Wie Sie den Beruf finden, der zu Ihnen passt

5 Schritte für mehr Orientierung

Fragen Sie sich, ob Ihr derzeitiger Job der richtige ist? Sind Sie gefangen im Hamsterrad und suchen den Absprung? Sind Sie arbeitssuchend und wissen nicht, worauf Sie sich bewerben sollen? Egal, ob Sie Berufseinsteiger sind oder bereits viele Jahre Berufserfahrung gesammelt haben, Sie werden immer wieder vor dieser Frage stehen: „Was will ich eigentlich … und schaffe ich das?“ Oft wird diese Frage begleitet von Selbstzweifeln wie „Was kann ich denn überhaupt?“ oder Ängsten wie „Ich muss jetzt die richtige Entscheidung treffen, sonst ist es zu spät“.

Dabei ist die Berufswelt in den letzten Jahren nicht nur in Bezug auf die Anforderungen komplexer geworden, sondern auch im Hinblick auf die Möglichkeiten. Experten- und Führungskräftelaufbahnen werden zunehmend gleichwertig in Unternehmen behandelt, die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nehmen zu, die frühere „Sekretärin“ erfüllt heute ein Aufgabenspektrum zwischen Assistenz, Eventmanagement und Projektorganisation. Hinzu kommen die vielen internationalen Einflüsse, sei es, dass der Supply Chain Manager in die deutsche Automobilindustrie Einzug hält oder deutsche Arbeitskräfte ihre Chancen im Ausland erkennen.

Die Folge von alldem ist, dass es für Jobeinsteiger, -umsteiger oder Arbeitssuchende immer schwieriger wird, eine Orientierung zu finden. Denn der Abgleich von eigenen persönlichen Interessen, Fähigkeiten und Zielen mit den vielen Möglichkeiten auf den Arbeitsmärkten fällt zunehmend schwerer.

Was können Sie tun, um zu mehr Klarheit und Orientierung zu gelangen? Die folgenden fünf Schritte stammen aus meiner Arbeit als Karriere-Coach und haben sich vielfach in der Praxis bewährt. Sie haben das Ziel, Ihr Denken und Handeln im beruflichen, aber auch privaten Kontext zu reflektieren und schließlich konkrete Handlungsschritte abzuleiten, die Sie weiterbringen können.

  • Schritt 1: Was kann ich?
  • Schritt 2: Was ist mir wichtig?
  • Schritt 3: Wo möchte ich hin?
  • Schritt 4: Was hindert mich?
  • Schritt 5: Was tue ich?

Schritt 1: Was kann ich?

Hier geht es um Ihre Fähigkeiten und Ressourcen. Oft vergessen wir, was wir in der Vergangenheit schon alles erlernt und geleistet haben. Insbesondere Menschen, die schon längere Zeit auf der Suche nach einem neuen Job sind und das Gefühl haben, durch eine Absage als Bewerber abgewiesen und nicht gebraucht zu werden, verlieren den Blick für das, was sie können. Dies strahlen sie dann auch in den Bewerbungsgesprächen aus, was die Chancen auf den nächsten Job weiter senkt.

Praxis-Tipp:

Nehmen Sie sich ein leeres, großes Blatt Papier und einen Stift. Lesen Sie die folgenden Fragen und hören Sie auf Ihre Impulse und Antworten, die Ihnen hierbei in den Sinn kommen. Schreiben Sie diese auf. Vielleicht unsortiert, vielleicht auch dort, wo Sie denken, dass der Begriff hinpasst. Lassen Sie die Fragen wirken, lesen Sie sie vielleicht mehrere Male durch. Möglicherweise kommen Ihnen erst nach einigen Minuten Antworten in den Sinn. Bereit …? Dann sind dies die Fragen:

  • Worauf bin ich in meinem Leben besonders stolz?
  • Was ist mir in der Vergangenheit leichtgefallen?
  • Was kann ich gut?
  • Wer oder was gibt oder gab mir Energie?
  • Was glaube ich, wofür andere Menschen mich schätzen?
  • Wer oder was hält oder stützt mich?
  • Wofür bekomme ich Anerkennung?

Wenn Sie fertig sind und Ihnen nichts mehr einfällt, betrachten Sie das, was Sie aufgeschrieben haben, als Ganzes.

Fällt Ihnen etwas auf? Welche Begriffe stammen aus dem beruflichen Kontext, welche Begriffe aus dem privaten/familiären Umfeld? Lassen sich Gruppen von Begriffen bilden, die in irgendeiner Weise zusammenhängen? Was können Sie bei sich selbst wahrnehmen? Hat sich Ihre Stimmung während dieser Übung verändert?

Zu erkennen, was Ihnen Kraft gibt und über welche Fähigkeiten und persönlichen Stärken Sie verfügen, ist eine wichtige Voraussetzung für eine lösungsorientierte Grundhaltung auf Ihrem Weg zu mehr beruflicher Orientierung.

Schritt 2: Was ist mir wichtig?

Bei diesem Schritt geht es um Ihre persönlichen Werte im Leben und im Beruf. Ihre Werte sind das, was Ihnen ganz besonders wichtig ist und ohne das Sie nicht leben bzw. arbeiten möchten. Beispiele für Werte können z. B. Erfolg, Geld, Macht, Anerkennung, Sinn, Pünktlichkeit oder Kollegialität sein.

Erst wenn Sie wissen, was Ihnen im Leben und im Beruf wichtig ist, können Sie auf dieser Basis Ihre Ziele herleiten. Nehmen Sie sich auch hierfür ausreichend Zeit und denken Sie darüber nach, was für Sie und Ihr Leben bisher, heute und in der Zukunft wichtig ist.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

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Praxis-Tipp:

Um Ihren Werten auf die Spur zu kommen, stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Was ist mir in meinem (Arbeits-)Leben besonders wichtig?
  • Worüber rege ich mich oft auf oder was stresst mich?
  • Welcher meiner Werte wird hier missachtet?
  • Was soll ein Leitprinzip in meinem (Arbeits-)Leben sein?
  • Wofür brenne ich?

Notieren Sie Ihre Werte im Leben und im Beruf auf einem Blatt Papier. Machen Sie sich dabei frei von Erwartungen oder Wertevorstellungen anderer, dies ist Ihre Sicht auf die Dinge, denn es ist ja auch Ihr Leben!

Wenn Sie damit fertig sind, betrachten Sie jeden dieser Werte und versuchen Sie, die drei für Sie wichtigsten Werte zu finden.

Ich weiß, dass das Streichen von Werten schwerfällt. Deshalb als Tipp: Bilden Sie Werte-Paare (zum Beispiel: Erfolg – Anerkennung) und streichen Sie den Begriff, der im Vergleich für Sie weniger Bedeutung hat.

Wenn Sie die drei wichtigsten Werte gefunden haben, versuchen Sie, Antworten auf die folgenden Fragen zu finden:

  • Was bedeutet X (Beispiel: Erfolg) für mich?
  • Woran kann ich bemerken, dass ich X (Beispiel: erfolgreich) bin?
  • Wie sehr ist X in meinem heutigen Beruf oder Leben erfüllt?
  • Kenne ich Menschen, die X sind? Was machen diese Menschen anders als ich?
  • Was bräuchte ich, damit X stärker würde?

Werte können sich im Laufe des Lebens verändern. Zu Beginn des Berufslebens stehen häufig Karriere, Geld und Einfluss im Vordergrund, nach mehreren Jahren im Beruf verändert sich die eigene Wertevorstellung oftmals mehr in Richtung Sinn, Anerkennung und Bedeutung der Arbeit.

Während sich Karrieren und Berufslaufbahnen oft irgendwie ergeben und wir im täglichen Job manchmal auch gefangen sind und sich eine regelrechte Gewohnheit einstellt, vergessen wir, uns ab und zu zu fragen, ob das, was wir tun, noch unseren Werten entspricht.

Auf diese Weise ergibt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren vielerseits eine immer größer werdende Differenz zwischen dem, was wir tun, und dem, was uns eigentlich wichtig ist.

Daher ist es so wichtig, sich diese Frage der Werte regelmäßig zu stellen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Werte nicht mehr zu dem passen, was Sie aktuell tun, dann überlegen Sie, was dies für Sie bedeutet. Sie können die Entscheidung treffen, dass es aktuell für Sie so in Ordnung ist, und mit diesem Bewusstsein einfach so weiterleben. Sie können sich aber auch entscheiden, an diesem Zustand etwas zu verändern. Veränderung muss nicht immer eine berufliche Neuorientierung oder einen Jobwechsel bedeuten, auch in Ihrem momentanen Beruf können Sie schon kleine Veränderungen in Richtung Ihrer aktuellen Wertevorstellungen bringen. Ihre Werte bilden die Basis für Ihre Ziele im Leben und im Beruf. Hierum geht es bei Schritt 3.

Schritt 3: Wo möchte ich hin?

Betrachten Sie noch einmal die Werte, die Sie in der vorherigen Übung herausgefunden haben, und denken Sie darüber nach, welche Ziele sich aus diesen Werten ergeben.

Aber Vorsicht: Vielleicht kommen Ihnen Ziele in den Sinn, wie beispielsweise: „Ich möchte weniger Überstunden machen.“ Dies ist ein sogenanntes Vermeidungsziel, denn es drückt aus, wovon Sie wegmöchten, und nicht, wo Sie hinmöchten. Von einem Zustand wegzukommen ist ein ziemlich ungeeignetes Ziel, denn Sie haben nichts vor Augen, dem Sie sich annähern, worauf Sie hinarbeiten können. Formulieren Sie also Ihr Vermeidungsziel so um, dass es zu einem Annäherungsziel wird. Aus dem Beispiel oben könnte werden: „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“

Je detaillierter Sie Ihre Ziele beschreiben können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Weg finden, diese Ziele auch zu erreichen. Ein Beispiel hierfür sind die Mental-Techniken, die Profisportler einsetzen. Ein 100-Meter-Läufer stellt sich in Gedanken vor, wie jede Bewegung, jeder Schritt vom Startblock bis hinter die Ziellinie abläuft. Die mentale Stärke bestimmt bei Profisportlern maßgeblich über deren Erfolg.

Praxis-Tipp:

Schreiben Sie Ihre Ziele auf. Auch hier gilt: Lösen Sie sich von den Erwartungen, Zielen oder Ansprüchen, die andere vielleicht an Sie und Ihr Leben haben. Wenn es Ihr Ziel ist, einmal einen Porsche zu besitzen, dann schreiben Sie „Porsche besitzen“ auf. Das macht Sie nicht sofort zum unsympathischen Materialisten! Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Vielleicht sind hier auch Ziele dabei, die Sie aus heutiger Sicht für unrealistisch oder Wunschdenken halten. Schreiben Sie auch diese auf. Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, Ihre Ziele zu erkennen:

  • Was wollte ich immer schon einmal tun?
  • Was ist mein größter Traum?
  • Was macht mir Spaß und sollte daher verstärkt werden?
  • Was möchte ich im Leben gerne noch erreichen?
  • Was möchte ich mir irgendwann einmal gönnen?
  • Wer soll bei mir sein?
  • Worauf möchte ich im Alter zurückblicken?
  • Was soll von meinem Leben bleiben?

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Ziele! Je länger Sie darüber nachdenken, desto mehr Ideen werden Ihnen einfallen. Wenn Sie denken, dass Sie fertig sind, betrachten Sie das Ganze. Welche Ziele lassen sich aus heutiger Sicht schnell oder einfach umsetzen, welche Ziele erscheinen noch sehr weit entfernt? Ist es realistisch, die Ziele zu erreichen? Wie passen Ihre Stärken, Werte und Ziele zusammen? Gibt es Zusammenhänge? Wie geht es Ihnen beim Anblick Ihrer Ziele?

Ihre Ziele bei dieser Übung zu Papier zu bringen ist sehr wichtig. Wir denken häufig, dass wir unsere Ziele „im Kopf“ haben, bemängeln aber gleichzeitig, deren Umsetzung nicht zu schaffen. Die eigenen Ziele zu visualisieren, konkret auszuformulieren und vor sich zu sehen, ist ein wichtiger Schritt für unser Bewusstsein und die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung. Heben Sie Ihre Notizen auf oder ergänzen Sie sie mit der Zeit. So haben Sie Ihre Ziele immer im Blick.

Schritt 4: Was hindert mich?

Diese Frage ist gemein, das weiß ich. Eben noch haben Sie sich in schillernden Farben ausgemalt, was Sie gerne erreichen möchten, und nun kommt die Frage, was Sie bremst und daran hindert oder vielleicht auch in der Vergangenheit daran gehindert hat, Ihren Weg zu gehen. Doch diese Frage ist wichtig, um das eigene Bewusstsein dessen zu schärfen, wie Sie mit Ihren Blockierern im Kopf umgehen. Stimmen, die vielleicht sagen „Du schaffst das eh nicht!“ oder „Das ist viel zu riskant!“ oder „Was sollen die anderen denken!“.

Es geht hierbei nicht darum, Ihre Ängste und Sorgen wachzurütteln oder diese Stimmen endlich zum Schweigen zu bringen, sondern vielmehr einen Weg zu finden, mit diesen Stimmen zu leben und sie vielleicht sogar zu nutzen, um Ihre Ziele zu erreichen. Klingt unmöglich, denken Sie vielleicht?

Praxis-Tipp:

Betrachten Sie noch einmal das Blatt mit Ihren Zielen und denken Sie dabei auch an Ihre momentane Situation und die letzten Monate. Was hindert Sie daran, Ihren Weg zu gehen? Schreiben Sie auf ein neues Blatt, was Ihnen alles als Blockierer, störende Gedanken oder Gefühle in den Sinn kommt. Dies können Begriffe wie zum Beispiel „Ungeduld“, „Angst vor Entscheidungen“ oder „Faulheit“ sein. Hier wird Ihnen bestimmt etwas einfallen, von dem Sie wissen, dass es Sie schon häufig im Leben oder im Beruf ausgebremst hat.

Wenn Sie fertig sind, betrachten Sie jeden dieser Begriffe und versuchen Sie, folgende Fragen zu beantworten:

  • In welchen Situationen bin ich X (Beispiel: ungeduldig)?
  • Wozu führt X (Beispiel: die Ungeduld)?
  • Angenommen, X hätte etwas Positives, was könnte das sein?
  • War es einmal wichtig in meinem Leben, X zu sein?
  • Welche Rolle spielt X heute in meinem Leben? Ist es immer noch wichtig, X zu sein?
  • Was kann ich tun, damit X mich nicht mehr so stark blockiert?
  • Was kann ich vielleicht auch tun, um das Positive von X für meine Ziele zu nutzen?

Es geht hierbei nicht darum, die Blockierer durch die rosarote Brille zu betrachten und schönzureden. Vielmehr geht es um das Bewusstsein dieser „inneren Stimmen“ und deren Akzeptanz. Jede dieser Stimmen hat aktuell oder hatte in der Vergangenheit ihre Berechtigung und ist heute oder war früher für Ihr Leben wichtig. Die Angst, Entscheidungen zu treffen, beschützt Sie beispielsweise vor unüberlegten, zu schnellen Entscheidungen.

Sie werden feststellen, dass jeder Ihrer Blockierer, die Sie für sich notiert haben, auch immer etwas Positives haben kann. Sie sind der Chef dieser Stimmen und können selbst bestimmen, ob und wann sie zu Wort kommen und was sie bewirken sollen.

Schritt 5: Was tue ich?

Los geht’s! Wenn Sie hier angekommen sind, wissen Sie,

  1. welches wertvolle Rüstzeug Sie mitbringen,
  2. was Ihnen in Ihrem Leben wichtig ist und
  3. was Sie gerne erreichen möchten.

Sie kennen außerdem die Kritiker in Ihnen, die Sie bisher manchmal zu stark an der kurzen Leine gehalten haben, und können durch das neue Bewusstsein lernen, mit ihnen auch selbst-bewusster umzugehen. Damit sind die besten Voraussetzungen erfüllt, um mit der Umsetzung zu beginnen.

Praxis-Tipp:

Nehmen Sie sich zunächst eines Ihrer Ziele vor, dessen Umsetzung Sie gerne angehen möchten. Es ist egal, ob es ein Ziel ist, was Sie kurzfristig umsetzen können, oder ein Ziel, bei dem die Umsetzung vielleicht auch mehrere Jahre dauern kann. Folgende Fragen können Ihnen helfen, einen passenden Weg hin zu diesem Ziel zu finden:

  • Wie nah sind Sie Ihrem Ziel heute (1 = ganz weit weg, 10 = Ziel erreicht)?
  • Waren Sie Ihrem Ziel schon einmal näher? Was war zu dieser Zeit anders als heute?
  • Was haben Sie schon unternommen, um Ihrem Ziel näher zu kommen?
  • Was hat dabei schon einmal gut funktioniert? Können Sie das auch heute noch nutzen?
  • Woran würden Sie bemerken, dass Sie einen Schritt weiter in Richtung des Ziels sind?
  • Woran könnten andere Menschen in Ihrem Umfeld bemerken, dass Sie weiter sind?
  • Was können Sie tun, um einen Schritt weiterzukommen?

Je kleiner und detaillierter Sie die einzelnen Schritte in Richtung Ihres Ziels beschreiben können, umso besser. Und dann gehen Sie diesen ersten kleinen Schritt. Und den nächsten kleinen Schritt. Und wieder einen Schritt. Achten Sie darauf, dass SIE jeden Schritt gehen – nicht andere für Sie! Sich darauf zu verlassen, dass Freunde, Familie oder Arbeitskollegen Sie einen Schritt weiterbringen, ist nicht förderlich. Holen Sie sich dort Hilfe, wo andere Menschen Sie auf Ihrem Weg unterstützen können. Aber verlassen Sie sich nicht darauf, dass die anderen schon dafür sorgen werden, dass Sie Ihr Ziel erreichen. Das haben nur Sie in der Hand und sind hierfür alleine verantwortlich!

Nochmal kurz zusammengefasst:

Die Grundlage für positive Veränderungen sowohl im Beruf als auch in Ihrem Privatleben ist ein Bewusstsein Ihrer Fähigkeiten, Ressourcen und Potenziale.

Mit der ersten Übung haben Sie Ihren Fokus auf das gelenkt, was in Ihrem Leben heute oder in der Vergangenheit gut war und was Ihnen Kraft und Energie gibt.

Mit dem zweiten Schritt und der Frage „Was ist mir wichtig?“ haben Sie Ihre aktuellen und zukünftigen Wertevorstellungen hinterfragt und konnten Klarheit darüber gewinnen, ob das, was Sie heute tun, noch Ihren Werten und Zielen im Leben und im Beruf gerecht wird.

Die bloße Erkenntnis, dass Sie etwas verändern möchten, ist als Basis für eine Neuorientierung aber noch nicht ausreichend. Mit Schritt 3 konnten Sie zu mehr Klarheit über Ihre Ziele gelangen. Denn je bewusster Sie sich Ihre Ziele als einen Zustand vorstellen, den Sie für sich erreichen möchten, desto erfolgreicher werden Sie die Umsetzung meistern.

Trotzdem gibt es im Leben Blockaden, die Sie zurückhalten. Dieser Blockierer konnten Sie sich mit dem 4. Schritt bewusst werden. Es geht nicht darum, die Blockierer zu eliminieren, denn sie gehören zu Ihrem Leben dazu. Bewusstsein und Klarheit über die Blockierer hilft Ihnen vielmehr, mit diesen umzugehen und selbst entscheiden zu können, ob sie Sie auf Ihrem Weg behindern dürfen.

Und wie Sie es schaffen können, Ihren Weg in Richtung Ihrer Ziele zu gehen, haben Sie in Schritt 5 erarbeitet. Verstärken Sie das, was schon einmal gut funktioniert hat. Verlassen Sie aber auch Ihre sichere Komfortzone und probieren Sie Neues aus.

Für Ihre berufliche Neu- oder Umorientierung haben Sie mit diesen Schritten die Voraussetzungen geschaffen, um gezielter nach passenden Job-Angeboten, Arbeitgebern oder Branchen zu suchen. Oder Sie tragen sich mit dem Gedanken, sich selbständig zu machen. Insbesondere hierfür ist es wegen des häufig hiermit einhergehenden finanziellen Risikos wichtig, sich aller persönlichen Voraussetzungen und eigenen Ziele bewusst zu werden.

Welchen Weg Sie auch für sich einschlagen werden, ich wünsche Ihnen hierbei viel Erfolg und vor allem Glück und Zufriedenheit!

Über Dr. Bernd Slaghuis

Dr. Bernd Slaghuis appelliert an die Selbstverantwortung jedes Einzelnen für sein Leben. Der Ökonom und Systemische Coach hat sich auf Fragen der Neuorientierung im Beruf spezialisiert, betreibt eine Coaching-Praxis in Köln und ist zudem als Strategieberater für Unternehmen sowie als Dozent und Redner tätig. Sein Leitsatz: „Glück und Zufriedenheit sind die Basis für Gesundheit und Erfolg im Leben.“ Er ist überzeugt, dass jeder das nötige Rüstzeug und die Möglichkeiten besitzt, das zu tun, was ihn glücklich macht. Er bloggt unter dem Titel Perspektivwechsel auf blog.bernd-slaghuis.de

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