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5 Tipps für mehr Selbstdisziplin (Seite 2 von 2)

Hier finden Sie fünf praktische Tipps, mit denen Sie für mehr Selbstdisziplin sorgen können.

Tipp 1: Führen Sie ein kleines Disziplin-Buch

Es ist empfehlenswert, einmal herauszufinden, wie es tatsächlich um Ihre Selbstdisziplin bestellt ist. Es kann nämlich gut sein, dass Sie bereits diszipliniert sind, es sich selbst nur gar nicht anrechnen, weil Sie nur auf die Dinge schauen, wo es noch nicht ganz so gut klappt. Wenn Sie für eine gewisse Zeit einmal genau Buch darüber führen, können Sie viel besser einschätzen, wie diszipliniert Sie wirklich sind.

Und auch bei Menschen, die von sich selbst glauben, "überhaupt keine Selbstdisziplin" zu haben, gibt es immer Bereiche, in denen sie es schaffen, bei der Sache zu bleiben, z.B. bei den eigenen Leidenschaften und Hobbys. Das zu erkennen, tut gut und ermöglicht es uns, zu verstehen, was wir brauchen, um disziplinierter zu werden.

Sie können für diese kleine Analyse Ihren ganz normalen Kalender nutzen und entweder in kurzen Worten notieren, wann Sie an diesem Tag zufrieden stellend diszipliniert waren und wann nicht. Oder Sie überlegen sich Zeichen für "Disziplin ok" und "Disziplin eher nicht ok" und tragen diese dann hinter Ihren einzelnen Aufgaben und Tätigkeiten ein.

Wenn Sie die Zeit haben, kann es auch nützlich sein, sich Notizen über die Aufgabe und Umstände zu machen, das kann Ihnen wertvolle Hinweise dafür geben, was es Ihnen erleichtert oder erschwert, diszipliniert zu sein.

Extra-Tipp

Versuchen Sie auch einmal gezielt, Ihre Vermeidungsstrategien zu erkennen:

  • Wie genau sind Sie undiszipliniert?
  • Was tun Sie, wenn Sie einer Aufgabe ausweichen?
  • Wie lenken Sie sich ab?
  • Und wie fühlen Sie sich dabei?

Die eigenen Vermeidungsstrategien zu erkennen, ermöglicht es, wachsamer zu werden und die Momente, in denen wir damit beginnen, einer Aufgabe auszuweichen, zu erkennen. Und das wiederum macht es dann möglich, den Automatismus zu unterbrechen.

Tipp 2: Machen Sie es sich möglich, diszipliniert zu sein

Wenn Sie etwas leisten wollen, müssen Sie dafür sorgen, dass es Ihnen auch wirklich möglich ist, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Viele Menschen beginnen mit ihren Aufgaben oder Zielen in Umständen, bei der jede Anstrengung zum Scheitern verurteilt ist. Und da muss man sich dann nicht wundern, wenn man "nicht diszipliniert" genug ist.

Es kommt z.B. häufig vor, dass sich jemand etwas vornimmt, was schon rein vom Zeitaufwand her überhaupt nicht zu schaffen ist, weil die Person noch andere wichtige Dinge tun muss o.ä. Ein weiteres, klassisches Beispiel hierfür ist die Arbeitsumgebung. Wenn Sie z.B. ein Buch schreiben möchten, ist es hilfreich, dafür einen ruhigen Ort zu haben, an dem Sie ungestört arbeiten können. Störungen durch Familienmitglieder o.ä. bringen Sie ständig wieder aus der Konzentration und machen nicht nur das Durchhalten, sondern auch die tatsächliche Arbeit schwer. Oder Sie haben die Leitung eines Projekts übernommen, ohne allerdings zu wissen, was auf Sie zukommt. Sie stellen fest, dass Ihnen entscheidendes Knowhow fehlt. Ohne sich das anzueignen, wird Ihnen aller Wille zur Disziplin nichts nützen.

Analysieren Sie also Ihre konkrete Situation, indem Sie sich z.B. die folgenden Fragen beantworten:

Es gilt, sich vorher genau mit der gestellten Aufgabe und den Voraussetzungen für ihre Erfüllung zu befassen. Erarbeiten Sie sich dann daraus eine konkrete Checkliste, die Sie abarbeiten können.


Tipp 3: Machen Sie es sich so leicht wie möglich, diszipliniert zu sein

Neben der grundsätzlichen Möglichkeit zur Erfüllung der gestellten Aufgaben können Sie auch noch einiges dafür tun, sich die Sache möglichst leicht zu machen:

Extra-Tipp

Viele Menschen machen sich die Sache mit der Disziplin auch schwer, indem sie die (kindliche) Erwartungshaltung haben, alles müsse "Spaß machen". Hier gilt es, ein Stück erwachsener zu werden und sich klarmachen, dass manche Aufgaben schlicht und einfach erledigt werden müssen und dass das Herauszögern die "spaßlose" Zeit deutlich verlängert.

Tipp 4: Belohnen Sie sich

Der Tipp, sich selbst für erledigte Aufgaben zu belohnen, ist nicht neu, aber er kann sehr wirksam sein. Gerade wenn wir fürchten, dass unsere Disziplin nachlassen könnte, kann eine verlockende Belohnung über manche Motivationsdurststrecke hinweghelfen. Belohnungen können dabei alles Mögliche sein: Etwas Schönes, was man sich selbst kauft, eine Aktivität, zu der man sich einlädt, ein bestimmtes Freizeitpensum oder was auch immer.

Hier gibt es aber einige Punkte zu beachten:

Tipp 5: Gehen Sie mit Widerständen aktiv um

Hin und wieder wird es vorkommen, dass es Ihnen trotz all der genannten Faktoren nicht möglich ist, diszipliniert bei der Sache zu bleiben. Dann ist es zu empfehlen, sich genauer mit dem zu befassen, was Sie daran hindert.

In den meisten Fällen werden das innere Widerstände sein.

Überlegen Sie z.B. einmal Folgendes:

Widerstände aufzudecken, ist oft recht schwierig, da viele von Ihnen unbewusst sind. Hier kann es helfen, mit jemanden darüber zu sprechen, der genug Abstand von der Sache selbst hat, um neue Impulse zu bekommen. Wer fällt Ihnen da ein?

Literatur zum Thema

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