Ziele emotional aufladen

Ziele emotional aufladen

Letztens habe ich darüber geschrieben, wieso es so wichtig ist, seine „Hin zu“-Ziele emotional aufzuladen.

Wie kann ich nun ein „Hin zu“-Ziel so mit Energie und Gefühl aufladen, dass ich es auch wirklich attraktiv finde?

Wie kannst du dein „Hin zu“-Ziel emotionaler, mitreißender und zugkräftiger machen? So, dass du dich dabei erwischst, dass du ganz von alleine etwas dafür tun möchtest. Jeden Tag.

Wie geht das?

Und hier gibt es tatsächlich eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

2 dieser Möglichkeiten möchte ich heute mit dir teilen.

Möglichkeit 1, um deine Ziele mit Energie aufzuladen:

Du findest sehr überzeugende Gründe dafür, dein Ziel zu erreichen. Und zwar Gründe, die dich emotional wirklich berühren.

Also keine Vernunftgründe. Wenn uns Vernunft motivieren würde, wäre vieles einfacher. Vernunft motiviert aber nur die wenigsten von uns.

Was uns dagegen motiviert, sind emotionale Gründe. So etwas wie:

  • Ich will es X endlich zeigen.
  • Ich will es mir selbst endlich zeigen.
  • Ich will besser sein als X.
  • Ich kann es nicht mehr ertragen, dass X.
  • Ich will mein Leben nicht mehr von Gefühl X bestimmen lassen.
  • Ich will endlich frei sein.
  • Ich will endlich stolz auf mich sein.

Das sind nur Beispiele. Was emotional berührt, ist ja für jeden von uns anders.

Und du kannst eine Sache machen, um an deine emotionalen Gründe zu kommen. Du kannst für 20 Minuten lang Gründe aufschreiben, warum du dein Ziel erreichen willst.

  • Warum es gut ist.
  • Warum es (lebens)notwendig ist.
  • Warum es ohne nicht geht.
  • Warum du dein Leben sonst verschenkst.
  • Warum du sonst jeden Tag leidest.

Also 20 Minuten ohne Pause Gründe aufschreiben, warum du dein Ziel erreichen willst. Warum du es erreichen musst.

Gute Entscheidung = Gutes Leben

Eine gute Entscheidung ist eine Wahl, die du hinterher nicht bereuen musst. Mit Herz und Verstand. Systematisch. Alles Wichtige berücksichtigen. Deine Entscheidung in 7 Tagen.

Für jeden Grund darfst du auch gerne richtig in die Tiefe gehen. Indem du dich wiederholt fragst, warum der jeweilige Grund für dich wichtig ist.

Zum Beispiel:

„Warum will ich endlich 70 kg wiegen und das Gewicht halten?“ – „Um mir zu zeigen, dass ich es kann.“

„Warum ist mir das wichtig?“ – „Weil ich es nicht akzeptieren kann, dass ich an so einem Punkt scheitere, obwohl mir Kontrolle so wichtig ist.“

„Warum ist mir das wichtig?“ – „Weil ich sonst ein Versager bin.“

„Warum will ich das nicht?“ – „Weil ich stolz auf mich sein will.“

„Warum will ich das?“ – „Weil sich das so unendlich gut anfühlt.“

So in dieser Art.

Je mehr du in die Tiefe und ans Eingemachte gehst, desto eher kommst du an die Gründe heran, die dich wirklich motivieren.

Wenn du deine lange Liste mit Gründen hast, gehst du die ganzen Gründe durch. Und dann suchst du dir die 3–5 Gründe heraus, die dich am meisten berühren. Und diese Gründe holst du dann über einen Zeitraum von einem Monat jeden Tag einmal hervor und verinnerlichst sie. Du verbindest dich richtig mit den Gründen. Du fühlst sie. Du stellst sie dir intensiv vor.

Wenn du das für 30 Tage (oder länger) machst, weckst du eine Kraft in dir, mit der du extrem viel erreichen kannst.

Das ist die erste Möglichkeit.

Kommen wir zu …

Möglichkeit 2, deine Ziele mit Energie aufzuladen:

Eine unserer stärksten Triebkräfte im Leben sind unsere Werte. Also die Dinge, die uns im Leben am allerwichtigsten sind.

Für den einen ist es die Familie.

Für den anderen ist es Freiheit.

Für andere ist es Gerechtigkeit.

Jeder hat andere Werte und jeder verbindet auch andere Dinge mit diesen Werten. Familie bedeutet für mich wahrscheinlich etwas anderes als für dich. Aber meine Werte beeinflussen mein tägliches Handeln. Meine Werte sind mein Kompass, der mich bei jeder kleinen und großen Entscheidung innerlich unbewusst leitet. Und unsere Werte können wir nutzen, um dauerhafte Motivation für ein Ziel zu entfalten.

Das geht wie folgt:

Zuerst musst du deine Werte natürlich erst einmal kennen. Du musst herausfinden, was dir am allerwichtigsten im Leben ist.

Frage dich also: „Was ist es, was dir am allerwichtigsten im Leben ist?“

Du erkennst deinen wichtigsten Wert übrigens daran, dass er dich emotional wirklich berührt.

Dass du tiefe Freude empfindest, wenn der Wert erfüllt ist. Dass du richtigen Schmerz spürst, wenn dieser Wert verletzt wird.

Und wenn du deine Werte herausgefunden hast, tust du Folgendes:

Du fragst dich:

  • „Wo steckt die Verbindung zwischen meinem Ziel und meinem wichtigsten Wert?“
  • „Warum wird mein wichtigster Wert verletzt, wenn ich mein Ziel nicht erreiche?“
  • „Warum wird mein wichtigster Wert erfüllt, wenn ich mein Ziel erreiche?“

Auch hier brainstormst du wieder für einige Zeit passende Antworten, bis du einige Aussagen gefunden hast, die dich wirklich berühren.

Auch diese Antworten verinnerlichst du dann 30 Tage (oder länger).

Damit lädst du dein Ziel mit Emotion, mit Triebkraft, mit Motivation auf.

Das sind 2 Möglichkeiten, ein Ziel mit Emotionen aufzuladen. Es gibt natürlich noch mehr, aber mit diesen zweien kommst du schon weit.

Ich gebe natürlich zu, dass das Ganze ein bisschen nach Arbeit klingt.

Es ist auch Arbeit.

Zuerst aus dem „Weg von“-Ziel ein „Hin zu“-Ziel machen.

Dann emotionale Gründe finden.

Dann meine tiefsten Werte herausfinden.

Dann das Ziel mit meinen tiefsten Werten verbinden.

Das ist Arbeit.

Aber verdammt gut investierte Arbeit.

Denn dieses ewige Oszillieren ist ja auch anstrengend. Und das Ganze bringt letztendlich noch nicht einmal was.

Dann die Sache lieber einmal richtig machen und dann auch am Ende Erfolg haben.

Ich wünsche dir jedenfalls eines: Dass du es schaffst, für dich gute Ziele zu finden und diese mit schönen Emotionen aufzuladen.

Auch sonst alles Gute für dich.

Ralf

Dieser Beitrag stammt aus meiner E-Mail-Serie. Wenn er dir gefallen hat, dann kannst du dich hier für den kostenlosen Verteiler anmelden und ich schicke dir von Montag bis Freitag neue Gedanken und Erfahrungen aus meinem Leben. Unterhaltsam, inspirierend, auf den Punkt.

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