Was Sie tun können, wenn Sie neben der Spur sind

Du kannst deine Probleme lösen. Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut.
Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Manchmal kreisen wir gedanklich so lange um ein Problem, dass wir nicht mehr wissen, wo rechts und links ist. Wir bekommen dann einen Tunnelblick und sehen alles nur noch im Licht unserer augenblicklichen Schwierigkeiten.

Manchmal geht es um Probleme im Job. Oder wir haben Streit in unserer Familie. Manchmal wissen wir nicht mal genau, was eigentlich mit uns los ist.

Für diese Fälle habe ich eine interessante Technik für Sie, die mir selbst schon öfter weitergeholfen hat, um wieder klare Gedanken zu bekommen.

Das Ganze ist eine kurze Visualisierungs-Übung und sie funktioniert folgendermaßen:

Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich selbst jetzt selbst aus einer Höhe von 50 Meter selbst betrachten.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Video-Kamera an einen Luftballon gehängt und die Kamera schaut aus 50 Meter auf Sie herunter und Sie sehen das Bild auf Ihrem Fernseher.

Sie beobachten sich jetzt also selbst aus dieser höheren Perspektive dabei, wie Sie tun, was Sie gerade tun.

Und weil wir in unserer Vorstellungskraft so wunderbar frei sind, stellen Sie sich vor, dass Sie aus dieser höheren Perspektive Ihre Gedanken wie in einem Comic-Heft als Sprechblasen über ihrem Kopf sehen können.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Dieser Mensch da unten denkt etwas und plopp: Der Gedanke erscheint über dem Kopf. Über Ihrem Kopf.

Und es geht noch weiter. Nicht nur die Gedanken erscheinen über dem Kopf dieses Menschen, diesem “Sie” da unten. Auch die Gefühle erscheinen als farbige Blasen über dieser Person.

Fröhliche Gefühle erscheinen in einer fröhlichen Farbe. Traurige Gefühle in einer traurigen Farbe. Frustrierte Gefühle in einer frustrierten Farbe. Ärger in einer ärgerlichen Farbe. Und welche Farbe welches Gefühl ausdrückt, das ist für jeden anders. Probieren Sie es aus.

Was genau sehen Sie in den Gedankenblasen? Welche Gedanken denkt dieser Mensch da unten? Und welche Gefühle sehen Sie? Und welche Farben haben diese Gefühle?

Und während Sie sich selbst aus 50 Meter Höhe betrachten, mit einem großen Abstand, aus einer höheren Perspektive, und während Sie Ihre Gedanken als Sprechblasen sehen, und auch die Gefühle als farbige Blasen beobachten können, da sehen Sie vielleicht plötzlich klarer.

Vielleicht werden Ihnen Zusammenhänge bewusst, die Sie vorher nicht gesehen haben.

Vielleicht merken Sie auch, dass das Problem in erster Linie in Ihrem Kopf entstanden sind.

Vielleicht erkennen Sie auch plötzlich Lösungen für Ihr Problem, die Sie vorher nicht sehen konnten.

Mit Abstand, aus einer höheren Perspektive und von oben betrachtet, da sieht man Dinge, die einem sonst gar nicht aufgefallen wären.

Probieren Sie es einmal aus. Wenn Sie sich das nächste Mal neben der Spur fühlen, dann steigen Sie in Ihrer Vorstellungskraft einfach mal 50 Meter in die Höhe und betrachten sich selbst und Ihre Gedanken und Gefühle aus der höheren Perspektive.

Das kann kleine Wunder bewirken.

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Kommentare

  • Liebes Team,
    super Idee !!!
    Vieles ist im Kopf und wartet auf Mut und Überwindung zur Umsetzung: Just do it !!! Vielleicht ist die Metaebene eine echte Hilfe für einen neutraleren Blickwinkel !!!

  • Danke für diese schöne Visualisierung, besonders den Gedanken mit den Gefühlsfarben. Ich arbeite als Dipl.-Psychologin fast täglich mit solchen Techniken und kann sie wärmstens empfehlen. An Philipp und alle, die ähnliche “Anfängerschwierigkeiten” haben: Üben ohne Druck hilft wirklich. Wenn erstmal nur ein Teil klappt, z.B. die Vogelperspektive ja, aber nicht die Farben oder Comic-Blasen, ist das völlig okay. Geht einfach spielerisch dran.Es macht Spaß, und mit etwas Übung wirds immer einfacher. Danke Tanja und Ralf für Eure immer wieder sehr schönen Beiträge!!

  • Liebe Marita,
    kannst du mir Tipps für entsprechende Literatur geben ?
    Vielen Dank im voraus.
    Chris

  • Ich habs grad probiert, weil ich gerade in genau der Situation bin, Tunnelblick und so weiter. Allerdings ist das für mich, der mit sowas noch keine Erfahrungen gemacht hat, nicht ganz einfach umzusetzen. Ich denke, so etwas muss man erstmal erlernen, bevor’s funktioniert.

    Ich werd mal weiterüben.

    Gruß,
    Philipp

  • liebe Tanja,
    ich danke Dir sehr für diese hilfreiche Idee, sich auch mal mit einem Abstand selbst zu betrachten.Mit geht es derzeit so, da ich in Trennung lebe Revue passieren zu lassen.Aber ich beobachte mich auch oft das es ins grübeln abdriftet.Gerade hier kommt mir Deine Anregung entgegen.
    Schön, lieben Dank dafür.
    Elke

  • Liebe Tanja,
    zu sehr würde ich mir wünschen, dass Menschen diese Tipps beherzigen, die diese ganz nötig haben! Die meisten aber würden sich weder zu einem Gespräch auf dieser Ebene begeben, noch entsprechende Literatur lesen;
    Denn sie sind so eng gestrickt, dass sie so von ihrem Tun überzeugt sind! Ansonsten würden sie nicht immer und immer wieder außer der Spur liegen!

  • Eine interessante Vogelperspektiven-Technik,nämlich die Farbenvisualisierung! Danke!

    Noch was Unterstützendes bei Gedankenkreisen um EINE Sache; Zwiegespräche mit sich selbst bei einer Problemlösung- “hätt ich nur dies gesagt…oder das getan..”: BACHBLÜTE NR: 35, ev in Notfallfläschchen 4×4 Tropfen

  • Liebe Tania,

    die Idee, sich selbst aus einer anderen Perspektive zu betrachten, finde ich interessant.

    Tatsächlich kreisen meine Gedanken zur Zeit nur um ein bestimmtes Problem und ich habe einen Tunnelblick.

    Ich werde versuchen, mich mal von oben zu betrachten. Vielleicht hilft´s?

    Viele Grüsse
    Alice

  • Danke für diese Technik, liest sich ziemlich interessant,
    ich kanns kaum erwarten, wieder mal neben der Spur zu sein und bis dahin probiere ich es gutgelaunt.

    Viele Grüße
    Monika

  • Habe gerade etwas schmunzeln müssen, meine Taktik ist sehr ähnlich. Ich habe einen guten Freund der sehr analytisch und pragmatisch an Probleme geht um sie zu lösen und deshalb stelle ich mir vor, was er mir raten würde bei meinem Problem. So bekomme ich auch den nötigen Abstand zu meinem Problem.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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