Was andere von mir denken…

Lass sie reden
Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Wissen Sie, was in meinen Augen der ultimative Weg ist, unglücklich und unzufrieden zu werden? Das geht ganz einfach: Sie müssen Ihr Verhalten einfach nur danach ausrichten, was andere von Ihnen denken könnten. Versuchen Sie einfach, es in erster Linie den anderen Recht zu machen. Es ist ja schließlich auch nicht wichtig, was Ihnen gut tut und was Sie wollen. Oder?

Wozu sind Sie auf dieser Welt? Ist es Ihr Job, so zu sein, wie andere Sie gerne hätten? Oder sind Sie dazu da, dass möglichst viele Menschen positiv von Ihnen denken? Oder könnte der Sinn Ihres Lebens vielleicht doch noch etwas anderes sein?

Ok, natürlich haben wir unsere Pflichten und Verantwortlichkeiten und es gibt natürlich gewisse Sachzwänge. Es ist keine gute Idee zu sagen: “Ist mir doch egal, was mein Chef von mir denkt.” Zumindest dann nicht, wenn ich mich dazu entschieden habe, meinen Job zu behalten.

Aber wissen Sie was? Die glücklichsten und zufriedensten Menschen, die ich kenne, sind die, die ihr eigenes Ding machen und sich mit den Dingen beschäftigen, die ihnen wirklich wichtig sind. Und nein, das sind nicht alles Egomanen, die nur ihr eigenes Wohl im Kopf haben. Da sind viele darunter, die anderen Menschen helfen und ihren Beitrag zu einer besseren Gesellschaft leisten.

Je weniger Sie Ihr Leben von anderen Menschen abhängig machen, desto freier sind Sie. Je unabhängiger Sie davon sind, was andere von Ihnen denken könnten, desto mehr haben Sie Ihr eigenes Leben in der Hand. Wenn Sie zu viel darauf geben, was andere sagen, geben Sie die Kontrolle ab und andere bestimmen direkt oder indirekt über Ihr Leben.

Ich denke, es ist ein gutes Ziel, möglichst unabhängig davon zu werden, was andere von einem denken. Und was bedeutet das nun genau?

Zum einen heißt es, dass wir unsere eigenen Entscheidungen treffen, ohne zu viel auf andere zu hören. Viele Jugendliche wählen z.B. einen beruflichen Weg, den ihre Eltern vorgeben. Sie tun das, weil sie wissen oder vermuten, dass ihre Eltern ihre wirklichen Wünsche missbilligen würden. Das führt natürlich oft in die berufliche Unzufriedenheit. Wenn Ihnen etwas wichtig ist, dann sollten Sie es trotz offener oder auch nur vermuteter Missbilligung Dritter tun. Vielleicht fühlen Sie sich deswegen unwohl. Aber Sie tun es trotzdem, weil es Ihnen wichtig ist und weil Sie Ihr Leben selbst bestimmen wollen.

Noch besser ist es, wenn Sie Ihr Gefühlsleben möglichst unabhängig von dem machen, was andere über Sie denken könnten. Das heißt natürlich nicht, dass Sie alles total kalt lassen soll. Vollkommene Gleichgültigkeit ist hier nicht das Ziel. Aber ein bisschen mehr Gelassenheit schadet wahrscheinlich nicht. Stellen Sie sich vor, jemand ist unfreundlich zu Ihnen, und Sie bleiben vollkommen ruhig… Wenn Sie das können, haben andere keine Macht mehr über Sie.

Wenn Sie sich unabhängiger von dem machen, was andere von Ihnen denken, werden Sie freier, entspannter, lockerer und Ihr Leben wird unkomplizierter, weil Sie sich selbst nicht mehr so viel Zwängen aussetzen und weil Sie auch bei Ihren Entscheidungen nicht mehr überlegen müssen, was andere Menschen zu Ihrem Entschluss sagen werden.

Wichtig ist dann, was für Sie das Richtige ist.

Und wenn Sie freier und entspannter werden und mehr von dem Tun, was für Sie wichtig ist, werden Sie auch mehr von dem bekommen, was Sie sich wünschen: Sie werden automatisch erfolgreicher.

Überlegen Sie einmal: Die Menschen, die wirklich etwas aus ihrem Leben gemacht haben, waren in den meisten Fällen sehr unabhängige Menschen, die wenig darauf gegeben haben, was andere von ihnen denken. Erfinder, große Staatsmänner, bedeutende Künstler.

Die meisten von ihnen haben wirklich verstanden: “Was andere von mir denken, das geht mich nichts an.”

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Kommentare

  • Viele machen sich das eine oder andere Problem selbst:

    Sie wollen immer und überall von allen und jeden geliebt werden.

    Doch ignorieren sie (wollen sie es nicht wahrhaben), dass das oftmals nicht möglich ist – vor allem, wenn ihnen ihr – zuweilen: negatives – (So-zial-)Verhalten (gegenüber ihren Mitmenschen) ganz gründlich im Weg steht!

    Vielleicht kennt mancher die Geschichte von Vater, Sohn und Esel, bei dem schlussendlich dem Tier die Beine zusammengebunden und von den beiden geschultert wird.

    Wir müssen uns davon freimachen, es allen rechtzumachen wollen!

    Entweder nimmt man uns/ die gegebenen Umstände (z. B. die nicht ausreichend gedeckte Tafel) wie wir/ sie sind – oder man lässt es bleiben!

    Ich hatte in einer Behindertenwerkstatt eine Arbeitskollegin, die durch einen Suizidversuch einen psychischen “Knacks” weghatte. Einerseits war so ein (von ihr) typischer Spruch z. B. “Ralf – ich mag dich leiden! Magst du mich auch?”, anderseits hat sie sich gegenüber den Schwer-behinderten (Kollegen) abgegrenzt, z. B. entgegen klarer Ansage von “oben” zum Trotz “Nein, DAS kannst du nicht! Lass’ mich das al-lein machen!” oder “Oh – die vielen schlimmen Schwerbehinderten! Ich fühle mich wie ein Hecht im Karpfenteich. Ich fühle mich hier über-haupt nicht wohl!”

    Sie wollte als Sekretärin tätig gewesen sein, hat mich aber am PC die al-lerelementarsten Dinge gefragt – wirklich Sachen, die eine Bürokraft im ersten Lehrjahr lernt!

    Wenn sie nicht ZU stolz gewesen wäre zu sagen “Ich war zwar als Se-kretärin tätig. Aber durch meinen Suizidversuch habe ich eine ganze Menge vergessen! Grundsätzlich weiss ich, wie was geht. Seht mir bitte nach, wenn ich euch das eine oder andere fragen nochmal fragen muss!”, dann wäre es eine ganz andere Sache gewesen.

    Man hätte ihr am ehesten die Fragen nachgesehen, weil man für ihre Situation (mehr) Verständnis entgegengebracht hätte!

    Grundsätzlich halte ich es für Schwachsinn, sich (was das Äussere an-belangt) ausschließlich nach den anderen zu richten.

    Natürlich gebühren bestimmte Umstände einen gewissen “Dress-Co-de” (z. B. dass man bei Festlichkeiten wie Hochzeiten nicht im Alltags-Outfit “aufschlägt”) oder bestimmte Berufe, die eine bestimmte Ar-beitskleidung erfordern.

    Aber grundsätzlich sollte in einem Bekleidungs-Fall eher “Hauptsache sauber” “vorherrschen”.

  • Dieses Thema ist so alt wie die Menschheit selbst, aber immer und täglich aktuell! Finde den Beitrag gut geschrieben und er regt an, einmal über sich selbst nachzudenken!

    Für wen leben wir unser LEBEN?!

    Freue mich auf MEHR von Euch!

    Lg
    Josef Ranz

  • Ich versuchs immer wieder mit Wilhelm
    Busch’s Ausspruch:

    Ist der Ruf erst ruiniert,
    lebts sich völlig ungeniert!

  • Ein sehr schöner Beitrag! Frei zu werden von der Meinung anderer ist wahrlich ein Schlüssel zum eigenen Glück. Wenn wir verstehen, dass die Meinung anderer Menschen über uns ein mentales Konstrukt ist, dass auf ihren Erfahrungen und ihren Bewertungen basiert, dann erkennen wir, dass sie ein oberflächliches, rein künstliches Gebilde ist. Demzufolge sollten wir dem und auch unseren eigenen auf andere(s) gerichtete Bewertungen im Kopf nicht die Beachtung schenken, die sie gemeinhin beanspruchen und uns über den relativen Charakter unserer Einbildung bewusst sein. Was wir denken ist nicht die Realität und schon garnicht real.

  • Hallo Ralf,
    mir kommt es gerade so vor, als wenn dieses Thema sehr viel mehr mit DIR selbst zu tun hat, als Du wahrhaben willst.
    Nur so mein Eindruck.
    Man kann sehr wohl sich “einreden” frei von der Meinung anderer zu sein. Wir sind aber alle ein Subjekt IN unserer Umwelt.
    Viele Grüße und gute eigene Einsichten.
    Katrin

  • Streng katholisch erzogen, ist es mir viele Jahre meines Lebens ebenso ergangen. Wer bestimmt was richtig oder falsch ist? Was andere von mir denken und was dies dann bei mir bewirkt, ist auch Thema in meinen Stressbewältigungsseminaren. Erst wenn der Druck weg ist, so sein zu müssen wie die Umwelt es erwartet, erst dann kann ich frei sein und kreativ werden.

  • Vielen Dank für diesen Text. Hab mich viel zu lange in ein Muster oder eine Rolle zwängen lassen. Die Leute erwarten von mir Sachen die ich gar nicht will. Hab das vor zwei Wochen für mich selber realisiert und dann kam alles auf einmal raus, was sich die letzten 23 Jahre angestaut hat. (Da war zwar ein bißchen viel Alkohol im Spiel, aber ich bin nackt durch die Stadt gerannt. War evtl. schon ein bisschen übertrieben. Ich bereue nichts. Sollen die sich doch ihr Organ über mich zerreissen. Hab lange damit zu kämpfen gehabt) Ich mach mein Ding. Seitdem gehts mir richtig gut. So gut wie noch nie.

  • wenn es nur so einfach wäre meinungen anderer zu ignorieren…

  • @Helen (und natürlich auch an alle anderen):

    ich denke, wenn ein Partner oder auch sogenannte “gute Freunde” es nicht verstehen oder respektieren können, dass jeder ab und an etwas nur für sich tun muss, sein Leben leben, sich weiterentwickeln, manchmal eben auch gegen die Meinung + Einstellung derer, sie einem Nahe stehen, dann sind diese Personen leider auch keine wirklichen Freunde.

    Natürlich ist so eine Trennung oder ein Verlust am Anfang immer sehr schmerzvoll, aber letztendlich kann man auf solche Menschen doch eher verzichten, weil sie im Grunde nie wirklich hinter dir als Person gestanden haben sondern immer nur hinter dem Bild, wie sie dich gerne sehen wollten.

    Wieviel Zeit verbringen wir oft mit Leuten nur “um der alten Zeiten” willen, obwohl die Interessen längst meilenweit auseinanderklaffen, so nach dem Motto: aber wir kennen uns doch schon so lange und haben soviel gemeinsam erlebt?

    oder wir halten an einem Job fest mit dem Gedanken: ach, woanders ist es auch nicht besser, hier weiß ich zumindest woran ich bin (geht mir momentan so, aber ich schaff den Absprung eben auch noch nicht)

    wenn wir uns das immer mal wieder ins Bewußtsein rufen und unsere Schmerzgrenze irgendwann erreicht ist, werden wir auch die Kraft und die nötige Energie aufbringen, um eine Veränderung zu bewirken – und sei sie noch so winzig

    und wenn der erste Schritt dann gemacht ist, werden wir den zweiten schon mit sehr viel mehr Mut und Selbstvertrauen angehen können

    schließlich hat im Nachhinein jede Krise auch ihre guten Seiten: wir können daran nur wachsen, selbst wenn es uns in diesen Momenten nicht so erscheint

    lg, Christina

  • Was andere von mir denken, geht mich nichts an,

    gerade deshalb kann ich aus jeder Begegnung eine

    Sternstunde machen!

    Es ist meine Entscheidung, glücklich zu sein. Ich entscheide, wie ich auf andere Menschen, Meinungen, Einflüsse re-agiere. Wozu soll ich mene Zeit mit Grübeln, Abwehr und Selbstzweifeln verschwenden, wenn ich in dieser Zeit etwas Besseres haben kann???????????????

  • tja, es ist so leicht gesagt und so schwer getan. ich habe zum ersten mal in meinem leben den schritt gewagt und habe das getan was ich wollte einen kunstkurs besucht der mich beruflich weiterbringt und 4 monate dauert , ich bin dafür 500 km weiter weg gezogen, und mein erfolg war das mein partner sich von mir getrennt hat weil ich zum ersten mal was für mich getan habe und da ich ihn sehr liebe fällt es mir schwer mich über meinen erfolg zu freuen.

    • Ulli

      Hallo Hellen,

      da fällt mir das Sprichwort ein, nur wer sich bewegt spürt seine Ketten. Es wird hier immer wieder gerne die Realität verschwiegen. Jedes handeln fordert eine Reaktion. Deshalb ist es eben nicht so easy sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und die meisten Menschen machen es den Anderen nur Recht, weil sie Angst vor Sanktionen haben, nicht weil sie so gute Wesen sind, die sich für andere aufopfern. Und man kann nun einmal nicht alles erreichen, da sorgen die Anderen schon dafür, notfalls sogar mit Polizeiknüppeln. Dennoch ist es nicht verkehrt, seinen eigenen Weg zu gehen, nur müssen einem die Konsequenzen klar sein. Wir sind immer noch auf Befehl und Gehorsam getrimmt, das fängt beim Staat an, erst Recht beim Arbeitgeber, aber auch in der Partnerschaft wird erpresst. Der Eine zeigt dem Andern, das er abhängig ist. Und dabei gilt Gleichberechtigung. Der Mächtigere zeigt es dem Anderen. Auch Frauen zeigen gerne ihre Macht, so ist das ja nicht.

  • Der Text ist sehr schön, doch für mich immer noch schwer zu leben. Beruflich und unter Freunde ist es für mich schon leichter geworden. Doch wie setzte ich es in der Partnerschaft um?

  • Sich jeden Tag neu bewußt zu sein.
    Es ist meine Entscheidung die ich treffe, sowie meine Verantwortung die ich trage. Dies ist solange eine Aufgabe bis diese in einen Automatismus oder besser ein Muster eingefahren ist welches die postiveren Aspekte im Leben zeigt. Ich selbst zu sein gilt es herauszufinden. Wenn aus Angsthasen Abenteurer werden …
    Der Text hat mir gut gefallen, ich bekomme euren Newsletter erst seit kurzem, herzlichen Dank für die guten Gedanken die zu Papier gebracht werden wollen.

  • Vielen Dank für diese Zeilen, sie kommen für mich gerade zur rechten Zeit. Ich “Ü50” will jetzt ICH sein und nicht mehr die ANDEREN!!! Will endlich mal tun und lassen was MIR gut tut. Ich habe mir diese Zeilen ausgedruckt und in die Tasche gesteckt und ich muss sagen , es tut mir sehr gut. Nochmals vielen Dank für diesen Lichtblick oder wie auch immer.

  • Hallo sieben1
    Ein gutes Werkzeug um so alte eingebläute Überzeugungen loszuwerden ist EFT. Bin selbst seit einiger Zeit am Entrümpeln dieser alten Glaubenssätze und kann aus eigener und der Erfahrung meine Klienten sagen: Es geht mir wesentlich besser.
    Denn recht machen kann man es nie allen. Also bleibt das Gefühl, dass doch irgend jemand negativ von mir denkt. Also ist es doch besser, ich mache es so, wie ich mich nicht verbiegen muß, sondern mein wahres Ich lebe. Elsa

  • Ihr Artikel hat mir aus der Seele gesprochen! Es lebt sich um so vieles leichter, wenn man nicht mehr so viel Zeit darin investiert darüber nachzudenken, was andere über einem denken. Ich finde, es hat mit einer gewissen Gelassenheit und gesundem Egoismus zu tun, wenn man die anderen eben DIE ANDEREN sein lässt. Leben und Leben lassen ist hier meine Devise.

  • Hallo sieben1

    Ich stelle mich auch gerade um von Fremd- auf Selbstbestimmung. Mir hilft es, dass ich mir in jeder Situation wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, mir immer wieder ins Gedächtnis rufe: “Ich muss niemandem gefallen”, “Ich bin nicht darauf angewiesen, gemocht zu werden”, “Es ist besser, nicht gemocht zu werden, als dafür gemocht zu werden, dass man jemandem alles Recht macht”, “Was will ich jetzt? Was sind meine Bedürfnisse in diesem Moment?”

    Und ich muss sagen, es hat schon geholfen. Und man wird sogar mehr gemocht, wenn man für sich selbst mehr einsteht. Und man hat anderen eine Menge mehr zu geben, wenn man sich selber mehr nimmt, insofern braucht man auch keine Angst haben, man sei zu egoistisch.

    Manchmal ist zwar jemand sauer, wenn man das macht, was man will, aber meist bedeutet das keinen Beziehungsabbruch (es sei denn man geht selbst nicht mehr auf die Person zu).

    Gerade gestern habe ich mich mit einem Freund gestritten, weil ich einen anderen Weg nehmen wollte als er, womit ich mich auch durchgesetzt habe. 1. habe ich da gemerkt, streiten kann auch Spaß machen und 2. will der Freund morgen schon wieder was mit mir unternehmen, also mag er mich offensichtlich nicht weniger jetzt.

    Aber von heute auf morgen, kann man solche ingefahrenen Denk- und Gefühlsmuster sicher nicht ändern, das braucht Zeit und Übung, Übung, Übung…

    Viel Erfolg!

    Gruß,

    Janka

  • Hallo

    Unabhängigkeit bedeutet für mich: Die freie Entscheidung zu leben und mir im Klaren zu sein, dass ich die Abhängigkeit von materiellen Dingen nicht brauche.

    Meine eigenes Ding machen bedeutet in erster Linie: zum mir selbst zu stehen und meinen Weg gehen.

    Auf meine Intuition hören bedeutet, das Richtige zur mich zu tun. Mir im Klaren zu sein, dass ich allein die Verantwortung für meine Handlung übernehme.

    Die Erfahrung: Wenn ich diese Dinge, meine Dinge, bewußt tue, dann erlebe ich meinen persönlichen Erfolg, weil ich authentisch bin.

    Ich meine jedoch: was andere von mir denken, geht mich wohl was an. Nicht, weil ich mich davon abhänigig mache, jedoch: ein Kritiker ist auch immer ein Ratgeber auf dem Weg zum Erfolg.

    Für mich ist es wichtig hier einen diplomatischen Mittelweg zu finden und nicht das Extrem “es geht mich nichts an” zu leben, das bedeutet noch lange nicht, dass ich damit dem anderen die Macht über mich gebe.

    Die Übung heißt auch Gelassenheit im Umgang mit dem Feedback der Mitmenschen zu entwickeln – nicht immer einfach – jedoch: Übung macht die Meisterin und den Meister!

    Alles Liebe

  • Seit vielen Jahren lese ich nun den Newsletter, und oft auch die verlinkten Seiten.
    Was mich heute zur Tastatur greifen lässt, um eine Bemerkung zu schreiben, ist das Unglücklichsein, das am Anfang angesprochen wird.
    Warum soll ich mich nicht mal unzufrieden fühlen?
    Warum immer die Suche nach dem Glück, der Zufriedenheit mit sich selbst, der Selbstoptimierung?
    Unzufrieden sein ist kein Unglück, und auch kein persönlicher Mangel – im Gegenteil.

    Hier wird einem immer suggeriert, es gäbe den Weg der Erleuchtung, den Weg zum Glück. Auch das ist Fremdbestimmung.

    Das Leben in die Hand nehmen heißt auch, sich mit seinem eigenen Unglück anzufreunden.

  • Sie sprechen hier ein für viele Menschen heisses Thema an. Es wäre ja schön, wenn es so einfach wäre: Ab heute kümmere ich mich nicht mehr darum, was andere von mir denken, basta!
    Leider wird allzu häufig übersehen, dass das Denken anderer Menschen einen mittelbaren und direkten Einfluss auf mich selber hat. Was ein anderer Mensch denkt, der Macht über mich hat – oder anders formuliert: von dem ich abhängig bin – , das kann Folgen haben, die ich nicht mehr in der Hand habe.
    Beispiele: Ich geh mal zum Finanzamt und sage dem zuständigen Sachbearbeiter meine Meinung. Was meinen Sie, wie lange es dauert, dass er mir eine Betriebsprüfung ins Haus schickt?
    Fazit: Ihr Ansatz ist natürlich richtig, wir müssen lernen, uns von dem Denken anderer Menschen frei zu machen. Wir müssen aber auch realistisch unsere Möglichkeiten abschätzen lernen,autonom leben zu können. Wer uns die Pistole auf die Brust setzt, dem kann ich schlecht sagen: “Mir ist egal, was du denkst (und folglich tust)! Denn dann schiesst der!
    Was Menschen denken führt dazu, was Menschen tun! Das darf man niemals vergessen, Und diesem Lichte relativiert sich ihre Aussage, es müsse mir egal sein, was andere über mich denken.
    Liebe Grüsse
    Polarzwo

  • Also ein gesunder Egoismus zur Vervollkommnung der eigenen Person ist ein absolutes Muss im Leben, wenn man nicht am fernen Ende des Lebens nur eine anonyme Nummer von Vielen sein will.
    Allerdings kann man sich nur verbessern “in relatio” zu. D.h. man braucht den stetigen Vergleich. Dafuer braucht man das Feedback der anderen und muss wissen was andere ueber einen denken. Sonst entwickelt man viele weisse Flecken im eigenen ich, also: Man stagniert. Die grosse Kunst ist aber das Feedback der Umwelt nicht persoenlich zu nehmen. Nicht als Angriff sondern Herausforderung zur eigenen Veredelung. Es ist eine Gratwanderung. Der rote Faden ist das zu tun, was man als eigene Mission empfindet. Die Meinung der anderen ist lediglich ein Feedback fuer moegliche Denkfehler.
    DENN ES SIND NICHT IMMER NUR DIE ANDEREN SCHULD !!! … und man selbst frei von Fehlern !
    :)

  • Das hört sich ja recht gut an, doch wie setze ich das um, mir keine Gedanken über andere zu machen? Die größte Schwierigkeit liegt doch darin, dass man auch im Kopf umsetzt, dass ich mir der nächste bin. Das ist wie mit abnehmen, ich weiß ich bin zu dick, aber ich kann nichts dagegen tun, weil ich es nicht im Kopf realisiere. Vielleicht hat irgendjemand einen Tipp für mich. Vielen Dank

  • Ja es ist ganz schön schwer. Wenn man es aber so macht wie ich, nämlich mich (innerlich) immer nach den Anderen zu richten und geliebt werden will, dann endet man in der Schizophrenie – weiß nicht mehr was man tun soll und wer ICH eigentlich BIN und wird total LEBENSUNFÄHIG bzw. verwirrt! Allen kann man´s nämlich nicht Recht machen + soll es auch nicht, denn das wäre u.U. unmoralisch oder UNETHISCH, z.B. wenn jemand etwas von einm verlangt, was ohne Zweifel schädlich ist oder wäre. (siehe Nazizeit)

    ICH DANKE FÜR DIE ZEILEN und den SPIEGEL VON AUSSEN/EUCH *
    Werde mich nun leichter daran halten können, da ich weiß, dass ich nicht allein bin mit meinen Problemen.
    Besonders habe ich immer angesprochen, wenn andere mir Probleme machten, fühlte mich immer dafür verantwortlich, sie auszubügeln. Blödsinn … geht eh nicht und sie wollen´s meistens auch gar nicht, sonst hätten´s es ja net.

  • Guten Morgen! Vielen Dank, das ist im Moment und viel zu oft im Leben genau mein Thema. Und ich werde mir ihre Worte jetzt wirklich zu Herzen nehmen, auch wenn es zuerst nur kleine Schritte sind! Dankeschön und einen sonnigen Tag.

  • “Jedermanns Freund ist Jedermanns Depp!” – sagte einst Josef Strauß.
    Deswegen muss man nicht Narzisst werden. Ganz im Gegenteil!
    Ich trage diese Maxime seit Jahren offen als meinen Lebensstil. Manch kleinkarierter Zeitgeist (besonders bei uns auf dem Land) stösst sich dran……… was soll´s? Auch ich habe nur 1 Leben hier auf der Welt!

  • Ja, definitiv. Auch wenns in der Umsetzung nicht immer leicht ist…

  • Ich finde ,daß Ihre Erläuterungen vollkommen richtig sind , bis auf ein Thema zur Berufswahl der Kinder. In heutigen Zeiten kann man sich den Beruf nicht mehr aussuchen, außer Studium denn die wahre Kohle verdient man nur im Geschäft oder in einer gut eingebetteten Familie und deren Beziehungen sprich Vitamine oder Politikverbindungen. Also was solls die Zeiten eines Wunschberufes sind vorbei.Unter diesen Premissen hat man sich zu orientieren. Ich habe techn. ausgebildete Ingeneure die am Montageband arbeiten um besser zu verdienen wie so mancher akademischer gebildeter junger Mensch ohne Job. Herzliche Grüße Lothar

  • Unser Glück darf nicht davon abhängen, wie wertvoll wir für andere sind.
    Diese Verantwortung würden wir für einen anderen Menschen doch auch niemals tragen wollen/können!

    Wenn wir uns viel Wert sind, werden wir es den anderen auch sein. So ganz gratis als Nebenwirkung.

    Was andere von uns denken ist in etwa das, was wir von einem Gemälde denken können, ohne die Absichten des Malers zu kennen…

  • ….geht mich nichts an – da gefällt mir das “nichts” nicht.

    Ich vermeide solche Worte wie immer, nie, alles, nichts, falsch, richtig.

    Wäre nicht besser oft, häufig, viel, wenig, unpraktisch, und so weiter?

    Es geht mich sehr wohl an, was andere von mir denken. Zum Beispiel wenn ich andere betrüge, bestehle. Es ist m.E. ein bischen eine Gratwanderung: natürlich macht es uns nicht glücklich, wenn wir ständig nur als Spiegelbild der anderen herumrennen, aber wenn ich mich gar nicht um die anderen und deren Sicht auf mich kümmere, bin ich zwar nicht automatisch ein Egomane, aber es fehlt mir die Außenansicht, um mich zu entwickeln. Die ist aber immer dann sehr hilfreich, wenn ich mich um meine eigenen “weißen Flecke” in mir herumdrücke. Die sehen eben nur die anderen.

    Außerdem sind wir biologisch betrachtet Rudeltiere. Zusammenleben geht nicht ohne Regeln und andere dürfen durchaus auch darauf schauen, ob ich mich auch an die Spielregeln halte. Und ich tue gut daran, die Meinung anderer in diesem Punkt hören zu wollen.

    Also “nichts” finde ich nicht richtig.

  • Da fühleich mich doch ganz stark ertappt durch den Text zur Zeit.Verunsichert durch eine völlig neue Arbeitsituation, merkt man erst wie sehr man sich durch die Meinung Dritter manipulieren lässt, wenn der Körper plötzlich Signale gibt. Erst wenn man wieder seine eigenen Werte; Ziele und Bedürfnisse erkennt und umsetzt geht es aufwärts.Mit Egoismus hat das nichts zu tun,nur mit gesundem Selbstschutz._Also – auf sich selber hören und bei Bedarf den Rat wirklich wohlgesonnener Freunde einholen, alles andere ist vertane Zeit.

  • Vielen Dank für den Text, der mir genau in diesen Tagen hilft, über gewisse Dinge an meinem Arbeitsplatz nachzudenken… Trifft für mich echt den Nagel auf den Kopf. Danke!

  • Hi @ All!

    Wunderbares Thema finde ich. Missbilligung Dritter – ja das ist tatsächlich manchmal schwer ‘auszublenden’, aber der Erfolg, das eigene Ding durchgezogen zu haben, die Zufriedenheit darüber, das motiviert, bei sich selbst zu bleiben.

    Sachzwänge: darunter würde ich verstehen, Mitglied eines Teams zu sein in dem nicht alles nach meinem Kopf gehen kann, oder Gesetze, die es einzuhalten gilt (Lärm machen um Mitternacht oder 200kmh fahren bei Beschränkung von 120..) oder gesellschaftliche Regeln (lautes Rülpsen gilt in Ö als unhöflich und respektlos, in Indonesien freut man sich wenn wer rülpst…).

    Es ist für mich z.B. wunderbar ganz ich selbst zu sein, nicht in der Masse mitzuschwimmmen, mir meine eigene Meinung zu bilden, für mich ganz allein zu entscheiden was für mich passt und was ich nicht will.
    Freilich auch mein Weg dahin war lange, denn auch ich kannte so Glaubenssätze wie ‘aus dir wird nie was werden’, ‘du bist zu dumm dafür’… Da wo ich heute stehe wäre ich nicht wenn ich nicht an mich glauben gelernt hätte. Heute kann ich ohne Zweifel meine Entscheidungen fällen, über kuriose Missbilligung Dritter hinwegsehen/-hören und mit Überzeugung mein Ding durchziehen.

    Jedes realistische Ziel das wir uns setzen, können wir erreichen, bin ich überzeugt.

    Herzlichen Gruss von Petra

  • Stimme völlig überein; nur durch innere Unabhängigkeit kann man seine persönlichen Ziele erreichen und Zufriedenheit erlangen.

  • mir ist es egal was andere von mir denken,solange man über mich redet oder was denkt, so bin ich doch noch interessant.

  • Ich stimme dem zu bis auf die Sachzwänge. Meiner Meinung nach kann einem keine “Sache” zu etwas zwingen.
    Wenn mir nicht bewusst ist, dass ich mich dazu freiwillig entschieden habe, einem sogenannten “Sachzwang” Folge zu leisten, fühle ich mich in der Opferrolle.
    In Wirklichkeit habe ich mich aber entschieden den Weg des geringsten Wiederstandes zu gehen.
    Ist mir aber klar bewusst, dass es immer meine Entscheidung ist auf die es ankommt, bleibe ich der Schöpfer meines Lebens.

  • Trifft den Nagel auf den Kopf.
    Gefahr erkannt – Gefahr gebannt? Leider nicht.

    Wie wird man diese Einstellung wieder los, die einem seit frühesten Kindertagen eingebläut wurde: “Du bist so gut wie andere es Dir sagen”. Die so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass man eigene Wünsche und Ziele nur noch dann entwickelt, wenn niemand anderes da ist?

    Wenn man Auseinandersetzungen (= Liebesentzug) aus dem Weg geht, indem man alle Entscheidungen andere treffen lässt.

    Wenn man, falls man sich mal “für sich” entschieden hat dies nur schwer genießen kann, weil man doch irgendwie ein schlechtes Gewissen verspürt?

    Und wenn man schließlich die mangelnde eigene Entscheidungsfreude vorgehalten bekommt, dann wird es richtig kompliziert ….

    Also her mit Tipps und Tricks zum Übergang von Fremd- auf Selbstbestimmung!

    Gruß
    sieben1

    • Hanni

      Leider sind die Kommentare schon sehr alt. Ich möchte nur dazu sagen, dass es mir genau so geht und ich komme schwer davon los, obwohl mir mein Partner immer zuredet.
      Er selbst lebt weitgehend nach diesem Motto und es geht ihm viel besser als mir.
      Ich werde mir den Artikel ausdrucken und zu Herzen nehmen.

    • Janina

      Zum Thema “Tipps & Tricks” ;)

      ich mache die erfahrung, dass es ganz stark einfach auch übungssache ist. ich bin jetzt seit einigen jahren (!) dabei, in kleinen schritten immer mehr für mich zu tun und meinen eigenen weg zu finden und langsam bemerke ich die veränderungen. diese sind von außen betrachtet sehr klein, aber es sind wichtige und grundlegende veränderungen in meinem verhältnis zu mir selbst.

      einfach mal klein anfangen, sich immer und immer wieder bewusst etwas gutes tun oder sagen.

      da kann man auch sehr gut mit affirmationen arbeiten.
      ich nehme die aus dem kompass-kurs oder aus dem downloadbereich hier auf der seite.

      es macht auf dauer einen riesenunterschied, sich selbst öfter zu sagen “ich bin gut so wie ich bin” als “ich kann mich nicht leiden”. das ist ziemlich schwer, aber je öfter man es macht, desto besser wird es! :)

  • Ja ich sehe das auch so, man sollte sich nicht so sehr darum kuemmern was andere und oft auch menschen die ich
    persoenlich nicht kenne von mir halten. Ich lebe danach und es geht mir gut. Fuer konstruktive kritiken habe ich
    noch meine Familie und meine Freunde.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier