Klassiker: Unsere Tipps für ein friedliches Weihnachtsfest

Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe und des Friedens. Ein paar schöne Feiertage, die wir mit unseren Liebsten verbringen. An denen wir uns bei Kerzenschein gegenseitig beschenken und alljährlich wieder die in dritter Generation vererbte weiße Leinentischdecke aufziehen, um mit gutem Wein auf die Weihnachtsgans anzustoßen.

Für viele Menschen stimmt das so. Sie freuen sich jetzt schon darauf, haben ein schönes, harmonisches Fest und sind dann ganz traurig, wenn es nach 3 Tagen schon wieder vorbei ist und der Alltag wieder einkehrt.

Aber für ebenso viele Menschen ist Weihnachten etwas wirklich Beängstigendes. Denn alle haben große Erwartungen an das schöne, friedvolle Fest. Es muss perfekt werden, nicht nur das Weihnachtsessen, sondern auch die Stimmung. Alle müssen sich vertragen, auch wenn sie sonst nicht unbedingt viel und gerne Zeit miteinander verbringen. Und gefühlt hat das Fest auch weniger mit Ruhe zu tun, sondern mehr mit richtigem Stress – gerade, wenn es alljährlich zu einem großen Besuche-Marathon kommt.

Und nicht wenige sind dann wirklich erleichtert, wenn Weihnachten mit all dem Besuche-Stress endlich wieder vorbei ist und das normale Leben wieder weitergehen kann.

Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor? Dann möchten wir Ihnen heute unsere besten Tipps vorstellen, mit denen Sie Weihnachten (aber auch andere Familienfeste) besser überstehen.

Ralfs Tipp: Bei sich selbst ansetzen

ralf-senftlebenAlbert Einstein soll ja mal sinngemäß gesagt haben:

„Wahnsinn ist, wenn man immer das Gleiche tut, aber jedes Mal einen anderen Ausgang erwartet.“

Diese Idee kann ich auch auf Weihnachten anwenden. Indem ich mir überlege, wo die klassischen und immer wiederkehrenden Stress-, Nerv- und Streitpunkte in den letzen Jahren waren.

Ich frage mich also:

  • Was geht eigentlich zu Weihnachten meistens schief?
  • Wann und wo gibt es immer Streit?
  • Was nervt mich jedes Jahr zu Tode?

Dann wäre die nächste Frage: „Was kann ICH tun, damit es dieses Jahr besser wird?”“

Ich setze also an dem einzigen Punkt an, an dem ich etwas ändern kann, damit es anders wird. Bei mir. Denn die anderen kann ich ja schlecht ändern.

Ich könnte also an den Stress- und Nervpunkten folgendes tun:

  • Vielleicht meinen Stolz runterschlucken.
  • Nichts sagen und mir meinen Teil denken.
  • Kurz den Raum verlassen.
  • Tief durchatmen und nur lächeln.
  • Mich mit etwas anderem ablenken.
  • Usw.

Ich versuche also klug zu handeln und nicht das Gleiche zu tun, wie sonst. Sondern etwas anderes. Damit es anders wird.

Wenn ich Weihnachten schön haben will, ist das eben eine Frage der Selbstverantwortung. Die anderen kann ich nicht ändern. Aber ich kann mich und mein Verhalten ändern. Was einfach manchmal der einzige Weg ist, mein Weihnachten schön zu gestalten.

Judiths Tipp: Erwartungen prüfen und abgleichen

judith-wischhofIch habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Konflikte an Weihnachten dadurch entstehen, dass einfach komplett unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie diese Feiertage verlaufen sollten, aufeinandertreffen.

  • Sie wünschen sich, dass Sie den Abend gemeinsam und in aller Ruhe mit der Familie verbringen. Aber Ihr Sohn schaut schon ab 21 Uhr auf seine neue Uhr, weil er gerne noch feiern gehen möchte. Für Sie ist das eine große Enttäuschung.
  • Sie erwarten, dass alles so ist, wie es auch die letzten 15 Jahre war, und möchten an liebgewonnenen Traditionen festhalten. Ihr Mann hingegen ist dieses Jahr zum Weihnachtsgrillen eingeladen, und kommt erst kurz vor dem Abendessen mit einer leichten Bierfahne nach Hause.
  • Ihre Tochter kommt am ersten Weihnachtstag mit Mann und Enkelkindern zu Besuch, es gibt ein riesiges Chaos und irgendwie läuft nichts so, wie Sie es sich vorgestellt hatten.

Ja, gerade wenn liebgewonnene Traditionen unterbrochen werden, kann es schnell zu Enttäuschungen oder Konflikten kommen.

Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld mit der Familie und denen, mit denen man das Weihnachtsfest verbringen möchte, abzusprechen:

  • Wie wünsche ich mir das Weihnachtsfest?
  • Was wünschen sich die anderen?
  • Was könnte diesmal anders kommen als erwartet?
  • Und wie können wir es so hinbekommen, dass alle glücklich und zufrieden sind?

Barbaras Tipp: Gut geplant ist halb gewonnen

barbara-poetterIch habe die Erfahrung gemacht, dass für mich Weihnachten einfach schon dadurch viel weniger stressig wird, weil ich im Voraus gut plane. Und zwar so, dass es mir gut dabei geht, aber trotzdem die anderen nicht zu kurz kommen.

Wie das geht?

Machen Sie sich einen „Weihnachtstage“-Plan. Schreiben Sie dazu alle Termine, die Sie haben, auf. Und nun unterteilen Sie diese in: „Ich muss“-Termine und „Ich möchte“-Termine. Also in Termine, die Sie eher stressen und anstrengend sind, und in Termine, die Ihnen am Herzen liegen und die Ihnen guttun. Markieren Sie sie in unterschiedlichen Farben.

Und dann schauen Sie sich Ihren Plan an. Ist er so in Ordnung für Sie? Oder wie können Sie ihn so gestalten, dass sich anstrengende und nervige Termine mit wohltuenden, Kraft gebenden Terminen abwechseln? Oder wo könnten Sie noch wohltuende Inseln einbauen? Vielleicht:

  • ein Treffen mit einer guten Freundin oder einem guten Freund von früher
  • einen Kaffeestopp an der Tankstelle auf dem Weg zu den Schwiegereltern
  • einen Spaziergang
  • ein Weihnachtskonzert in der näheren Umgebung

Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie Ihre Weihnachtstage von vornherein planen, sind Sie der Herr über Ihre Termine. Und nicht andersherum.

Nicoles Tipp: Seien Sie dankbar

nicole alpsEines hilft mir an Weihnachten ungemein. Gerade wenn es stressig wird. Es Streit gibt oder vielleicht einfach nur eine gereizte Stimmung herrscht.

Dann versuche ich mich ganz bewusst auf das zu konzentrieren, was schön und wertvoll ist. Was Weihnachten für mich ausmacht, mein Herz berührt und mich anrührt. Zum Beispiel, dass ich Teil einer Familie bin, Weihnachtslieder singe oder wir einen schönen Weihnachtsbaum haben. Besonders gut gelingt mir das, wenn ich mich immer mal zwischendurch oder auch jetzt schon im Vorfeld frage:

  • Wofür bin ich an diesem Weihnachtsfest dankbar?
  • Was mag ich an den Menschen, mit denen ich feiere, besonders gerne?
  • Was würde ich an Weihnachten vermissen, wenn es nicht da wäre?

Mit jeder dieser Antworten mache ich mir selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk. Weil ich damit die Weihnachtsfreude in mein Leben lasse. Auch, wenn nicht alles perfekt läuft. Ich manches bedauere oder ich auch mal traurig bin. Diese Fragen und Antworten sind wie kleine Weihnachtspäckchen, die unter dem Baum liegen. Und die ich nur auszupacken brauche.

Mathias’ Tipp: Schaffen Sie sich Rückzugsräume

mathias-rudolphWeihnachten ist für mich ein richtiges Familienfest. Aber nicht in jeder Familie laufen die gemeinsamen Feiertage immer nur harmonisch ab. Gerade wenn man plötzlich sehr viel Zeit gemeinsam verbringt, und das womöglich noch auf engem Raum, kann das ja zu ungeahntem Stress führen.

Deshalb ist es mir persönlich immer wichtig, mich zwischendurch auch mal rausziehen zu können, falls mir gefühlt mal die Decke auf den Kopf fällt. Es tut immer gut, wenn man zwischendurch auch mal für sich sein kann, denn solch eine kurze Verschnaufpause senkt einen etwaigen Stresspegel schnell wieder ab.

Ich zum Beispiel gehe dafür gerne mal eine Stunde in den Wald zum Joggen. Das ist für meine Familie auch in Ordnung, denn ich kündige immer an, dass ich vielleicht heute noch mal laufen gehen will.

Für viele ist es aber sicherlich nicht so ganz leicht, sich spontan mal rauszuziehen, weil man vielleicht bestimmte Verpflichtungen hat oder das bei den Verwandten womöglich komisch ankommt. Deshalb ist es wichtig, sich vorher schon zu überlegen, wie man das für sich umsetzen kann, falls es notwendig sein sollte. Da ist vielleicht auch etwas „Kreativität“ gefordert.

Fragen Sie sich dafür: Was könnte ich tun, um spontan etwas Ruhe zu bekommen, wenn ich sie mal brauchen sollte?

Hier noch ein paar Beispiele:

  • Sie gehen doch noch mal spontan etwas besorgen, z. B. Geschenkpapier, und lassen sich dabei einfach etwas Zeit.
  • Sie gehen noch mal eine Extrarunde mit dem Hund.
  • Sie telefonieren noch mal mit einem guten Freund oder einer guten Freundin und gehen dafür raus.
  • usw.

Mellis Tipp: Theater, Theater

melliIch bin ein sehr entspannter Hund und wenn ich es mir aussuchen kann, dann verbringe ich meinen Tag eigentlich am liebsten nur mit Ralf. 60 % schlafen, 30 % essen, 10 % spazieren. Ja, das ist ein perfekter Tag für mich.

Das Chaos an Weihnachten, die viele Aufregung, das Kindergeschrei und die Anspannung bei den Erwachsenen finde ich da immer anstrengend. Das Gute ist, dass ich da nicht mitmachen muss. Und mir die ganze Sache mit etwas Abstand anschauen kann.

Und das ist auch mein Tipp an Sie: Gerade, wenn es anstrengend wird, wenn vielleicht Streit aufkommt oder Chaos und Sie es kaum mehr aushalten, dann nehmen Sie doch mal meine Perspektive ein.

  1. Nehmen Sie ein bisschen räumlichen Abstand. Setzen Sie sich vielleicht an einen anderen Platz, etwas weiter weg vom Geschehen.
  2. Und dann schauen Sie sich das Tohuwabohu mal aus diesem etwas größeren Abstand an. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen gerade im Theater oder im Kino. Und das, was da abläuft, ist ein Theaterstück oder ein Film.
  3. Vielleicht möchten Sie diesem Stück einen Titel geben? Wer hat welche Rolle? In welches Genre lässt sich die Szene einordnen? Ist es vielleicht sogar ein lustiger Film?

Ja, manchmal ist es ein Drama. Aber ganz oft fühle ich mich – aus dieser Perspektive – auch irgendwie gut unterhalten. Sicher ist, dass mit ein bisschen Abstand alles viel entspannter wird. Und das können Sie mit diesem Tipp selbst auch einmal erfahren.

Wir wünschen Ihnen allen ein fröhliches, entspanntes und wunderschönes Weihnachtsfest.

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Kommentare

  • Tja – manchmal müsste man Tier sein (egal, ob Hund oder Katze): Denn diese haben (oftmals) eine ganz andere Sicht auf unsere “Stress-Faktoren” oder Nicht-“Stress-Faktoren”.

    Besonders schön reflektiert hat das Rainhard Mey in seinem Titel “Es gibt Tage, an denen wünschte ich, ich wär’ mein Hund”!

    In diesem Sinne: Allen ein frohes neues 2015!

  • Sehr weise! Ich habe die letzten Jahre reduziert hinsichtlich Geschenke, obwohl es immer nur Kleinigkeiten waren, Vorschlag kam von den Freunden. Termine und Treffen finden in aller Ruhe im Neuen Jahr.
    Ein schönes Fest an alle!

  • Danke Leute, da ist für jeden sicherlich etwas dabei! Mellis Tipp hat mir besonders gut gefallen – ich sah uns beide vor meinem inneren Auge am Rand des Chaos sitzen und schmunzeln, wie im Theater! :-)

  • ich möchte mich einfach mal bedanken und wünsche Euch eine schöne Weihnacht und danke für die immer wieder tollen Tips.
    Alles Liebe, Nele.

  • Melli gefällt mir spontan besonders gut :) Wir haben Kuscheltiere, die sich immer zu Wort melden, wenn wir uns zu Hause zu laut zanken. Sie dann liebevoll in die Arme zu nehmen und gemeinsam zu trösten, hilft uns auch immer wieder.
    Liebevolle Weihnachten und danke für die schönen Tipps!

  • Herzlichen Dank für diesen außerordentlich gelungenen Beitrag aus verschiedenen Perspektiven.

  • Danke für die tollen Tipps. Ich freu mich schon drauf sie umzusetzen. Ganz wichtig für mich, nur ich selbst kann etwas ändern und eine neue Perspektive und Abstand schafft Gelassenheit. Euch allen gesegnete Weihnachten.

  • Das Traurige und das Wunderbare liegen so nahe bei einander!
    Dass “ich” es gut habe, möchte ich mir moralisch an diesem Fest nicht nehmen lassen. Doch ich finde auch, dass einerseits Dankbarkeit andererseits eine Beobachterperspektive und drittens ein Gepür für all die Menschen, die nicht – aus welchen Gründen auch immer – ein schönes Weihnachtsfest erleben (können) – weiter hilft. Selbstgefällig oder gestresst, verstrickt im “ewig gleichen” oder distanziert im Innen oder Außen => Weihnachten erlebt jeder Mensch anders. Euren Beitrag finde ich richtig gut, weil er diese Vielfalt widerspiegelt.
    Gern möchte ich allen Weihnachtlern Mut machen, nicht “einfach in das Fest” hinein zu gleiten, stolpern, hektiken usw. …… . Mir hat es sehr geholfen in allen Lagen, tatsächlich mir zu überlegen, wie ich feiern, was ich erleben möchte und nach Lösungen zu suchen, die verträglich sind. Es war nicht immer leicht! Als Scheidungsfamilie mit neuen Partner + deren Verwandte und Kinder ….. .
    INZWISCHEN feiern wir ein “Patchworkweihnachten” mit allen Scheidungsfolgen und -kindern und ich freue mich daran, weil ich weiß, wieviel Tränen, Konflikte, Kämpfe, Verluste, Stress, Intelligenz und Bereitschaft sich zu bewegen usw. es gekostet hat, um jetzt ein gemeinsames Fest zu erleben. Geholfen hat mir am meisten, dass ich alle Erwartungen fallen gelassen habe und viele Jahre “als Gast” in meine eigene Familie gegangen bin und aus dieser Perspektive gelernt habe, Weihnachten zu verbringen. So entstand über die Jahre eine ganz andere Haltung, über die ich allmählich in ein neues Miteinander hineingewachsen bin.
    Die Idee mit dem “Sparschwein” auf dem Tisch werde ich dieses Jahr – ganz entschieden – einbringen. Mal schauen, welche Resonanz es auf sie gibt. Davon abgesehen haben mein zweiter Mann und ich uns schon Gedanken darüber gemacht, wie und wem wir von unserem “Reichtum” etwas abgeben werden!
    Allen ein ganz ganz schönes, warmes und liebevolles Weihnachten. Nele

  • Die meisten Tipps und selbst die “menschlichen” Ergänzungen in den Kommentaren kann ich nicht nachvollziehen. Denn ich habe weder eine nennenswerte Familie, an der ich mich wegen ihrer Vielfalt erfreuen kann, noch verhungere ich körperlich. Ich habe einfach nur eine Mutter und einen schrecklichen “Stiefvater”, der mir bei jedem Besuch (auch außerhalb der Weihnachtszeit) schreckliche Beleidigungen an den Kopf wirft. Die ich nicht (immer) mit “runterschlucken/lächeln/mich zurückziehen” bewältigen kann. Es gibt Menschen, die sind nicht “schrullig”, sondern “schrecklich”. Und es gibt Zumutungen im menschlichen Miteinander, die meiner Erfahrung nach auch über Weihnachten nicht heilen. Von daher: danke für Ihre Tipps! Kannte ich schon und erscheinen mir nach langen Jahren des Ausprobierens irrelevant. Und an die mit dem “Familienstress”: würde gerne tauschen! Macht ein Zeitmanagementseminar und nehmt bis Silvester frei ;-) Betrübte Grüße!

    • Susan schreibt am 21. Dezember 2014

      Hallo Mills,ich möchte dir auf deinen Beitrag antworten und dir vielleicht etwas Mut machen.Es ging in vorherigen Beiträgen darum seinen eigenen Weg zu gehen.Ja es gibt schreckliche Menschen mit denen ich keinen Kontakt halten muss,auch wenn es der eigene Stiefvater ist.Ich muss mich nicht beleidigen lassen und habe das Recht gut für mich zu sorgen.Vielleicht gibt es für dich eine Möglichkeit,dich nur mit deiner Mutter zu treffen.Auch ich habe seit vielen Jahren keinen Kontakt zu meinem Stiefvater und allerdings auch nicht zu meiner Mutter,als Selbstschutz,was mir auch sehr schwer gefallen ist.Meine Mutter hält zu ihrem Mann,hat uns als Kinder nicht geschützt.Traurige Wahrheit,die sich nicht ändern lässt.Heute sorge ich gut für mich,denn meine Freunde kann ich mir aussuchen,aber meine Familie nicht.
      Ich wünsche dir für die Weihnachtstage Mut vielleicht es dieses Jahr anders zu gestalten und die Kraft es durchzuziehen.
      Liebe Grüße von Susan

    • Marti schreibt am 21. Dezember 2014

      Hallo Mills, …über das “Runterschlucken” bin ich auch gestolpert: bei “schrecklichen” Menschen ist es sicherlich klüger, der Wirklichkeit in all ihrer Brutalität ins Auge zu schauen und (!) entsprechend zu handeln: nämlich den Kontakt nicht nur deshalb zu halten, weil Weihnachten ist! Notfalls, wenn es wirklich keine gemeinschaftlichen Alternativen gibt, kann man auch allein eine gute Zeit haben – da wird man wenigstens nicht beleidigt.
      Ich wünsche dir, sowohl an Weihnachten wie auch danach, eine gute Zeit!

    • karin schreibt am 21. Dezember 2014

      hallo,
      ich bin dankbar für die “Solidarität”. auch ich werde Weihnachten allein verbringen und es mir gut gehen lassen. So bleiben die Verletzungen durch Familie aus.

      Ich freue mich schon, wenn ich mal wieder mit einem Liebesgefährten und/oder Freunden feiere und genieße bis dahin meine Freiheit – auch mir sehr achtsam gutes BioEssen zu kreieren.

      Und es ist nur ein Fest von drei Tagen. Danach ist der Spuk vorbei ;-)

      Herzliche Grüße und Wärme – Karin

    • Regina schreibt am 21. Dezember 2014

      Hallo zusammen, ich habe etwas anders gemacht. Als so etwas aehnliches wie Schwiegermutter bleibe ich mit meinem Mann zuhause. Wir haben Festtage wie wir es wollen und die erwachsenen Kinder mit Familie auch. Einfach, oder? Frohe Festtage und vielen Dank fuer die Texte an das Team. Regina

    • Hanni schreibt am 21. Dezember 2014

      Ja, kann dich gut verstehen.
      Dieses Jahr habe ich mich endlich entschlossen, wie ich diesen ganzen Stress vermeiden kann. Schluss mit der Rührseligkeit, meine Kinder und meine Enkel sehen zu wollen und mir einzubilden, eine Familie zu haben.
      Ich gehe gar nicht hin!!!
      Ich habe immer zu meinen Kindern gehalten und sie geschützt, im Gegensatz zu Susans Mutter, aber es wurde mir nicht gedankt.
      Ebenso betrübte Grüße!

  • Hallo , Ihr seid durchweg das ganze Jahr Spitze und für Eure Guten Anregungen und Ratschläge danke ich euch von Herzen!
    Melli ist mein Ideengeber:-)
    Euch 1 schönes Fest und alles Gute für 2015!

  • Ihnen allen ein frohes Fest
    Ich bin dabei unser Weihnachtsfest von anstrengenden Traditionen zu befreien. Meine Frau und ich haben die Pflichtbesuche schon erledigt. Die Kinder und Enkel am Nikolaus beschenkt und nun fahren wir frei zur Nordsee.
    Franz

  • Melli….ein sehr weiser Hund :)
    Ich halte es seit Jahren so wie Melli ;)

    Liebe Grüße und ein wundervolles und harmonisches Weihnachtsfest!!

    Und ein ganz großes DANKE für all die nützlichen, Lebensqualität bereichernden und grandiosen Beiträge auf Eurer Seite, in Euren Online-Kursen, sowie im Newsletter! Herzlichen Dank :)

  • Hallo,

    danke für das Sammelsurium an guten Beiträgen zum “friedlichen” Weihnachtsfest. Vor allem die Vielfalt und die Transparenz der Schreiber hat mir gut getan.

    In diesem Sinne: “Frohe Weihnachten”.

    E.

  • Danke, dass ihr uns mit euren Anregungen ein gelungenes Weihnachtsfest ermöglicht!
    Umsetzen liegt natürlich an jedem selbst.
    Ich bin besonders dankbar für Nicoles Tipp “Dankbarkeit” :-)

    In diesem Sinn: Ein frohes Fest und schöne Feiertage, guten Rutsch, bis nächstes Jahr!

    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Zwei Ansätze haben mir besonders gut gefallen: “Ich sage vorher schon, dass ich vielleicht noch mal laufen gehen möchte” und Mellis distanzierter Gesichtspunkt aus der Hundeperspektive. Darin stecken zwei Dinge: Klare Kommunikation und Abstand.
    Ich muss mich nicht für alles verantwortlich fühlen.
    Ich darf mich ausklinken.
    Es ist nur fair, wenn ich anderen sage, dass ich das jetzt möchte/will/werde.
    Das funktioniert auch bei großen Geburtstagsfeiern sehr gut …
    Meine Mona findet übrigens, Weihnachten ist toll, weil man da von ganz, ganz vielen Menschen Leckerlis kriegt und gestreichelt wird …
    Frohes Fest also! Giulia

  • DANKE für diesen wertvollen und inspirierenden Beitrag! Drei Themen und/oder Tipps, die ich einfach zum Nachdenken (für mich selbst genauso wie für die, die es lesen) mitgeben möchte, und die in die Punkte von oben passen:

    Zum Thema “Dankbar sein”:

    Es soll nicht abgedroschen klingen, aber: denkt auch an die Menschen, die gar nicht feiern können. Ich nehme jetzt nur mal die Flüchtlinge, aber es gibt noch viele andere Gruppen, für die das auch gilt. Statt einer schönen Portion Familienstreitigkeiten (auch das gehört ja irgendwie zur “Tradition”) haben sie ihre Kinder (!!), Eltern, Geschwister, etc. verloren. Statt überbordender Geschenke (ich erlebe zumindest sehr oft, dass das irgendwie immer mehr wird) haben sie nicht mal genug, geschweige denn irgendetwas “Festliches” zu essen. Sie frieren – innerlich und äußerlich. Und wir? Wir wollen ernsthaft hier sitzen und uns an den Sprüchen stören, die unser vermeintlich nerviger Bruder, Onkel oder sonstwer von sich gibt? Seien wir dankbar dafür, dass unser lebendiger Bruder, unsere unnachahmliche Schwester, unsere liebenswerte Tante Trudi mit allen anderen im üblichen Stimmengewirr und Familienchaos an einem Tisch sitzen, der mit Leckerem gedeckt ist!
    Wie wäre es denn, wenn wir jedes Jahr am Weihnachtstisch gemeinsam beschließen, an welche Organisation wir eine Familienspende überweisen? Unsere Geschenke alle etwas kleiner, dafür ein großes Sparschwein auf dem Tisch, in das jeder das gibt, was er/sie erübrigen kann. Niemals sollte man davon absehen, weil man meint, man könne nicht viel erübrigen! Wenn jede/r von uns nur einen Euro geben würde, kämen schon Millionen zusammen!! Und wir haben auch noch ein Thema, das alle in der Familie verbindet und einbindet.

    Zum Thema “Geschenkestress”:

    Die Weihnachtszeit ist ja eigentlich eine “Zeit der Besinnlichkeit”. Sie soll Ruhe und Kerzenschein und ZEIT bieten. Stattdessen wird sie oft als “Geschenkecountdown” missbraucht. Was, schon der 3. Advent?? Und dann gehts mit ausgepackten Ellenbogen durch die Stadt, rempel hier und rempel da, oh, da ist jemand, den ich kenne, “na, Du auch im Weihnachtsstress?”…

    Ein Tipp, um das zu vermeiden und der Weihnachtszeit “trotz” Geschenken und Konsum die Besinnung zurückzugeben: setzt euch zu Hause gemütlich hin, macht ein paar Kerzchen an, nehmt buntes Papier und Stifte zur Hand, der Computer und der Fernseher bleiben aus!! Schreibt auf die Blätter die Namen der Menschen, die ihr zu Weihnachten beschenken möchtet. Für jeden ein Blatt, wählt die Farben so, dass sie gut zu den einzelnen Personen passen. Dann nehmt euch die Blätter vor und “besinnt euch darauf”, was ihr an dieser Person schätzt und wofür ihr ihr dankbar seid. In Runde 2 überlegt euch, was ihr von der Person wisst: was sind ihre Interessen und Hobbies? Was ist ihr wichtig, wo legt sie Wert drauf? In Runde 3 überlegt ihr dann, was ihr dieser Person schenken könntet. Ihr habt Probleme in Runde 2? Ruft die Person an und plaudert ein bisschen. Findet heraus, was sie gerade bewegt, wo sie unterwegs ist, was es Neues in ihrem Leben gibt. Geht dann wieder zum 3. Schritt.

    Mit diesen Listen geht ihr einkaufen. Ihr wisst, WAS ihr kaufen möchtet UND ihr wisst, WARUM ihr es kaufen möchtet (weil ihr die Person schätzt und ihr eine Freude bereiten möchtet und nicht, weil euch die Zeit davon rast und ihr für diese Person ja “auch noch” “irgendetwas” braucht). Bastelt oder kauft für jeden auch ein Kärtchen, auf dem das, was ihr in Runde 1 gesammelt habt, drauf steht. Wetten, dass Weihnachten so “automatisch” dankbarer, freundlicher und friedlicher verläuft?

    …und nur noch eine Minianmerkung zum Thema “Theater”: es funktioniert übrigens auch, wenn man die Anwesenden zu “Comic-Figuren” macht ;-)

  • Einen wunderschönen Guten Morgen,Mellis Beitrag ist einfach genial wir Menschen könnten so viel von den Tieren lernen,genau so mache ich es im Moment mit Abstand und von oben auf das Geschehen schauen es hilft ungemein.Ich möchte einfach Danke für das Jahr mit Euch sagen,wünsche entspannte Weihnachten und einen Guten Start ins Jahr 2015 ihr macht einen guten Job ,seid umarmt bis nächstes Jahr ich freue mich riesig Herzliche Grüße

  • Peinlicherweise hab ich die Hausregeln verspätet gelesen und kann das obige Adressfeld nicht mehr löschen:-( Tut mir ganz leid♥
    Frischer Adventsgruß
    Sylvia Schodruch

  • Ganzheitliche Familienanwältin schreibt am 21. Dezember 2014 Antworten

    Gerne auf meiner Fanpage verbreitet, weil soooo sinnvoll – da kann, glaube ich, JEDER noch etwas dazu lernen! Vielen Dank.
    Ein entspanntes Fest wünsche ich allerseits und für 2015 nur ds Beste♥
    Sylvia Schodruch

  • … und bei allen Weihnachtsvorbereitungen, haltet mal inne und denkt an die Mitmenschen, die sich auf kein Fest mehr freuen können… die in diesem Jahr einen geliebten Menschen verloren haben. Wie sollen solche Menschen mit den lieb gemeinten Vorschlägen umgehen? – wo das Alleinsein an erster Stelle steht!
    Richtig einsam, keine Familie, keine Freunde…

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