Wie du anhand eines heiteren Wortspiels viel Gelassenheit lernen kannst

Gelassenheit. Eigentlich ein Wort. Aber was bedeutet eigentlich Gelassenheit?

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr brennt es mir unter den Nägeln, das Wort aufzusplitten. Aus eins mach drei: Ge-lassen-heit. Das habe ich schon mal in einem Seminar mit einem anderen Begriff gemacht. Und das hat unheimliche Wirkung gebracht. Denn man findet auf einmal noch ganz andere Ideen, was das Wort bedeuten könnte. Ich möchte das jetzt also auch mit dem Begriff Gelassenheit machen. Ge-lassen-heit.

Für mich springen daraus direkt drei Wörter ins Auge:

Gehen – Lassen – Heiterkeit

Ich finde diese drei Wörter an sich schon sehr aussagekräftig, um den Begriff Gelassenheit zu beschreiben. Aber vielleicht können wir ja noch mehr aus den Begriffen rausholen. Also was steckt noch konkreter hinter jedem einzelnen Wort? Denn bisher sind sie doch erstmal sehr allgemein. Also habe ich mal gebrainstormt, im Duden geschaut und andere Menschen gefragt.

Schau mal, was dabei alles zusammengekommen ist, und lasse die Begriffe auf dich wirken. Und vielleicht stellst du dir dabei die Frage, was die einzelnen Wörter oder Ausdrücke für dich mit Gelassenheit zu tun haben.

Also, los geht’s!

Gehen

Aus der Situation gehen – Jemanden verlassen – Etwas Neues anfangen gehen – Auf jemanden zugehen – Spazieren gehen – Aufrecht gehen – Es geht bergauf – Sich abkehren – Etwas funktioniert – Konform gehen – Etwas geht verloren – „Baden“ gehen – Schlafen gehen – Spazieren gehen – Gemächlich unterwegs sein – Nicht stehen bleiben – Nach vorne schauen – Gehversuche starten – Auf sicheren Füßen stehen – In sich gehen – D’accord gehen … usw.

Lassen

Etwas hinter sich lassen – Jemanden in Ruhe lassen – Etwas sein lassen – Sich loslösen – Die Konzentration auf etwas anderes lenken – Sich distanzieren – Etwas unterlassen – Jemandem etwas zugestehen – Etwas erlauben – Etwas zulassen – Etwas bewirken – Gefühle abklingen lassen – Jemandem etwas überlassen – Etwas so lassen, wie es ist – Etwas Neues hereinlassen – Etwas abgeben – Etwas ermöglichen – Sich etwas nicht gefallen lassen … usw.

Heiterkeit

Die Dinge nicht zu ernst nehmen – Positiv in den Tag starten – Lachen – Vor sich hin grinsen – Einen Witz machen – Beschwingt sein – Freude in die Welt bringen – Ausgelassen sein – Etwas mit Humor nehmen – Über sich selbst lachen können – Erfüllt sein von etwas – Innerlich ausgeglichen – Etwas durch sich hindurchfließen lassen – Lebensfreude – Erregung – Vitalität – Glückseligkeit – Kreativität – Einfallsreichtum – Vergnügen – Freude am Tun … usw.

Puh, ganz schöne viele Möglichkeiten für einzelne Begriffe, oder? Und vielleicht fallen dir selbst ja auch noch mehr ein … Ich möchte dich jetzt auf jeden Fall einladen, für dich mal kurz zu reflektieren, was die Wörter bei dir ausgelöst haben.

Welche Begriffe haben dich beim Lesen besonders angesprochen? Warum haben diese Begriffe dich wohl angesprochen? Hast du dabei vielleicht gerade an eine konkrete Situation gedacht?

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Nutze diese kleine und einfache Reflexionsübung ruhig für dich – auch im Alltag. Immer dann, wenn du gerade in einer stressigen, überfordernden, ängstigenden, verärgernden, … Situation bist. Dann frage dich doch: Was könnte mir gerade helfen im Sinne von „Gehen – Lassen – Heiterkeit“? Welche konkretere Bedeutung jedes Wortes ist für mich in dieser Situation gerade passend?

Ein Beispiel: Du ärgerst dich gerade total über deine Kollegin, weil die ihre Arbeit nicht vernünftig gemacht hat. Und deswegen hast du jetzt einen sehr verärgerten Kunden am Telefon.

Dann frage dich, welche Bedeutungen der Wörter Gehen, Lassen, Heiterkeit dir da gerade helfen könnten:

Gehen: Aus der verärgernden Situation gehen und erstmal tief Luft holen und überlegen, was ich tun kann.

Lassen: Das Gefühl der Verärgerung abklingen lassen, damit ich danach wieder klar denken kann. Eine Lösung könnte sein, sich von der Verantwortung loszulösen, denn es bin ja nicht ich, die ihre Arbeit nicht ordentlich gemacht hat. Der Kollegin müsste das eigentlich unangenehm sein und nicht mir.

Heiterkeit: Ich versuche die Sache positiv zu sehen, denn letzten Endes war das Gespräch mit dem Kunden gut gelaufen und ich konnte ihn besänftigen. Und er hat sich für das Gespräch bedankt. Ich lache über mich selbst, dass ich mich mal wieder über meine Kollegin ärgere.

Wenn du das machst, also an diese drei Begriffe denkst – Gehen, Lassen, Heiterkeit – und überlegst, was sie gerade mit der Situation zu tun haben, dann hast du quasi automatisch auch schon drei Lösungsmöglichkeiten, um in der Situation zu reagieren – gelassen zu reagieren.

… und ich werde jetzt mal den Artikel so lassen, wie er ist (und nicht noch 1000 Mal drüber nachdenken), und gehe nun beschwingt nach Hause :-)

Wie findest du diesen Beitrag?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (64)
Loading...
 

Über Barbara Pötter

Barbara Pötter ist Sozialpädagogin, Coach für psychosoziale Beratung und Schreiberin.

Nachdem sie knapp 3 Jahre bei Zeitzuleben als Redakteurin und Kursleiterin mitgewirkt hat, hat sie in Konstanz am Bodensee ihr eigenes Unternehmen aufgebaut.

Unter www.stadtlandfreund.de bietet sie nun Veranstaltungen für Menschen an, die neue Leute kennenlernen möchten und gleichzeitig die Stadt und das Umland besser erkunden wollen. Damit greift sie ein Thema auf, das sie auch hier bei Zeitzuleben aus persönlichen Erfahrungen heraus sehr beschäftigt hat und das viele Menschen in ihrem Leben immer wieder berührt.

Das eigene Leben besser machen

Endlich, endlich, endlich diese eine Sache bewältigen

Das Selbstcoaching-Programm zeigt dir, wie du deine Probleme aus eigener Kraft löst. Damit du diese Sache hinter dir lassen kannst.

Verbessere deine Lebensfreude durch Wissenschaft

15 einfach umzusetzende Tricks und Vorgehensweisen, mit denen du deine Lebensfreude in kleinen Schritt verbessern kannst.

Finde deine Klarheit, deinen Fixstern, deinen Kompass.

Mit diesem Selbstlernkurs findest du mehr über dich heraus, als du vorher für möglich gehalten hast. Auf eine gute Art. Finde deinen Kompass

Auch interessant?

Kommentare

  • Danke, schöne Info. Muss gerade ein Beziehungsende verarbeiten. Auch wenn ich weiß das es richtig ist, fehlt mir die Gelassenheit.

    Vielleicht kann ich jetzt besser damit umgehen.

  • Danke für den schönen Artikel und die Postings. Ich habe über meinem PC den Spruch von Georg Moser ‘Gelassenheit gewinnt man in der Besinnung auf das Wesentliche’ hängen. Der bringt mich oft zurück zum Naheliegenden, das man in der Hektik oft übersieht.

  • Alexandra Bischoff
    Dr. Alexandra Bischoff schreibt am 11. September 2014 Antworten

    Sehr schön und anregend, vielen Dank!
    Eine kleine Ergänzung: Für eine Freundin auf den Weg zum Pilgern fiel mir das Wort GEHlassenheit ein. :-)

  • Man sollte auch noch hinzufügen das man gehen lassen auch zusammen betrachten sollte also eine Situation gehen lassen und sich mit gelassenheit nicht davon stören lassen oder ärgern

  • Dazu fällt mir spontan folgender aussagekräftiger Spruch ein:

    Herr, gib’ mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich NICHT ändern kann.

    Gib’ mir den Mut, Dinge zu ändern, die ICH ändern kann.

    Und gib’ mir die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden!

    Sicher, sollte man seinen täglichen Unbill schlucken, da das als wenig effektiv anzusehen ist.

    Aber auch wenn man nichts (aktiv) machen kann, kann es auch hilf-reich sein, die entsprechenden Institutionen auf etwaige Missstände hinzuweisen.

    Als ich in den Mitt80ern in der Nähe bei AK Altona zur Schule ging, gab es noch die alten Busse, die hinten drei Stufen und mittig einen Hand-lauf hatten. Mir fiel damals auf, dass vor allem Leute mit (Klein-)Kinder-wagen mit dem Ein- und Ausstieg Probleme hatten und immer der Hil-fe mit anfassender Mitfahrer bedurften.

    Daraufhin habe ich dem HVV geschrieben und habe ihnen meine Be-obachtung geschildert und gefragt, ob sich da nicht etwas machen lie-ße.

    Ich gab ihnen zu verstehen, dass ich kein Problem damit hätte, son-dern mir vielmehr Gedanken um meine mobilitätseingeschränkten Mit-menschen machte.

    Das veranlasste sie (HVV) dazu, mich anzurufen. Der Mitarbeiter sprach mich auf mein Schreiben an und wollte prompt wissen, wie alt ich bin. Ich war damals 14 oder 15 Jahre alt.

    Er war schwer beeindruckt davon, dass so ein junger Mensch sein Um-feld so genau beobachtete und sich über dieses und jenes Gedanken machte.

    Denn die (meisten) Teenies sind ja meist viel zu sehr mit sich (und ih-rer Pubertät) beschäftigt.

    Dann ließ er mich wissen, dass deren Ingenieure bereits mit der Behe-bung des Problems befasst waren.

    Demnächst würde es einen Probelauf mit dem “Kneeling-System”-Bus-sen geben.

    Zur Erklärung: “to kneel”: knien. Die Busse mit dem “Kneeling-System” sind mit einer herabsenkbaren Hydraulik ausgestattet, die den Leuten den Ein- und Ausstieg erheblich erleichterte.

    Gelassenheit heisst aber auch, sich selbst vom ärgsten “Rumpelstilz-chen” nicht aus der Reserve locken zu lassen.

    Der ehemals beste Kumpel meines Lebensgefährten vertrat die An-sicht (innere Haltung), dass nur ER Recht hatte. Alle anderen waren (zwangsläufig) im chronischen Unrecht.

    Was er aber so gar nicht leiden konnte, waren Antworten, die ihm kei-ne Angriffsfläche boten.

    Anworten wie “Aha!”, “So so” oder “…na ja, wenn du denn meinst” konnte er so gar nicht verknusen!

    Seinetwegen habe ich damals sogar die Polizei gerufen, weil er mir ge-genüber unverschämt wurde und mich mit “Schlampe” und derglei-chen beschimpft hat.

    Gelassenheit bedeutet aber auch, (für sich) nicht den Anspruch zu haben “Everybody’s Darling” zu sein (zu wollen).

    Fakt ist, dass man nicht immer allen gerecht werden kann.

    Es bedarf den Mut zur “Lücke” – sicher, aber Aufrichtigkeit ist immer besser als die gespielte “Kompetenz” (“gefährliches Halbwissen”).

    Allerdings: Man muss nicht alles wissen – man muss nur die (erforderli-chen) Quellen kennen, die es “anzuzapfen” gilt.

    Diese “Quellen” müssen nicht zwingend gedruckt sein, sondern kön-nen auch Leute sein, die von einer Sache mehr Ahnung haben als man selbst.

    Einen Weg von A nach B mit dem ÖPNV zu beschreiben ist für mich ein Leichtes. Aber einen Motorisierten (ganz bewusst so pauschal ausge-drückt) wohin zu lotsen würde ich kläglichst scheitern.

    Also bringe ich die Motorisierten zusammen, so dass der eine dem an-deren den Weg beschreiben kann. Somit ist der eine zufrieden und ich habe mir einigen Ärger (des Motorisierten mir gegenüber) erspart.

    “Gelassenheit” heisst auch, in die Fähigkeiten eines Menschen zu ver-trauen – auch wenn einem dabei noch so mulmig ist.

    So bin ich (und ich hatte damals einen Schwerbehindertenausweis mit 100 % MdE – Minderung der Erwerbsfähigkeit – und die Merkmale “h” – hilflos – und “B” – sinngemäßer Wortlaut: Bedarf ständiger Begleitung ist/ gilt als erwiesen/ nachgewiesen) ALLEIN ins “Legoland” im däni-schen Billund gefahren (ein Angebot der Deutschen Bahn AG – in dem Ticket sind Hin- und Rückfahrt, Eintritt und ggf. der Transfer zum Ziel-ort mit inbegriffen).

    Meiner Mutter war allein bei der Vorstellung, ich ganz allein (ohne Be-gleitung) im fremden Dänemark oftmals nicht ganz wohl zumute.

    Doch schlussendlich hat sie in meine Fähigkeit vertraut, dass ich wohl-behalten heimkäme.

    Nicht selten habe ich mich – wenn ich wohin wollte, wo ich noch nie zu-vor war – mit dem Stadtplan und dem Fahrplanbuch hingesetzt und ge-schaut, wie ich dahin komme.

    Um so lästiger war, dass mich die Mutter meines heute zweiten Ex we-niger als seine Partnerin, denn mehr als seine “Nanny” begriffen hat.

    So bald der Treffpunkt beweglich war (dass er an diesem oder jenem Bahnhof um Zeit x in diese oder jene Bahn steigen sollte) oder abzuse-hen war, dass er wo einmal und dann nie wieder hinkäme, gab es (mit der Mutter) Terz!

    Am liebsten wäre ihr gewesen, wenn ich ihn am besten noch von der Wohnungstür abgeholt, beim Patschehändchen genommen hätte, mit ihm z. B. nach Ohlstedt gefahren wäre und abends wieder zurückge-bracht hätte!

    Mit Mitte 40 lebt er immer noch bei seinen Eltern. So wie ich seine Mut-ter kennen gelernt habe, liegt das primär an ihr. Sie kann ihn einfach nicht ziehen lassen.

    Selbst ein gemeinsamer Ex-Klassenkamerad von uns schätzt, dass die-ser (mein zweiter Ex) niemals im Stande sein würde, jemals eine eige-ne Wohnung zu führen.

    Wenn seine Eltern irgendwann nicht mehr sind, würde er lebenslang in einer betreuten Einrichtung verbleiben müssen.

    Im Grunde muss er einem echt leid tun: Denn seine Mutter weiss nicht (ist sich nicht so wirklich bewusst), was sie ihm antut.

    Sehr wahrscheinlich hofft sie immer noch für ihr großes “Kleinkind” ein neues Kindermädchen zu finden! Fast acht Jahre meines Lebens habe ich auf DEN verplempert! Das hat ehrlich gereicht!

    Aber um auf die Gelassenheit zurückzukommen:

    Mit zur Gelassenheit gehört auch ein (für sich) reines Gewissen und das Vertrauen, dass – egal, was kommen mag – alles (nahezu alles) für einen zum Positiven wendet (wenden kann).

    Wegen dem großen “Kleinkind” war damals auch bei mir eine Arbeits-erprobung ganz gründlich in die Grütze gegangen.

    Nicht zuletzt, weil mir (aufgrund der von “aussen” eingeimpften Verant-wortung) ständig der Gedanke durch den Kopf gespukt ist: Was würde aus ihm werden, wenn man mich gleich zur Ausbildung da (damals: Hannover) behielte?

    Nach der gescheiterten Arbeitserprobung war ich zunächst bei GRO-NE. Währenddessen erhielt ich Post vom Arbeitsamt.

    Darin wurde mir eine erneute Arbeitserprobung – dieses Mal aber im Bremer Reichsbund Berufsbildungswerk – bewilligt. Angesichts dessen dass bei denen oft eine Hand nicht weiss, was die andere macht, hielt ich es zunächst für einen Irrläufer und habe es nicht weiter beachtet.

    Doch dadurch dass mein kaufmännischer G-Lehrgang (in dem das Ba-siswissen für diesen Beruf vermittelt wird) ebenfalls vom Arbeitsamt bewilligt worden war, wusste man um meinen Verbleib.

    Ich musste zum Textverabeitungsunterricht, welcher im EDV-Raum stattfand. Der Weg in diesen führte mich unweigerlich am Büro mei-nes damaligen Schulleiters vorbei. Als er mich vorbeihuschen sah, rief er mich zu sich.

    Ich bin natürlich hingegangen – schließlich hatte ich nichts zu befürch-ten:

    Keine übermäßige Fehlzeiten
    keine Scherereien mit den Ausbildern oder Berufsschullehrern
    mein Verhältnis zu meinen Klassenkameraden war durchwachsen, aber ansonsten in Ordnung
    auch meine Leistungen in der Ausbildung und der Berufsschule waren in Ordnung.

    Also beschloss ich, mal zu hören, was er wollen würde.

    Er kam sofort auf die ignorierte Bewilligung der Maßnahme zu reden.

    Meine Zweifel und mein Unbehagen wischte er mit dem Argument weg, dass ich diese ruhig wahrnehmen sollte und mich um meinen Platz bei ihnen nicht zu sorgen bräuchte. Diesen würden sie mir so lange freihalten, bis sie entsprechenden Bescheid erhielten.

    Im Klartext: Hätte man in Bremen nach Ende meiner Maßnahme mei-ne Übernahme in die Ausbildung bestätigt hätte, wäre mein Platz neu vergeben worden.

    Da man bei Grone seinen Azubis wohlgesonnen war und man sie nie sehenden Auges in ihr sicheres Verderben hätte rennen lassen, reflek-tierte ich im Geiste die gescheiterte Maßnahme und fragte mich nach dem Grund des Scheiterns.

    Als dieser relativ schnell gefunden war, war auch die Lösung sehr schnell auf der Hand gelegen: Ich habe mich von ihm getrennt!

    Obwohl der Erfolg seines Plärren und Suiziddrohung (er lebt heute noch – das nur zu „Ich bringe mich um!“) ausblieb, hat er mich sogar nochmal in meinem Elternhaus aufgesucht – wohl um mich umzustim-men.

    Doch als ich ihn anstatt ihn anzuhören stehen ließ und mich in mein Zimmer verzog, musste er wohl oder übel einsehen, dass er bei mir nichts mehr zu kriegen hat!

    Ein weiterer Aspekt der Gelassenheit ist der Gleichmut.

    Man weiss, dass – selbst wenn die aktuelle Situation noch so unerquick-lich/ unbefriedigend zu sein scheint – es anderen – mitunter – noch viel schlechter geht als einem selbst.

    Oft ist schon der Gedanke, dass manches (Über-)Lebenswichtige mit keinem Geld der Welt zu erwerben ist.

    Es langt ein Blick in die “Klatsch-Spalten”, der uns immer wieder ver-deutlicht, wie gut wir (“Normalos”) es im Grunde haben.

    Ganz aktuell: Lenny Krevitz

    Finanziell gesehen: Eine gute Partie

    Kehrseite der Medaille: Einsamkeit, da er sich nicht 100 %-ig sicher sein kann, ob die Frau IHN (als Mensch) aufrichtig liebt oder ihn primär als Financier begreift.

    Man sollte nie vergessen, dass das stetige “Bling, bling” vielen Promis den Blick für die tatsächliche Realität verblendet!

  • Hallo :-)

    ja, ein schöner Artikel.

    Zum Thema Gelassenheit hab ich ein “Spruch”, der mir auf humorvolle Weise in solchen Situationen hilft:
    “Leg Die die Gelassenheit einer Stuhl`s zu, der muß auch mit jedem Arsch klar kommen.” ;-)

    Ich wünsch Allen ein schönen Start in die Woche

  • wow…. wie passend für meinen heutigen Abend, der Artikel hätte nicht treffender sein können.

    DANKE dafür!

  • Ein tolles Wortspiel und Artikel. Danke, mir hilft das konkret weiter mit dem Lasen!!
    Eine tolle Zeit und gutes Gelingen.

  • …habe den Atem angehalten…
    Meine geliebte Mama ist für immer eingeschlafen und ich hab sie einen Tag vor ihrem Tod geküsst und zu ihr gesagt : Mama, ich lass dich gehen…ich werde dich für immer lieben – du bist so tapfer gewesen…
    Meine Mama hatte die letzten 6 Jahre Dialyse, hat immer gekämpft und ist am 2.9.2014 friedlich -mit 91 Jahren- eingeschlafen.
    In Liebe & Dankbarkeit

  • Heide-Rose .Decurtins schreibt am 7. September 2014 Antworten

    Nichts wollen, nichts erzwingen – es so gehen lassen und die Situation geht in die Heilung ……eigentlich ganz einfach – doch es ist ein Lernprozess, den es umzusetzen gilt. Wirklich guter Beitrag – danke.

  • Ein wertvoller Beitrag, der auf unkomplizierte Art & Weise zeigt, wie Gelassenheit tagtäglich aussehen kann. Mir sind sofort einige Situationen der letzten Woche eingefallen, wo ich “gehen – lassen – Heiterkeit” hätte anwenden können. Meist löst sich ohnehin alles in Wohlgefallen auf, warum also nicht gleich “gelassener” und irgendwie auch weiser mit schwierigen Situationen umgehen!? Danke für den schönen Denkanstoß für diesen Sonntag Morgen :-)

  • Claudia Königsmann schreibt am 4. September 2014 Antworten

    …ein wunderbarer Hinweis zu mehr Achtsamkeit und WERTsein für sich selbst – Namasté von der KREATIVMANUFAKTUR!

  • Wundervoller Artikel, eine schöne Inspiration… Gelassenheit ist für mich das Wichtigste, der Schlüssel zu meinem persönlichen Glück, denn wenn ich alles so zu-lassen kann, wie es ist, habe ich Frieden.
    Danke für den Artikel :-)
    Liebe Grüße
    Caleya

Deine Anmerkung zu diesem Beitrag?

Hausregeln: Wir lieben Kommentare :-) Auch kritische Anmerkungen. Solange sie respektvoll, fair, höflich und konstruktiv sind. • Und bitte, bitte, bitte kein Marketing in irgendwelcher Form (auch nicht für kostenlose Angebote) • Und bitte unter dem eigenen Namen schreiben (nicht als "Versicherungsvergleich" oder "Wasserbetten"). • Die Fotos neben den Kommentaren funktionieren übrigens über Gravatar. Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.