„Wer bin ich?”

Vor 15 Jahren stolperte ich zum ersten Mal bewusst über diese Frage – und hatte keine Antwort. Ich ahnte, dass da etwas Großes hintersteckt und es viel (was eigentlich? – Zeit, Kraft, Energie, Änderung?) brauchen würde, um beantwortet zu werden. Zum damaligen Zeitpunkt war ich nicht bereit, auch nur eine Sekunde Zeit darauf zu verwenden, also versank diese essentielle Frage wieder tief in meinem Inneren. Vielleicht hätte ich anders gehandelt, hätte ich gewusst, wie viel Ärger es mir erspart hätte, wenn ich darauf eingegangen wäre.

Hab ich aber nicht und so wurde ich etwa 5 Jahre später dazu gezwungen, mich damit zu befassen: Ich war depressiv mit zwei kleinen Kindern zu Hause. Eine Situation, die sich für mich lebensbedrohlich anfühlte. Es lässt sich kaum beschreiben; es war wie ein riesengroßes schwarzes Loch in mir und auch außerhalb von mir. Ich fühlte nichts mehr. Dieser Zustand hielt etwa drei Monate an. „Irgendwie“ schaffte ich es aus dem tiefsten Tal wieder heraus und mir wurde klar, dass ich mein Leben ändern muss. Ich wollte dieses Nicht-Gefühl nie wieder erleben.

Im Nachhinein weiß ich, dass dieser Beschluss „NIE WIEDER“ die erste Entscheidung war, die mich zu meinem „Ich bin“ gebracht hat. Es war wie ein Schritt auf einem völlig neuen Weg, den ich beschlossen habe, zu gehen. Und ich hatte große Angst vor diesem neuen Weg. Denn ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete. Ich wusste nur, was ich bis zu dem Zeitpunkt hatte, das kannte ich ja alles. Und die Menschheit neigt einfach dazu, sich am Bekannten festzuklammern – da weiß man wenigstens, was man hat … Dennoch war zum Glück (man glaubt es kaum) meine Erfahrung der Depression groß genug, sodass ich bei meinem Entschluss „NIE WIEDER“ bleiben konnte.

Ich war also auf diesem neuen Weg. Das spürte ich und ich begann, mein Verhalten zu verändern. Endlich lebte ich meinen langersehnten Wunsch und wurde nicht mehr jeden Abend zum TV-Zombie. Mir war lange schon bewusst, wie hohl mein Verhalten, jeden Abend drei Stunden vor dem Fernseher zu verbringen, ist. Ich setzte mich also nicht mehr aufs Sofa, sondern auf meinen Stuhl am Essplatz. Ganz für mich alleine saß ich da. Und tat NICHTS! Das war vielleicht eine Überwindung, das durchzuziehen. Denn „Nichts tun“ musste ich erstmal lernen. Mein Leben lang habe ich mich mit „Tun“ beschäftigt: Arbeiten, Kinder hüten, versuchen, Probleme von anderen zu lösen, anderen zuhören, in die Kneipe, Kino oder Essen gehen, lesen, fernsehen, etc., etc. Später dann, als ich begann, auch tagsüber nichts zu tun, erfasste mich ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Zeit mit Nichtstun verbrachte, anstatt sie mit äußeren Dingen zu verbringen: Wäsche, Sauberkeit, Haushalt. Was sollten denn die Nachbarn denken?

Aber mein Entschluss hielt an. Ich blieb dabei, weil ich spürte, dass das Nichtstun viel mehr ist, als nichts zu tun. Denn als ich aufhörte, meine Aktivitäten im Außen zu leben, wurde mein Innenleben aktiv. Das ging ganz automatisch. Ich habe erfahren, dass der Mensch einfach nicht „nicht denken“ kann. Als ich in meinem Inneren war, lernte ich, dass es bewusstes Denken und unbewusstes Denken gibt. Und ich lernte mehr und mehr meine unbewussten Gedanken kennen – sie wurden zu bewussten Gedanken. Das war ein entscheidender Punkt, an dem ich angelangt war. Denn ich sah, dass meine Gedanken bestimmt haben, wie mein Leben war.

Ich bin, was ich denke.

Also begann ich, aufmerksam zu sein. Ich beobachtete sehr genau, was ich tat und was ich fühlte. In glücklichen Situationen, aber noch mehr in unglücklichen Situationen. Denn ich wusste ja nun, dass mein Leben meinen Gedanken folgt. Also ging ich in mein Unterbewusstsein, indem ich „nichts“ tat und fand dadurch heraus, warum ich was genau fühlte, warum mir was genau passierte.

Un-bewusst ist das Gegenteil von selbst-bewusst.

Über meine innere Aktivität wurde mir also mehr und mehr bewusst, was ich denke und welche Gedanken ich nur deshalb denke, weil es mir so beigebracht wurde. Sei es von Eltern, Lehrern, Freunden, Nachbarn oder Medien. Weil ich sie nicht in mir reflektierte, lebte ich sie – völlig unbewusst!

Ich erkannte also, dass ich das Leben von anderen Menschen lebte. Wow, das war eine Erkenntnis, sie haute mich schier um. Noch heute spüre ich, wie ich mich fühlte, als ich meinen nächsten Beschluss fasste: Ich lebe ab sofort mein eigenes Leben. Und weil ich ja schon die Erfahrung gemacht hatte, dass ein neuer Weg durchaus etwas Positives bereithalten kann, konnte ich ihn schon viel mutiger einschlagen und auch noch „etwas mehr Tempo“ beschließen.

Bisher habe ich vielleicht 6 Monate Zeit zusammengefasst.

Durch „etwas mehr Tempo“ musste ich mich auch für Dinge öffnen, die bisher nicht im Entferntesten in meiner Reichweite lagen. Ich hatte z. B. die Gelegenheit, eine systemische Aufstellung zu machen, und spürte die Energien, die mich bewegten, ob ich wollte oder nicht. Auf diese Weise wurde mir klar, dass meine Herkunftsfamilie einen viel größeren Einfluss auf mein Leben hat, als ich angenommen hatte.

Und ich lernte, dass unser Unterbewusstsein den größten Teil unseres Seins ausmacht.

Ich erahnte vage, was das bedeutet in der Beziehung zwischen Mutter/Vater und Kind. Denn wenn das viele, was sie an mich unbewusst weitergeben, auf mich und mein Unterbewusstsein trifft, dann kann ich gar nicht anders, als deren Leben zu leben. Zumindest so lange nicht, wie die Dinge in meinem Unterbewusstsein liegen. Und das Unterbewusstsein meiner Eltern beinhaltet automatisch auch das Unterbewusstsein derer Eltern und derer Eltern und derer Eltern. Natürlich gilt das auch für die Beziehungen zu meinem Umfeld. Ich hatte etwas Großartiges entdeckt.

Zum Glück gibt es heute Methoden, die solche unbewussten Energien sehr schnell lösen können, ohne eine jahrelange Psychotherapie durchstehen zu müssen.

Ich habe also diese eine Methode gefunden, die mir ermöglichte, mein Unterbewusstsein zu erforschen: Einfach hinsetzen und „nichts“ tun. Irgendwann wurde mir dann klar, dass das, was ich tat, Meditation ist. Zum Glück erkannte ich das sehr spät, denn ich war bis dahin der Meinung, ich könne gar nicht meditieren, und ich hatte nie zum Ziel, es zu erlernen.

Alles in allem führte mich mein neu eingeschlagener Weg nun in ein Leben, von dem ich geglaubt habe, es existiere nur in Romanen. Es ist voll von wunderschönen Erlebnissen mit Menschen, Pflanzen und Tieren, aber auch mit unsichtbaren Energien. Ich nehme die Natur wahr, sauge sie tief in mich hinein und ich spüre sie wie eine Umarmung. Ich begegne Menschen von Herz zu Herz, erfahre sie – und damit auch mich – auf einer völlig anderen Ebene als früher. Tiere kommen zu mir und begrüßen mich, manche möchten einfach nur meine Hand auf sich spüren. Erstaunlich.

Ich bin froh und dankbar, dass ich damals vor nunmehr sechseinhalb Jahren diesen neuen Weg eingeschlagen habe. Ich habe dem Glück auf diese Weise endlich erlaubt, in mein Leben zu treten.

Ich bekam viel Hilfe aus allen Richtungen; am meisten von meinen Kindern, die mir ein wunderbarer Spiegel waren und mir so immer wieder zeigten, was in mir noch nicht bewusst ist. Mein Ehemann, mein bester Lehrer, führte mich in mein Sein als Frau – und das war für mich ein sehr harter Weg.

Immer wieder kamen wir in unserer Beziehung an unsere Grenzen. Dabei reflektierte auch er immer wieder mein Innenleben: Oft sprachen oder verstummten wir wie zwei Kinder miteinander, obwohl wir doch längst das Erwachsenenalter erreicht hatten. Es war ein weiter Weg für uns beide, unsere eigenen Verhaltensmuster zu erkennen und nicht die Schuld beim anderen zu suchen. Es dauerte lange, bis ich herausfand, dass mein Lerninhalt aus dieser Beziehung erst einmal das Thema „Frau sein“ beinhaltet. Aufgrund meiner und seiner Erziehung lebten mein Mann und ich ein weitverbreitetes Rollenleben: Frau übernimmt die Rolle der Mutter des Mannes. Und das in allen Aspekten des gemeinsamen Lebens: Fürsorge für alle; Zurückstecken eigener Bedürfnisse; starkes Zentrum sein innerhalb der Familie, weit über die eigenen Kräfte hinaus, etc., etc. Schlussendlich kam ich immer wieder zu einem meiner ersten Schlüsselerlebnisse zurück:

Ich bin, d. h., ich lebe, was ich denke. In vielen Situationen wollte ich die berühmte Flinte ins Korn schmeißen, habe es jedoch letzten Endes nicht getan. Mehr und mehr finden wir zueinander, lernen ganz andere Seiten voneinander kennen. Wir respektieren einander und lassen uns gegenseitig frei. Das ist, glaube ich, das höchste Glück in der Liebe.

Mittlerweile habe ich sogar herausgefunden, warum und wofür ich hier bin. Nämlich dafür, andere Menschen dazu zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden und ihn zu gehen. Ich möchte zeigen, dass es mit etwas Mut möglich ist, sein Leben von Grund auf zu verändern. Und auch, dass ich nicht meinen ganzen zuerst vollständig hinschmeißen muss, um etwas Neues zu leben, sondern dass die Änderung Hand in Hand gehen kann. Alles, was ich tun muss, ist, zu entscheiden, dass sich etwas ändern soll. Und diese Entscheidung muss eine Herzensentscheidung sein.

Auf eine wunderbare neue Welt.

Über Beatrix Philippin

Gibt seit sieben Jahren energetisch Lebenshilfe, ist Coach und Begleiterin. Hat gelernt, mit blockierenden Energien zu arbeiten und sie umzuwandeln. Ihre größte Erfüllung ist, Menschen auf ihren eigenen Weg zu begleiten. Informiert monatlich auf ihrer Website www.stuttgart-lebenshilfe.de über aktuelle Themen der Zeit.

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Kommentare

  • Hallo Michael,

    und all die anderen mitlesenden Männer und Frauen :-)
    Keine Ahnung ob ich wirklich ein Machertyp bin – ich glaubs eher nicht und es ist auch situationsabhängig: aber das wär schon fast ein neues Thema.
    Mit “am Ball bleiben” meine ich, anzunehmen was ist. Also “liebevoll” mit mir selbst umzugehen, wenn ich mal wieder feststelle, das ich zwei, drei Wochen am Stück auf “Autopilot” war (arbeiten, einkaufen, Glotze, Internet, schlafen . . .etc.).
    Dann nach den drei Wochen nicht mit mir zu hadern, sondern mich wieder auf den Weg bringen. Ich mach dann mal wieder was für mich – fotografier mal wieder, achte auf die wundervollen Blüten im Garten (die ich sonst nicht mal wahrnehme) – überleg mal ´ne Runde, was ich vielleicht noch nicht gemacht habe und wozu ich mal Lust hätte (war letztens das erste Mal in einem Hamam – sehr entspannend).

    Ab und an gelingt es mir schon häufiger, nicht so sehr unter Betäubung oder Autolpilot zu leben. :-)

    Das mit dem Ziel ist so ´ne Sache – und meiner persönlichen Meinung nach nicht für jeden gleich richtig. Was verstehst Du denn unter einem Ziel? Wie müsste ein Ziel für Dich aussehen, sich anfühlen?

    Wenn es ein paar Auswahlmöglichkeiten für den Sinn des Lebens geben würde, welche kämen denn für Dich überhaupt in Frage?

    Und um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Wer bin ich?
    Bis heute habe ich darauf viele Antworten, aber nicht die EINE.

    PS: Halt mal Ausschau nach der Zeitschrift HAPPINEZ – ist zwar eine Frauenzeitschrift, aber mir gefallen sehr viele der Beiträge. Bin auf Deine Rückmeldung gespannt.

    Liebe Grüße und raus aus der Matrix ;-)
    ANdreas

  • Danke für diesen wunderbaren Herzensbericht
    Andrea

  • Kleine Danksagung
    an alle, die meinen Bericht gelesen haben und an alle, die ihn kommentiert haben. Lieben Dank besonders an Ariana, die so treffend beschrieben hat, was ich erlebt habe, um damit “gschmeus” vielleicht ein Stückchen weiter zu helfen. Großartig finde ich auch, dass es männliche Stimmen zu diesem Thema gibt. Michaels Text hat mich dazu bewogen, einen neuen Bericht zu verfassen zum Thema “Ziele finden”. Ich werde bei zeitzuleben anfragen, ob sie bereit sind, auch diesen zu veröffentlichen, vielleicht klappt’s ja – ich würde mich freuen.
    Herzliche Grüße
    Beatrix

  • Hallo Michael Du Nachtschwärmer,

    ich glaube, es gibt bestimmt schon einige Männer, die sich mit diesem Thema beschäftigen – ich bin auch einer davon – aber vielleicht nicht so “Öffentlich”.

    Der Alltag ist es, der mich immer wieder einholt – auch das von BEatrix erwähnte Rollenverständnis – Mann verdient deutlich mehr Geld als Frau, Mein Sicherheitsbedürfnis, mein selbstauferlegter Wunsch, meiner Familie Sicherheit zu bieten (wo gibt es die heute noch?), auf einen “gewissen WOhlstand” nicht verzichten zu wollen, Rentenbeiträge und Versicherung zahlen zu können . . . . . . .
    Wenn Du 9-10 Stunden am Tag arbeitest, bleibt nicht viel Zeit für “Freizeit”. Also unterhalte Dich mal in der Firma mit anderen Männern über solche Themen wie “Sinn Deines Lebens” – das gibt so manchen schrägen Blick . . .

    Für mich heisst das – immer am Ball bleiben, immer wieder zurückkommen und vielleicht in Zukunft auch mal einmal NICHTS zu tun. Danke BEatrix :-)

    • Michael

      Hallo Andreas,
      Danke Dir für Deinen Beitrag.
      Aber was meinst Du mit: “immer am Ball bleiben, immer wieder zurückkommen”?

      Bist Du einer dieser “Machertypen”?

      Ich finde es interessant, dass solche Themen auf Männer anders zu wirken scheinen, als auf Frauen.

      Viele solcher Themen werden zuerst von Frauen aufgegriffen, da mir scheint, dass Frauen eher nach “innen gepolt” sind – sich also mit ihrem “Innen”leben (Gefühle, Gedanken, usw.) eher auseinandersetzen als Männer, die eher nach “aussen” gepolt, also die greifbare Aussenwelt begreifen wollen. Habe ich gelesen, scheint für mich aber stimmig zu sein.

      Wenn ich Dein Kommentar lese, dann wird mir das wieder deutlich: Du hast den “Wunsch, () Familie Sicherheit zu bieten (), auf einen “gewissen WOhlstand” nicht verzichten zu wollen, Rentenbeiträge und Versicherung zahlen zu können.”

      Das ist alles legitim und scheint wohl so in uns Männer hineingelegt worden zu sein (Annahme).

      Was aber, wenn man als Mann diesen “einprogrammierten” hinterherläuft, aber sieht, dass das nichts wird?
      Auch die Frau verdient mehr Geld – was auch schön ist.
      Aber dann fällt einem Mann schon mal die klassische Selbstdefinition von Versorger weg.

      Ich reite hie nicht auf der uralten klassischen Rollenverteilung, die es seit der 60er Jahren wohl immer weniger gibt, rum.

      Mir scheint aber, dass ich als Mann, in einer gewaltigen Krise stecke = Sinn des Lebens = Ziel fürs Leben fehlt.

      Ich kann mir ja keinen Sinn für mein Leben aus den Fingern saugen.

      Ich verbringe den Tag, meiner Arbeit nachzugehen und habe da auch keinen Ziel vor Augen (das mich irgendwohin Karrieretechnisch vorantreiben würde). Das ist auch ein 8-10 Std/Tag Job.

      Ich hatte mit Fotographie angefangen als Hobby, allerdings bricht das gerade irgendwie ein, da mir die Muse fehlt, und ich da nicht weiterkomme, um beruflich damit etwas machen zu können.

      Ich lebe gerade wie auf Betäubung. Und mit der Angst, dass die Betäubung irgendwann aufhört. Was wahrscheinlich das Beste wäre.

      Und so suche ich nach Büchern, in denen sich Männer wie ich mit solchen Problemen auseinandersetzen.
      Nur finde ich das leider nicht. Und auch keinerlei Gruppen, da viele damit ja nicht so “öffentlich” damit umgehen, wie ich es hier tue.

      Wahrscheinlich aus Angst, blossgestellt werden zu können.

      Ich hoffe, der Kommentar war nicht gelöscht.

      Und ich möchte damit keinen angreifen, bitte also nicht falsch verstehen, Andreas, oder wer das sonst noch liest.

  • Ich wuerde mir wuenschen, wenn mehr Maenner sich solcher Themen widmen wuerden.
    Nichts gegen die Frauen, jedoch interessiert mich die maennliche Meinung (bin selbst einer.)

  • Hallo Beatrix, schön, dich hier zu lesen ;-). Ein sehr schöner, vom Herz fürs Herz geschriebener Artikel. Ich wünsche dir, dass dein Weg weiter so tief ins Innen und von dort nach aussen strahlt.
    alles Liebe Barbara

    • Beatrix Philippin

      Danke! – hattest ja auch deinen Anteil daran :-)
      Beatrix

  • Vielen Dank für diese Worte, die mich sehr berührt haben. Ich bin selbst Mutter zweier Kinder und habe auch vieles erlebt was sie beschreiben: “Fürsorge für alle; Zurückstecken eigener Bedürfnisse; starkes Zentrum sein innerhalb der Familie, weit über die eigenen Kräfte hinaus, etc., etc.”
    Bis es nicht mehr ging.. ich trennte mich (von Mann und Kindern) und bin jetzt dabei meinen eigenen Weg zu finden und zu gehen… was mir oft nicht leicht fällt.. das loslassen fällt noch schwer… und oft überkommen mich wieder Zweifel und Ängste.. aber Ihr Beitrag hat mich wieder bestärkt.. mir Mut gemacht.. im Grunde spüre ich, dass dieser Weg der richtige ist und ich versuche dem “Fluss des Lebens” zu Vertrauen…
    Liebe Grüsse,
    Lissy

  • Mahalo (= Danke auf hawaianisch) für die wunderbaren Worte. Meditieren wird für mich immer wichtiger, je älter ich werde. Am meisten geniesse ich die Stille.
    Ich wünsche dir für deinen Lebensweg als Frau, Mutter, Ehefrau, Tochter, etc. alles erdenklich Gute.
    Grüsse aus Österreich von Noelani

  • @ gschmeus: Ja, das ist prinzipiell ein Symptom, aber ein Kriterium ist auch, dass man sozusagen unfähig ist, etwas zu tun. Andererseits dasitzen und sich selbst widmen und !bewusst nichts zu tun ist etwas anderes. Depression ist ein Gefühl der Leere und des Nichts, dieses Nichts bewusst anzusehen kann sehr kraftvoll sein und erfordert viel Mut.
    So Gratulation zu diesem Mut, den finden nicht viele.

    Ich bin auch schon 6-7 Jahre auf dem Weg. In letzter Zeit sehe ich endlich mehr und mehr, dass es sich bezahlt macht. Und endlich hat mir mal jemand meine Misskonzeption von Meditation genommen. Ich hab ja probiert und probiert, nie geklappt (zumindest das was ich meinte, es wär Meditation). Ab jetzt heißt es Nichts-tun oder Bewusst-tun.

    Es wäre schön, wenn solche Erkenntnisse mehr in (von Krankenkassen bezahlten) Psychotherapien anerkannt würden.

  • Schön, dass Sie die Depression schon nach 3 Monaten überwunden haben. Aber mich hat nachdenklich gemacht, dass Sie Dasitzen und Nichtstun als Lösung empfunden haben, denn aus meiner Erfahrung ist das ein Symptom für Depression.

    • Alexa

      Tolerranz

  • ZUerst einmal möchte ich mich für die wahren und berührenden Worte bedanken, die mir heute gerade recht kommen – da ich (als Frau) mal wieder an nem Punkt bin mein eigenes Selbst, mein Unterbewusstsein zu überhören.

    Es zeigt sich mal wieder, an Ihrer Geschichte unter anderem, dass mit etwas , bzw. viel Mut neue Wege geebnet und wenn man dann auch noch dies erkennt und die Chance nutzt, neue Wege gehen kann.
    Danke an alle, die mich begleiten.
    Danke auch Ihenen für Ihrer inspirierende Geschichte, an der ich teilhaben durfte
    LG
    Jutta

  • Erst einmal Glückwunsch zu diesem Lebensweg! Wirklich, da steckt eine enorme Kraft hinter, die man nur allen wünschen kann.

    “Also begann ich, aufmerksam zu sein. Ich beobachtete sehr genau, was ich tat und was ich fühlte. In glücklichen Situationen, aber noch mehr in unglücklichen Situationen. Denn ich wusste ja nun, dass mein Leben meinen Gedanken folgt.”

    Ich glaube, dass das wirklich DER Weg ist, sich selbst kennen zu lernen. Leider neigen wir oft dazu, erst einmal alles inklusive unser Selbst zu beurteilen und oft zu verurteilen, anstatt es erst einmal unvoreingenommen wahrzunehmen und dadurch den Weg zum best möglichen Selbst zu finden.

  • Danke für diesen wundervollen Text. Als ich die Inspirationskärtchen im Betreff gelesen habe, wollte ich den Newsletter fast ungelesen löschen.

    Wie froh bin ich, dass ich es nicht getan habe.

    Denn Dein Text, liebe Beatrix, hat mein Herz berührt.
    Die anschauliche Art, ein so komplexes Thema zu beschreiben, einfach toll.

    In diesem Sinne,
    auf eine wunderbare Zeit.

  • Das war sehr schön zu lesen! – besonders als Mutter von 2 Kindern sehr nachvollziehbar.

    Ich würde sogar noch sagen: ICH BIN – was ich gedacht habe, was ich denke und was ich denken werde!

    Für mich ist Meditation = Bewußtes Tun, das kann im Sitzen mit geschlossenen Augen sein, bei einer Wanderung oder beim Karottenschnippeln in der Küche.

    Herzliche Grüße und einen wunderbaren Tag :-))

  • Als systemischer Coach und Anhängerin des Konstruktivismus ist das folgende Zitat eine gute Basis für unsere Konstruktionen.

    “Jeder Mensch erfgindet sich früher oder später eine Geschichte, die er/sie – oft unter gewaltigen Opfern – für sein/ihr Leben hält.” Max Frisch

    Wenn wir uns unsere Wirklichkeit konstruieren, dann können wir sie auch neu konstruieren.

    Grüße aus Wien

  • Wunderbare Schilderung, die auf den Punkt bringt, was sich auch bei mir gerade abspielt. Natürlich nicht ganz genau so, aber in Teilen. Und hier ist auch der Weg das Ziel.
    Auch meine Freundin befindet sich gerade in solch einer Phase, die sie jedoch durch Fachleute geführt erlebt.
    Ein wirklich gut und schnell zu lesender “Bericht” einer wundervollen Reise zu sich selbst.

    BRAVA!

  • Ja,
    genau das sind auch meine eigenen (teils unbewussten)
    Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Danke, dass Du Sie mir in Deiner so ansteckend begeisternden Geschichte ein Stück mehr in mein Bewusstsein geholt hast.

    Man denkt manchmal, dass man spinnt und zweifelt an seinen fast schon spirituellen Gefühlen (über Sich und die Welt und das Leben), da man im Bekanntenkreis fast keinen Gesprächspartner findet, mit dem man darüber ein wenig philosophieren kann.
    Je mehr man bewusst seinen eigenen Weg geht, trifft man auf diese Menschen (die vielleicht schon irgendwie auf mich und meine Entwicklung warten) und dass ist toll.

  • Danke, danke, danke…
    für diese so treffende Beschreibung der Suche nach sich selbst – das ist meine eigene Erfahrung, mein Weg, auf dem ich seit ein paar Jahren bin, immer wieder staune, was passiert, wenn ich mir auf die Schliche komme, Vertrauen in die inneren und äußeren Kräfte lebe und damit offen und durchlässig werde.
    Dabei ist das mit dem Vertrauen so eine Sache – Wechselbad der Gefühle, Zweifel – und ich brauche viel Zeit des Nichtstuns, des “Rumsitzens” und in mich gehens, des Meditierens, Leerwerdens um mich an das Vertrauen zu erinnern.

    Es lohnt sich, seiner inneren Stimme Raum zu geben, und sich führen zu lassen von den ureigenen Motiven, statt von seiner äußeren Umwelt.

    Namasté und Euch allen einen schönen Sonntag

  • Ich schließ mich Margie an! Ein wundervoller und sehr berührender Bericht – eine gute Basis für den Start in einen inspirierenden Tag! Vielen herzlichen Danke! Dagmar

  • Ein wundervoller Bericht, der mich sehr berührt hat! Danke!
    Herzliche Grüße Margie

    • Sibille

      Hallo GP,
      ich wollte Ihre Frau kontaktieren und ging deshalb auf die Website. Leider fand ich dort weder eine Adresse, noch eine Mailadresse, noch eine Telefonnummer. Auch im Telefonbuch wurde ich nicht fündig.Auf den Eintrag Ihrer Frau oben konnte ich auch nicht antworten. Was nun?
      Gruß, Sibille

    • Beatrix Philippin

      Liebe Sibille,
      ja, meine Seite der Energetischen Lebenshilfe hat eine andere Adresse. Wenn Sie http://www.stuttgart-lebenshilfe.de eingeben, landen Sie direkt bei mir, dort sind e-mail und Telefonnummer angegeben.
      Herzliche Grüße
      Beatrix Philippin

  • Liebe Beatrix,

    mir gefällt, wie Du Meditieren definierst. Vermutlich gibt es sehr viel mehr Menschen die meditieren, ohne es selbst zu wissen.

    Ich glaube das man sich bei täglichen Ritualen, wie z.B. so banale Dinge des Essen kochens oder aufräumens unglaublich gut zentrieren kann. Auch eine Form des Meditierens.Und darum ist es so wichtig alles sehr bewusst zu leben und wahrzunehmen.

    Herzliche Grüße

    Frank Vejvoda

  • Wow, danke Beatrix, das ist eine total inspirierende Geschichte und ich persönlich habe das Meditieren für mich auch gefunden und kann Deine Aussage und Deine Erfahrungen dazu nur unterstreichen.

    Wobei wir uns bei Gelegenheit mal über die Aussage des nicht “nicht denkens” sprechen dürfen. :) Weiterhin alles gute auf all Deinen Wegen!

    • Daniel N

      Bin selbst drauf gekommen, dass nicht “nicht denken” tatsächlich nicht funktioniert. *lach*

    • Beatrix Philippin

      hihi
      :-))

  • Danke für diesen wirklich inspirierenden und Kraft gebenden Beitrag!

    • Stephie

      Danke!

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