Was Kommunikation für deine Partnerschaft bedeutet

Viele Paare unterschätzen die Bedeutung, die die Kommunikation für eine funktionierende Beziehung hat.

Kommunikation ist die Basis einer Partnerschaft

Miteinander zu reden, ist ein Grundpfeiler jeder Partnerschaft. Viele von uns nehmen es als völlig selbstverständlich hin, dass wir  in unserer Ehe oder Beziehung miteinander reden und machen sich keine großartigen Gedanken darüber. Wenn wir aber nicht ein bisschen Sorgfalt darauf verwenden und die Kommunikation mit unserem Partner pflegen, werden wir uns möglicherweise bald nicht mehr viel zu sagen haben.

Mangelnde Kommunikation ist ein Beziehungskiller

Tatsächlich scheitern viele Partnerschaften an einer zu geringen oder mangelhaften Kommunikation. Da bleiben Probleme jahrelang unausgesprochen. Wir sagen dem Partner nicht, womit wir unzufrieden sind oder was uns beschäftigt. Wir reden nicht mehr über unsere Sehnsüchte oder Wünsche. Und so leben sich die Menschen, die sich einmal liebten, langsam auseinander. Am Ende steht der alles beendende Krach oder das große Schweigen. Lebenspartner, die hingegen viel miteinander reden, können ihre Liebe zueinander dauerhaft am Leben erhalten und stetig vertiefen.

Männer sind oft nicht so stark im Reden

Was die Häufigkeit des Miteinander-Redens angeht, sind vielleicht Männer ein bisschen stärker angesprochen als Frauen. Männer werden auch heute immer noch eher dazu erzogen, nicht viele Worte zu machen und schon gar nicht über ihre Gefühle zu sprechen. Diese Erblast macht es vielen Männern nicht leicht, eine funktionierende Kommunikation mit der Partnerin zu pflegen. Aber es ist erlernbar! Und was die Kommunikation in Hinblick auf ein konstruktives Miteinander angeht, sind beide Geschlechter gleichermaßen gefordert.

Redet miteinander – die Welt ist voller Themen!

Eine der wichtigsten Grundlagen vieler glücklicher Beziehungen und Ehen sind gemeinsame Themen. Die Partner erzählen sich, was sie bedrückt, was sie freut, sie tauschen sich miteinander aus, reden über alles Mögliche, über Gutes und Schlechtes. Und dabei geht es überhaupt nicht darum, um jeden Preis nach Problemen in der Partnerschaft zu suchen und darüber zu sprechen. Sucht euch neue Themen, über die ihr vielleicht noch nie miteinander geredet haben oder vertiefet Gespräche zu Themen, die euch beiden wichtig sind.

Reden könnt ihr über alles Mögliche

Tipp

Erstellt doch einmal gemeinsam eine Liste über all die Dinge, über die ihr euch gerne einmal unterhalten würdet oder über die ihr euch überhaupt unterhalten könntet. Schreibt Fragen auf, die ihr dem anderen stellen möchtet. Überlegt euch Geschichten, die ihr dem anderen erzählen wollt. So seht ihr einerseits, wieviel es zu bereden gibt und ihr habt andererseits immer Themen zur Hand, wenn euch mal gar nichts einfällt.

Glaubt nicht, dass ihr euch nach vielen Jahren des Zusammenseins nichts mehr zu sagen hättet – es gibt so viel zu bereden! Macht z.B. Pläne für eure Zukunft, besucht Kurse und tauscht euch darüber aus, lernt euch einander in ganz neuen Situationen kennen, erzählt einander, was ihr euch voneinander wünscht, erzählt von eurer Kindheit, diskutiert über Politik, Umweltschutz oder was auch immer euch einfällt. Unterhaltet euch über das Hobby oder die Interessen des anderen, auch wenn euch das vielleicht zu Beginn nicht interessiert – je mehr wir über ein Thema erfahren, desto interessanter wird es! Lernt kontinuierlich dazu und zwar voneinander. Du siehst: miteinander reden muss überhaupt nicht immer heißen, Probleme zu wälzen.

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Und manchmal könnt  ihr auch miteinander schweigen

Reden allein ist natürlich auch kein Allheilmittel. In diesem Sinn soll unser Aufruf, mehr miteinander zu reden, auch keine Aufforderung sein, ab sofort um des Redens willen mit einander zu sprechen. Eine gute Beziehung zeichnet sich u.a. auch dadurch aus, dass die Lebenspartner miteinander schweigen können. Wenn das Reden zum Selbstzweck wird, um die Stille möglicher Ignoranz oder Lieblosigkeit zu überspielen, hat das natürlich nichts mehr mit einer konstruktiven Kommunikation in einer erfüllten Partnerschaft zu tun. Auf eine schöne Art zusammen schweigen zu können, gehört zu einer guten Kommunikation dazu.

Meist reden wir im Verlauf einer Beziehung oder Ehe immer weniger miteinander. Der andere wird so selbstverständlich, dass wir schlicht vergessen, mit ihm neben den alltäglichen Dinge auch über anderes zu reden. Deshalb ist es oft notwendig, sich ganz bewusst Zeit dafür zu nehmen, miteinander zu reden.

Wenn eure Kommunikation im Alltag unterzugehen droht, vereinbart Redezeiten

Tipp

Euer Redetermin muss nicht bei euch zu Hause stattfinden. Oftmals redet es sich viel besser außerhalb der eigenen vier Wände. Wie wäre es in einem Restaurant oder noch besser auf einem gemeinsamen Spaziergang?

Vielleicht bemerkt ihr, dass ihr tatsächlich immer seltener miteinander redet, weil immer etwas dazwischen kommt und ihr nie Zeit füreinander habt? Dann könntet ihr einfach einmal regelrechte Redezeiten miteinander vereinbaren. Macht zusammen aus, euch mehrmals in der Woche mindestens eine viertel Stunde Zeit nur zum Reden zu nehmen und vereinbart regelmäßig am Wochenende einen ausführlicheren Redetermin. Ihr solltet euch diese Termine am besten in euren Kalender eintragen und sie wirklich ernst nehmen. Seid euch das einander wert!

Wie ihr die Redezeit optimal nutzen könnt

Die Redetermine, die ihr miteinander ausmachet, ist Zeit, die ihr euch einander schenkt. Es ist wichtig, dass ihr diese Zeit möglichst konstruktiv und positiv nutzt, damit ihr dauerhaft bereit seid, euch die Zeit füreinander zu nehmen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Termine ein bisschen systematischer zu nutzen: Zu Beginn ist es hilfreich, die zur Verfügung stehende Zeit untereinander aufzuteilen. Jeder kann seine Zeit dann so nutzen, wie er oder sie es möchte. Ihr könnt in dieser Zeit alles sagen und erzählen, was immer euch wichtig erscheint. Das können z.B.  ganz belanglose Dinge sein. Oder du kannst deinem Partner sagen, dass du ihn liebst und wofür. Aber ihr dürft hier durchaus auch Sachen ansprechen, die euch stören oder die euch Sorgen bereiten. Schafft euch euer eigenes Gesprächsritual.

Einige Regeln erleichtern einen konstruktiven Austausch

Für diese Redezeit sollten einige Regeln gelten:

Einigen, wer anfängt – Zunächst einigt ihr euch, wer beginnt. Nehmen wir an, ihr habt euch 10 Min. Redezeit reserviert, dann stehen jedem von euch 5 Minuten zu. Stellt euch eine Eieruhr oder einen Pieper, damit ihr wisst, wann die 5 Minuten um sind. Der andere fängt erst an zu reden, wenn seine Zeit beginnt, zum Beispiel nach 5 Minuten.

Bei längeren Redeterminen abwechselnd reden – Falls ihr euch eine längere Redezeit reserviert, z.B. für ein Wochenende, solltet ihr euch darauf einigen, wie ihr die Zeit aufteilt. Es macht keinen Sinn, dass einer eine halbe Stunde redet und dann der andere dran ist. Auch hier könnt ihr euch einen Pieper oder eine Eieruhr immer auf 5 oder 10 Minuten stellen und dann abwechselnd reden.

Zu Beginn kurz in sich gehen – Bevor der Erste von euch zu reden beginnt, solltet ihr euch beide eine Minute Zeit nehmen, um euch kurz zu überlegen, worüber ihr reden wollt. Dies ist besonders für den Zweiten wichtig, der nach dem Gehörten möglicherweise seine eigenen Themen “vergisst”. Schreibt eure Themen am besten auf, damit ihr nicht vergesst, was ihr sagen wollt. Angenommen der andere spricht etwas Emotionales an oder kritisiert dich, dann kann es schnell passieren, dass das, was du sagen willst, verloren geht. Bei dieser Übung ist es aber wichtig, dass jeder von euch sagt, was ihm oder ihr gerade wichtig ist, unabhängig davon, was der andere vorher gesagt hat.

Siehe auch

In diesem Zusammenhang interessant:  Aktives zuhören.

Es redet nur, wer dran ist – Es redet immer nur derjenige, der dran ist. Der andere darf in dieser Zeit nur zuhören und sollte möglichst auch nicht durch starke Mimik, Seufzen oder Stöhnen das Gesagte kommentieren. Wenn du der oder die Zuhörende bist, solltest du mit einer offenen Grundhaltung aufmerksam hören, was dein Partner sagt.

Beginne mit etwas Positivem – Wenn es irgendwie geht, sollte jeder seine Redezeit mit etwas Positivem beginnen. Lobe deinen Partner, sag ihm, dass es schön ist, dass er da ist oder was immer dir Nettes einfällt. Du kannst dich z.B. auch dafür bedanken, dass er oder sie dir diese Zeit schenkt. Wenn du deinen Beitrag so beginnst, kann sich dein Partner oder deine Partnerin entspannen und ist viel mehr bereit, sich auf das, was du sagst, einzulassen. Dies ist besonders wichtig, wenn du kritische Punkte ansprechen willst. Du machst es so dem anderen einfach leichter, das anzunehmen, was du sagst.

Sprich in der Ich-Form – Sprich immer in der Ich-Form. Dies ist besonders wichtig bei Kritik oder wenn du Konfliktpunkte ansprechen willst. Anstelle von: “Du hast mich geärgert.” sagst du: “Ich habe mich über Dich geärgert.” Achte unbedingt darauf, dass du alles, was du sagst aus deiner ganz persönlichen Sicht heraus formulierst und deutlich als deine Meinung deklarierst. So wird sich der andere weniger angegriffen fühlen und kann, das, was du sagst, besser annehmen.

Sprich über dich und reagiere nicht nur auf das, was der andere sagt – Wenn du als Zweiter sprichst, vermeiden es, defensiv nur auf das zu antworten, was dein Partner gesagt hat. Nutze lieber die Zeit für deine eigenen Themen (hier kannst du auf deine Notizen schauen, die du zu Beginn gemacht hast). Es geht hier zunächst weniger darum, sich wirklich zu unterhalten – das folgt hoffentlich danach. Diese Redezeit dient in erster Linie dazu, dass jeder von euch einmal die Möglichkeit hat, alles zu sagen, was ihm oder ihr wirklich wichtig ist.

Abwechselnd beginnen – Wechselt bei jeder neuen Redezeit ab, wer beginnt, damit jeder einmal unbelastet beginnen kann.

Bitte nicht streiten – Vermeidet es unbedingt, nach der Redezeit über das Gesagte zu streiten. Lasst alles, was gesagt wurde erst einmal sacken und kommt vielleicht später in einer ruhigen Minute noch einmal darauf zurück. Diese Übung soll euch vor allem Raum dafür schaffen, loszuwerden, was euch bewegt. Es ist wichtig, dass ihr mit dieser Redezeit etwas Positives verbindet und nicht Angst vor dem Danach haben müsst. Wenn Konfliktpunkte auftauchen, könnt ihr sie schriftlich notieren und später in Ruhe noch einmal daran gehen.

Literatur zum Thema:

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Kommentare

  • Grundsätzlich eine gute Idee mit der Kommunikation über sonstwas für Themen. Funktioniert nach meiner Erfahrung aber nur, wenn sich beide eh noch gut verstehen. Irgendwann ist alles gesagt und man weiß was sein Gegenüber interessiert und wo es nicht wirklich zuhört… Blöd wenn man dann feststellt, dass man keine Schnittmengen mehr hat. Und sobald man erst einmal in der Negativspirale mit permanent gegenseitigen Vorwürfen gefangen ist (zb nach 20 Jahren Ehe, Kinder, Arbeitslast, Alltag bereits erfolgter Paartherapie und unterschiedlichen Sichtweisen) kann man sich umso weniger für solche Nebensächlichkeiten begeistern und ein Wort gibt umso mehr das andere. Viel Glück allen, die nach Antworten suchen….

  • Liebes Zeit zu Leben Team das ist wieder ein Beitrag den sich viele Menschen anschauen und nachmachen sollen. Ich persönlich finde euren Newsletter einfach Klasse. In jeder Lebenslage die besten Tipps. DANKE dafür.
    Alles Liebe
    Stattmann Herbert

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