Zeitmanagement ist unmöglich

"Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit nicht managen – nur Ihr Verhalten."

— Michael Kastner

Zeitmanagement ist immer wieder ein großes Thema. Die Sehnsucht danach, Zeit so managen zu können, dass wir endlich weniger Stress haben und dafür mehr Zeit für uns… – danach sehnen sich viele.

Das Zitat, welches ich Ihnen heute mitgebracht habe, nimmt uns nun zunächst alle Illusionen. Gleichzeitig schenkt es und alle Möglichkeiten! Denn in diesem Zitat drückt sich ein weit verbreiteter Irrtum aus, der zu viel Leid führt.

Tatsächlich lässt sich Zeit nicht managen. Zeit ist einfach. Eine Stunde ist immer eine Stunde, egal was wir damit anstellen. Managen können wir nur unsere Aufgaben und uns selbst.

Überlegen Sie mal: Ein Satz wie "Ich bräuchte mehr Zeit" ist Energie- (und Zeit-)verschwendung, denn Sie bekommen nicht mehr Zeit – nie. Mit einer Aussage wie "Ich habe nie genug Zeit." machen Sie sich um Opfer der Umstände – die allerdings niemand außer Ihnen selbst ändern kann.

Ein Satz wie "Ich müsste meine Zeit anders aufteilen." hingegen ist proaktiv. Ein solcher Gedanke ist gut investierte Energie, denn damit zeigen Sie, dass Sie das Grundprinzip verinnerlicht haben: Es gibt nicht "mehr Zeit", es gibt nur eine andere Aufteilung dessen was Sie in Ihrer Zeit machen.

Zeitmanagement ist nichts anderes als Prozentrechnung. Wir haben immer genau 100% Zeit zur Verfügung – ob wir nun eine Stunde haben, eine Woche planen oder ein Jahr. Wenn Sie von einer Stunde eine halbe Stunde lang jammern, dass Sie so wenig Zeit haben, haben Sie 50% der Stunde vergeudet. Wenn Sie aber eine halbe Stunde der Stunde zum Überlegen nutzen, was in Ihrem Leben wirklich wichtig ist und daraus konkrete Maßnahmen und Entscheidungen ableiten, haben Sie 50% der Stunde exzellent genutzt.

Es ist nicht die Zeit, es ist, was wir aus der Zeit machen.

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Kommentare

  • Sie bringen da ganz wesentliche dinge sehr gut zum Ausdruck.

  • Zeit. Welch vergängliches Wort. Unsere Wirklichkeit ist eigentlich eine Illusion. Wir denken und bereits die verarbeitete Wahrnehmung ist Vergangenheit. Wir sehnen uns nach einer besseren Zukunft und sind meistens mit unserer Vergangenheit beschäftigt.

    J. Paul hat mal gesagt “Unsere Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus welchem wir nicht vertrieben werden können”.

    Auch das ist richtig! (Unser Unterbewusstsein ist ein alter Romantiker, es filtert meistens die unangenehmen Erfahrungen aus und somit erscheint uns die Vergangenheit immer schöner als sie eigentlich war).

    Wenn wir unsere Vergangenheit annehmen,die Zukunft planen und uns der Gegenwart bewusster werden, dann kommen wir unserem Ziel “GLÜCKLICH SEIN” ein Stückchen näher.

    Stückchen weil, ein griechisches Sprichwort sagt: “Gott lacht über unsere Pläne”. Zeitmanagement kann sich nur in der Zukunftsgestaltung auswirken. Die Wahrnehmung zu schärfen und die Zeit anders anzunehmen ist das Schwere daran. Extreme können uns dabei helfen. Denken Sie an die 3 Minuten Wurzelbehandlung. Sie können endlos wirken. Dagegen vergeht unser Jahresurlaub wie im Flug. Wir haben die Wahl. Versuchen wir doch das Schöne länger und das Schlechte kürzer in uns wirken zu lassen. Deshalb ist es wichtig, auch der schlimmsten Wurzelbehandlung etwas schönes abzugewinnen.

    In dem Kontext “Zeitmanagement” möchte ich lieber “Lebensmanagement” verankern.

    Denn das Leben gibt uns das was wir von Ihm verlangen. Mit allen Konsequenzen. (Das Zitat stammt ausnahmsweise von mir)

    Liebe Grüsse an alle Leser. Konstantinos

  • Wegzeiten schaffen Abstand, nehmen aber auch Zeit weg. Wer hat Erfahrung mit “In der Stadt Wohnen” oder am “Stadtrand”?

  • Wegzeiten helfen Abstand zu gewinnen, aber sie nehmen auch Zeit weg. Wie ist das mit dem “In der Stadt Wohnen” und “Am Stadtrand”, wer hat Erfahrung dazu ?

  • Ein wichtiger Gedanke, auch wenn er schon sehr alt ist und z.B. von Seneca bereits vor 2000 Jahren anschaulich besprochen wurde: “Das Leben ist lang, wenn du es zu nutzen verstehst.”

    “Wenn einer graue Haare hat oder Runzeln, brauchst du deswegen nicht zu glauben, er habe lange gelebt: Er hat nicht lange gelebt, er ist einfach nur lange da gewesen. Oder meinst du, einer habe eine lange Seereise gemacht, wenn ihn schon beim Auslaufen aus dem Hafen ein wütender Sturm packte, ihn hierhin und dorthin verschlug und ihn im Wirbel der gegeneinander wütenden Winde immer auf der gleichen Bahn im Kreis trieb? Der hat keine weite Seereise unternommen, er ist nur viel hin und her geworfen worden.”

    De brevitate vitae – Von der Kürze des Lebens. Sind nur 30 kleine Seiten im Reclamheft, man sollte sie wirklich einmal gelesen haben, auch wenn nicht alles direkt auf unser Leben übertragbar ist, auch wenn man sein Heil nicht in der Philosophie suchen möchte. Es lohnt sich.

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