Wie du neue Leute kennenlernen kannst

Neue Leute kennenlernen

Bist du gerade neu in eine andere Stadt gezogen? Oder wohnst du seit Jahren an einem Ort, aber die sozialen Kontakte werden immer weniger? Weil die anderen wegziehen, zu viel um die Ohren haben oder was auch immer … Oder bist du gerade wieder Single? Oder hast einfach nur so Lust auf neue Kontakte?

Als wir in der Ausbildung waren oder noch im Studium, da war das ja irgendwie noch total einfach mit dem Kennenlernen neuer Menschen. Da war man noch unbefangen, noch nicht so in seinen Lebensmustern gefangen, sondern einfach offen für das, was da kam. Nun aber arbeiten wir, viele haben Familie oder die Familie ist sogar schon wieder aus dem Haus. Auf jeden Fall ist man nicht mehr so viel unterwegs wie damals, hat wenig Zeit oder sogar besonders viel, wenn man gerade zum Beispiel in den Ruhestand gegangen ist. Und jeder hat so seine Gewohnheiten, aus denen es schwer ist, auszubrechen, um neue Bekanntschaften zu schließen. Oder man weiß einfach nicht, wie genau man das angehen soll.

Wenn du dich darin wiederfindest, dann möchte ich dir heute ein paar ganz praktische Ideen an die Hand geben, wie du es schaffst, neue Menschen kennenzulernen. Sicher weißt du selbst, dass neue Menschen nicht einfach bei dir an der Tür klingeln ;-). Wir müssen früher oder später raus, um neue Kontakte zu knüpfen. Das ist zwar oft gar nicht so einfach, aber die folgenden Tipps bieten dafür eine gute Starthilfe.

Diese Tipps, die ich dir hier nun ans Herz lege, die fußen auf geradezu aktuellen Erkenntnissen von mir selbst :-) Denn ich habe ja vor einem Jahr einen Neustart hier in Lüneburg gemacht. Und ich kannte wirklich niemanden hier. Die Ideen sind also in der Realität erprobt und für sehr gut befunden worden :-)

1. Nutze das Internet  

Die wie ich finde einfachste Möglichkeit, um neue Menschen kennenzulernen, ist das Internet. Und dort insbesondere die sozialen Netzwerke. Auch wenn du vielleicht Zweifel hast, soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing zu nutzen, so bieten sie in Sachen „Kennenlernen“ einfach einen riesengroßen Nutzen. Man muss dort auch kein vollständiges Profil haben. Es geht einfach darum, die Plattform zu nutzen, um in Kontakt zu kommen. In so vielen Städten gibt es mittlerweile Gruppen wie „Neu in [Ort]“, „Singles in [Ort]“, „Stammtisch in [Ort]“, „Sport in [Ort]“ etc. Suche dort einfach mal nach verschiedenen Begriffen und tritt den Gruppen bei. Beobachte, was dort alles passiert. Und was dir gefällt und was nicht. Wer vielleicht zu dir passen würde und wer eher nicht. Klar muss man hier auch etwas aufpassen – wie überall im Internet. Aber in der Regel trifft man einfach auf ganz viele Gleichgesinnte. Und falls du eher ländlich wohnst, nimm doch einfach die nächstgrößere Stadt ins Visier und schau mal, was es dort gibt.

Ich bin auch mehreren solcher Gruppen beigetreten und habe durch die Treffen (in großen Runden und im öffentlichen Raum) wirklich tolle neue Menschen kennengelernt, mit denen ich mich jetzt auch persönlich verabrede.

Auch lohnt es sich, generell in Suchmaschinen zu experimentieren. Suche doch mal nach Foren oder Blogs zum Heimwerken, zum Tanzen, … Gib Stichworte ein wie „kochen und kennenlernen“ oder „wandern und Alleinreisende“. Probiere es einfach aus und schau, was dir sympathisch erscheint und für dich in Frage kommen könnte.

2. Mache das, was dir Spaß bringt

Kennst du das, dass man irgendetwas schon immer mal machen wollte? Gitarre lernen oder eine Sprache, immer schon mal malen, …

Dann könnte jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür sein, das endlich mal auszuprobieren. Schaue nach, wo Kurse angeboten werden im entsprechenden Bereich. In Volkshochschulen, Familienbildungsstätten, Musikschulen, … Auf diese Weise triffst du immer auf Menschen, die genau das Gleiche gerne mögen wie du. Du schlägst quasi gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Du tust etwas, das du schon lange tun wolltest, und lernst dabei auch noch neue Menschen kennen.

Ich zum Beispiel habe im Fitnessstudio eine Frau kennengelernt, mit der ich mich jetzt einmal die Woche dort verabrede. Und früher habe ich über einen VHS-Theater-Kurs andere Theaterbegeisterte getroffen und wir haben versucht, eine eigene Theatergruppe zu gründen. Und in der Sprachenschule gab es auch ab und an abends spanische Feste, bei denen ich auf viele Gleichgesinnte gestoßen bin.

3. Wenn du umziehst: Erzähle von deinem Vorhaben 

Meine Erfahrung zeigt, dass man auf neue Bekanntschaften treffen kann, indem man sein Vorhaben teilt. Das heißt, wenn du umziehst, dann teile den Menschen um dich herum mit, wo es hingeht. Und vielleicht kennt jemand jemanden, der jemanden kennt … ;-)

So war es auch bei mir. Eine Kollegin hat mich gleich „weitervermittelt“ an Freundinnen, die hier in Lüneburg leben. Und schwupps, fühlt man sich schon gar nicht mehr so allein in der fremden Stadt.

Es vielleicht endlich angehen. Es ist vielleicht Zeit. Das Richtige zu tun. In kleinen Schritten ist es am einfachsten. Ernährung. Gewicht. Gesundheit. Produktivität. Bewegung. Beweglichkeit. Was es auch ist: Du kannst die Sache in die Hand nehmen und es in unserem Training in kleinen Schritten schmerzfrei angehen. Dein Erfolgserlebnis. (Start: Montag 25.9 – letzte Anmeldemöglichkeit: Mittwoch 27.9.)

4. Versuche, Kontakte von früher aufzunehmen 

Ich bin sicher, bei jedem von uns hat sich schon mal eine alte Freundschaft oder Bekanntschaft verlaufen, oder? Denkst du daran manchmal zurück? Dann nutze diese alten Kontakte jetzt ganz konkret. Überleg dir:

  • Von wem weiß ich, dass er oder sie in der Gegend lebt?
  • Mit wem habe ich immer gerne etwas unternommen?
  • Wen davon würde ich gerne noch mal treffen und in Erinnerungen schwelgen oder vielleicht wieder einen intensiveren Kontakt haben?

Um die Personen zu finden, nutze vielleicht andere ältere Kontakte, die du noch hast. Vielleicht kennst du auch den Herkunftsort und die Herkunftsfamilie, die dir beim Auffinden helfen könnte? Oder du bemühst mal eine Suchmaschine im Internet. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wen man alles auf diese Weise wiederfinden kann.

Ich bin zum Beispiel im Dezember in der Stadt ganz unerwartet einer Bekannten über den Weg gelaufen, die ich vor 2 Jahren im Urlaub kennengelernt hatte. Mir war gar nicht bewusst, dass sie hier in der Gegend lebt. Wir quatschten eine Runde und schwupp, war die Verabredung auf den Kaffee eingetütet.

Beziehungen, die mal im Sande verlaufen sind, lohnen also häufig der Auffrischung :-)

5. Engagiere dich ehrenamtlich 

Letztens hatte ich Post von einem Altersheim im Briefkasten. Die suchten Personen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Tatsächlich sind Ehrenämter auch heute noch mit eine der besten Möglichkeiten, Menschen zu treffen. Denn dort kommt man mit Menschen in Kontakt, denen Ähnliches wichtig ist wie einem selbst.

Überleg doch mal, was du gut kannst und natürlich auch gerne machst. Zum Beispiel mit Geld umgehen. Dann könntest du in einem Verein Kassenwart werden. Vielleicht bist du politisch sehr interessiert. Da wäre es eine Möglichkeit, einer Partei beizutreten. Oder du liest gerne vor. Dann könntest du in einem Kindergarten oder in einer Gemeinde eine Lesestunde anbieten.

6. Nutze Gruppenreisen 

Alleine in den Urlaub zu fahren, ist nicht für jeden etwas. Und das muss auch nicht sein. Mittlerweile gibt es ein ganz breites Spektrum an Gruppenreisen. Es gibt Sportreisen jedweder Art, Sprachreisen, Fernreisen, Fastenwanderreisen, Singlereisen … Und das mittlerweile auch wirklich in fast allen Altersklassen.

Ich habe über Sportreisen zum Beispiel ganz viele liebe Menschen kennengelernt. Und wir treffen uns auch nach dem Urlaub noch zum Wandern, Klönen, Kajakfahren, … So wie mit der Bekannten, die ich durch Zufall in Lüneburg wiedergetroffen habe.

Manchmal werden übrigens auch nicht nur mehrtägige Urlaube angeboten, sondern auch mal Tagesveranstaltungen in unterschiedlichen Regionen. Da kann man sich also mal vorsichtig herantasten … Oder man nimmt einfach einen Freund oder eine Freundin mit ;-)

59 Ideen, wo du neue Leute kennenlernst

Und damit du auf noch mehr Ideen kommst, wo du Menschen kennenlernen kannst, haben wir hier eine Liste mit 59 unterschiedlichen Inspirationen für dich. Vielleicht ist ja was dabei, was für dich so oder so ähnlich passt oder dich noch mal auf eine neue Idee bringt ;-)

59 Ideen

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Vielleicht gefällt dir der ein oder andere Tipp? Oder hast du noch Bedenken, weil es zum Beispiel schwerfällt, sich zu der ein oder anderen Umsetzung erstmal zu überwinden? Dann habe ich hier noch ein paar hilfreiche Gedanken für dich, damit du die Tipps leichter umsetzen kannst.

1. Du bist nicht allein mit deinem Wunsch, neue Menschen kennenzulernen

Wenn wir alleine sind, haben wir häufig den Eindruck, dass uns das auch wirklich nur allein so geht. Aber meine Erfahrungen zeigen: Dem ist nicht so. Du bist nicht allein damit, dass du neue Kontakte knüpfen willst. In jeder Stadt oder in jedem noch so kleinen Dorf gibt es Menschen, die nach Gleichgesinnten suchen. Die gerade neu zugezogen sind, die einen Partner verloren haben oder, oder, oder.

Wenn du möchtest, achte doch in der nächsten Zeit mal ganz bewusst auf andere Menschen. Im Zug, im Café, beim Sport … Wer ist vielleicht auch allein? Wer hätte vielleicht Interesse, jemand Neues kennenzulernen? Woran merkst du das? Beobachte einfach mal, was dir auffällt.

2. Andere Menschen machen gerne mit

Es gibt viele Menschen, die gerne mehr mit anderen unternehmen möchten. Aber viele Menschen sind „Mitmachmenschen“. Das heißt, sie organisieren selbst nicht so gerne. Oder sie trauen sich eben nicht. Aber sie machen durchaus sehr, sehr gerne mit, wenn jemand anders etwas initiiert. Und sind dann mit viel Freude dabei. Und das ist eine Erkenntnis, die du gut nutzen kannst. Indem du selbst zum Initiator wirst. Sei es einfach nur ein gemeinsamer Spaziergang oder ein Treffen in einem Café …

Überleg doch mal: Wo könntest du selbst Initiator werden, um neue Menschen kennenzulernen?

3. Andere Altersgruppen sind auch spannend 

Klar ist es toll, wenn wir Menschen um uns herum haben, die ähnlich alt sind wie wir. Weil wir ähnliche Probleme zu meistern haben und uns mit gleichen Fragestellungen beschäftigen.

Aber auf der anderen Seite finde ich, dass es mit dem Alter insgesamt weniger wichtig wird, wie alt die Menschen sind, mit denen wir uns anfreunden. Wichtiger ist es, dass man gleiche Interessen hat und sich austauschen kann. Und es kann ja gerade sehr, sehr spannend sein, wenn man in unterschiedlichen Lebensphasen steckt. Weil man einfach andere Sichtweisen kennenlernt und weil man ganz viel über „andere Zeiten“ erfährt.

Also, versteife dich nicht auf Personen aus deiner Altersklasse. Sei offen für Menschen jeden Alters und mache dir die Vorteile deutlich.

4. Die Welt ist größer als meine Stadt 

Jeder von uns braucht natürlich Kontakte zu Menschen, die auch an dem gleichen Ort wohnen wie wir. Weil wir Menschen in unserem Alltag brauchen, mit denen wir „mal eben“ etwas unternehmen können. Das ist ganz, ganz wichtig.

Auf der anderen Seite möchte ich dich dazu ermuntern, auch über die Stadtgrenzen hinaus Kontakte aufzubauen. Nur weil man weiter voneinander weg wohnt, heißt das nicht, dass man keine Freundschaften pflegen kann. Gerade wenn du schon lange an einem Ort wohnst, kann das nämlich total spannend sein. Weil du dadurch die Chance bekommst, noch mal neue Gegenden kennenzulernen, in die du sonst nie kommen würdest. Und weil du dadurch aus deiner Komfortzone rauskommst und so wieder flexibler wirst für neue Dinge und eben auch offener für neue Bekanntschaften. Und vielleicht lernst du auf der Zugfahrt ja auch noch jemand Neues kennen ;-)

Neue Kontakte zu knüpfen erfordert viel Mut, Selbstüberwindung und auch Ausdauer. Aber diesen Einsatz zu bringen, zahlt sich aus. Weil du dadurch mehr Freude und Zufriedenheit in dein Leben bringst. Weil du dadurch ganz viele spannende Menschen treffen kannst, mit denen du in Zukunft Zeit verbringen kannst.

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Über Barbara Pötter

Barbara Pötter ist Sozialpädagogin, Coach für psychosoziale Beratung und Schreiberin.

Nachdem sie knapp 3 Jahre bei Zeitzuleben als Redakteurin und Kursleiterin mitgewirkt hat, hat sie in Konstanz am Bodensee ihr eigenes Unternehmen aufgebaut.

Unter www.stadtlandfreund.de bietet sie nun Veranstaltungen für Menschen an, die neue Leute kennenlernen möchten und gleichzeitig die Stadt und das Umland besser erkunden wollen. Damit greift sie ein Thema auf, das sie auch hier bei Zeitzuleben aus persönlichen Erfahrungen heraus sehr beschäftigt hat und das viele Menschen in ihrem Leben immer wieder berührt.

Die Abkürzung? Ist das realistisch? Schmerzfreie Veränderung (fast) ohne Willenskraft und Selbstdisziplin Gewicht. Gesundheit. Produktivität. Bewegung. Beweglichkeit. Was es auch ist: Mit unserer neuen Methode lernst du, wie es geht Dein Erfolgserlebnis. (100% Geld-Zurück-Garantie. Start: Montag 25.9 – letzte Anmeldemöglichkeit: Mittwoch 27.9.)

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Kommentare

  • …vielen, vielen Dank !
    Es sind so viele Ratschläge, die -wenn man jung war- selbstverständlich waren, und jetzt waren sie beinahe verschüttet, ich grab’ sie wieder aus…

  • Ihr seid toll. Danke

  • Super Tipps! Ich persönlich weiß wie ein Umzug sein kann also wie fremd man sich dann fühlt. Tipps wie: “Nutze das Internet” und “Versuche, Kontakte von früher aufzunehmen” haben wir damals ungemeint sehr viel geholfen! Ich wünschte diesen Artikel vor meinen Umzug gekannt zu hätten, würde mir aufjedenfall ungelogen viel weiter helfen. :)

  • Hallo zusammen,

    was mir hierzu einfällt. Spontacts. Ich hab zwar einen guten Freundeskreis, aber oft haben wir einfach ganz unterschiedlich Zeit. Und wenn ich mal Zeit habe und Lust habe was mit anderen zu machen, wenn meine Freunde keine Zeit haben, nehm ich an einer Aktivität teil oder organisier eine, wenn ich etwas machen möchte auf das meine Freunde keine Lust haben.

    (sollte das für Euch als Marketing gelten, dann löscht den Beitrag bitte)

    Schöne Grüße
    Julia

  • Hallo miteinander,

    mit hat meetup.com auch dabei geholfen, hier (in Paris) neue Leute kennenzulernen. Am Anfang fand ich es sehr schwierig, mir hier einen neuen Freundeskreis aufzubauen, aber inzwischen bin ich ganz erstaunt, wie viele Menschen es hier gibt, die neue Freunde finden wollen.

    Ich finde Punkt 1 in dem Artikel ganz, ganz wichtig — wenn man sich einsam fuehlt, dann vergisst man so leicht, dass man nicht der/die einzige ist, dem es so geht, sondern dass da draussen ganz viele andere Einsame sind, die nur entdeckt werden wollen, und die moeglicherweise am Ende zu neuen Freunden werden.

    Andere Web-Initiativen speziell fuer Expats sind z.B. expats.com und internations. Mir selbst gibt aber meetup am meisten. Es ist einfach so unkompliziert, man kann neue Dinge ausprobieren, Einheimische, Zugezogene, und sogar Besucher auf der Durchreise, und findet sehr schnell Anschluss und vielleicht auch neue Freunde. Bei mir hat es jedenfalls sehr gut geklappt, und ganz besonders schoen finde ich, dass ich jetzt auch Freunde habe, die aus einem ganz anderen Umfeld kommen als ich selbst. Das finde ich ungeheuer bereichernd.

  • Hi, finde ich alles super, wenn ich mich nur trauen würde.
    Habe vor 5 Monaten schreckliches erlebt und seit Januar arbeitslos, mir ist die heile Welt von Knall auf Fall zerrissen worden.
    Nun suche ich- weiß nicht wo- Leute die auch einsam fühlen. Komme aus Hamburg, kann mir jemand helfen

    • Chiara schreibt am 5. März 2015

      Liebe Dolores,

      das tut sehr leid fuer Dich, Du klingst sehr verzweifelt. Mir ging es vor rund zwei Jahren aehnlich, auch ich bin damals in ein sehr tiefes Loch gefallen. Meinen Job habe ich zwar nicht verloren, dafuer haben meine Kollegen angefangen mich zu mobben, als sie festgestellt haben, dass ich am Boden lag.

      Was mir geholfen hat, war, mir selbst immer wieder Gutes zu tun, auch wenn mir gar nicht danach zumute war. Und wenn es nur eine Tasse Tee oder heisse Schokolade war, die ich mir ganz bewusst in einer kleinen Zeremonie zubereitet habe, und dann ganz langsam, ganz bewusst getrunken haben. Was Nettes zum Essen kochen. Ein heisses Bad oder ein Spaziergang. Yoga und ganz viel Meditation. Viel Geduld mit mir selbst. Ueberhaupt Achtsamkeit. Ein Haufen Selbsthilfebuecher. Tagebuchschreiben. Eine Online-Selbsthilfegruppe zu meinem Thema, in der ich mich so richtig auskotzen konnte und verstanden und aufgefangen wurde von ganz, ganz tollen Frauen (online braucht man da nicht soviel Mut). Ein Therapeut, der mich immer wieder auf die Beine gestellt hat, wenn es gar nicht anders ging.

      Und irgendwann war ich dann soweit. Ich hatte wieder Lust, Dinge zu unternehmen, und habe dann ganz gezielt Anschluss gesucht bei Leuten, die die gleichen Interessen haben wie ich. Zum Anfang war das ziemlich schwierig, und ich musste mich selbst ueberwinden, aber ich habe gleich in den ersten Wochen mehrere Menschen gefunden die einfach Lust hatten mich kennenzulernen. Und die mir soviel mehr nachsehen als ich mir selbst! Aber erst musste ich ueberhaupt wieder herausfinden, was mich eigentlich interessiert, und wen ich ueberhaupt kennenlernen wollte. Der allererste Schritt war sehr schwer, aber der Rest kam dann fast von selbst.

      Jeder muss seinen eigenen Weg finden, um aus so einem Loch herauszukriechen, aber es gibt fuer jeden einen Weg. Ich bin sicher, auch Du wirst ihn finden! Aber gib Dich selbst nicht auf, das ist das Allerwichtigste, und verwoehn Dich, gerade wenn es Dir schlecht geht. Der Rest kommt dann nach und nach schon von alleine.

      Ich wuensch Dir alles Gute!

      Liebe Gruesse,
      Chiara

  • Liebe Barbara,

    ein sehr inspirierender Artikel, der zum TUN anregt. Bei manchem Vorschlag dachte ich: ach mensch ja, na klar – eigentlich simpel, wenn ich manchmal nur nicht so ‘um die Ecke’ denken würde… Manchmal kullern einem die ‘Perlen’ direkt vor die Füße – und: dankenswerterweise auch in Form der hier geäußerten Meinungen oder Hinweise.

    Allen eine gute, achtsame Zeit
    mit schönen Begegnungen

    Regina

  • Hallo

    Seit ich mich an einen Kurs für Line-Dance eingeschrieben habe, habe ich doch einige Leute kennen gelernt. Es sind zwar keine Freunde geworden, aber ich kann ohne weiteres an einen Tanzabend allein hingehen und treffe dort immer wieder Leute, die das selbe Hobby pflegen. Line Dance ist ein super Gedächnistraining, Fitnett und es macht dazu einfach nur riesen Spass.

  • Hallo!

    haben Sie den Beitrag vielleicht für mich geschrieben. Ich befinde mich gerade in so einer Situation.
    Werde meinen inneren Schweinehund überwinden und ab heute testen.
    Danke

  • Hallo,

    vielen Dank für die Tips und Anregungen! Ich habe auch immer wieder was probiert, z.B Ukulele spielen gelernt und darüber Kontakt gefunden, wenn auch unregelmäßig, ab nächste Woche werde ich wieder Theater spielen, doch es bleibt eigentlich eine geringe “Ausbeute” an Kontakten, die Meisten gehen hin zu den Kursen, machen mit und sind dann schnell wieder weg. Bei Freizeitgruppen übers Internet wird es anstrengend und kostspielig, man rennt nur hinterher. Ich hoffe, das die Versuche über die soz. Netzwerke interessant hinsichtlich neuer Kontakte werden können.
    Danke für den Anschubser.

    Liebe Grüße
    Katharina

  • für menschen über 50 könnte ich dir, liebe renata, die folgende website empfehlen:

    http://www.seniorbern.ch

    dies ist nicht nur eine website, sondern es gibt regelmässige verschiedenste ausflüge und lokale treffen.

  • Halllo,
    Ich versuche auch ein neues Beziehungsnetz aufzubauen, wohne zwar schon lange in der gleichne Stadt, trotzdem… Hat jemand so ein Tipp wie Sabine, einfach für die Schweiz? Das wäre wunderbar-:)

    • Dorte schreibt am 1. März 2015

      Hallo,

      ich kenne noch so eine Plattform, die eher internationaler ist.

      meet-up.com Das hat mir eine Freundin aus Frankreich empfohlen.
      Viel Spaß

    • Rita schreibt am 1. März 2015

      renata, wenn du aus dem wort senior und bern eine schweizerische plattform fabrizierst (zusammensetzst), wird aus deinem wunsch vielleicht auch wirklichkeit werden. viel glück!

  • Hallo,
    der Beitrag kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, d. h. als berühmter Zaunpfahl. Ich bin vor knapp einem Jahr nach Niedersachsen gezogen und habe bisher leider keine neuen Kontakte geknüpft (nur oberflächliche “Karteileichen-Bekanntschaften”). Ich vermute, es liegt einmal am persönlichen Zeitmangel (wo viele Aktivitäten schwer umzusetzen sind) und auch am Alter. Jenseits der 40 scheinen die meisten Menschen fest in Familie oder Freundeskreis eingebunden zu sein. Seit Wochen überlege ich, wie ich meine Situation ändern könnte. Durch euren Beitrag fühle ich mich erneut motiviert. Ein Kurs oder ein Ehrenamt klingt gut. Vielleicht klappt es ja nun!

  • Suuuuper Artikel,aber eigentlich sind alle eure Artikel lesenswert und gut umzusetzen(wenn man sich “traut”). Die eigene Komfortzone zu verlassen ist auch noch mal ein riesig großer Schritt! Danke an Euch alle,macht weiter so!

  • Hallo, schöne Ideen, schöner Artikel. Eins fehlt mir doch sehr: Die Nachbarn. Hier habe ich die schönsten (und schwierigsten) Begegnungen meines Lebens gehabt. Man braucht auch keinen Grund, sich mal zu treffen, schließlich ist man die Nachbarin/der Nachbar. Und trau Dich ruhig, den Nachbarn mal um ein Pfund Mehl zu bitten.

    • claudia Kraska-Venjakob schreibt am 1. März 2015

      Hallo SIla,
      kann ich Dir nur zustimmen. Nachbarn sind manches Mal Gold wert.
      Schönen Sonntag,
      Claudia

    • Claudia Gasser schreibt am 1. März 2015

      Hallo! Stichwort Nachbarn: Da hast du recht: Da habe auch ich meine grössten Herausforderungen gefunden ;)

    • Claudia Gasser schreibt am 1. März 2015

      Hallo Zusammen! Manches mal Gold wert aber manches Mal auch eine der grössten und schmerzvollsten Herausforderungen … Einen gemütlichen Sonntag wünsche ich euch aus der Schweiz. Claudia

  • Claudia Kraska-Venjakob schreibt am 1. März 2015 Antworten

    Liebe Barbara,
    ein ganz toller Artikel. Ich habe einige Punkte daraus nach meinem “Verpflanzen” in eine andere Stadt umgesetzt und habe viele neue liebe Menschen kennengelernt.
    Liebe Grüße
    Claudia

  • Hallo,

    zunächst einmal Danke für die vielen Hinweise, Tipps, Ideen etc. Ich habe da echt recht schlechte Erfahrungen und ehr sehr enttäuschende Erfahrungen gemacht. Ich habe schon in sehr vielen Orten in Deutschland gelebt und da auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Es ist zum einen sehr stark von der Mentalität der Menschen vor Ort abhängig. Ich komme ursprünglich aus dem Rheinland, bin also eine Frohnatur, locker und eigentlich auch recht entspannt drauf, kontaktfreudig und hatte nie Probleme Menschen kennen zu lernen. Nun beobachte ich zur Zeit eine Entwicklung die mich sehr nachdenklich stimmt, die Menschen ziehen sich immer mehr zurück, sind unzuverlässig geworden obwohl man immer wieder hört, dass die Menschen sich nach “echten” Menschen sehnen, nicht die 300 Pseudofreunde bei Facebook etc. Nun lebe ich schon seit fast 2 Jahren in Lüneburg, aber das was mich hier erwartet hätte, hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können. Beruflich pendele ich nach HH. Nun ist es so, dass wenn man jeden Tag zur selben Zeit mit dem selben Zug fährt auch immer wieder die gleichen Menschen trifft. Ich bin es gewohnt und kenne es so aus dem Rheinland, nach kurzer Zeit (1 Woche) grüßt man sich, nickt, lächelt sich an, meist entstehen da Smalltalks und in einigen Fällen entwickeln sich Freundschaften. Hier fahre ich nun seit 8 Monaten!!!!!!! mit der Bahn. Die Menschen schauen weg, wenn ich sie anlächel passiert nix, wenn ich grüße auch nicht. Hier passiert nix!!!! Die paar Menschen die ich hier kennengelernt habe stammen nicht aus LG und haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch die allgemeine Stimmung hier ist für mich als Rheinländerin nix. Es wurd immer gesagt “die sturen Norddeutschen”. Ich halte nix von solchen Allgemeinfloskeln, leider kann ich dieses Klische nun nach fast 2 Jahren bestätigen, Schade eigentlich ist Lüneburg ist eine nette Stadt, die mir gut gefällt und ich frage mich, wieso sind die Menschen so? In einer solch netten Stadt. Menschen in einer deutlich unschöneren Gegend sind oft deutlich lockerer und nett. Ob da ein Zusammenhang besteht, keine Ahnung. Fazit, es ist stark von der Region abhängig was die Kontaktsuche angeht. Für mich steht fest, hier kann und will ich nicht dauerhaft Leben, hier geh ich kaputt.

    • Stefan schreibt am 2. März 2015

      Hallo Sophie,
      ich bin vor ein paar Monaten umgezogen, es sind lediglich ein paar Orte weiter, aber dennoch befindet man sich in einem neuen Umfeld. Ich muss dazu sagen, daß ich auch Rheinländer bin und auch dort wohne, neige auch ehr zu einem freundlichen lächeln und sage Hallo. Das kann auch hier in meiner neuen Umgebung zu Irritationen bei Menschen führen die dies nicht gewohnt sind, obwohl sie Rheinländer sind. So zum Beispiel gibt es beim Bäcker um die Ecke auch Verkaufspersonal die sich mit der Erwiderung eines lächeln und einem freundlichem Hallo unheimlich schwer tun. Vielleicht ist sich die Verkäuferin dessen nicht bewußt. Ich werde das noch ein wenig beobachten und ihr dann irgendwann freundlich sagen:” Ein Lächeln würde ihnen gut zu Gesicht stehen. ” Vielleicht helfe ich ihr und mir ja damit?

    • Heike schreibt am 30. März 2015

      Hallo Sophie,

      mir geht es ähnlich. Nun lebe ich schon 14 Jahre im Raum Hannover und pendle seit 6 Jahren nach Braunschweig, die Menschen fühlen sich im Zug fast schon belästigt, wenn man mehr als einen Satz mit ihnen spricht. Die Menschen hier sind sehr stark zentriert auf ihren Raum. Mit einem Akzent oder Dialekt wird man hier als nicht zugehörig angesehen. Aus diesem Grund biete ich Yogakurse an, sodass ich im kleinen Rahmen – für 90 Minuten – soziale Kontakte außerhalb meiner Arbeit habe. In diesem Rahmen bestimme ich die Atmosphäre und das gelingt mir ganz gut und diese Menschen die da kommen sind einfach liebenswert. Allerdings habe ich aktuell nur 3-5 Yogafans. Aber immerhin…
      Viele Grüße
      Heike

    • Alexander schreibt am 8. April 2015

      Hallo Sophie,

      Danke für den Beitrag. War für mich sehr interessant zu wissen, dass die Menschen, die hier geboren wurden, solche Erfahrungen machen.
      Ich bin nämlich ein Ausländer. Wohne zwar schon seit mehr als 20 Jahren in Deutschland, spreche aber mit einem Akzent und bin damit sofort als Fremde identifizierbar.
      Ich würde nich behaupten dass die Leute hierzulande aktiv abgeneigt sind.
      Allerdings ist aus allen temporären Herzlichkeiten bei Gruppenwanderungen im Urlaub, bei Sportvereinen, bei Nachbarschaftskontakten – weiter – nichts.
      Die Rheinlander inklusive, sei bitte dieser Erfahrung nicht böse.
      Ich war neulich in Kanada zum Besuch bei den Freunden – ganz andere Atmosphäre, hängt nicht nur “in der Luft” sondern auch in den Gesichtern der Menschen.
      Dann ist es halt wahrscheinlich so, man sollte von den Leuten nicht erwarten was sie nicht können bzw. nicht gewöhnt sind.

    • Astrid schreibt am 29. Oktober 2016

      Hallo Sophie,

      ich habe genau das gleiche in LG erlebt und bin im August nach 10 Jahren des Nichtankommens zurück nach Hamburg gezogen.
      Wie geht es Dir mittlerweile?

      VG Astrid

  • Toller Artikel. Find ich richtig gut.

    Hätte da noch einen Tipp zu Punkt 1 „Nutzen Sie das Internet.”

    Es gibt eine Seite, wo man ganz schnell Gleichgesinnte treffen kann. Ort- und themenbezogen. http://www.groops.de/

    Dort habe ich damals auch meine Freundin kennen gelernt, mit der ich jetzt 7 Jahre befreundet bin.

    LG, Sabine

    • Heike schreibt am 1. März 2015

      Hallo Sabine,
      das war die Idee schlechthin! Was es da alles in meiner Stadt an Gruppen gibt, ist der Wahnsinn. Jetzt muss ich mich nur noch überwinden :-)
      Danke und LG, Heike

    • Regina schreibt am 2. März 2015

      Danke , liebe Sabine,

      dieser Hinweis ist sehr hilfreich für mich bei meinem kommenden Neustart in Nürnberg.

      LG Regina

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