Welchen Einfluss Ihre Freunde auf Sie haben

Es gibt da ein griechisches Sprichwort:

„Zeige mir Deine Freunde und ich sage Dir, wer Du bist.“

Die Menschen, mit denen wir uns umgeben, haben einen bedeutenden Einfluss auf uns. Das liegt daran, dass wir uns von diesen gewisse Verhaltensweisen abschauen. Wir imitieren unser Umfeld.

In diesem Artikel erhalten Sie Tipps, wie Sie sich ein Umfeld aufbauen können, das Ihre Interessen teilt und Ihnen dabei hilft, sich selbst weiterzuentwickeln.

Warum unser Umfeld so eine große Wirkung auf uns hat

Früher habe ich in einer „Party-WG“ gelebt. Wir sind ständig feiern gegangen. Und wenn ich es dann mal geschafft hatte, dort auszubrechen, in die Uni gegangen bin und abends nach Hause kam, fand ich eigentlich immer jemanden mit einer Flasche Bier im Wohnzimmer vor.

Und so gesellte ich mich öfter dazu, als mir eigentlich lieb war.

Ja, es war eine ereignisreiche Zeit. Aber mein Studium und meine Ziele blieben weitestgehend auf der Strecke.

Heute lebe ich auch in einer WG. Hier wohnen vier Vegetarier und alle machen sich nach dem Aufstehen erstmal einen gesunden Smoothie. Sie treiben viel Sport, sind oft an der frischen Luft und fast alle sind selbständig tätig.

Selbständig war ich auch schon, bevor ich in diese WG eingezogen bin. Aber mit der gesunden Ernährung hatte ich es nicht so. Doch irgendwann hab ich auch angefangen, mir einen gesunden Smoothie zum Frühstück zu machen. Und mache das jetzt auch jeden Tag.

Unser Umfeld prägt uns gewaltig

Und genauso, wie ich meinen Fokus automatisch mehr auf eine gesunde Lebensweise gerichtet habe, haben andere Bekannte in meinem Umfeld ihren Job gekündigt und sich selbständig gemacht – so wie ich es bin.

Was hat das jetzt miteinander zu tun?

Ganz einfach: Wir lernen am meisten durch Imitation!

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.

Schauen Sie sich Kinder an. Diese machen alles nach. Sie lernen nicht dadurch, dass wir ihnen sagen, was sie tun sollen. Sondern dadurch, dass sie sehen, was wir tun.

Wenn wir sagen: „Rauche keine Zigaretten. Das ist ungesund“

und uns fünf Minuten später eine davon selbst anstecken, was wird dann wohl einen größeren Einfluss auf das Kind haben?

Würde ein Kind alleine auf die Idee kommen, auf zwei Beinen zu laufen, wenn alle Menschen in seinem Umfeld immer auf Händen und Füßen krabbeln würden?

Höchstwahrscheinlich nicht. Denn wir nehmen automatisch Verhaltensweisen unseres Umfelds an!

Was bedeutet das jetzt für Sie?

Ganz einfach: Schaffen Sie sich ein Umfeld, das Ihnen mehr nützt als schadet.

Umgeben Sie sich mit Menschen, von denen Sie etwas lernen können. Die Sie positiv inspirieren.

Und so können Sie vorgehen:

1. Überdenken Sie Ihren Freundeskreis

Ja, das kann schon eine heikle Angelegenheit sein.

Setzen Sie sich einfach mal hin und überlegen Sie, mit welchen Menschen Sie die meiste Zeit verbringen. Und dann überlegen Sie sich, ob diese Menschen Ihnen guttun.

Inspirieren diese Menschen Sie?

Machen oder können diese Menschen Dinge, die Sie auch können möchten?

Sind Ihre Gespräche fruchtbar?

Fühlen Sie sich in deren Anwesenheit wohl?

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich möchte hier nicht dazu raten, Ihre Freunde über Bord zu werfen. Es geht lediglich darum, zu schauen, was Ihnen guttut und was weniger.

Meine Freunde von früher (die „Party“-WG) mag ich heute immer noch. Nur verbringe ich einfach weniger Zeit im Alltag mit ihnen als früher.

2. Schreiben Sie auf, was Sie gerne lernen würden

Setzen Sie sich hin und schreiben Sie eine Liste mit Dingen, die Sie vielleicht interessieren könnten. Genauso mit Themen, über die Sie mehr erfahren möchten. Oder auch mit Charakterzügen, die Sie gerne hätten.

Also schreiben Sie alles auf, wovon Sie gerne mehr in Ihrem Leben hätten.

Vielleicht interessiert Sie ein fernes Land oder Sie würden gerne mehr über bestimmte Literatur erfahren. Oder Sie möchten wissen, wie man ein Restaurant eröffnet. Oder Sie würden gerne über Philosophen diskutieren oder kochen lernen.

Egal, was es ist, schreiben Sie einfach eine Liste, in der Sie alles sammeln, was Ihnen einfällt.

3. Suchen Sie sich Vorbilder

Da Sie nun wissen, in welche Richtung Ihr Interesse geht, kommt es in Schritt drei und vier darauf an, Menschen zu finden, die diese Interessen bereits leben.

Kurz bevor ich mich als Trainer selbständig gemacht habe, habe ich beispielsweise einen anderen Trainer angerufen, der schon länger in diesem Beruf tätig ist. Ich habe mich einfach auf einen Kaffee mit ihm getroffen und mit ihm über die Branche gesprochen. Ich konnte dadurch viele Informationen sammeln. Und wir haben heute immer noch Kontakt.

Ich habe in dieser Zeit auch einen anderen Trainer kontaktiert, der mich abgewiesen hat. Er meinte, er habe keine Lust, sich mit mir zu treffen.

Das kann natürlich passieren und ist auch vollkommen o. k.

Diesen Trainer habe ich dann aber ein halbes Jahr später auf einer Veranstaltung getroffen und hatte gleich einen Gesprächsaufhänger.

Also, machen Sie sich eine Liste mit Menschen, die für Sie interessant sein könnten. Wer könnte das sein?

Vielleicht ist es jemand, der schon genau das erreicht hat, was Sie gerne erreichen würden. Jemand, der ein Unternehmen aufgebaut hat. Oder einen Beruf ausübt, der für Sie interessant ist.

Vielleicht kann jemand in Ihrem Bekanntenkreis gut kochen oder liest viele Bücher.

Schreiben Sie also hinter jedes Interessensgebiet aus Schritt zwei eine Person, die Ihnen dazu einfällt. Wenn Ihnen niemand einfällt, ist das auch in Ordnung. Dazu gibt es dann den nächsten Schritt.

Und dann können Sie eine der Personen kontaktieren und sie zum Kaffee einladen. Wenn Ihnen das unangenehm ist, können Sie auch einfach den vierten Schritt machen.

4. Suchen Sie Orte, wo sich Menschen aufhalten, die Sie interessant finden könnten

Wenn Ihnen im dritten Schritt niemand Konkretes eingefallen ist oder Sie die Person nicht kontaktieren möchten, dann suchen Sie einfach weiter. Stellen Sie sich selbst die Frage:

„Wo könnten Menschen sein, die dieselben Interessen haben wie ich?“

Vielleicht finden Sie diese in einem speziellen Sportkurs oder einem anderen Angebot. Ein Kochkurs, ein Buchclub oder ein Angebot bei der Volkshochschule. Oder Sie schauen im Internet nach Menschen, die schon erreicht haben, was Sie gerne erreichen würden.

Probieren Sie einfach eine neue Sache aus. Und dann müssen Sie ja nicht gleich mit allen Teilnehmern ins Gespräch kommen. Schon die Tatsache, dass Sie Zeit mit diesen Menschen innerhalb des Kurses verbringen, führt Sie in die gewünschte Richtung.

Zwischen meinem Auszug aus der „Party-WG“ und dem Einzug in die „gesunde“ WG, in der ich jetzt lebe, sind vier Jahre vergangen. Es muss nicht immer alles gleich jetzt geschehen. Es geht vielmehr darum, nach und nach neue Menschen kennenzulernen und neue Sachen auszuprobieren, die Sie interessieren könnten.

Fangen Sie einfach an und mit der Zeit kommen immer mehr Menschen in Ihr Umfeld, die Sie inspirieren und Sie bei Ihrer Entwicklung unterstützen.

Über Stephan Wießler

Stephan Wießler hat früher etwas studiert, was ihm keinen Spaß gemacht hat. Danach hat er einen Beruf aufgenommen, der ihn noch weniger inspirierte.
Irgendwann hat er dann entschieden, das aus seinem Leben zu machen, was ihm wirklich am Herzen liegt. So hat er sich als Trainer, Coach und Blogger selbständig gemacht.
Da er früher überhaupt kein Selbstvertrauen hatte und dies über die Jahre mit viel Arbeit und vielen neuen Erfahrungen aufgebaut hat, besteht darin seine Expertise. Diese Erfahrungen gibt er heute in seinen Coachings, seinen Seminaren und auf seinem Blog www.stephanwiessler.de weiter.

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