Was wollen Sie in der Welt sehen?

Die 11 wirkungsvollsten Selbstcoaching-Methoden: Das Selbstcoaching-Programm

"Niemals in der Welt wird der Hass durch den Hass vertrieben. Niemals wird unter den Menschen die Gewalt durch Gegengewalt beendet. Niemals können wir Verletzungen durch Rache und Vergeltungen wiedergutmachen. Es bleibt uns nur der Weg der Versöhnung, der Weg des Loslassen und der Verzeihung. Dies ist die tiefe Weisheit des Lebens."

— Buddha

Es ist auffällig, dass Menschen oft versuchen, etwas im Leben wegzubekommen, in dem sie mehr davon in die Welt setzen. Wenn uns jemand doof anmacht, poltern wir meist zurück. Wenn wir betrogen werden, überlegen wir bei der nächstbesten Gelegenheit, wie wir uns einen Vorteil verschaffen können. Wenn wir verletzt werden, lassen wir unseren Frust bei jemand anderem aus.

Dieses Verhalten scheint zutiefst menschlich zu sein. Und vielleicht gerade deshalb ist es sinnvoll, diese Automatismen zu durchbrechen. Denn fühlen wir uns gut damit, wenn wir wütend auf jemanden sind? Wenn wir unversöhnlich sind und Rachepläne schmieden? Wenn wir genau das machen, was wir eigentlich ablehnen? Nein, tun wir nicht.

Ich erwische mich z.B. immer wieder selbst, wie ich aggressiv reagiere, wenn mich jemand auf der Straße schneidet oder mir die Vorfahrt nimmt. Dann schimpfe ich wie ein Rohrspatz noch viele Kilometer hinterher und nehme die schlechte Laune vielleicht sogar noch mit, wenn ich aus dem Auto steige. Und damit setze ich noch mehr von dem in die Welt, was ich nicht will.

Immer öfter gelingt es mir allerdings, meine Wut loszulassen und dieser Person innerlich einen schönen Tag zu wünschen. Und dann fühle ich mich so viel besser, als wenn ich auf meinem Recht und meiner Wut bestehe – ich kann dann nach so einer Sache sogar richtig gute Laune bekommen!

Wir müssen es gar nicht so hoch aufhängen, wie es in dem Buddha-Zitat klingt… – das Prinzip Negatives eben gerade nicht mit Negativem, sondern mit etwas Positivem zu beantworten, können wir im Kleinen in unserem Alltag umsetzen. Ich bin mir sicher, dass es dazu bei jedem von uns unendlich viele Gelegenheiten gibt.

Überlegen Sie doch gleich einmal, wie Sie das nächste Mal reagieren möchten,

  • wenn Ihnen jemand einen Parkplatz vor der Nase wegschnappt,
  • wenn Sie merken, dass Sie 20,- EUR verloren haben,
  • wenn Ihr Kollege Sie wegen eines Fehlers anranzt,
  • wenn Ihr Partner zu spät kommt
  • und…. und… und…

Sie können weiterhin automatisch mit negativen Gefühlen reagieren oder einfach mal einen netten Gedanken oder ein positives Gefühl für den anderen testen. Probieren Sie es aus und nehmen Sie bewusst wahr, wie Sie sich dann fühlen.

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Kommentare

  • Hallo Andrea,

    im ersten Moment wollte ich Dir voll zustimmen, aber …
    dann fiel mir ein Artikel aus der letzten “happinez” ein, der aus buddhistischer Sicht das Verhältnis der überlebenden Khmer zu den noch lebenden Roten Khmer beschreibt.
    Dein Realismus (übrigends auch meiner) verändert nichts, aber eigentlich möchten wir doch etwas ändern, oder?
    Es ist unsagbar schwer! Vielleicht schaffen wir es ja durch stetiges Üben in “Kleinigkeiten” auch in schwereren Situationen nicht mehr automatisch/konditioniert zu handeln.
    Viel Erfolg.

  • Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Verzeihen gemacht, weil ich ohnehin das Verhalten von anderen nicht beeinflussen kann. Wenn ich mich ärgere, schimpfe oder was auch immer ändert das nichts beim Anderen.
    Aber was ist, wenn meine Begleitung schimpft und sich ärgert? Auch hier kann ich nichts tun und besänftigend einwirken funktionniert oft nicht. Da fällt es mir viel schwerer, loszulassen.

  • Hallo,

    ja es ist schwierig einen versöhnlichen Umgang im Leben zu finden. Wie schon gesagt, in den kleinen Dingen ist das ja noch relariv einfach. Was aber wenn es wirklich um existentielles geht? Gerade da ist es wichtig eine versöhnliche Haltung zu entwickeln. Dieser Prozeß braucht aber auch Zeit und einen gewissen Abstand zu den Ereignissen.
    Sich mit der Verletzung die man erhielt aussöhnen, vergeben, heißt ja nicht dass ich alles gutheißen muss was passiert ist. Manchmal heißt das auch zu akzeptieren dass große Fragen unbeantwortet bleiben, oder dass ich die Dinge nicht ändern kann.
    Gerade nach Scheidungen, oder nach Todesfällen ist es wichtig irgendwann verzeihen zu können, um selber wieder glücklich und mit innerem Frieden leben zu können. Denn Haß und Wut fressen die eigene Seele auf. Deshalb ist es schon wichtig auch im Kleinen auf seine Gefühle zu achten, das Verzeihen zu üben. Vielleicht fällt es dann ein bischen leichter wenn wirklich mal ein großes Problem im Leben auftaucht.

    Liebe friedliche Grüße
    Elisabeth

  • natürlich es mit solchen “kleinigkeiten” nicht alles getan, und die welt ist damit auch nicht gerettet, aber letztendlich ist es der anfang z.b. die aggressionen der menschen zu mindern.
    je mehr menschen anfangen positive engergie zu verteilen, desto weniger bildet sich in jedem einzelnen wut, aggression, neid usw. welches wiederum zu unzufriedenheit, krankheiten, konflikten (mit sich selbst und der gesellschaft)…. führt.
    aus diesem grund sollte sich jeder darüber gedanken machen und die welt versuchen mit guten augen zu sehen :)

    ein zitat von Wilhelm Busch: “Bist du wütend, zähl bis vier, hilft das nicht, dann explodier.“

  • bei den genannten “kleinigkeiten” ist es ja leicht, dem artikel zuzustimmen. aber wie ist es, wenn man betrogen oder angelogen wird? wenn es um wichtiges geht …
    … auch dann – die zweite wange hinhalten, denn darauf läuft es doch hinaus.

    und wie soll das funktionieren, wenn z.b. ein nahestehender mensch umgebracht wurde … beispiel naher osten usw.?
    im kleinen … ja … nicht zuletzt weil man sich das leben selbst schöner gestaltet. aber generell? ich weiß nicht … erscheint mir – leider – nicht wirklich realistisch.

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

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