich eine Anstellung, kann aber leider nichts finden, was mir es wert wäre, meine Festanstellung aufzugeben. In dem Bereich gibt es fast nur Praktikantenstellen oder es werden Projektmanager mit viel Erfahrung gesucht und leider sind diese Stellen in Branchen die mich nicht interessieren. Inzwischen weiß ich jetzt, dass es in diesem Bereich nur Arbeitsstellen für Leute gibt, die sich ausbeuten lassen. Täglich mehr als 12 Stunden Arbeit, einschließlich Wochenende und die Bezahlung ist eher noch schlechter, als das was ich im Moment verdiene. Habe mir inzwischen einen Berufscoach zugelegt, um rauszufinden, was ich wirklich machen will und kann und um rauszufinden, welchen Weg ich gehen soll, um mein Leben zu verändern.

    Es liest sich immer so leicht, dass man sein Leben ändern kann und dass man sein Leben selbst in der Hand hat. Das Problem sind aber die Anderen, die einem die Steine in den Weg legen. Ich kann mein Leben nur dann selbst gestalten, wenn die Anderen mir dabei helfen. Aber auf der Arbeitgeberseite gibt es heutzutage nur noch Profit und Ausbeuterei, was ich sehr schade finde. Wie soll ich mein Leben ändern, wenn es den Job, den ich gerne machen möchte auf den Arbeitsmarkt überhaupt nicht gibt? Es liegt also nicht nur an mir allein mein Leben zu ändern, sondern auch daran, welche Möglichkeiten mir überhaupt zur Verfügung stehen. Wenn ich eine große Weltreise machen möchte, dann kann ich das ja auch nur tun, wenn ich die finanziellen Mittel dazu habe. Jetzt mit 37 kann ich auch nicht mehr ganz von vorne anfangen, denn für Spielereien bin ich auf dem Arbeitsmarkt einfach zu alt.

    Das soll jetzt keine Kritik sein, sondern eher eine Anregung dahin, wie Sie die Menschen auf Ihrer Homepage mehr unterstützen können. Vielleicht sollten Sie nicht nur schreiben, dass man sein Leben ändern kann, wenn man es will sondern auch Wege und Möglichkeiten aufführen, wie man sein Leben ändern kann. Nützliche Tipps und Hinweise in Form von Kontakten und Links wären z. B. sehr hilfreich.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

    Viele Grüsse aus Köln
    Karina Mestan

  • Vielen, vielen Dank, lieber Ralf – du sprichst mir aus dem Herzen! Es tut gut zu lesen, dass auch andere Menschen sich Gedanken zum Thema “Erwartungen anderer erfüllen” machen – und zum gleichen Ergebnis kommen! :-)

    Alles Beste!
    Sandra

  • In meinem Freiluft-Buero ueberm Cliff mit grandiosem Blick uebers Arabische Meer im Sueden Indiens haengt dieser Spruch:

    Life is not a rehearsal.
    Each day a new show.
    No repaet. No rewind. No replay.
    So always give your best shot in everything you do.

    Wie ich hierher gekommen bin? Ich habe mich getraut, mein Leben radikal zu veraendern, alles Vertraute und vermeintlich Sichere loszulassen, ein Risiko einzugehen und mich aufs Neue, Unbekannte, einzulassen.

  • ja meine liebe so ist es, die masse besteht ja auch nur aus einzelnen menschen, nicht wahr und reinkarnation ist kein glaube sondern wahrheit, da musst noch hinein, dir mal mit einer rückführung in frühere leben, einige deiner leben ansehen, damit du deine alten glaubensmuster auflösen kannst, wenn du dazu bereit bist….
    wir sind immer in liebe verbunden, es ist an der zeit aufzuwachen aus dem geträumten traum das leben heißt
    deine tara aus oberösterreich

  • Es muss ein schlimmes Gefühl sein, dass man für das Anderssein mit dem Verlust seiner Existenzgrundlage bestraft wird. Ich war vielleicht nur schneller und habe dort gekündigt, wo ich es nicht ausgehalten habe. Das war bei relativ vielen Stellen. Und dass ich es jetzt so lange an meinem Arbeitsplatz ausgehalten habe, wundert mich beinahe selbst.

    In der Schulzeit war ich in den Augen der andern immer die Brave, später dann war ich der Rebell, aber in meinen eigenen Augen habe ich mich überhaupt nicht verändert, außer in meiner Erfahrung und in meinem Wissen. Vielleicht bin ich heute eher in der Lage, die anderen Menschen mit ihren Bedürfnissen wahrzunehmen. Denn in der Schulzeit lebte ich in einer Art Trance, aus dem ich nur gelegentlich auftauchte, wenn es eine interessante Erfahrung gab.

    Heute im Gespräch mit meiner erwachsenen Tochter kamen wir auf den Punkt, dass man sich für seine besonderen Vorlieben am besten auch eine passende Umgebung sucht. Sie begeistert sich für Bauchtanz und kam sich in ihrer peruanischen Umgebung wie eine Exzentrikerin vor. Hier besuchte sie zwei Kurse und stieß auf eine Zeitschrift und stellte fest, dass es offensichtlich so viele Interessenten und Liebhaber gibt, dass sich eine Zeitschrift mit den Veranstaltungen füllen lässt.

    Vielleicht fühlt man sich manchmal allein auf weiter Flur. Aber dann entdeckt man Menschen, die ganz ähnlich denken und sich freuen, ein paar Schritte auf dem Lebensweg mitzugehen.

    Ich habe mich früher von den Menschen dieser Region meistens abgelehnt gefühlt. Dann habe ich ein Buch entdeckt: “Ihr könnt uns einfach nicht verstehen.” Da beschreibt ein Herr Klein die Unterschiede in der Kommunikation zwischen Ost- und Westdeutschen. Ich war verdutzt, denn ich hatte Ostdeutschland nicht weiter betreten und wunderte mich, dass ich typisch ostdeutsche Kommunikationsmuster hatte.

    Bis ich dann begriff: Meine Eltern sind Sudetendeutsche. Und Herr Klein benennt diese Kommunikationsmuster auch als “osteuropäisch”. Ich habe die Kommunikationsmuster meiner Eltern übernommen und mich der Umgebung nicht angepasst, weil ich bis ins Erwachsenenalter eigentlich nicht mit “Einheimischen” zu tun hatte, sondern nur mit Menschen aus unterschiedlichen Regionen von Deutschland. Dadurch entfiel eine andersartige Prägung. Und wenn ich dann Kontakt mit Menschen hatte, die hier in der Gegend zuhause sind, fühlte ich mich fremder als im Ausland.

    Ich beziehe mich da auf so einfache Dinge wie den bevorzugten Abstand bei einem Gespräch, überhaupt Körperkontakt, das Zeitgefühl, das Ablehnen durch Schweigen oder das Zustimmen durch Schweigen. Wenn man sich dann noch für andere Dinge interessiert, wird es doppelt schwer. Ein Lehrer meinte einmal, dass ich mich immer auf die Nebensächlichkeiten konzentriere. Ja, aber die waren ja auch wirklich spannend…

    Im tiefsten Sinn des Wortes ist jeder erst einmal allein und auf sich gestellt. Aber aus dieser grundsätzlichen Einsamkeit heraus kann er Brücken zu anderen Menschen bauen. Und daraus erwächst etwas, das er alleine niemals hätte zustandebringen können. Wenn ich bedenke, wie viel ich durch andere Menschen erfahren und lernen durfte, fühle ich mich einfach nur reich beschenkt. Und dass es da auch welche geben mag, die mich so nicht mögen, wie ich bin, fällt mir daher gar nicht auf, weil ich so angefüllt bin mit neuen Dingen.

    Ich habe zu meiner Großen immer gesagt: “Wähle den schattigen Weg am plätschernden Bach entlang, oder aber den über den Gipfel mit der erhabenen Aussicht – du wirst am Ende ans selbe Ziel gelangen. Gehe dort, wohin dein Herz dich zieht…”

  • Hallo liebe Leute,

    ich finde es interessant zu sehen, welche verschiedenen Perspektiven hier aufeinander treffen.
    Ich kann mich einigen Leuten nur anschliessen, die sagen, solange sie nicht den Mut hatten, “anders” zu sein, haben sie sich schlecht gefuehlt. Ich habe auch jahrelang getan, was andere von mir wollten, und seitdem ich nun meinen eigenen Weg gehe, hab ich das erste Mal das Gefuehl, wirklich zu spueren wer ich bin und worauf es im Leben ankommt.
    Die Meinungen der anderen sind mir egal. Aber komischerweise kenne ich auch niemanden, der mich verspottet, ich habe eher die Anerkennung von Leuten erhalten, weil ich mich getraut habe, aus den normalen Beschraenkungen auszusteigen.

    Was ist normal? Normal ist, was die Masse tut. Das hat aber nichts damit zu tun, ob es richtig oder falsch ist. Wenn mir jemand sagen wuerde, ich sei nicht normal, wuerde ich das als Kompliment auffassen.

    Ich glaube, wenn man wirklich authentisch lebt, dann gibt es nicht so viele Probleme mit Regelverstoessen. Gesetze verbieten Dinge wie Mord, Raub, Betrug usw – ich glaube kaum, dass jemand, der authentisch lebt, andere betruegen oder Sexualverbrechen begehen will. Solche Begehren deuten auf unerkannte und nicht ausgelebte Aggressionen usw. hin, die mit “man selbst sein” nichts zu tun haben.

    Ein anderer Punkt, der glaube ich oftmals zum Haken wird, ist, dass man mit seinem Verhalten anderen vielleicht auf den Schlips tritt. Es herrscht die Vorstellung, man duerfe nicht egoistisch sein. Aber solange ich niemandem schade oder anderweitig einschraenke, denke ich, es ist ok, egoistisch oder ruecksichtslos zu sein. Anders kann man auch nicht wirklich frei sein.
    Jeder Mensch ist fuer sich selbst verantwortlich. Viele Menschen haben aber die Verantwortung an andere Menschen oder Umstaende abgegeben und werfen anderen aus dieser Abhaengigkeit heraus vor, egoistisch zu sein. Das ist dann aber ihr Problem und nicht meins.

    Ich geniesse es jedenfalls anders zu sein, weil mir die depressiven Gefuehle aus meinen angepassten Jahren nur noch allzu bewusst sind.

    Ich wuensche allen Menschen, dass sie den Mut finden, authentisch zu leben. Es ist nicht leicht, dahin zu finden, aber es ist wunderbar!

  • Mein Anderssein hat mir meine Arbeitsstelle gekostet. Ich hatte den Mut, den Mund aufzumachen, das wurde nicht gerne gesehen. Lieber schön angepasst sein….da hätte ich bessere Chancen gehabt. Derjenige, der die Sch…..aufdeckt, ist nicht gern gesehen. Eine Arbeitskollegin, die nicht gut drauf ist, nur jammert, scheint es leichter zu haben, als eine die die strahlt und das Leben genießt. Da gibt es Neider ohne Ende…..

  • Hallo liebe Leute,

    ich finde den Artikel sehr gut. Er beschreibt meine Lebenssituation.
    Mein Sohn sagte früher oft:”Könnt ihr nicht normal sein, so wie andere Eltern?” Nein können wir nicht und heutzutage ist er mächtig stolz auf seine Eltern.
    Ich habe mein Leben schon zwei mal radikal verändert. Ich kenne die im Artikel beschriebenen nicht so guten Seiten des anders sein.
    Als mein Sohn größer als ich wurde, sind wir mit dem Rad nach Afrika gefahren. Seit dem ist alles anders. Wir handeln und denken anders. Viele Freunde, Familie können uns nicht mehr verstehen. Für uns gibt es keine Werte die hierzulande vielen Menschen wichtig sind, wie Sicherheiten, Besitz, Unpersönlichkeiten. Wir lachen laut und weinen in der Öffentlichkeit und wir sind glücklich so wie wir sind.
    Aber am glücklichsten und wirklich frei sind wir nur wenn wir wieder in die Pedalen treten werden, in exotischen Ländern. Wir sind eben anders;)

  • Es ist der gewöhnlichste Wunsch bemerkenswert zu sein
    passt gut ist nicht von mir *ggg*

    CU

  • Anderes zu sein ist wirklich nicht leicht.
    Dabei muss man bereit sein einiges aus zu halten, von Ablehnung bis bösartige Verfolgung.
    Wer anderes ist macht sich leicht als Zielscheibe für Mobbing.
    Dass kann nicht nur Emotionale Stress bedeuten, es kann einem auch finalnzell böse treffen.
    Selbsvertrauen ist gut…doch manchmal hilft nur innerlich abschalten, die Giftpfeile nicht durch lassen….oder auch Zähne zeigen.

  • “Anders sein”, ist für mich hier die falsche Wortwahl. Sich selbst sein, sich selbst treu zu bleiben, ohne seine Nächsten dabei zu verletzen. Das ist das Kunststück. Das Mittelmaß zwischen Egoismus uns Nächstenliebe.
    Bis vor etwa 8 Monaten habe ich perfekt für meine Umwelt funktioniert. Ich habe meine Seele Stück für Stück verkauft, um zu gefallen, für Anerkennung und (vermeintliche?) Liebe. Ich bin daran zerbrochen und beinahe hätte ich mir deshalb das Leben genommen.
    Nun, wieder auf den Beinen, versuche ich mein Leben zu leben. Aber ohne eine gewisse Anpassung geht es nicht. Das ist pure Illusion. Es bleibt eine tägliche Gratwanderung…

    Röckchen

  • Wahrscheinlich habe ich das zweifelhafte Glück, ein überwiegend massenkompatibler Mensch zu sein.
    Allerdings habe ich nie etwas getan, weil es so “hip” war oder andere Menschen es von mir verlangten.
    Je älter ich werde (45 Jahre), desto häufiger weiche ich ab und merke, dass das nicht unbedingt gern gesehen wird. Nur ist mir das egal. Komisch, früher war ich nicht sie selbstbewusst. …..

  • Zu diesem Thema möchte ich gern eine Literatur-Empfehlung aussprechen…ein Buch, das mir vor vielen Jahren sehr geholfen hat, mein Anders-Sein nicht als contraproduktiv oder Gesellschaftsfeindlich zu empfinden, sondern als eine besondere Gabe, als eine besondere Auszeichnung…vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen ebenfalls…

    …es ist: “Eigensinn macht Spaß” von Herman Hesse – erscheinen u.a. im Suhrkamp Verlag mit der ISBN Nr. 3-518-03585-1

    Auch Euch wünsche ich viel Spaß beim “Anders-Sein”…

    Gabi

  • Hallo! Finde ich toll die Kommentare!

    Liebe Grüsse an alle (ausgenommen die Masse :-)))

  • PS: ein schönes Beispiel sind z.B. kreative Berufe: Künstler allgemein, Maler, Schriftsteller, Bildhauer etc. sollten schon per Definition “anders sein”, sonst sind ihre Produkte nicht “einmalig” und somit unverkäuflich.

    Schönen Sonntag,
    Niko

  • Die jahrelangen Konditionierungen auflösen, war schon bei Osho Programm.
    Zum Anders sein gehört Mut, ich muß schon grinsen z.B. beim Thema Mode: Trägt XY in der Zeitschrift XY eine untertassengrosse, fliegenaugenähnliche Sonnenbrille, läuft halb München monatelang genauso rum und fühlt sich auch noch großartig und “in”…Wirklichen Mut (und auch die nötigen Ideen) zu einem eigenen Style sind selten. Dieses Modebeispiel lässt sich auf sehr viele Bereiche übertragen, da wir nun mal Herdentiere sind.

    Wichtig ist eigentlich, daß sich jeder auf seine Art wohlfühlt und sein Ding durchzieht, ob nun intro- oder extrovertiert. Und ein bißchen Zivilcourage schadet auch nicht.

    Zitat Gottfried Kinkel:
    “Der kann’s weit bringen in der Welt,
    der garnicht fragt, ob er gefällt.”

  • Ich denke, es geht überhaupt nicht darum, anders zu sein, sondern nur darum, man selbst zu sein. Wenn jeder nur so ist, wie er eben ist, ohne Ängste und Schuldgefühle, dann würde man erst erkennen und akzeptieren, dass jeder eben anders ist. Ich habe ziemlich lange gebraucht, so zu sein, wie ich bin und nicht wie ich sein sollte. Heute bin ich, wenn ich dem Artikel folge, anders als die anderen. Und fühle mich zum ersten Mal in meinem Leben so richtig wohl.

  • Guten Tag,

    mit großem Interesse habe ich die Diskussion hier verfolgt.
    Auch ich fühle mich “anders” und muss “mein ich” immer wieder verteidigen, da es selten akzeptiert wird.

    Ich gehe meinen weg, bin offen und sage den meisten Menschen ehrlich was ich von ihnen halte bzw. scheude nicht davor zurück, Menschen die mich auf meinem Lebensweg aufzuhalten einfach links iegen zulassen. Auf der anderen Seite habe ich immer das zereissende Gefühl es “Anderen” recht machen zu müssen. Meine Umwelt stellt mich, wenn ich so bin wie ich bin, gerne als selbstgefälligen Egoisten dar, der “über Leichen geht”… das schmerzt und bringt mich immer öfters zum Zweifeln. Natürlich gibt es einige Dinge die ich ändern könnte, aber füge ich mich dann nicht wieder dem Allgemeinbild eines gesellschaftskonformen Menschen?

  • Schöner Text :-)
    Ich persönlich finde es auch wichtige in unserer Gesellschaft auf der einen Seite mehr Individualität zu respektieren und auf der anderen Seite für das große Ganze zu leben und gleichzeitig umsichtsvoll mit den Mitmenschen und der Erde umzugehen.
    Also eine Balance zu finden.
    Der Respekt vor jedem Individuum und dem Sein.
    Einen schönen Tag
    Lisa

  • Vom Grundsatz her möchte ich mich Hubert anschließen, auch mir gefällt der Begriff “anders” nicht, weil er zu sehr suggeriert, in Oposition zu gehen zu müssen, um so zu sein, wie man ist. Das aber ist genau nicht die Freiheit vom Diktat der anderen, d.h. duch Opposition ist man genau genommen genauso fremdgesteuert wie wenn man mit der Masse schwimmt. Ich wurde schon als Kind als renitent eingstuft, fühlte mich immer aufgerufen, selbstverständlich alle Regeln zu hinterfragen und in Frage zu stellen (was mich zu einem naturwissenschaftlichen Studium gebracht hat) und war fast immer dadurch in Opposition zu den vorgegebenen Steuerungen, seien es durch Eltern oder durch Lehrer oder später im Berufsleben durch Vorgesetzte.

    Mir hat es geholfen mir darüber klar zuwerden, dass wir alle anders sind als alle anderen, also eben trotz grundsätzlich gleicher Gene doch jeder Mensch ein einmaliges Unikat ist. Daraus abgeleitet ist es selbstverständlich, dass kein anderer wissen kann, was mir gut tut, was ich mag oder nicht, und dass ich mich vor allen Dingen wegen meiner “Eigenart” nicht rechtfertigen muss, gegenüber niemandem.
    Da wir Menschen allerdings zum Wohlfühlen die menschliche Gemeinschaft brauchen, müssen wir uns natürlich in einer gewissen Ordnung “im Rudel” bewegen, sonst gibt es Mord und Totschlag – was wir Menschen allerdings zur Genüge produzieren.

    Diese Ordnung ist nicht mit Unterordnung gleich zu setzen (es gibt nicht nur Hierarchische Systeme, die funktionieren, aber die sind halt die einfachsten), eine funktionierende Ordnung für Menschen entsteht durch Einordnen (was schwieriger und anspruchsvoller ist, sollte aber für Menschen machbar sein) und ist eine Erziehungssache. Leider verhalten sich Eltern genau umgekehrt: du Kind bist klein, soll heissen doof, ich Erwachsener bin gescheit. Deshalb musst du genau das machen, was ich von dir will.

    Leider findet Erziehung im Großen Ganzen immer noch nach diesem Schema statt. Auch in unseren Schulen verankern Lehrer diese Verhaltensmuster in den Kindern.
    Das sieht man schon daran, dass Erwachsene und Lehrer – die sollten eigentlich Pädagogen sein – pubertäres Verhalten als “schrecklich” titulieren und dagegen ankämpfen, statt diese Ablösung als positiv zu werten, dass ihre Kinder sich so “daneben” benehmen.
    Meine beiden Töchter waren anstrengend, ob im Trotzalter mit 3 oder in der Pubertät, aber das hat mich als Mutter in meiner persönlichen Entwicklung gefördert, denn Kinder im so genannten “schwierigen Alter” sind eine Herausforderung, keine Plage.

    Auch ich sehe in unserer Gesellschaft nicht den Hauch eines Versuchs, unseren Kindern eine echte Chance auf Eigenverantwortlichkeit, Selbstverwirklichung und innerer Freiheit zu geben. Die Erziehung sieht anders aus, auch da gebe ich Hubert recht.

  • Hallihallo!

    Was passiert, wenn alle immer nur das machen, was “normal” ist, sehen wir doch an unserer Welt: Verbesserungen finden so gut wie gar nicht statt. Um die Welt zu verändern, brauchen wir neue Gedanken und Menschen, die danach leben! Ich sehe das als meine Lebensaufgabe – das zu tun, was ICH richtig und wichtig finde, egal ob alle anderen mich für verrückt halten.

    Ich wünsche uns allen ganz viel Mut, damit sich immer mehr so verhalten können! Das steckt nämlich an (habe ich in meinem Freundeskreis beobachtet).

    Viele Grüße von Mareike

  • Auch ein paar kritische Gedanken:
    “Sich selbst sein” gibt es nicht, da wir auch wissen müssten, was uns nicht bewusst ist.
    Mich ganz ehrlich fragen, was mich zutiefst beschäftigt, was ich tun würde, wenn ich angstfrei wäre, geht in diese Richtung, auch wenn ich immer wieder auf noch tieferes stosse, das mir vorher nicht bewusst war, und deshalb weiss, dass es darunter noch mehr gibt, ich also nie mich selbst bin.

    Und jetzt geht’s aber erst los:
    wenn da Dinge sind, die nicht mit den Gesetz vereinbar sind? Wenn ich persönlich, gesellschaftliche Tabus entdecke und wenn ich die ausleben würde oder nur schon öffentlich äussern würde und dadurch meine materielle Existenz mit Sicherheit vernichten würde: würde ich dann immer noch frohgemut aufrufen, sich selbst zu sein?

    Hättest du den Mut des dänischen Karikaturisten der den islamischen Glauben/Mohamed kritisierte, hättest du den Mut holländischen Filmers Wilders, (der “sich selbst sein” mit dem Tod bezahlte)?
    Oder ein Pädophiler, für den die obigen Aufforderungen “sich selbst sein” wohl wie eine Verhöhnung klingen muss.

    Und: wie gehe i c h mit Leuten um, die “anders” sind? (z.B. Neonazis, Islamisten, usw. die sind doch auch nur sich selbst, soweit ihnen das bewusst ist).

    Natürlich finde ich es auch am sinnvollsten und erregendsten, soweit als möglich authentisch zu leben. Aber leider ist das nur selektiv möglich, wenn ich überleben will.

  • Ich bin gerade dabei mich selbst zu finden , frei zu schaufeln.Und mein tiefster Wunsch ist es in keine Schablone zu passen auch nicht in die, die ich mir selbst vorschreibe. Ich lasse mich auf das Abenteuer ein, meinen inneren Impulsen tagtäglich zu folgen und bin ganz oft selbst überrascht was da so aus mir heraus kommt, und wie der Tag sich so füllt, erüllt. Das ist für mich ein riesen Schritt,wo ich doch früher alles zielgerichtet planen wollte und aus eienm inneren Zwang heraus auch planen musste.Ein Tag ohne Termine machte mir richtig Angst.Ich weiß heute, dass ich 48 Jahre auf der Flucht vor mir selbst war. Jetzt habe ich angehalten, mache Pause und schaue hin.Schaue auf mein Anders sein.

  • Das mit dem Anders-Sein ist wirklich so eine Sache.

    Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der alles schon einmal von vorherein verdächtig war, was Massen begeistern konnte. Klares Beispiel: Fußball. Das konnte ja nichts Gutes sein, wenn da alle so hysterisch wurden.

    Heute sehe ich das ein wenig anders. Wenn etwas imstande ist, Massen zu begeistern, trifft es zumindest auf ein wichtiges Bedürfnis. Für mich ein Beispiel: Die Begeisterung von so vielen Lesern für die Serie “Harry Potter”.

    Der nächste Faktor ist: Um die Vorteile dieser Gesellschaft nutzen zu können, bin ich nun einmal auch gezwungen, mich an ihre Regeln zu halten. Es gibt also für das “Anders-Sein” ganz deutliche Grenzen. Und wenn ich mich nicht im Rahmen dieser Gesetze halte, werde ich durch Entzug von Bürgerrechten bestraft.

    Dieses “Anderssein” ist natürlich im Artikel nicht gemeint gewesen, aber ich halte es für wichtig, auch das herauszustellen, weil es zeigt, wo die Wurzeln der Angst sitzen, die so viele vor dem Anderssein haben.

    Der Mechanismus in abgeschwächter Form ist nämlich genau derselbe. Man wird sozial ausgegrenzt, wenn man sich selbst andere Verhaltensweisen angewöhnt, als in der unmittelbaren Umgebung üblich sind. Und das wirkt sich umso stärker aus, je überschaubarer die soziale Gemeinschaft ist, in der man lebt. Also beispielsweise herrscht in einem Dorf ein stärkerer Druck als in einer Millionenstadt.

    Mut alleine reicht meiner Meinung nach nicht ganz aus, um sich zum Anderssein aufraffen zu können. Ich habe andere Menschen sehr oft mit spontanen Entscheidungen schockiert. Und ich habe dabei nicht lange gefragt, ob mein Verhalten üblich war oder nicht. Ich denke, das ist ein wenig das andere Extrem, zu dem ich nicht unbedingt raten möchte.

    Der Mittelweg könnte so aussehen:

    a) Ich überlege genau, was meine Bedürfnisse sind und wie ich sie am besten befriedigen könnte, ohne dass ich die Rechte und die Freiheit anderer beschneide.

    b) Wenn ich eine Möglichkeit gefunden habe, setze ich sie schrittweise um und vertrete sie dann auch freundlich und bestimmt gegenüber anderen Leuten. Wer mag, kann das ja auch schrittweise vorbereiten, indem er näherstehende Menschen ein wenig an dem Prozess teilhaben lässt.

    c) Wenn ich konsequent meinen Weg weitergehe, dabei aber freundlich und aufmerksam bleibe, werde ich sozial nicht ausgegrenzt. Die Menschen verstehen, dass meine Lösung nicht bedeutet, dass ich ihr Verhalten kritisiere. Ich lasse ihre Lebensweise gleichberechtigt gelten. Und sie spüren, dass ich an ihrem Wohlergehen aufrichtig interessiert bin und sie
    jederzeit auf mich zählen können.

    Einen schönen Sonntag euch allen!

    Liebe Grüße
    Dorith

  • Hubert, na klar, niemand soll anders sein, nur um anders zu sein.

    Aber wenn es für das eigene Lebensglück notwendig ist, anders zu denken, zu handeln und zu sein, dann sollte man sich in meinen Augen trauen. Das meinte ich mit meinem Beitrag.

    Und Gefangener… zum Thema “Du selbst sein…” das fällt mir gerade ein Satz aus von Eckard von Hirschhausen ein: “Sei du selbst… mehr ehrlich… das kann man doch auch nicht jedem empfehlen” :-)

  • Hervorragender Beitrag Hubert. Ich würde die Überschrift dieses Blog Artikels eher so formulieren : Trau Dich Du selbst zu sein. Das ist für viele schon schwer genug. Dieses anders gefällt mir nicht. Klingt so nach Ausgrenzung oder so…

  • Hi alle Zusammen.

    Ich Verfolge schon eine ganze Weile die Artikel und sie Berühren mich Emotional sehr stark, das es mir teils schwer fällt weiter zu lesen.

    Was Burcina schreibt Trifft den Nagel auf den Kopf

    “So schlimm ist das Leben wie alle anderen nun auch wieder nicht.” sagt die eine Stimme. “Du gehörst woanders hin!” sagt die andere.

    Mein Problem ist, dass ich mit “Anders sein” bzw. sein eigenes Ding durchziehn, einfach überall auf Gegenwind gestoßen bin. In Schule wurde man dann auf “Linie” getrimmt und sein eigener Geist, sein wahres Ich, ist verschollen. Das Zieht sich bis zur heutigen Arbeit durch wo ich als Mensch nichts Wert bin, garnichts..

    Der allgemeine Strom, ich nenns mal so, hat sich richtig ins Zeug gelegt um einen “Roboter” aus mir zu machen.
    Aber vorallem mit der Hilfe von EUCH und ZZL bekomme ich langsam wieder Aufwind. =)

    Macht bitte weiter so!

  • Das Leben zu führen, was man führen möchte, ist sicherlich für viele, die über einen eigenen gedanklichen Lebensentwurf verfügen ein immerwährendes zentrales gedankliches Thema.
    Ich mache diese Einschränkung, weil ich nicht der Überzeugung bin, das ein gedanklicher Lebensentwurf bei vielen in der Art existiert, das er als Leitfaden sozusagen aus der Tasche geholt werden könnte und man einen Realisierungsgrad gemessen am Staus quo abzulesen in der Lage wäre.
    Aber wie dem letztlich aus sei, die Frage der persönlichen Lebensgestaltung trifft in gewisser Weise wohl jeden. Persönlich würde ich eine Leitmaxime aber nicht an der Begriff des „anders sein“ festmachen wollen. Dafür greift er viel zu kurz. Anders sein kann vieles Sein. Für mich persönlich stellt das keinen Wert an sich dar. Durch das Aufsuchen von Gegensatzpositionen bin ich noch nicht automatisch autonom und frei. Das im Einganstext inhaltlich gemeinte wäre für mich eher eine persönliche Autonomie, als „Anders sein“
    Je nach dem wie man hier die Messlatte anlegt ist sie bei dem einen oder anderen mehr oder weniger ausgeprägt. Oft stört und das weniger. Welche Gründe sind hier ausschlaggebend?
    Ich glaube, das in unserer sehr stark durchorganisierten Welt viele Menschen sehr schnell lernen Befehlsempfänger zu sein. Die Komplexität vieler Situationen ist für sie nicht überschaubar und sie gewöhnen sich daran Anweisungen und Rezepte entgegenzunehmen und nicht zu hinterfragen. Wer ist heute noch in der Lage jede Behauptung bis zu den Quellen hin zu hinterfragen? Was oft genug behauptet wird erhält immer mehr den Anschein der Wahrscheinlichkeit, wenn nicht gar der Wahrheit.
    Als Kinder haben wir nur zu oft gelernt die eigenen Bedürfnisse und Gefühle nicht genug wahrzunehmen. Aus Angst vor Liebesverlust haben wir uns den Wünschen und Bedürfnissen der Erwachsenen angepasst und zum eigentlichen Verhaltensmuster werden lassen.
    Die Fragen die man sich dann stellt sind : Was wollen andere von mir? Wie passe ich mich an?
    Ein oft ein ganzes Leben lang „erlerntes Verhalten“ dessen Ausprägungen tief in manchen von uns verwurzelt sind.
    Angesichts solcher Beobachtungen scheint manchmal für die Autonomie nur noch die Qualität der Illusion übrig zu bleiben.
    Wer allerdings wagt, hier doch einen Hebel anzusetzen muss sich fragen:
    Wo stehe ich noch unter dem Diktat alter Muster und bin ich bereit diesen steinigen Weg der Veränderung wirklich anzutreten? Kann ich erkennen, wo ich fremdbestimmt bin, und habe ich die Kraft und die Mittel gegenzusteuern? Bin ich bereit Fehler zuzugeben?

    Diese Fragen müssen meiner Ansicht nach von Menschen, die einen Autonomen Weg suchen das ganze Leben in wechselnder Form gesucht werden.
    Die Erziehung hätte von viele von uns die Grundlage verbessern können. Dies ist sicherlich nicht überall geschehen. Die jetzige Generation könnte es ihren Kindern vermitteln.
    Ich sehe nicht den Hauch eines Versuchs.

  • Hallo!

    Anders zu sein kann cool sein. Es kann allerdings auch anstrengend sein. Ich persönlich genieße es sogar den einen oder anderen ablehnenden Blick zu erhalten weil ich mal wieder gezeigt habe dass ich (im Vergleich zur Masse) einen Vogel habe. Ich denke mir dann immer: Wenn immer alle im Strom geschwommen wären würden wir noch in einer Höhle hausen und was weiß ich noch was.
    Aus meiner Sicht würde mit dem Strom schwimmen zur Zeit bedeuten übergewichtig, unsportlich, ledig, kinderlos, unglücklich,alkoholkrank ,usw. zu sein. Es ist mit Sicherheit sehr wichtig, dass die Masse den gleichen weg geht da es sonst gewaltige Probleme gäbe, aber es ist genauso wichtig ein paar Aussenseiter dabei zu haben.
    Tolles Buch zu diesem Thema : Veronika beschließt zu sterben

    CU

  • Hallo!

    Ich finde den Artikel sehr ermutigend!!! Danke dafür! :)

    Aus meiner Perspektive ist es manchmal auch schwierig, Anderssein auszuhalten – vor allem, wenn es nicht selbst (d.h. z.B. auch bewusst) gewählt wurde… da würde ich den Unterschied setzen: bei selbst gewähltem Anderssein ist es vielleicht einfacher, mit Ablehnung umzugehen, denn man weiß, wozu man sich so verhält oder ist…

    Viele Grüße

  • Anders zu sein und aus der Masse herausstechen. Das ist ein Gedanke, der auch mir Unbehagen bereitet.
    Aber es ist natürlich richtig, nur indem ich einen unbequemen, noch nicht eingetretenen Pfad gehe, kann ich frei sein und mich selbst meinen eigenen Vorstellungen entsprechend verwirklichen. Das erfordert vor allem Mut und ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein, ich muß mir zugestehen, auch Fehler machen zu dürfen und daraus zu lernen. Ich darf mich nicht zurücklehnen und ausruhen, ich muß kontinuierlich an mir arbeiten.
    Das ist ein schwerer Weg, aber ich denke, es lohnt sich, ihn zu gehen.

  • Ich war schon oft sehr erstaunt, wie groß doch die Ablehnung durch andere sein kann, sollte man mal nicht mit dem großen Strom schwimmen.

    Fühlt man sich dabei auch noch sehr wohl und strahlt dies auch noch aus, fühlen sich manche sogar provoziert.. Es ist für mich oft wirklich schwer diese Ablehnung auszuhalten..

  • Yeah!!!
    Way to go!!! :-)

    Sei anders! Lebe Dein eigenes Leben! Mach Deine eigenen Träume wahr!!! (und nicht die Deiner Eltern, Kinder, Nachbarn…)
    Und auch die Sichtweise anfangs vielleicht noch etwas gewöhnungsbedürftig ist:
    Anders sein ist was Gutes!!!
    Sogar etwas sehr Gutes!!!
    Denn es bedeutet, dass Du Dir Deine eigenen Gedanken, Deinen eigenen Kopf machst, und dem folgst, was für DICH wichtig ist!!
    Und übrigends, alle wirklich großen Frauen und Männer waren immer “anders” als Ihr Zeitgenossen. Doch nur so konnten sie auch so viel bewegen!!!
    Und wenn Euch mal wieder jemand mit dem
    “Du bist ja nicht normal!” kommt, dann nehmt einfach das Zitat von den Fanta 4 und antwortet:
    “Ist es normal, nur weil alle es tun?!”

    Denn viel, was “alle” machen, ist weit weg von dem, was man so landläufig den “gesunden Menschenverstand” nennt.
    Deswegen mach Dein eigenes Ding, trau Dich, sei verrückt. Und glaube an Dich!!!
    Denn Du kannst viiiiiiiel mehr als Du Dir manchmal zutraust!
    Alles Liebe
    André

  • Für mich ist es nicht nur anstrengend, anders zu sein und mein Ding durchzuziehen, sondern es scheint eine stark verankerte innere Steuerung zu geben, die mich jedes Mal wieder in den Strom der allgemeinen Masse zieht. Mich abgelehnt zu fühlen kann ich weniger gut aushalten als das Gefühl, nicht das Leben zu leben, das ich eigentlich möchte. “So schlimm ist das Leben wie alle anderen nun auch wieder nicht.” sagt die eine Stimme. “Du gehörst woanders hin!” sagt die andere.
    Sich diesem Dilemma bewusst zu sein ist das Eine; das Andere ist, den Weg aus diesem “Gefängnis” zu finden.
    Letzteres wünsche ich allen, denen es auch so geht, von Herzen.

  • Ich glaube, dass viel Wahrheit in dem Artikel steckt. An mir selber merke ich auf jeden Fall das ich es anstrengend finde anzuecken und erklären zu müssen (obwohl ich es ja gar nicht müßte) warum ich anders handele oder anders handeln will. Wie bei allem im Leben macht wahrscheinlich hier auch die Übung den Meister bzw. die Dinge immer leichter. ;-) Und innen drin merkt ja jeder, ob ihm das, was er gerade tut, gut tut oder nicht.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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