Warum es so wichtig ist, dass du die Führung übernimmst

Fuehrung

Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten da draußen.

Möglichkeiten, die mein Leben verbessern. Oder das Leben meiner ganzen Familie.

Oder es gibt Möglichkeiten, die das Leben vieler, vieler anderer Menschen besser machen.

Es gibt so viel, was wir tun könnten.

Und nichts davon findet statt, weil niemand die Führung übernimmt. Weil keiner sagt:

„Ich werde mich kümmern. Ich werde das jetzt mal organisieren.“

„Ich sehe eine bessere Zukunft. Ich habe ein klares Bild, wie es sein könnte. Und jetzt werde ich dafür sorgen, dass diese Sache Wirklichkeit wird.

Ich werde Menschen um mich scharen, die diese Idee auch gut finden. Und ich werde diesen Menschen von meiner Idee erzählen. Ich werde sie dafür begeistern. Ich werde diese Menschen mit auf die Reise nehmen.“

Ohne einen Häuptling passiert nichts

Viele Menschen sind zögerlich darin, die Führung zu übernehmen.

Aber es ist o. k., wenn einer der Chef ist.

Es ist auch o. k., wenn du der Chef bist.

Denn einer muss es machen.

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Einer muss der Boss sein. Es muss einen geben, der die anderen mitzieht. Einen Menschen, der immer wieder daran erinnert, worum es eigentlich geht.

Es muss einen geben, der sich wieder und wieder kümmert. Der die Fäden in der Hand hält. Der organisiert und plant. Jemand, der sich traut, Entscheidungen zu treffen.

Also jemand, der den anderen sagt, wo es langgeht.

Darum verlaufen Projekte im Sand

Denn ohne einen Leitwolf passiert oft nichts. Dinge verlaufen einfach im Sand. Oder es gibt endlose fruchtlose Diskussionen.

Und am Ende passiert nichts.

Es braucht jemanden, der das Ruder in die Hand nimmt und klipp und klar sagt: „A muss gemacht werden. Und dann muss B gemacht werden. Und jemand muss sich um C kümmern. Freiwillige vor.“

Denn seien wir ehrlich: Wenn alle gleichberechtigt mitreden dürfen, wird oft nichts aus einer Sache.

Kennst du die Weisheit:

„Willst du, dass etwas ganz sicher nicht erledigt wird? Dann gründe ein Komitee.“

So ist das.

Wenn du allen die Verantwortung überträgst, hat niemand die Verantwortung.

Aber was ist mit der Demokratie?

Ja, ich weiß.

Demokratie.

Freiheit. Gleichheit. Brüderlichkeit.

Alle sollen möglichst mitentscheiden. Alle sollen die gleichen Rechte haben.

Das ist in vielen Bereichen auch eine gute Sache. Aber in vielen Bereichen eben nicht. Du kannst es doch überall beobachten, was passiert, wenn alle mitentscheiden dürfen.

Man sagt ja nicht umsonst, dass viele Köche den Brei verderben. Am Ende kommt oft nur ein fauler Kompromiss heraus. Oder ein weichgespülter Einheitsbrei.

Das passiert oft, wenn alle gleichberechtigt mitentscheiden dürfen. Wenn alle Bedenken und Ängste berücksichtigt werden müssen.

Wenn jede Meinung gleich viel zählt, das ist so, als wenn wir ein Bild mit allen Farben malen. Am Ende ist alles graubraun. Ohne Konturen. Nur noch eine schwammige Masse.

Es gibt auch gute Teams

Und ja. Es gibt natürlich auch gute, gleichberechtigte Teams.

Manchmal passiert das. Wenn du sehr reife, verantwortliche, tolerante und vernünftige Menschen hast. Menschen, die wirklich die Idee vom Ziel und vom Weg dahin teilen.

Es reicht im Team ja leider nicht, dass wir alle das Gleiche wollen. Wir müssen auch die gleiche Vorstellung haben, WIE wir dahin kommen. Und wir müssen auch die gleichen Werte teilen. Sonst gibt es nur endlose Diskussionen über den richtigen Weg und die richtige Vorgehensweise. Und darüber, was erlaubt und nicht erlaubt ist.

Aber gute Teams gibt es manchmal tatsächlich. Es gibt gute Teams, wo viele Köche den Brei nicht verderben. Sondern wo der Brei am Ende leckerer ist, als wenn nur einer ihn gekocht hätte. Wo das Ganze dann wirklich mehr ist als die Summe der Teile.

Aber oft passiert das nicht. Leider.

Ich habe eine Idee, mach doch mit

Gute und gleichberechtigte Teams sind also eher die Ausnahme. Deswegen ist es besser, wenn einer die Führung übernimmt.

Wenn du also sagst:

„Freunde ich habe eine Idee. Ich habe ein tolles Bild von einer besseren Zukunft vor Augen. Und auf diese und jene Art will ich dieses Bild Wirklichkeit werden lassen. Und dieses und jenes ist mir dabei wichtig.

Und wenn du meine Idee und meinen Weg gut findest, dann mach mit. Dann schließ dich mir an. Dann hilf mir doch, diese Idee in die Welt zu bringen.

Aber wenn du meine Idee doof findest oder wenn du den Weg, den ich gehen will, doof findest, dann geh doch bitte woandershin. Dann schließe dich einer anderen Sache an.“

Denn es ist nicht schlimm, wenn eine Bewegung oder eine Idee oder ein Verein oder ein Unternehmen nicht für alle geeignet ist.

Weil wir Menschen nicht alle gleich sind. Wir haben alle unterschiedliche Stärken, Fähigkeiten, Bedürfnisse, Vorstellungen und Dinge, die uns wichtig sind.

Deswegen ist es auch o. k., wenn sich kleine Grüppchen bilden, die anders sind als die anderen. Die ihr eigenes Ding machen. Warum sollten sie nicht, solange sie anderen nicht schaden?

Führung ist notwendig

Die Welt braucht mehr Menschen, die die Führung übernehmen und Gleichgesinnte um sich scharen. Weil es so viele Möglichkeiten gibt, die Welt besser und reicher und schöner zu machen. Weil es so viele Probleme gibt, die gelöst werden sollten.

Und hier braucht es Menschen, die sagen:

„Ich gehe das einmal an. Und ich weiß auch schon wie. Und jetzt suche ich mir passende Mitstreiter und kümmere mich darum.“

Darum sollte sich mal endlich jemand kümmern

Denn es gibt so viele Themen auf der Welt, deren sich mal jemand annehmen sollte.

Und damit meine ich jetzt keine populistischen Hass- und Schuldzuweisungs-Themen. Von diesem Neandertaler-Quatsch haben wir auf der Welt gerade genug.

Sondern ich meine Themen, die die Welt auf eine konstruktive, erwachsene und menschliche Art besser machen.

Ich rede von lebensdienlichen Projekten und Initiativen.

Von Selbsthilfegruppen.

Von Vereinen zur Förderung einer guten, menschenfreundlichen Sache.

Oder von Bürgerinitiativen, um etwas Beschützenswertes zu beschützen.

Ich rede von Forschungsprojekten, um substanzielle Fragen zu beantworten oder um Probleme zu lösen.

Oder von Wirtschaftsunternehmen, die die Welt besser machen und das Leben anderer Menschen verbessern.

Und ich rede von sozialen Unternehmungen, um Menschen zu fördern und ihnen weiterzuhelfen.

Aber damit so eine lebensdienliche Unternehmung in die Welt kommen kann, braucht es jemanden, der die Führung übernimmt.

Es braucht jemanden, der bereit ist, für eine gute Idee zu kämpfen. Es braucht jemanden, der diese Idee auch gegen die vielen Gegenkräfte und Einwände von außen verteidigt.

Es braucht jemanden, der die Idee in die Welt bringt.

Es braucht eben jemanden, der die Führung übernimmt.

Denn Menschen, die die Rettungsgassen dicht machen und bei einem Unfall nur gaffen oder Videos drehen, gibt es mittlerweile leider genug.

Aber die Welt braucht genau das Gegenteil. Eben Menschen, die die Führung übernehmen, um zu helfen oder um eine gute Sache voranzubringen.

Ich bin aber keine Führungskraft

Vielleicht nickst du jetzt. Aber du denkst dabei auch:

„Hey, du hast ja recht. Aber ich bin eben keine Führungskraft. Ich bin zu leise. Ich bin zu wenig überzeugend. Ich kann doch niemanden für etwas begeistern.“

Aber tatsächlich sind die wenigsten die geborenen Führungskräfte. Die meisten von uns wachsen in so eine Rolle hinein.

Sie übernehmen die Führung und lernen dann dazu. Sie akzeptieren erst die Verantwortung und dann werden sie im laufenden Prozess besser.

Sie starten als mittelmäßige Führungskraft und werden dann zu einer passablen Führungskraft. Manchmal auch zu einer großartigen Führungskraft.

Besser als gar nicht

Und mach dir bitte klar: Auch eine mittelmäßig geführte Initiative kann immer noch mehr bewirken, als wenn die Initiative nie gestartet werden würde.

Selbst wenn du nicht die ideale Führungskraft bist, ist das besser, als wenn niemand das Thema angeht und in diese Richtung steuert.

Nur für den Übergang?

Und oft ist es auch so, dass du diese Rolle auch nur für eine Übergangszeit ausfüllen musst. Bis jemand kommt, der dich ablösen kann. Der es noch besser kann.

Aber es braucht jetzt jemanden, der die Führung übernimmt. Sonst ändert sich nichts.

Und manchmal ist es nützlich, sich klarzumachen, dass du die Sache nicht für immer machen musst.

Wie kann ich denn eine gute Führungskraft werden?

Es ist so: Die Welt da draußen braucht dich. Die Welt braucht es, dass du dich kümmerst und die Sache in die Hand nimmst. Die Welt braucht es, dass du die Führung übernimmst.

„Aber wenn ich mir die Sache noch nicht 100 % zutraue. Was mache ich denn dann?“

Der erste Schritt ist, die Chefrolle wirklich anzunehmen.

Es ist o. k., der Chef zu sein

Denn viele Menschen haben Schwierigkeiten, die Chefrolle anzunehmen.

„Ich bin doch auch nicht schlauer als die anderen.“

Oder: „Wer bin ich, dass ich anderen sagen kann, wo es langgeht?“

„Und was ist, wenn ich einen Fehler mache?“

Diese Gedanken hat übrigens jeder Chef. Außer vielleicht die ganz schlechten Chefs, die sich gnadenlos selbst überschätzen.

Eine Führungsperson wirst du nicht durch Fehlerfreiheit oder Genialität.

Eine Führungsperson wirst du dadurch, dass du die Verantwortung annimmst. Dass du die Verantwortung dafür annimmst, eine gute Sache voranzutreiben.

Die Verantwortung dafür, anderen dabei, so gut, wie du es kannst, zu helfen, die Sache voranzubringen.

Die Sache ist wichtiger als du

Noch eines ist wichtig: Akzeptiere, dass die Sache, dein Projekt, deine Initiative, dein Ziel, dein Bild von einer besseren Welt wichtiger ist als deine Befindlichkeiten.

Also, es ist schon o. k., wenn du dein Projekt mit deinen Werten und deinen Bedürfnissen und deiner Sicht auf die Welt prägst.

Aber das eigentliche Ziel sollte immer wichtiger sein als deine Befindlichkeit.

Es geht natürlich auch um dich. Nur wenn es dir in der Führungsrolle gut geht, kann das Projekt gut weiterlaufen. Aber noch wichtiger ist die Sache an sich. Also das Ziel, das du erreichen willst.

O. k., was genau tut denn nun eine Führungsperson?

Die Welt braucht es, dass du die Führungsrolle übernimmst. Aber wie geht das nun?

Dazu hier ein Schnelllehrgang:

  1. Eine gute Führungsperson redet ständig über das größere Ziel des Projekts und der Initiative. Eine gute Führungsperson ruft ständig allen in Erinnerung, worum es eigentlich geht.
  2. Eine gute Führungsperson überlegt sich mit Hilfe der Mitstreiter eine allgemeine Vorgehensweise (eine Strategie), um dem Ziel näher zu kommen.
  3. Eine gute Führungsperson organisiert alles, was getan werden muss, um dem Ziel näher zu kommen. Und zwar so, dass jeder weiß, was er zu tun hat. So, dass jeder hat, was er braucht, um seine Aufgabe zu erfüllen. Eine gute Führungsperson hilft ihren Mitstreitern dabei, das zu tun, was notwendig und zielführend ist.
  4. Eine gute Führungskraft sucht die richtige Person für die richtige Aufgabe aus. Denn alles wird besser, wenn ich eine Aufgabe erledigen will und auch richtig gut erledigen kann.
  5. Eine gute Führungsperson trifft letztlich die Entscheidungen. Aber sie hört sich alle Ideen, Einwände, Argumente und Gedanken an, um eine noch bessere Entscheidung zu treffen. Ausschlag bei jeder Entscheidung sollte das Ziel der Initiative oder der Unternehmung geben. Persönliche Vorlieben und Empfindlichkeiten dürfen auch berücksichtigt werden. Aber das Ziel ist wichtiger und gibt den Ausschlag. Und wenn es jemanden im Team gibt, der besser qualifiziert ist, die Entscheidung zu treffen, dann überlässt die gute Führungskraft demjenigen die Entscheidung.
  6. Eine gute Führungsperson plant voraus und denkt über mögliche Probleme und Risiken auf dem Weg nach. Die gute Führungsperson ergreift frühzeitig Maßnahmen, um mit den Problemen und Risiken umzugehen.
  7. Und eine gute Führungskraft sorgt für eine gute Moral im Team. Und dafür, dass alle Mitstreiter haben, was sie brauchen. Dinge wie Respekt. Anerkennung. Bezahlung. Und alles, was ihre Arbeit einfacher macht.

Das ist es schon. Der Rest sind die Feinheiten.

Und wie gesagt: Eine gute Führungskraft wirst du, indem du die Verantwortung annimmst und dann dein Bestes gibst.

Und nun …

Ja. Es gibt wirklich unglaublich viele Möglichkeiten da draußen.

Möglichkeiten, die dein Leben verbessern. Oder das Leben deiner Familie.

Deiner Freunde.

Oder deiner Nachbarschaft.

Deines Dorfes oder deines Kiezes.

Es gibt so viel, was wir tun könnten.

Aber dazu müssen wir uns trauen, in die Führungsrolle zu wechseln.

Denn einer muss es tun. Warum also nicht du?

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