5 Strategien, wie Geldausgeben dich glücklicher macht

Wenn du denkst, mit Geld kann man sich kein Glück kaufen, dann gibst du es vermutlich nur für die falschen Dinge aus.

Denn es gibt Wege, mit denen du durch Geldausgaben tatsächlich glücklicher werden können, wie Forscher der positiven Psychologie belegen konnten.

Hier im Artikel findest du 5 Möglichkeiten, wie du durch Geldausgeben glücklicher werden kannst.

1. Sich schöne Erlebnisse kaufen 

Wer kennt das nicht? Du bist frustriert – und das Einzige, was jetzt noch hilft, ist Einkaufen.

Sie denkt sich: „Ich kauf mir ein neues Paar Schuhe – die machen mich glücklich.“

Er denkt sich: „Das neue Smartphone hole ich mir jetzt – dann geht es mir wieder gut.“

„Das gönne ich mir, weil ich es mir wert bin.“

Glück_Konsum_Lebensfreude_transpDen Erfolg dieser Strategie erkennst du an deinem überfüllten Schuhregal oder an dem rumliegenden Technikspielzeug.

Aber: Das Glücksgefühl hält nicht lange an. Die Freude verpufft im Nu und wieder braucht es etwas Neues.

Besser wäre es deshalb, Geld für schöne Erlebnisse auszugeben, zusammen mit Freunden oder dem Partner.

Schöne Erlebnisse wirken auf das Wohlempfinden viel nachhaltiger als rein materieller Konsum. Forscher fanden unter anderem drei Gründe, warum:

  1. Erlebnisse lassen sich schwerer vergleichen als materielle Dinge wie das Auto, das Haus oder die neuen Schuhe.
  2. Wir erinnern uns besser an selbst Erlebtes. Mit jeder Erinnerung tauchen wir in Gedanken wieder in das schöne Ereignis ein und fühlen uns glücklicher.
  3. Erlebnisse sind sehr individuell, darüber lässt sich besser erzählen und es ist interessanter.

Außerdem fördert gemeinsam Erlebtes die Beziehung zu anderen Menschen.

Einladung zur Selbstreflexion: Was wäre für dich ein tolles Erlebnis?

2. Den Einkauf verzögern und die Vorfreude verlängern

Wer einen Einkauf bewusst verzögert, steigert damit die Vorfreude. Das macht glücklicher.

Glück_Einkauf_verzögern_transpBei Kindern kannst du diese Vorfreude noch gut erkennen, z. B. wie sie sich auf das lang ersehnte Geschenk freuen oder endlich der erste Schultag näher rückt.

Uns Erwachsenen suggeriert die Werbung genau das Gegenteil.

  • „3-2-1-meins“ oder der „Ein-Klick-Einkauf“, alles ist sofort zu haben.
  • „Wenn ich es jetzt will, soll es sofort da sein.“

Das nimmt einem die Vorfreude, und so wird viel Zeit und Potential für Glücksgefühle verschenkt.

Die Steigerung ist übrigens, jetzt zu kaufen und erst später zu bezahlen. So schiebt sich die schmerzhafte Bezahlung in die Zukunft. Die Freude ist schon verflogen – und jetztnoch die offene Rechnung, das macht ein ungutes Gefühl.

Vielleicht willst du es selber mal ausprobieren?

Einladung zur Selbstreflexion: Welchen Einkauf willst du bewusst verzögern, um so mehr Vorfreude zu spüren?

3. Zeit kaufen

In unserer komplexen Welt kannst du nicht alles selber machen. Dafür fehlen jedem von uns nicht nur bestimmte Fähigkeiten, sondern vor allem auch die Zeit.

Manchmal ist es die lästige Steuererklärung, die viel Zeit in Anspruch nimmt, ein andermal die ewige Suche nach dem günstigsten Produkt, nur um ein paar Euro zu sparen.

Immer geht dabei viel Lebenszeit verloren.

Dabei machen manche Menschen Steuersachen so gerne, dass sie sogar beruflich damit zu tun haben.

Sie sind die Experten und mögen ihre Tätigkeit, hoffentlich.

Wieso also sich nicht Freizeit kaufen, indem unangenehme oder zeitaufwändige Tätigkeiten delegiert werden?

Aber wann ist es eigentlich sinnvoll, Aufgaben zu delegieren?

Hier einige Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Macht mir die Tätigkeit Spaß?
  • Kann sie jemand anderes besser und schneller erledigen als ich?
  • Was sind die Vorteile, wenn ich es selber mache? Selbstbestätigung, Lob, neues Wissen …

Eine Möglichkeit wäre noch, sich selber einen Wert für die eigene Lebenszeit festzulegen.

Angenommen, meine Lebenszeit ist mir 30,– Euro die Stunde wert.

Das wäre eine konkrete Zahl, anhand derer leichter zu entscheiden ist, welche Aufgaben man abgeben sollte.

Nehmen wir mal 10 Stunden für die Steuererklärung, was eher wenig ist.

  • Steuerprogramm auswählen und besorgen
  • Am PC installieren
  • Einarbeitung in die Software
  • Recherche aktueller und relevanter Steuerthemen
  • Ausfüllen der Steuererklärung
  • Prüfen und Verstehen der Berechnungen
  • Elektronisches Versenden an das Finanzamt
  • Steuererklärung ausdrucken und versenden

Benötige ich für die Steuererklärung zehn Stunden, wäre das ein Wert von 300,– Euro.

Wenn es aber doch der Steuerprofi für weniger als 300,– Euro erledigt, dann kann es sich sehr lohnen, ihn das machen zu lassen.

Die frei gewordene Zeit kannst du jetzt auch für glückssteigernde Aktivitäten nutzen.

Wobei verschwendest du Lebenszeit, nur um einige Euros zu sparen?

Einladung zur Selbstreflexion: Wo in deinem Leben kannst du dir Zeit kaufen?

4. Geben ist seliger als Nehmen

Wer sein Geld für andere Menschen ausgibt, steigert sein Glücksempfinden, das wurde durch Studien bestätigt.

  • Spende an bedürftige Personen
    Menschen Geld zu geben, die es dringend gebrauchen können, macht glücklich.
    Es muss nicht gleich die große internationale Spendenorganisation sein. Sicher gibt es auch in der Nachbarschaft Möglichkeiten, Gutes zu tun, indem man Geld gibt.
  • Anderen Geschenke machen
    Statt sich selber mit Geschenken zu belohnen, macht es mehr Sinn, andere damit zu beglücken. Freunden oder dem Partner eine kleine Freude zu bereiten, steigert unser Glücksempfinden. Besser wirken übrigens mehrere kleine Geschenke als ein großes.
  • Lade deine Freunde ins Restaurant ein
    Gehst du regelmäßig mit der gleichen Gruppe ins Restaurant und jeder zahlt für sich die Rechnung? Sinnvoller wäre es, wenn abwechselnd einer die ganze Rechnung übernimmt.
    Warum? Der Spender freut sich, weil er seinen Freunden ein Essen spendiert. Die anderen freuen sich über den Gratis-Restaurantbesuch. Die Freude der vielen Gratis-Einladungen wiegt den „Schmerz“ des einmaligen Zahlens auf.

Einladung zur Selbstreflexion: Wem könntest du jetzt mit einem kleinen Geschenk eine Freude machen?

5. Geld in die eigene Weiterentwicklung investieren

Neues zu lernen, zahlt sich immer aus.

Egal, ob privat oder beruflich. Es fühlt sich gut an, Bescheid zu wissen.

Und natürlich macht es auch Sinn, Geld in Persönlichkeitsentwicklung zu investieren. Wie viel glücklicher wärest du wohl, wenn du einen Weg fändest, mit deinen Problemen konstruktiv umzugehen? Wenn du mehr Selbstvertrauen hättest? Oder deine Beziehung durch ein Paarcoaching deutlich verbessern könntest?

Einladung zur Selbstreflexion: Wo möchtest du dich weiterentwickeln? Welcher Schritt wäre als Nächstes zu tun?

Geld ausgeben hilft, um glücklicher zu werden. Man muss es nur für die richtigen Dinge ausgeben.

Hat dich der eine oder andere Punkt angesprochen?

Warum nicht jetzt gleich mit dem ersten Schritt beginnen und ausprobieren, wie es sich anfühlt, glücklicher zu sein?

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Über Manfred Huber

Manfred Huber ist Heilpraktiker für Psychotherapie.
Seit 2010 betreibt er die Praxis für Hypnose-Therapie | Coaching & Beratung in Wasserburg am Inn. Er begleitet Menschen auf deren Weg, um ein selbstbestimmtes, erfolgreiches und glücklicheres Leben zu leben.
In seinem Blog finden Sie weitere Artikel zur positiven Psychologie: www.huber-hypnose.de/hypnose-blog. Oder bestellen Sie doch seinen gratis Glückskurs: www.huber-hypnose.de/glueckskurs. Sie lernen darin einfache Glücksstrategien kennen, um sich so besser zu fühlen und glücklicher zu werden.

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Kommentare

  • Hi Manfred,
    sehr schön zusammengestellt. Eine Strategie die ebenfalls hilft, ist die sein Geld zu investieren und es dadurch für einen arbeiten zu lassen. Je länger und je öfter man es macht, desto weniger muss man später selber arbeiten.
    Gruß Tim

  • Toller Artikel.

    Ich gehe da voll mit. Lasse meine Steuererklärung von Stunde 0 an beim Steuerberater machen. Selbst wenn es sich aneignen und langfristig Geld sparen könnte, so sind es mir diese Stunden nicht wert. Des Weiteren ändert sich ja stetig etwas im Steuerrecht, sprich ich müsste immer wieder Zeit darin investieren, obwohl ich es doch nicht mag.

    Spenden ist so ein Punkt, den ich öfter lese. Irgendwie konnte ich mich bisher nie dazu durchraufen. Habe die Befürchtung, dass es mir keine Freude beschert, mich sogar nachträglich ärgert.

    Habt ihr Erfahrungen mit dem Spenden? Wie fühlt es sich an?

    Allerdings könnte ich mir vorstellen Zeit zu schenken, habe für mich aber noch nicht die Beschenkten identifiziert. Vermutlich älteren Menschen zuhören und etwas von heute erzählen.

    Danke für tollen Tipps, die ihr immer habt.

    Grüße Christian.

    • Judith Wischhof
      Judith Wischhof schreibt am 31. Juli 2015

      Hallo Christian,

      ja, Zeit schenken ist auch eine großartige Spende und damit schenkst du sicherlich eine große Freude.

      Ich finde, Spenden fühlt sich super an. Vielleicht auch eine Idee für dich: ich habe meinen Eltern letztes Jahr zu Weihnachten ein Schaf und gackernde Hühner von Oxfam Unverpackt geschenkt :-) Ein lustiges Geschenk für Menschen, die ja eh irgendwie alles haben und gleichzeitig eine kleine Spende für die Arbeit von Oxfam: https://unverpackt.oxfam.de/alle-geschenke

      Liebe Grüße
      Judith

    • Manfred Huber schreibt am 2. August 2015

      Hallo Christian,
      spenden gibt mir ein sehr gutes Gefühl.
      Ich spende an Projekte die ich gut finde, an Organisationen und an einen kleinen Verein dessen Arbeit ich sehr wichtig finde.

      Ich spende auch auf verschiedene Weise:
      1. per Dauerauftrag. Jedes Quartal sehe ich es auf dem Kontoauszug, das tut gut :-)
      2. am Ende des Jahres, wenn ich Geld übrig hab.
      3. Auf der Straße. Ich gebe dann mein ganzes Kleingeld, das im Portemonnaie ist.
      Einfach mal ausprobieren und selber raus finden.

      Viele herzliche Grüße
      Manfred :-)

  • Tolle Ideen.

    Eine zusätzliche ist mir noch eingefallen: Man kann auch in die Weiterbildung von anderen investieren.

    Das verbindet dann Punkt 4 und 5 ;-)

  • Der Artikel gefällt mir sehr gut. Geld ist wichtig, es kommt drauf an, was man damit macht. Die Werbung arbeitet mit sehr bewusst mit dem Gefühlen, Status der Menschen, das verleitet oft zu zu großen Ausgaben.
    Danke und viel Erfolg an alle.

  • Als ich die Überschrift las, war ich auf „Shopping-Strategien“ eingestellt wie „nur mit Einkaufsliste“ oder „im Regal ganz unten stehn die billigen Sachen“ und wenig interessiert. Aber als ich den Artikel las, und merkte, worum es wirklich geht, konnte ich nur zustimmen. Diese Geldausgaben sind für mich Investitionen, die ich sehr gern tätige. Und sogar als Steigerung empfinde ich die Kombinationen der Tipps, z. B. von Tipp 3 mit Tipp 1, also sich Zeit „kaufen“ und diese dann für Erlebnisse oder auch eine Weiterbildung einsetzen. Oder ein Erlebnis an einen Freund verschenken und dieses dann sogar gemeinsam verbringen.
    Und zu der Sache mit den „Schuhen und der Technik“ fällt mir ein, das selbst das besser funktioniert und länger postiv wirkt, wenn man gemeinsam shoppt. Mein Mann und ich machen das hin und wieder und fahren dazu auch etwas weiter weg. Dann suchen wir uns auch immer gegenseitig was Schönes aus und haben so wieder ein gemeinsames Erlebnis und auch das Verschenken, auch wenn das Geld letztlich vom gemeinsamen Konto kommt. :-)
    LG Heike

  • Schöner Artikel! Ich habe da aber noch einen anderen Gedanken. Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, daß Konsum oft nur ein ganz kurzes Glück bringt, wenn es sich um Technik handelt. Die schnelle Entwicklung bringt einen irrwitzigen moralischen Verschleiß mit sich. Der Rechner, Fernseher oder die Digitalkamera ist zum Zeitpunkt des Kaufes praktisch schon veraltet, d.h. noch bevor man das Gerät richtig in Betrieb (Besitz) nehmen konnte, weiß man, daß es für´s gleiche Geld etwas Besseres gibt. Oder der Nachbar steckt einem, daß man das Produkt woanders hätte billiger erstehen können. Selbst wenn das Produkt störungsfrei funktioniert, wird man zumindest um einen Teil des Glücks gebracht. Abgesehen davon, daß die meisten technischen Produkte soviele Funktionen haben, die man als Normalo entweder nicht versteht, oder wieder vergessen hat, wenn man sie eigentlich mal benutzen könnte, daß sie eher kontraproduktiv sind – und dafür haben wir mal unnütz viel Geld ausgegeben.

  • Hey, das ist wirklich mal ein toller Artikel! Auf die Idee – diese Blickrichtung bin ich noch nie gekommen :)…..1000 Dank, sehr inspirierend. Hatte eben den Gedanken, zum Street Food Festival zu gehen. Werde direkt mal einen Freund anrufen und ihn zu ein paar exotischen Köstlichkeiten einladen :)….

    Einen schönen Sonntag und herzlichen Dank für diese neue Perspektive :)….

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