Trauer leben

„Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe – das Einzig-Bleibende, der einzige Sinn.“

— Thornton Wilder

Wenn wir einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Wesen verlieren, kann der Schmerz so groß werden, dass wir zu verzweifeln drohen. Wir wissen nicht, wie wir weiterleben sollen, wir wissen nicht, wie wir den Verlust ertragen können.

Es ist unsere Liebe zu dem Verstorbenen, die uns diesen Schmerz bereitet – und gleichzeitig kann es auch genau diese Liebe sein, die es uns möglich macht, den Schmerz zu überstehen.

Für Hinterbliebene besteht die Aufgabe darin, weiterzuleben – auch wenn es fast unmöglich und sinnlos erscheint. Um das zu können, müssen wir trauern dürfen. Der Schmerz muss sein dürfen, damit er nachlassen kann. Wir müssen über den Verstorbenen reden dürfen, müssen uns an ihn erinnern dürfen, müssen an ihn denken dürfen und wir müssen ihn auch weiterhin lieben dürfen.

Indem wir an den geliebten Menschen oder das geliebte Wesen denken und unsere Liebe spüren, können wir ihm wieder nahe sein. Ja, nur in uns, nicht real – und doch kann genau das sehr viel Trost und Kraft schenken. Wenn wir uns bildlich vorstellen, dass unsere Liebe eine Brücke zwischen dem Land der Toten und dem Land der Lebenden erschaffen kann, dann ermöglicht uns diese Brücke eine Form von Kontakt zu dem, was wir so schmerzlich vermissen. Damit gewinnen wir das Verlorene zwar nicht zurück, aber wir können lernen, mit der neuen Situation zu leben. Zu Beginn wird uns das schwer fallen, aber es wird mit der Zeit Stück für Stück leichter.

Ich glaube, dass uns das Bild, das uns Thornton Wilder mit seinem Zitat schenkt, ganz konkret bei der Bewältigung unserer Trauer helfen kann:

Erlauben Sie sich, die Toten zu besuchen. Gehen Sie ganz bewusst in Ihrer Vorstellung auf diese Brücke und treffen Sie dort all jene, die Sie so schmerzlich vermissen. Teilen Sie sich ihnen mit, reden Sie mit ihnen, lassen Sie Ihre Gefühle zu. Weinen Sie, lachen Sie, seien Sie wütend oder verzweifelt, drücken Sie alles aus, was in Ihnen ist. Es ist wichtig, unserer Trauer einen Raum zu geben – und die Brücke zwischen den Ländern der Lebenden und den Toten kann genau dieser Raum sein. Das Schönste darin ist, dass diese Brücke aus unserer Liebe gemacht ist und deshalb dürfen wir auch so etwas wie Wut zulassen und müssen uns dafür nicht schämen. 

Und so, wie es darum geht, ganz bewusst zu trauern, geht es dann auch wieder darum, ganz bewusst ins Leben zurückzukehren. Nehmen Sie jedes Mal wieder Abschied, um zurückzukehren in Ihr Land – wissend, dass Sie über die Brücke Ihrer Liebe jederzeit wieder zurückkehren können. Dieses Bewusstsein hilft dabei, sich wieder auf das Leben einzulassen und dafür Kräfte zu sammeln.  

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Kommentare

  • Danke für diesen Beitrag – morgen jährt sich der Todestag meiner jüngeren Schwester, und ich habe immer noch nicht “richtig” um sie trauern können. Ich habe wohl den Schmerz vermieden, weil ich damit ganz allein fertig werden muss. Vermeidung klappt aber (natürlich) nicht; auch nach drei Jahren tut es noch sehr weh. Aber die Brücke ist ein schönes Bild, um einen Ort und eine Zeit zu geben.

  • Ich als Mann habe nach dem Tod dreier engster Angehöriger versucht, die Gedanken daran wegzuschließen. Man kann vielleicht besser damit klarkommen, wenn man sich vorstellt, wie die jetzt Verstorbenen von anderen, schon lange Verstorbenen freundlich in Empfang genommen werden.
    Ein gewisser Trost ist der Film: “Ghost – Nachricht von Sam”. Zwar kitschig, aber es hilft irgendwie.

    Ähnlich wird ja beim Tod von Haustieren die Regenbogenbrücke ins Gespräch gebracht, ich finde, eine sehr schöne, aber unendlich traurige Vorstellung.

    Peter

  • Auf dem Grabstein meines Mannes, der 2003 verstorben ist, stehen die Worte: “Der Tod ist die Grenze zum Leben.”
    Es könnte auch eine Brücke sein !
    – Bis das der Tod Euch scheidet, gilt für mich nicht.-
    Ich kann weiterleben mit der Liebe meines Mannes, obwohl ich auch nach dieser langen Zeit ihn immer noch um ihn weine.
    Egal was war, es waren gemeinsam gelebte Jahre in guten wie in
    schweren Zeiten.

  • Ich habe vor sechs Monaten meinen Mann aus diesem Leben verabschiedet. Er hat mit 39 Jahren den Kampf gegen Krebs verloren.

    Ein schönes Bild – die Brücke. Interessant – da ich mich auch wie auf einer Brücke fühle. Einer Brücke zwischen dem alten Leben mit ihm und dem neuen, noch nicht gefundenen Leben. Noch storchere ich im Nebel…

    Aber ich versuche, meinen Mann in mein Leben zu lassen – mit Erinnerungen, Bildern und ERzählungen von ihm. Damit kommen ganz viele nicht zurecht, ziehen sich ganz weit zurück und geben aus dem Hintergrund Ratschläge wie, Du musst loslassen, vergessen und ganz neu anfangen….

    WIESO denn das? Ich will auf keinen Fall vergessen.

    An Euch Trauernde – geht Euren Weg. Laßt Euch nicht drängen! Und vergesst den geliebten Menschen nicht – so ein Besuch auf der Brücke ist doch ein schönes Bild!

    Tinka

  • ich habe meine mutter (mit 16) und meinen mann (vor 3 jahren) verloren. sie starben an krebs. dieser tage starb der fünfjährige sohn meines cousins. auch an krebs…
    ich versuche mich zu erinnern, sie mit in mein (unser) leben zu nehmen. ich kann weinen, schreien und manchmal lächeln, wenn ich an sie denke.
    das bild der brücke, liest sich sehr gut. und es ist die liebe, die uns so verbindet.
    doch wie bloß werde ich diese unendliche wut los? warum werden die geliebten, uns nahe stehenden menschen so gequält von dieser brutalen, zerstörerischen krankheit?
    sollten wir besser nichts dagegen tun? bisher haben es die wenigsten geschafft… sie wurden mitten aus dem leben gerissen.
    wenn es einen gott gibt, wie kann ich da an ihn glauben?
    ich werde noch viel zeit brauchen, vermutlich mein ganzes leben und immer wieder wege suchen und hoffentlich finden, um mit diesen narben leben zu können.
    eines habe ich sicher gelernt: jeden tag bewusster zu leben und den wirklich wichtigen dingen raum zu geben.
    jetzt gerade scheint die sonne. ich weiß nicht, wo und wie die drei jetzt sind… doch ich wünschte mir, dass sie die wärmende sonne spüren.
    euch allen viel kraft. carpe diem!

  • Hallo…

    als verweiste Mutter kann ich diesen Text nur unterschreichen. Liebe, es ist wirklich das einzigste Wichtige und das einzigste was uns über so einen Verlust hinweg tragen kann. Und nur die Liebe vermag es diese Schmerzen auszuhalten. Mein Sohn ist vor 2 Jahren von einer Straßenbahn überfahren worden, er war 17 Jahre jung. Es ist schwer, es ist einsam, es ist furchtbar und doch nur durch die Trauer kann ich Leben. Denn Trauer ist Liebe!

    Was zusätzlich dazu kommt ist….Mütter meiden uns aus Angst es könnte ihnen das selbe geschehen (wobei der Tod nicht ansteckend ist(sorry schwazer Humor)), Trauernde werden zu Aussetzigen weil der Rest der Menschheit es nicht ertragen kann. Ich wollte und konnte niemanden diesen Gefallen tun, ich habe geweint, getobt, gelitten, geschrien, gezweifelt, und es war lebensnotwendig.

    Viel Kraft und Liebe an jede verweiste Mama.

    Biljana

  • Vielen Dank für diesen Text – der so gut tut.
    Ich habe vor 6 Jahren den Tod meines Mannes erlebt – der sich das Leben genommen hat.
    Ich habe viel getrauert – viel geweint – und ich habe mich oft verabschiedet.Auch wenn ich heute noch ab und an traurig darüber bin – das ein Mensch sterben muss – so geht es mir doch heute sehr gut und dafür bin ich sehr dankbar.

    Was ich damals schlimm fand waren Leute die mich gemieden hatten – die Angst hatten mich trösten zu müssen -die sich abgewendet hatten. das fand ich unerträglich und ich denke es geht vielen trauernden so – deswegen kann ich nur sagen:
    Geht auf die trauernden zu – bietet Eure Hilfe an – ein Lächeln – ein paar nette Worte – es geht dem Trauernden nicht um Trost – nur um ein paar freundliche Worte – habt keine Angst vor Ihnen

  • Ein herzliches Dankeschön für all Eure Beiträge. Jeder einzelne bringt eine ganz eigene Facette zu diesem Thema, das uns alle auf die eine oder andere Weise betrifft.

    Danke,
    Tania vom “Zeit zu leben”-Team

  • Ich habe vor wenigen Wochen meinen Vater verloren – er fehlt mir sehr. Er war mehr als nur Vater für mich: er war ein Freund und Vertrauter.

    Ich fühle mich mit allen verbunden, die ähnliches erlebt haben oder zur Zeit durchleben.

    Der Gedanke an eine Brücke ist tröstlich – Danke dafür!

    Auch ich werde – wie Franziska – euren Beitrag ausdrucken und meiner Mutter zum Lesen geben. Meine Eltern waren auch fast 50 Jahre Tag für Tag zusammen. Mehr als ein halbes Leben lang. Wir fragen uns immer wieder, wo er jetzt ist?

    Liebe Grüße
    Caro

  • Die Brücke – ein schöner Gedanke !

    Der Vater meiner 3 Kinder hat sich vor wenigen Monaten das Leben genommen. Aufgrund seiner verfahrenen Lebenssituation und den Schwierigkeiten die daraus resultierten war es mir einfach nicht mehr möglich ihm zu sagen wie sehr ich ihn liebe!

    Sich vorzustellen, dass man die Stimme nie mehr hört – das Gesicht nie mehr sieht und nun alleine altert…. das ist schwer.

    Insofern ist die Brücke ein schöner Gedanke, denn so besteht eine Verbindung und die Möglichkeit mitzuteilen, was man im Leben nicht mehr vermochte!

    In diesem Sinne – einen lieben Gruß an alle Trauernden!

  • Der Gedanke, daß wir hier alle “zu Besuch” sind, ist sehr wichtig, da vieles relativiert wird. Gerade der extreme Materialismus sollte uns zu denken geben.

    Mich hat der, zum Teil miterlebte, Tod der eigenen Eltern in vielerlei Hinsicht “aufgeweckt”.

    Wir kommen nackt auf die Welt und verlassen sie auch so. Der Gedanke an eine Brücke ist ein schönes Bild.

  • Ich habe gerade diese vergangene Woche das schmerzliche Sterben einer sehr lieben Nachbarin, sie wurde nur 50 Jahre alt, miterleben müssen. Ich habe mir fest vorgenommen, der Familie, wenn sich der erste Rummel gelegt hat, meine ehrlich gemeinte Hilfe anzubieten und wenn es nur Gespräche sind. Dies sehe ich als meine Brücke an, diese Brücke zu schlagen, ist für mich selber auch sehr wichtig.

    Eine Brücke zu meinem eigenen verstorbenen Vater durfte ich erst ein halbes Jahr nach seinem Tod begehen. Ich habe in einem unendlich intensiven Traum mit meinen Vater in seinem jetzigen Dasein gesprochen und er hat mir gesagt, es gehe ihm hier sehr gut und wir bräuchten uns keine Sorgen machen. Erst dann konnte ich meinen Frieden wieder finden.

    Dies ist ein sehr ernsthaftes, aber unendlich wichtiges Thema. Ich danke Euch dafür, dass ihr es aufgegriffen habt.

    Anne

  • Ich bin sehr dankbar für den Text von Tania und eure
    Beiträge. Da meine Eltern schwer krank sind, muss ich
    jederzeit mit ihrem Tod rechnen. Obwohl sie beide über
    80 Jahre alt sind, habe ich trotzdem sehr große Angst
    davor. Wenn ich bedenke, dass ein Freund von mir seinen
    Vater mit 47 Jahren verloren hat und meine Eltern bis jetzt
    noch leben, kann ich doch sehr dankbar sein. Ich hoffe auf
    jeden Fall, wenn meine Eltern sterben werden, dass ich
    dies einigermaßen gut verkraften werde und nicht in ein
    großes Loch fallen werde.

    Berthold

  • die Idee ist gut aber die Praxis sieht anders aus.
    Mein Sohn(21) ist vor 3 Monaten gestorben und es ist verdammt schwer eine Brücke zu sehen und zu bauen
    Marie

    *Tania Konnerth schreibt:*

    Liebe Marie,

    Dein Verlust ist noch so frisch und vor allem so groß – wenn unsere Kinder vor uns gehen, reißt das eine besonders große Wunde, die viel, viel Zeit braucht, um wenigstens ein bisschen zu heilen.

    Ich wünsch Dir ganz viel Kraft,
    Tania vom “Zeit zu leben”-Team

  • Ich bin der Meinung, dass wir nicht nur verlernt haben zu sterben, wir haben auch verlernt zu trauern. Wir fühlen Trauer, wenn wir etwas verloren haben.
    Das kann ein Mensch sein, ein Tier, eine Pflanze, ein Gegenstand, Gesundheit, die Arbeitsstelle und vieles mehr.

    Wichtig ist, meiner Trauer einen Raum zu geben und sie anzunehmen.

    Trauer, wenn du wieder einmal an meine Türe klopfst,

    werde ich dich nicht mehr

    wegschicken, so wie ich es unzählige Male schon getan habe.

    Ich werde die Türe ganz weit für dich öffnen, dich herein bitten und dich willkommen heißen.

    Wir werden zusammen atmen.

    Ich werde mein Herz ganz weit öffnen, um meine Form der
    Klage zu finden, die dich zum Fließen bringt.

    Juliana

  • Ich bin der Meinung, dass wir nicht nur verlernt haben zu sterben, wir haben auch verlernt zu trauern. Wir fühlen Trauer, wenn wir etwas verloren haben.
    Das kann ein Mensch sein, ein Tier, eine Pflanze, ein Gegenstand, Gesundheit, die Arbeitsstelle und vieles mehr.

    Wichtig ist, meiner Trauer einen Raum zu geben und sie anzunehmen.

    Trauer, wenn du wieder einmal an meine Türe klopfst,

    werde ich dich nicht mehr

    wegschicken, so wie ich es unzählige Male schon getan habe.

    Ich werde die Türe ganz weit für dich öffnen, dich herein bitten und dich willkommen heißen.

    Wir werden zusammen atmen.

    Ich werde mein Herz ganz weit öffnen, um meine Form der
    Klage zu finden, die dich zum Fließen bringt.

    Juliana

  • Da mein Vater vor kurzer Zeit gestorben ist und meine Mutter nun nach 50 Jahren Ehe zum ersten Mal ihr Leben alleine leben muss, habe ich mir gerade den Text kopiert und ausgedruckt.
    Ich glaube, dass ihr diese Visison helfen könnte (mir übrigens auch) sich auf diese Weise mir unserem Vater zu treffen und wieder zu verabschieden.
    Danke für dieses schöne Bild genau zum richtigen Zeitpunkt.
    Franziska.

  • An den Verstorbenen denken zu dürfen, über ihn reden – nicht verdrängen, richtig. Kuckt man sich die vielen individuellen und zum Teil sehr privaten Trauervideos auf z.B. Youtube an, dann wird deutlich: Auch die kreative Beschäftigung mit dem Leben des Verstorbenen kann dabei helfen, mit der Trauer zu leben – und andere daran teilhaben zu lassen.

    Gruss Stephan

  • Da sitze ich und lese den Beitrag und während ich lese, kullern mir dicke Tränen über die Wangen. Weiß gar nicht reicht, wieso. Vielleicht weil ich gerade Tod in der Familie erlebt habe und diese neue Erfahrung und die Nähe dazu mir so neu ist, mich nachdenklich und irgendwie leer macht.

    Aber ich frage mich beim Lesen auch, ob die oben beschriebene Brücke vielleicht auch bei der Tauer um noch gar nicht Geborene helfen kann. Um ihnen ein Gesicht zu geben und mit ihnen reden zu können – wir wünschen uns seit vielen Jahren ein Kind.

    Besonders, um nach dem Treffen auf der Brück wieder mit anderen, mit “echten” Menschen reden zu können, zu leben. In Fülle und Freude

    Sim

  • Die Angst davor das ich irgendwann mal den Menschend er mir am meisten bedeutet verlieren werde macht mir Angst. Ich hoffe ich kann wenn es soweit kommt nicht daran kaputt gehe

    Gruss Sascha

  • Ich verstehe zwar den Text oben anders als du, Tania.

    Aber die Anregung, die du gegeben hast, finde ich gut.

    Auch ich hab damals, als ich um meine Mutter trauerte, versucht, beides bewusst zu trennen: Die Trauer(zeit) und die Zeit für die Aufgaben des Alltags oder auch mal für etwas Aufmunterndes, ein Fest, eine Freude, die ich genoß,…

    Aber dieses Bild der zwei Länder kann wirklich eine Hilfe zu dieser Trennung sein.

  • Danke für eure tollen Denkanstöße. Bei seichten Themen stellen sich immer schneller Kommentare ein. Gedanken an das Sterben schiebt lieber jeder weit weg. Damit will man sich einfach nicht befassen. Und dennoch gehört es zum Leben dazu. Jeder Mensch weiß, dass er selbst nicht ewig lebt und auch seine Freunde und Angehörigen. Wenn dann plötzlich ein Nahestehender stirbt fällt man in ein tiefes Loch. Ich war Kind als meine sehr zeitig an Krebs starb. Wir konnten nie darüber reden. Es blieb eine Wunde die nie richtig heilte. Inzwischen habe ich drei fast selbständige Kinder. Vor zwei Jahren wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Auch wenn ich hoffe noch lange zu leben habe ich mit ihnen über den Tod gesprochen. Einfach um ihnen dieses Loch zu ersparen.

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