Wissenswertes: Was uns wirklich zufrieden macht

Zufriedenheit

Ratgeber zum Thema Glück und Zufriedenheit gibt es ja wie Sand am Meer. Doch auch im Sand findet man ab und an mal einen besonderen Schatz. So ein Schatz ist die Grant-Studie. Das ist eine groß angelegte Langzeitstudie, die seit über 75 Jahren läuft und sich mit der Frage beschäftigt: „Was macht ein gelungenes Leben aus?“

Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungen zur Zufriedenheit

Für die Studie werden seit dem Jahre 1938 in regelmäßigen Abständen 268 männliche Harvard-Absolventen befragt. Das heißt, die untersuchte Gruppe ist relativ homogen, was auch der größte Kritikpunkt an dieser Studie ist. In der Befragung geht es um die Themenkomplexe „körperliche und mentale Gesundheit“, die „Qualität der Ehe“ und die „Freude am Beruf“ bzw. „die Erfahrungen mit dem Rentnerdasein“.

Die dabei angelegten Kriterien für ein gelungenes Leben sind:

  • die psychische und körperliche Gesundheit, welche von Medizinern beurteilt wird, sowie
  • die eigene Einschätzung der Zufriedenheit.

Ziel der Studie war es, statistisch belegte Antworten auf die Frage nach einem guten Leben zu finden.

Die Ergebnisse sind in vielerlei Hinsicht vielleicht nicht besonders neu oder überraschend. Der wenig überraschende Teil der Ergebnisse lautet:

Die Wahrscheinlichkeit für ein gelungenes Leben steigt …

  • durch regelmäßige körperliche Aktivität,
  • wenn man kein Übergewicht hat,
  • wenn man nicht raucht und
  • wenn man wenig Alkohol konsumiert.

Eine wirklich spannende Erkenntnis

Und nun die spannende Erkenntnis: Der mit Abstand wichtigste Faktor für ein gelungenes Leben ist die Qualität der Beziehung zu den Mitmenschen. Wer es schafft, echte und tiefe Verbindung mit anderen Menschen herzustellen, ist am glücklichsten.

Oder wie George Vaillant, der langjährige Leiter dieser Studie, es kurz und knapp formulierte: „Glück ist Liebe.“ Und das bezieht sich nicht nur auf partnerschaftliche Liebe, sondern auch auf die Beziehung zu Freunden und den Eltern.

Es lohnt sich also, wenn wir beständig daran arbeiten, die Beziehung zu unseren Mitmenschen zu verbessern und zu vertiefen. Denn das ist es scheinbar, was uns wirklich glücklich macht. Dies gilt so zumindest für die Teilnehmer dieser Studie.

Falls du noch mehr über die Grant-Studie lesen möchtest, hier ein paar weiterführende Links:

Laboratory of Adult Development – Massachusetts General Hospital: http://www.massgeneral.org/psychiatry/research/adult_dev_study.aspx (gefunden: 19.02.2014)

Langzeitstudie: Wie ein glückliches Leben gelingt http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/grant-studie-wie-ein-zufriedenes-leben-gelingt-a-851729.html (gefunden: 19.02.2014)

Kann man Glück lernen? http://www.zeit.de/2012/01/Glueck-lernen (gefunden: 19.02.2014)

Triumphs of Experience: The Men of the Harvard Grant Study – George E. Vaillant: http://www.amazon.de/Triumphs-Experience-Harvard-Grant-Study/dp/0674059824/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1392825659&sr=8-1&keywords=george+vaillant

 

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Kommentare

  • Zufrieden sein ist große Kunst, —
    Zufrieden scheinen ,bloßer Dunst,-
    Zufrieden werden großes Glück
    Zufrieden bleiben :MEISTERSTÜCK.!!

    Wer kennt diese Zeilen nicht,?? Hallo Mathias, braucht man dazu eine extra Studie um das zu erreichen??
    Glück und Zufriedenheit???? Ehrlich gesagt ich bins zur Zeit auch nicht!!:-( Aber Beziehungen zu anderen Menschen die mein Leben berreichern könnten fällt mir auch schwer. Noch einen guten Sonntag. Mit frdl. Gruß Ulrike

  • Demnach müssten ja diejenigen, die allein zu einer Weltumseglung aufbrechen, kreuzunglücklich sein. Aber das ist dann wohl auch nicht der typische Harvard-Absolvent – und genau das kritisiere ich an diesem Artikel: Die Verallgemeinerung von einer ganz spezifischen untersuchten Gruppe (US Bürger, männlich, jung, Akademiker, aus gutem Haus / ohne finanzielle Sorgen oder gar Existenzängste) auf alle Menschen.
    Die Ergebnisse dürften zudem noch vielfältiger werden, wenn man die Teilnehmer zunächst mal fragen würden, was sie denn unter “Glück” verstehen (Begriffsklärung).

  • Danke!
    Sehr lesenswert ist auch das Buch von George Vaillant (übersetzt von Lieselotte Mietzner) “Werdegänge – Erkenntnisse der Lebenslauf-Forschung” (Rowohlt Verlag)

    Eine schöne Woche wünscht
    Sigrid Engelbrecht

  • Guten Morgen,
    auch ich bedanke mich für die Studie und sie macht so hoffnungsvoll, weil es doch so einfache Dinge sind, die zufrieden machen – jetzt muss man sie nur noch umsetzen.
    Das Buch von Albon Mitch habe ich auch gelesen und das hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.
    Allen hier einen zauberhaften und erholsamen Sonntag
    Brigitte Hettenkofer

    • Ismir Übel schreibt am 6. März 2014

      Nicht jeder dürfte Ihnen darin zustimmen, dass Beziehungen zu den einfachen Dingen gehören. Insbesondere die zu Menschen, mit denen wir nicht verwandt oder bekannt sind. Erst recht nicht zu denen aus anderen Kulturkreisen. Desweiteren ist das Pflegen von Beziehungen durchaus nicht immer Vergnügen, sondern ein Stückweit Arbeit.

  • Danke für die Studie! Ein schönes Buch, aus dem das auch deutlich hervorgeht ist “Dienstags bei Morrie” von Mitch Albom. Morrie ist Mitch’s alter Professor, den Mitch während der letzten Monate seines Lebens eng begleitet. Die 2 tauschen sich über das aus, was das Leben lebenswert macht. Beziehungen zu anderen Menschen spielen dabei einen wichtigen Faktor.
    Viele Grüße,
    Katrin

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