Deine Ziele mit weniger Anstrengung erreichen? So geht’s


Ich bin gerne mal faul. Aber es gibt Zeiten im Leben, da ist konzentriertes, entschlossenes, längerfristiges Arbeiten an unseren Zielen notwendig.

Zum Beispiel wenn ich lernen will, Klavier zu spielen. Wenn ich eine Selbstständigkeit starten will. Wenn ich mein Studium oder meine Weiterbildung endlich erfolgreich abschließen will. Wenn ich meine Ehe retten muss. Wenn mein Arzt mir sagt: „Entweder 20 Kilo weniger oder Sie brauchen eine neue Hüfte“.

In diesen Situationen haben es Menschen mit gesunden Zielverfolgungs-Fähigkeiten sooo viel einfacher. Mit Zielverfolgungs-Fähigkeiten meine ich die Fähigkeit, sich

  1. ein Ziel zu setzen und
  2. dieses dann entschlossen und systematisch zu verfolgen.

Wie ein Spürhund, der einer Fährte so lange konzentriert folgt, bis er gefunden hat, was er sucht.

Diese Zielverfolgungs-Fähigkeit, wie bekommst du die?

Indem du bestimmte zielführende Verhaltensmuster einübst.

3 dieser Muster findest du in diesem Beitrag. Die Muster kannst du kopieren und so besser im Verwirklichen von Zielen werden.

Verhaltensmuster 1: Lieber wenig und häufig statt manchmal große Brocken

Es ist wichtig, mein Ziel entschlossen und systematisch zu verfolgen. Nicht halbherzig. Sondern wirklich mit Kraft. Dafür ist es wichtig, dass ich in Bewegung bleibe. Damit mein Ziel nicht im Alltag versandet.

Idealerweise tue ich täglich etwas für mein Vorhaben. Denn so behalte ich die emotionale Verbindung mit meinem Ziel.

Wenn ich aber jeden Tag etwas für mein Ziel tun will, kann ich nicht immer einen Riesenbrocken wegarbeiten. Es muss reichen, wenn ich jeden Tag eine Kleinigkeit tue. Sonst verausgabe und überanstrenge ich mich total.

  • Also jeden Tag 5 Minuten Fitnessübungen, wenn ich fitter werden will.
  • Jeden Tag 2 Seiten an meinem Buch schreiben.
  • Jeden Tag 5 Minuten an Dinge denken, für die ich dankbar bin, wenn mein Ziel mehr Ausgeglichenheit und Lebensfreude ist.

Wenig. Dafür häufig. Das ist ein Erfolgsrezept versierter Zielerreicher. Denn wir unterschätzen oft die Kraft des stetigen Tropfens, der bekanntlich den Stein höhlt.

Denn 5 oder 10 Minuten pro Tag schaffe ich immer. Auch wenn mein Alltag noch so voll oder chaotisch ist.

Für 5 Minuten kann ich mich immer aufraffen. Auch wenn ich mich bequem und unmotiviert fühle.

Wenig. Aber das wenige dafür häufig tun. Das ist ein Verhaltensmuster erfolgreicher Zielverwirklicher.

Merksatz: Wenig tun. Dafür häufig. So bleibe ich dran. So bleibe ich in Bewegung. Das ist der einfache und schmerzfreie Weg zu meinem Ziel.

Verhaltensmuster 2: Klein anfangen. Dann steigern. Um sich nicht zu überfordern

Wenn ich bei einem Vorhaben scheitere, dann liegt das erstaunlich oft an Selbstüberforderung. Ich habe mir zu viel vorgenommen. Ich wollte in zu kurzer Zeit zu viel.

Dabei sollte das erste Ziel bei einem neuen Vorhaben nicht sein, möglichst schnell viel zu erreichen. Diese Ungeduld und Selbstüberforderung führt dazu, dass ich mein Ziel schnell aufgebe.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Ich gebe dann auf, weil die Arbeit an meinem Ziel zu anstrengend ist.

Ich gebe dann auf, weil ich mich zu sehr selbst überwinden muss.

Ich gebe dann auf, weil meine Bequemlichkeit und mein innerer Schweinehund sich sehr schnell bemerkbar machen, wenn ich am Anfang gleich mit Vollgas auf mein Ziel zusteuere.

Und ich gebe dann auf, weil Druck halt Gegendruck erzeugt.

Das erste Ziel bei einem neuen Vorhaben sollte immer folgendes sein:

  • Überhaupt in Bewegung kommen.
  • Kleine Erfolgserlebnisse schaffen.
  • Routinen aufbauen.
  • Sich daran gewöhnen, etwas für das Ziel zu tun.
  • Sich selbst zu zeigen, dass man es schaffen kann, etwas für sein Ziel zu tun. Auch langfristig.

Wenn wir zu schnell zu viel wollen, aktivieren wir dadurch schnell unsere inneren Widerstände gegen zu große Veränderung.

Diese Widerstände kommen normalerweise hoch, sobald unsere Anfangseuphorie verflogen ist. Das passiert oft nach 7–21 Tagen. Dann schlägt unser innerer Schweinehund unerbittlich zu und treibt uns wieder in unser altes, gewohntes, bequemes Verhalten zurück.

Eine sehr gute Möglichkeit, unter dem Radar meines Schweinehunds zu bleiben, sind kleine Mikro-Veränderungen. Mikro-Veränderungen, die ich dann langsam steigere.

Also richtig klein anfangen. Mich selbst nicht überfordern. Es nicht zu schwierig machen. Und wenn das bedeutet, für mein Fitness-Ziel am Anfang nur 1 Minute auf der Stelle zu hüpfen.

Sobald ich dann mit der kleinen Veränderung warm geworden bin, steigere ich mich. Also 2 Minuten, 3 Minuten, 4 Minuten usw.

Bei vielen Zielvorhaben geht es ja nicht darum, möglichst schnell etwas zu erreichen. Es ist viel wichtiger, am Ende anzukommen.

Stell dir deswegen NICHT die Frage: „Wie habe ich möglichst schnell große Erfolge?“

Frage dich lieber: „Wie stelle ich sicher, dass ich die Arbeit an meinem Ziel auch langfristig bewältigen kann? Wie halte ich mein Projekt auch über die Anfangseuphorie hinaus durch?“

Denn wenn ich mir am Anfang vornehme, jede Woche 3 mal 60 Minuten zu trainieren … wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass ich das auch in 6 Monaten noch genau so mache? Ehrlich!?

Wenn ich mir dagegen vornehme,

  • in der 1. Woche 10 Minuten pro Woche zu trainieren,
  • in der 2. Woche 15 Minuten pro Woche,
  • in der 3. Woche 20 Minuten,
  • in der 4. Woche dann schon 25 Minuten
  • und so weiter.

Oder wenn ich mir vornehme, an meinem Buch oder meiner Abschlussarbeit

  • in der 1. Woche 1 Seite zu schreiben,
  • in der 2. Woche 2 Seiten,
  • in der 3. Woche 3 Seiten
  • und so weiter.

Klein anfangen. Und mich langsam steigern. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich auch an der Ziellinie ankomme, deutlich größer.

Merksatz: Klein anfangen und langsam steigern. Erfolgserlebnisse produzieren. Mir zeigen, dass ich es kann. Dass ich besser werden kann. Das verhindert Selbstüberforderung und Frustration.

Verhaltensmuster 3: Wenige Ziele zu einer Zeit

Wie sorgst du dafür, dass du gar nichts schaffst und nichts zu Ende bringst?

Indem du 10 Sachen anfängst und mal ein bisschen an dieser Aufgabe und dann wieder ein bisschen an der anderen arbeitest.

Erfolgreiche Zielverwirklicher konzentrieren sich deswegen auf wenige Ziele zu einer Zeit. Idealerweise auf genau ein Ziel.

Also nicht gleichzeitig versuchen, mit dem Laufen anzufangen. Und Gitarre zu lernen. Und Tangotanzen. Nebenbei vielleicht anfangen, ein Drehbuch zu schreiben. Und eine Webseite zum Thema „Bedrohte Tierarten in der Steiermark“ aufzuziehen.

Es gibt in jedem Leben nur begrenzte Zeit. Begrenzte Aufmerksamkeit. Begrenzte Energie. Begrenzte Schaffenskraft.

Wenn ich meine Kraft mit einer Gießkanne über zu viele Projekte gieße, verkümmern am Ende alle Pflanzen. Weil keine genug Energie und Liebe und Schaffenskraft bekommt.

Sich auf 1 oder 2 Ziele zu einer Zeit konzentrieren. Das ist ein Verhaltensmuster erfolgreicher Zielverwirklicher.

Das heißt ja auch nicht, dass man die anderen Dinge nicht trotzdem angehen kann. Aber eben nicht jetzt. Sondern später. Also sobald ich mit einem Haupt-Vorhaben an einem Stand angekommen bin, mit dem ich wirklich zufrieden bin. Idealerweise an einem Punkt, an dem ich die Früchte meiner Bemühungen ernten kann.

Denn darum geht es ja beim erfolgreichen Ziele-Erreichen. Das Ganze so lange voranzutreiben, bis ich ein Ergebnis erreicht habe, das mein Leben wirklich reicher, gesünder, schöner und besser macht.

Bis ich sagen kann: Ich bin wirklich froh, dass ich so viel Zeit und Energie in diese Sache investiert habe. Weil mein Leben nun einfach besser ist.

Der Schlüssel hier liegt in der eigenen Fähigkeit, an den richtigen Stellen „Nein“ zu sagen, solange man noch an einem anderen Ziel arbeitet.

„Nein“ zu eigenen Ideen und Impulsen, was man jetzt noch tun könnte.

„Nein“ zu Angeboten und Chancen, die einem von außen geboten werden.

Merksatz: 1 oder maximal 2 Ziele zu einer Zeit. Denn wer zu viel auf einmal will, bekommt meist gar nichts. Wer seine Energie zu sehr streut, erreicht nichts. Deswegen Nein sagen zu Impulsen und Angeboten.

Und nun?

Wenn du diese 3 Verhaltensmuster einübst, steigerst du deine Zielerreichungs-Fähigkeiten. Du wirst immer besser im Erreichen von Zielen.

Du weißt ja selbst am besten, was du erreichen müsstest, damit dein Leben noch besser und schöner werden würde. Damit du noch zufriedener mit dir werden würdest.

Und mit diesen 3 Verhaltensmustern kannst du diese für dich guten Dinge schneller verwirklichen.

Dabei wünsche ich dir ganz viel Erfolg. Denn nichts fühlt sich so gut an, als wenn ich schaffe, was ich mir vorgenommen habe.

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