Oh nein … war das wirklich die richtige Entscheidung?

Petra ist 32 Jahre alt. Sie ist in einer glücklichen Beziehung und hat sich vorerst gegen Kinder und für ihre Karriere entschieden. Als Abteilungsleiterin blüht sie so richtig auf, aber immer wieder fragt sie sich, ob sie nicht auch als Mutter ihre Erfüllung gefunden hätte.

Christian studiert Englisch und Geschichte auf Lehramt. Nach 4 Semestern bricht er das Studium ab und nimmt ein Jobangebot seines Vaters an. Nun arbeitet er in dessen Kneipe. Ob das die richtige Entscheidung war?

Kommen dir diese Zweifel bekannt vor? Hast du vielleicht auch schon einmal eine große und wichtige Entscheidung getroffen und warst dir im Nachhinein nicht sicher, ob das alles so richtig war?

Wir haben auf unserer Seite ja schon viele Beiträge darüber geschrieben, was eine gute Entscheidung ist. In unserer Entscheidungs-Werkstatt geben wir auch einen klaren und hilfreichen Prozess vor, um Schritt für Schritt zur richtigen Entscheidung zu finden. Und diese Tipps für gute Entscheidungen helfen dir, Entscheidungen zu treffen, die du nicht zu bereuen brauchst.

Für den Erfolg deiner Entscheidung ist aber ebenso wichtig, wie du mit deiner getroffenen Entscheidung lebst. Denn wie gut deine Entscheidung im Nachhinein war, hängt wesentlich davon ab, was du daraus machst. Vielleicht können dir die folgenden Tipps dabei helfen:

5 Tipps, wie aus deiner Entscheidung auch wirklich ein Erfolg wird

1. Vertrauen dir und deiner Entscheidung

Du hast deine Entscheidung aus guten Gründen so getroffen. Vielleicht hast du vorher viele Informationen gesammelt, sie verglichen oder eine Pro-Contra-Liste gemacht. Vielleicht hast du aber auch vor allem auf dein Bauchgefühl gehört.

Du hast wahrscheinlich einen ausgiebigen Entscheidungs-Prozess hinter dir, bei dem du deinen Verstand und dein Herz befragt hast. Damit hast du alles getan, was in deiner Macht stand. Vertrau also auch auf die Antworten, die du bekommen hast. Vertrau deiner Entscheidungs-Fähigkeit. Denn du hast nach bestem Wissen und Gewissen entschieden. Mehr kannst du nicht tun. Erst wenn du deiner Entscheidungs-Fähigkeit so vertraust, kannst du deine Entscheidung auch wirklich annehmen und das Beste daraus machen.

Und vertrau auch darauf, dass du damit umgehen kannst, wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass deine Entscheidung ein Fehler war. Selbst wenn sich deine Entscheidung als Fehler entpuppt, kannst du positiv bleiben. Denn du hast ja alles getan, was in deiner Macht stand, und die bestmögliche Entscheidung getroffen. Dieses Wissen erleichtert es enorm, mit Fehlentscheidungen umzugehen. Auch dann wird das Leben weitergehen und du wirst Möglichkeiten und Wege finden, auch eine Fehlentscheidung auf einen guten Weg zu bringen.

Es ist sehr hilfreich, wenn du dir immer wieder Vertrauen zusprichst. Ganz wörtlich gemeint, mit Affirmationen. Eine Affirmation ist ein selbstbejahender Satz, den wir uns selbst wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken und unsere Gefühle positiv zu beeinflussen.

Hier kommen ein paar Affirmationen, die du dir nach Entscheidungen regelmäßig aufsagen kannst:

  • „Ich habe die Entscheidung wohl überlegt getroffen und ich vertraue darauf, dass sie richtig ist.“
  • „Mit jedem Schritt meiner Entscheidung vertraue ich mir ein kleines Stückchen mehr, dass ich sie erfolgreich umsetzen kann.“
  • „Ich vertraue mir selbst, dass ich auch mit den schlimmsten Konsequenzen meiner Entscheidung klarkommen kann. Mich kann nichts umwerfen.“

Hier kannst du noch mehr den Gebrauch und die Wirkung von Affirmationen erfahren.

2. Die anderen Entscheidungs-Optionen loslassen

Wenn wir uns für eine Option entscheiden, dann entscheiden wir uns gleichzeitig auch gegen die anderen Möglichkeiten. Und ganz plötzlich, mit der Entscheidung, kommen oftmals die Zweifel. Dann denken wir manchmal so etwas wie: „Was wäre gewesen, wenn …“ oder „Hätte ich mal doch …“.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.

Gerade diese Gedanken und Zweifel sorgen dafür, dass du nie wirklich zufrieden mit deiner Entscheidung sein kannst. Das, was wir nicht haben, malen wir uns oft als perfekt aus. Das ist eine vollkommen menschliche Reaktion. Doch wenn wir anfangen, unsere Entscheidung mit einer Fata Morgana zu vergleichen, werden wir unzufrieden mit dem, was wir haben.

Deshalb ist es wichtig, dass du lernst, die anderen Entscheidungs-Optionen loszulassen.

Mach dir bewusst, dass deine Fantasie dir ganz oft ein positiv verzerrtes Bild liefert. Die anderen Entscheidungs-Optionen hätten auch nicht nur Vorteile gehabt – sonst hättest du wohl kaum so entschieden, wie du entschieden hast.

Frag dich in Momenten des Zweifels:

  • Warum habe ich mich gerade für diese Option entschieden?
  • Welche guten Gründe sprechen für meine Entscheidung?
  • Welche Nachteile oder Schwierigkeiten hätten die Alternativen mit sich gebracht?
  • Aus welchen Gründen habe ich mich gegen die anderen Alternativen entschieden?

3. Tun dein Bestes, damit deine Entscheidung auch wirklich gut wird

Eine Entscheidung stellt manchmal sogar das ganze Leben auf den Kopf.

Dabei kann es hilfreich sein, wenn du dir überlegst, was du genau brauchst, damit du dich mit deiner Entscheidung möglichst gut fühlst. Wenn du dich zum Beispiel entschieden hast, in eine andere Stadt zu ziehen, dann könnte es dir helfen, wenn du dir erstmal eine ganz besonders tolle Wohnung suchst. Einfach, damit du dich gleich wohlfühlst. Und wenn du den Job wechselst, dann könnte es dir helfen, wenn du gleich einen guten Draht zu deinen neuen Kollegen aufbaust.

Frag dich dazu:

  • Was muss passieren, damit sich diese Veränderung gut anfühlt?
  • Was brauche ich, um glücklich zu sein?
  • Welche Faktoren müssen gegeben sein, damit diese Entscheidung gelingt?

Hier mal ein Beispiel dazu:

Peter zieht vom Land in die Stadt und notiert sich:

  • Ich brauche gute Kontakte, damit ich mich nicht so alleine fühle.
  • Ich möchte eine schöne Wohnung finden, in der ich mich gleich zu Hause fühle.
  • Ich möchte regelmäßig meine Freundin Tina sehen. Also entweder finden wir möglichst schnell auch für sie dort einen Job oder aber ich schenke ihr mal ein Monatsticket für die Bahn, damit sie mich möglichst oft und günstig besuchen kommen kann.

Wenn du diese Faktoren für dich selbst herausgefunden hast, pack es an und sorg aktiv dafür, dass du diese Faktoren erfüllen kannst.

4. Geh in kleinen Schritten vor

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Umso mehr Angst haben wir vor großen Veränderungen. Dann können wir einfach nicht abschätzen, was passiert – und das macht uns oft ein mulmiges Gefühl.

Dann kann es helfen, wenn du einen kleinen Schritt nach dem nächsten gehst. Und die Entscheidung nicht gleich radikal umsetzt und dich selbst damit überforderst. Dadurch gewöhnst du dich ganz langsam daran, dass alles ein bisschen anders wird. Dann ist jeder einzelne kleine Schritt gar nicht so schwer.

Deshalb überleg dir, welchen kleinen Schritt du als Erstes (oder als Nächstes) gehen möchtest, um deine Entscheidung ganz langsam umzusetzen.

Ein kleiner Schritt wäre zum Beispiel, dass du einen Freund oder eine Freundin in deine Entscheidung einweihst. Oder, dass du einen Termin mit den Menschen vereinbarst, die von deiner Entscheidung direkt betroffen sind. Ein erster Schritt könnte auch sein, sich eine Liste zu erstellen, mit Dingen, die getan werden müssen. Du kannst dich bei den ersten Schritten auch von den Erfolgsfaktoren inspirieren lassen, die du in Tipp 3 herausgefunden hast.

Plan also ganz genau:

  • Welche Schritte stehen als Nächstes an?
  • Was muss ich tun, damit ich die Entscheidung umsetzen kann?
  • Und welches ist der erste ganz kleine Schritt, mit dem ich meine Entscheidung ins Rollen bringe?

5. Sei ehrlich zu dir

Zu einem guten Entscheidungs-Prozess gehört es auch, die eigene Entscheidung ganz ehrlich und kritisch zu beurteilen.

Gib deiner Entscheidung erst einmal eine Chance und lass dich wirklich auf sie ein. Tu alles in deiner Macht stehende, um sie zu einem Erfolg zu bringen.

Und wenn sie ein Stückchen ins Rollen geraten ist und erste Ergebnisse zu sehen sind, kannst du sie auch einmal einer kritischen Überprüfung unterziehen. Also zum Beispiel nach 3 Monaten oder einem halben Jahr. Plan am besten einen regelmäßigen Termin ein, zu dem du deine Entscheidung kritisch überprüfst.

Reflektier zu dieser Überprüfung:

  • Wie weit ist meine Entscheidung schon umgesetzt?
  • Wie zufrieden bin ich mit meiner Entscheidung?
  • Welche Hoffnungen haben sich schon erfüllt?
  • Welche Befürchtungen sind wahr geworden?
  • Was kann ich tun, damit meine Entscheidung zu einem Erfolg wird?
  • Habe ich das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin?

Du darfst hier ruhig gnadenlos ehrlich sein. Und ehrlich sein bedeutet im Zweifel auch, dass du dir eingestehen musst, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Das ist okay. Das passiert jedem von uns im Laufe des Lebens einmal. In den meisten Fällen ist das aber auch nicht der Weltuntergang.

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