Deine Ziele leichter erreichen – mit Co-Coaching

Hast du gerade ein bestimmtes Ziel, das du gerne erreichen würdest? Zum Beispiel:

    • endlich dein Englisch aufzufrischen,
    • wieder mehr Sport zu treiben oder
    • auch ein paar Kilos abzunehmen?

Was meinst du, kannst du diese Ziele innerhalb von einem halben Jahr erreichen? Du denkst jetzt wahrscheinlich: Na klar ist das machbar!

Doch in der Realität sieht es leider oft anders aus. Nicht selten verlieren wir unterwegs den Faden und bleiben schon nach 2–3 Monaten auf dem Weg zum Ziel stecken. Nach einiger Zeit lässt die Anfangsmotivation nach und das Ziel macht nicht mehr so viel Spaß. Es wird zäh, man hat ja auch schon einiges erreicht und sowieso ist es ja eigentlich auch egal, wir machen das ja eh nur für uns selbst …

Erfolg durch Co-Coaching

Was würdest du sagen, wenn du mit einem einfachen Handschlag die Wahrscheinlichkeit, dein Ziel zu erreichen, dramatisch erhöhen könntest? Wenn du durch diesen Handschlag motiviert bleiben würdest, besser dranbleiben könntest und mit Spaß dein Ziel erreichen könntest?

Genau das kannst du. Und zwar, indem du dir einen Verbündeten suchst und mit ihm verabredest, sich gegenseitig bei der Zielerreichung zu unterstützen. Daher auch der Begriff „Co-Coaching“. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge erhöht es nämlich drastisch die Erfolgswahrscheinlichkeit, wenn wir nicht alleine auf dem Weg zum Ziel sind, sondern dabei einen oder mehrere Unterstützer haben.

Wie geht Co-Coaching?

Suche dir also einen Menschen, mit dem du dich verbünden könntest, um ein Ziel zu erreichen. Und dann unterstützen dich beide fortan gegenseitig auf dem Weg dahin.

Tu dies mit jemandem zusammen, der auch:

  • mehr Sport treiben möchte,
  • sich besser präsentieren können möchte,
  • kochen lernen möchte,
  • abnehmen möchte,
  • Gitarre spielen lernen will oder
  • ein Buch schreiben will.

Teil des Co-Coachings ist es, dass ihr euch gegenseitig motiviert und gemeinsam nach Lösungen sucht für die Probleme, die auf dem Weg zum Ziel auftreten können. Optimal ist daher, wenn ihr beide das gleiche Ziel verfolgt. Es funktioniert aber auch sehr gut, wenn ihr beide unterschiedliche Ziele habt. Wenn das der Fall ist, solltest du nur darauf achten, dass dein Coach auch Verständnis für dein Ziel aufbringen kann. Wenn dein Coach z. B. absolut nicht versteht, warum du dich besser präsentieren können möchtest, dann wird er dir über kurz oder lang keine gute Hilfe sein.

Ein guter Coach

Viel wichtiger, als das gleiche Ziel zu verfolgen, ist, dass du eine Person findest, von der du auch gecoacht werden möchtest. Du solltest deinen Coach respektieren und ihn/sie sympathisch finden. Dass es persönlich gut passt, ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Co-Coachings.

Folgende Leitlinien solltest du und dein Coach für ein gutes Co-Coaching befolgen:

  1. Flexibilität: Gehe auf die Bedürfnisse deines Partners ein. Wenn du am liebsten einen Coach hast, der streng und fordernd ist, heißt das nicht, dass das bei deinem Partner auch gut funktioniert. Am besten ist das, was ihm weiterhilft.
  2. Konstruktiv sein: Ermuntere deinen Partner immerzu. Und wenn du ihn tadeln musst, bleibe dabei immer unterstützend und hilf ihm auch dabei, Lösungen zu finden.
  3. Motivation: Hilf deinem Partner besonders in Schwächemomenten. Führe ihm das Ziel immer wieder vor Augen, wenn es notwendig ist. Lobe aktiv jeden Erfolg.
  4. Reflexion: Oft sind wir selbst viel kritischer mit uns selbst als andere. Gib deinem Partner den Blick von außen. Warne ihn, wenn er das Ziel aus den Augen verliert. Doch ermutige ihn auch, sich selbst zu belohnen, wenn es angebracht ist.
  5. Verlässlichkeit: Sei bereit, deinen Partner regelmäßig anzusprechen und seine Zwischenziele einzufordern und zu überprüfen. Sei verfügbar.
  6. Konsequenz: Überprüfe die Beachtung der festgelegten Regeln und sei absolut konsequent, was deren Einhaltung angeht!

Beim Co-Coaching begegnen sich beide Seiten auf Augenhöhe und beide Seiten sollten auch gleichermaßen von der Partnerschaft profitieren. Was für dich als Coach gilt, gilt natürlich auch für deinen Partner, der dich coacht.

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Wenn du einen guten Coach für dich gefunden hast, solltet ihr als Nächstes ein präzises Ziel festlegen.

Das Ziel festlegen

Der Anfang eines jeden Co-Coachings besteht darin, dass jeder der Partner sein Ziel festlegt, und das nach bestimmten Kriterien. Dein Ziel sollte „S.M.A.R.T.“ sein. Das ist eine Abkürzung für:

  • spezifisch, d. h., das Ziel soll möglichst präzise und klar formuliert sein. Statt „ich möchte wieder in meine alten Hosen passen“ besser: „Ich möchte 8 kg abnehmen, so dass ich auch wieder in Hosengröße 50 passe.“
  • messbar, d. h., die Zielerreichung muss messbar sein. Also z. B. 8 kg, Hosengröße 50.
  • akzeptiert, d. h., das Ziel sollte auch von dir selbst akzeptiert sein. Wenn du in Wirklichkeit gar nicht abnehmen möchtest, sondern dein Partner dich dazu drängt, dann ist die Erfolgsaussicht nicht sehr hoch.
  • realistisch, d. h., dein Ziel sollte auch wirklich erreichbar sein. Das ist insbesondere im Zusammenhang mit dem nächsten Punkt wichtig.
  • terminiert, d. h., du solltest dein Ziel mit einem Datum verknüpfen. Allerdings sollte dieses Datum unbedingt realistisch sein. 8 kg in einem Monat sind machbar, aber weder gesund noch wirklich spaßig. Plane realistisch, also für 5–6 Monate.

Wenn du noch mehr darüber erfahren willst, wie man wirkungsvolle Ziele definiert, kannst du das hier noch mal genauer nachlesen.

Wenn ihr beide ein so klar definiertes Ziel habt, ist der erste Schritt schon getan. Doch danach kommt der Schritt, der den Unterschied ausmacht: die Verpflichtung.

Verpflichtungen helfen beim Durchhalten

Schließe mit deinem Co-Coach einen Vertrag ab, in dem ihr euch dazu verpflichtet, die einzelnen Schritte auf dem Weg zu eurem Ziel auch wirklich zu gehen. Setzt am besten einen schriftlichen Vertrag auf, den ihr beide unterschreibt. Das ist zwar nur symbolisch gemeint, doch gibt es dem Ganzen noch mehr Ernsthaftigkeit. Es fällt uns viel schwerer, ein Versprechen, das wir jemand anderem gegenüber abgegeben haben, zu brechen.

Wenn wir versuchen, unser Ziel ohne Hilfe zu erreichen, sind wir jedoch immer allein. Und jeder kennt sie, diese Momente der Schwäche, in denen es uns ganz leicht fällt, all unsere Vorsätze schnell wieder über Bord zu werfen. Dadurch, dass wir nun aber jemand anderem vertraglich unser Wort gegeben haben, geht das nicht mehr so leicht.

In eurem Vertrag sind also eure Ziele und ebenso die Regeln klar und überprüfbar definiert. Das heißt, es muss nachweisbar sein, dass das Ziel auch erreicht wurde, und in den Regeln wird definiert, wann und wie dieser Nachweis erbracht werden muss. Und um es ein bisschen lustiger und ernsthafter zu gestalten, könnt ihr euch ja auch Strafen für einen Vertragsbruch ausdenken.

Kleine Schritte funktionieren besser

Wie genau ihr eure Pflichten in solch einem Vertrag definiert, hängt natürlich ganz von euch selbst ab. Es kommt nur darauf an, dass ihr bei einem 6-monatigen Ziel jeden Monat die entsprechenden Schritte gehen und das auch nachweisen könnt. Das heißt, zum Beispiel: Jeden Monat 100 neue Englischvokabeln lernen, jeden Monat 2 kg abnehmen oder jeden Monat 9 Mal Sport machen. Legt selbst sinnvolle Intervalle und Teilziele fest.

Co-Coaching als Erfolgsinstrument

Das Co-Coaching ist ein hervorragendes Instrument, um deine Ziele mit mehr Leichtigkeit zu erreichen. Wenn ihr euch co-coacht, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass ihr eure Ziele auch wirklich erreicht. Und am wichtigsten: Es macht sehr viel Spaß, gemeinsam an seinen Zielen zu arbeiten!

Wenn du also jemanden hast, der auch ein bestimmtes Ziel verfolgt und mit dem du dir ein Co-Coaching vorstellen kannst, dann setzt euch zusammen. Stelle ihm diese Idee vor. Entwickelt gemeinsam einen Plan, wie jeder von euch sein Ziel erreichen kann. Verpflichtet euch und schließt einen Vertrag ab. Gebt die Hand drauf. Und kommt gemeinsam mit Leichtigkeit an euer Ziel.

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Kommentare

  • Danke, Michael. Was für den einen funktioniert, muss nicht unbedingt für den anderen richtig sein. Gruß Johanna

  • Die Co Coaching Anleitung ist ja ganz nett, läuft aber wohl mehr oder weniger auf das alte Prinzip zurück, dass es einfacher ist, ein Ziel gemeinsam zu erreichen. Co Coaching kann ja schon bedeuten, wenn 2 Ehepartner zusammen mit dem Rauchen aufhören. Trotzdem Danke für den Artikel :)

  • Aber doch nicht mit Strafen!

    Angst ist nun mal ein schlechter Ratgeber, das hat sich tausendfach gezeigt. Motivation ist genau das Gegenteil von Angst vor Strafe.
    Ich bin erschüttert, dass das auch noch mit “lustig” assoziiert wird:
    “Und um es ein bisschen lustiger und ernsthafter zu gestalten, können Sie sich ja auch Strafen für einen Vertragsbruch ausdenken.” Wer seine guten Vorsätze bricht, ist schon gestraft genug durch seinen Verlust an Selbstachtung. Wenn er dann noch jemand anderem die Macht in die Hand gibt, ihn zu strafen und damit zu demütigen, ist das genau das Gegenteil von Coaching.

    Nein, lieber Mathias, lieber Nate, das passt überhaupt nicht in die Linie, die ZzL ansonsten verfolgt. Co-Coaching ist eine gute und hilfreiche Idee, aber bitte auf Augenhöhe und nicht mit Abwertung! Die beiden müssen sich ebenbürtig und liebevoll zugewandt sein, fördernd und stützend, sonst kann das nichts werden und endet nur in kleinen und größeren Selbst- und Fremdbetrügereien und ist zum Scheitern verurteilt.

    Bewegte Grüße von
    Marietta

  • es gibt eine tolle, kostenfreie Software, die sehr geschickt und effektiv ein solches Co-Coaching “virtuell” simuliert: habitforge (zu dt.: Gewohnheites-Schmiede). In dem pdf http://klenkecoaching.com/files/2011/12/habitforge.pdf hatte ich für meine Studenten zusammen gestellt, wie man habitforge benutzt – vielleicht wäre das auch für Zeitzuleben-LeserInnen interessant?

  • Ich möchte diese Idee unbedingt unterstützen. Meist ist uns die Anerkennung (und das Nicht-Resignieren) vor einer anderen Person wichtiger als vor uns selbst zu bestehen. Ist zwar schade, daß wir uns selbst nicht so “wertschätzend” annehmen, aber vielleicht ist es einfach evolutionär in uns Menschen so angelegt.

    Co-Coachiing ist auf jeden Fall eine hilfreiche und bereichernde Sache!

  • Das funktioniert auch mit Jugendlichen. Ich arbeite damit seit 2002 und wir konnten die “Sitzenbleiberquote” an meiner ehemaligen Schule erheblich unter den Landesdurchschnitt senken. An meiner neuen Schule (ohne Sitzenbleiben) , die sich im Aufbau befindet (zurzeit Klasse 5+6) , sind wir gerade dabei dieses Lerncoaching wieder aufzubauen.

  • Regelmässige Treffen/Gespräche – mindestens alle zwei Wochen – die streng eingehalten werden unterstützen am Dranbleiben, weil wir einander wieder erzählen, was wir unterdessen geschafft haben.

  • Eine weitere Möglichkeit wäre seinem Coach einen bestimmten Geldbetrag zu geben der so richtig weh tut und Du bekommst den Geldbetrag nur zurück sobald Du Dein Ziel erreicht hast.

    • Rainer Lohmann schreibt am 17. März 2013

      Na ja, so ganz überzeugt mich der Vorschlag nicht, weil der Coach in einen Interessenkonflikt kommt: den namhaften Betrag würde er vielleicht gern behalten und coacht deswegen nur mit halber Kraft.

    • Sabine schreibt am 17. März 2013

      Sorry, aber die Idee das mit Geld zu verknüpfen, finde ich mal so richtig schlecht. Das wird nicht funktionieren. Wie viele Leute zahlen z.B. monatliche Beiträge fürs Fitnessstudio von bis zu 100 Euro und gehen nicht hin?!
      Was ich schon oft gehört habe im Bekanntenkreis: “Ich muss mich endlich vom Fitnessstudio abmelden, ist ganz schön teuer dafür dass ich nie hingehe.”
      Nie gehört: “Ich geh heute ins Fitnessstudio, weil ich ja dafür bezahlt habe.”

    • Michael schreibt am 17. März 2013

      Ich würde nicht sagen, dass Nate’s Vorschlag schlecht ist. Er sagt: “es wäre eine Möglichkeit”. Dies mag für einen funktionieren, für den anderen nicht. Man muss einfach verschiedene Dinge ausprobieren und dann sehen, was einem am besten hilft. Ich denke ein jeder, der diese Seiten liest, versucht für sich den passendsten Weg finden. Wir versuchen alle uns besser zu verstehen und eine Art “Gebrauchsanleitung” für uns selbst zu finden. Die Menschen sind doch unterschiedlich. Die Methode, die bei einem sehr gut funktioniert, erweist sich bei einem anderen als wirkungslos.

      Ich habe lange keinen Sport gemacht. Dachte immer, dass ich einfach ab und zu zum Schwimmen gehe und vielleicht mal laufen gehe. Jahrelang habe ich so kaum Sport betrieben. Schliesslich habe ich einen Vertrag im Fitnessstudio abgeschlossen, damit ich einen Drang habe dahin zu gehen. Für mich funktioniert das. Es gibt manchmal Zeiten, wo ich dann seltener gehe, aber dann bringt mich der Blick auf den Kontoauszug doch dazu den inneren Schweinehund zu überwinden. Vielleicht gibt es doch noch eine bessere Methode und für andere ist etwas anderes vermutlich effektiver, aber das muss man ausprobieren.

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