Tagebuch inkl. Videokurs Gelassenheit

Aus der Gehirnforschung: Mehr Glück durch neue Erlebnisse

Bunt gekleidete Menschen, pinkfarbene Perücken, witzige Brillen. Um mich herum herrscht Ausnahmezustand. Hamburg Schlagermove 2012 und ich mittendrin. Eigentlich sind Großveranstaltungen nicht so mein Ding. Oft ist es eng und laut und das nervt mich dann schnell. Ganz spontan hatte ich diesmal dennoch zugesagt, mitzukommen.

Und nun lief ich an den Landungsbrücken längs, die legendäre Hafenstraße runter. Von dem bunt dekorierten und mit tanzenden Menschen rappelvollen LKW vor mir schallte: „Er gehört zu mir … wie mein Name an der Tür.“ Später „Ein! … knall… …rotes! … Gummiboot! …“ und ich sang laut mit. Fühlte mich total glücklich und beschwingt.

Konnte das wirklich sein?

Mittlerweile habe ich eine sehr interessante Erklärung für dieses intensive Glücksgefühl gefunden. Und zwar war „mein“ Schlagermove für mich so beglückend, weil mein Gehirn etwas völlig Neues erlebte.

Was passiert im Gehirn, wenn wir Neues erleben?

Ich hatte ja schon in früheren Beiträgen vom Dopamin und dessen glücksbringender Wirkung geschrieben:

Nun habe ich noch einen weiteren Zusammenhang zwischen der Gehirnforschung und meinem alltäglichen Leben entdeckt. Die Regionen, in denen das Dopamin ausgeschüttet wird, also zum Beispiel unser Belohnungssystem, werden besonders stark aktiviert, wenn wir Neues erleben. Also Dinge tun, die wir zuvor noch nicht gemacht haben.

Wenn wir

  • unseren ersten Cocktail trinken
  • zum ersten Mal Jakobsmuscheln essen
  • Schokolade mit Chili probieren
  • mal etwas Neues mit dem Partner im Bett ausprobieren
  • das erste Mal in einen Klettergarten gehen
  • uns zum ersten Mal eine Fußmassage geben lassen
  • das erste Mal im Atlantik schwimmen
  • das erste Mal alleine eine unbekannte Strecke mit dem Auto bewältigen
  • zum ersten Mal Kunstwerke ansehen, die uns besonders gut gefallen
  • ein neues Rezept beim Kochen ausprobieren
  • unsere erste Nachtwanderung machen

… das können alle möglichen Erlebnisse und Tätigkeiten sein. Hauptsache, sie sind für unser Gehirn neu und angenehm. Wenn wir etwas Neues, Ungewohntes oder Unbekanntes erleben, explodieren unsere Glücksbotenstoffe quasi.

Kennen Sie das so vielleicht auch? Können Sie sich an Dinge erinnern, die Sie neu ausprobiert haben, bei denen Sie sich dann euphorisch und glücklich gefühlt haben?

Mir fallen neben dem Schlagermove gleich noch zwei Erlebnisse ein:

  • Im Urlaub war ich auf Lanzarote. Etwas wie die dortige Vulkanlandschaft hatte ich vorher noch nicht gesehen. Ich war tief berührt und spürte eine ganz unmittelbare Freude.
  • Während der Fußball-Europameisterschaft 2012 habe ich zum ersten Mal interessiert und intensiv die meisten Spiele verfolgt. Ich freute mich auf jedes Spiel und war begeistert bei der Sache. Für mich ein ganz ungewöhnliches Gefühl, wenn es um Fußball geht. Bislang hatte mich das alles nämlich nicht interessiert. (Als Deutschland nicht weiterkam, war ich dann natürlich auch ungewöhnlich geknickt und enttäuscht.)

Als mir der Zusammenhang zwischen „neuen Erlebnissen“ und Glücksgefühlen bewusst wurde, habe ich angefangen darüber nachzudenken, wie ich dieses Wissen nutzen kann, um noch mehr Glück in meinen Alltag zu bringen.

Um in meinem Alltag noch ein bisschen glücklicher zu werden, habe ich mir überlegt, wie ich öfter mal etwas Neues erleben kann. Vielleicht haben Sie ja Lust, diese kleine Übung mitzumachen und so Ihre Dopaminausschüttung ein wenig zu pushen.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Das herauszufinden ist schwer. Aber machbar. Und wenn du es herausgefunden hast, wirst du den Unterschied merken. Jeden Tag.

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Dazu können Sie sich fragen:

  • Wie kann ich dafür sorgen, dass ich mehr Neues in mein Leben bringe?
  • Wie schaffe ich es, dass ich das dauerhaft hinbekomme?
  • Was kann ich ganz konkret dafür tun?

Um etwas in meinem Leben zu verändern, finde ich es sehr sinnvoll und meist absolut notwendig, dabei systematisch vorzugehen. Weil sonst außer einem guten Vorsatz meist nichts daraus wird. Dazu überlege ich mir z. B. ganz konkret, was ich ändern möchte, plane, wann und wie ich das genau umsetze, und lasse mich dann z. B. durch mein Handy oder meinen Kalender daran erinnern, genau diese Dinge auch zu tun.

Für mein Projekt: Mehr Glück durch neue Erlebnisse habe ich mir dazu eine konkrete Vorgehensweise überlegt. Vielleicht haben Sie ja Lust, mitzumachen und die drei Fragen von gerade eben noch ein bisschen zu konkretisieren.

Projekt: Mehr Glück durch neue Erlebnisse

  1. Schritt: Schreiben Sie auf einen Zettel die Lebensbereiche, in denen Sie gerne etwas mehr Glücksgefühle erleben würden. Mit Bereichen meine ich das, wo sich Ihr Leben abspielt, z. B. Beruf, Partnerschaft, Freizeit, Sport, Ernährung, Familie. Sie können hier auch einzelne Beziehungen notieren, in denen Sie sich mehr Glücksgefühle wünschen, z. B. in der Beziehung zu Ihrem Partner oder zu einer Freundin. Beschränken Sie sich vielleicht zunächst auf ein bis drei Bereiche. Wenn man nämlich versucht, in zu vielen Bereichen etwas zu ändern, nimmt man sich manchmal zu viel vor. Und dann ändert man im Zweifelsfall überhaupt nichts. Notieren Sie sich also ein bis drei Lebensbereiche, in denen Sie gerne glücklicher wären.
  2. Schritt: Überlegen Sie sich für jeden dieser Bereiche eine Sache, die Sie ausprobieren könnten und die in irgendeiner Weise neu oder ungewohnt für Sie ist. Übrigens müssen das gar keine großen Aktionen sein:
    • mit dem Partner was ganz anderes machen: Nicht der vertraute Kinoabend oder Essengehen, sondern ein Picknick im Freien oder eine Nachtwanderung unternehmen
    • im Beruf mal eine neue Art der Tagesplanung ausprobieren, seinen Bildschirmschoner neu gestalten, eine Aufgabe übernehmen, die man noch nie gemacht hat
    • in der Freizeit eine neue Sportart ausprobieren, eine Kanufahrt machen oder zum Poetry-Slam gehen
    • sich eine Zeitschrift kaufen, die man noch nie gekauft hat, einen Actionfilm ansehen, obwohl man das sonst nie tut, in die Oper gehen

    Falls Ihnen gleich mehrere tolle Ideen einfallen, notieren Sie ruhig auch die. Vielleicht sind Sie später froh, wenn Sie ein paar Anregungen gesammelt haben. Es könnte ja sein, dass Sie dieses Projekt zu einer Dauereinrichtung machen möchten :-)

  3. Schritt: Entscheiden Sie sich, wann Sie die jeweiligen Ideen ausprobieren könnten. Werden Sie dabei möglichst konkret, z. B. am nächsten Samstag fahre ich nachmittags in den Klettergarten. Oder: Morgen Abend werde ich um 23.30 Uhr zu einer Nachtwanderung aufbrechen. Oder: Ich mache mir ab jetzt jede Woche ein neues tolles Bild als Bildschirmhintergrund auf meinen Desktop.
  4. Schritt: Sorgen Sie dafür, dass Sie diese Planung auch wirklich umsetzen, indem Sie sich selbst daran erinnern. Richten Sie sich dazu z. B. eine Handyerinnerung ein, tragen Sie Ihr Vorhaben in den Kalender ein oder kleben Sie sich ein Post-it an den Badezimmerspiegel.
  5. Schritt: Machen Sie diese Übung am besten in regelmäßigen Abständen immer mal wieder. Idealerweise schreiben Sie sich dafür auch gleich wieder eine Erinnerung in Ihren Kalender: Projekt: Mehr Glück durch neue Erlebnisse, vielleicht in ein bis zwei Wochen. Auf diese Weise bringen Sie ganz einfach immer mehr kleine Glückserlebnisse in Ihr Leben. Und wenn man das über einen längeren Zeitraum macht, kann sich durch solche Kleinigkeiten das ganze Leben positiv verändern.

Übrigens: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Dopaminausschüttung ganz besonders aktiv ist, wenn schöne Erlebnisse unerwartet eintreffen. Wenn man also mit positiven Überraschungen konfrontiert ist. Leider kann man Überraschungen ja nicht planen, weil es dann ja keine Überraschung mehr wäre ;-). Ich bemerke bei mir jedoch, dass ich, seitdem ich davon weiß, etwas achtsamer durch die Welt gehe und mich dadurch häufiger positiv überraschen lassen kann. Und dadurch sicher auch ein paar mehr Glücksmomente habe.

Und falls Sie das Ganze nicht so strukturiert angehen möchten, gehen Sie doch einfach mal zu einer Veranstaltung, zu der Sie normalerweise niemals gehen würden. Oder wählen Sie für Ihren nächsten Restaurantbesuch ein exotisches Restaurant. Oder überraschen Sie einen lieben Menschen mit einem ungewöhnlichen Ausflug.

Gelegenheiten, Neues zu erleben, gibt es unwahrscheinlich viele. Und wenn man erst einmal anfängt, danach zu suchen, ist das wie eine kleine Entdeckungsreise, bei der man immer leichter sein kleines Glück finden kann. Machen Sie doch mit und werden Sie auch zum Entdecker neuer Erlebnisse für mehr Glück.

Horbach, W. (2008). 77 Wege zum Glück. München: GU.

Berns, G. (2006). Satisfaction. Warum nur Neues uns glücklich macht. Frankfurt/Main: Campus.

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Kommentare

  • Hallo, der Artikel hat es wirklich in sich und die Kommentare bringen interessante Ergänzungen, wie ich meinen inneren Widerstand gegen die alltäglichen immerwieder kehrenden, zwingend notwendigen Tägigkeiten zukünftig mit mehr Elan angreifen kann.
    Besonders:
    Der Tipp mit den kleinen Einheiten hat ja auch den Vorteil, dass ich mich dann öfter dafür belohnen kann, als wenn ich mir ein Mammutprogramm vornehme, das ich weder in einer knapp bemessenen Zeitspanne bewältigen werde, noch zufriedenstellend fertig stellen kann, weil mir inzwischen trotz dem möglichem Dopamin-Belohnungssystem zu früh die Lust vergeht.

    Das Thema Überraschungen hat ja die meisten inspiriert – geht aber meiner Meinung am Belohnungssystem vorbei – obwohl es auch Dopamin fördert. Konsequent könnte eine Überraschung ja auch als Belohnung eingesetzt werden.

    Das schlechte Gewissen wird sich sowieso trotzdem melden, wenn man nach einer gelungenen Überraschung oder Belohnung erkennen muss, dass keine Heinzel-männchen inzwischen da waren und „Ordnung“ gemacht haben.

    Also – liebe Nicole – mit diesem Thema haben Sie mir eine sehr große Freude gemacht. Ich fühle mich zwar angesprochen, erkenne aber, dass ich damit nicht alleine bin. Das empfinde ich sehr tröstlich.

    Das löst die Blockade mit der steten inneren Kritik und trixt das lähmende UB aus, weil es mir nun einen praktikablen Lösungsansatz anbietet.

    Auf Lob und Anerkennung von anderen zu hoffen, ist leider bisher nicht der erfolgreiche Weg gewesen.
    Sich selbst die Vorteile zu definieren, erscheint mir zwar ungewöhnlich – also gewöhnungsbedürftig – aber ich nehme an, dass es am Erziehungssystem liegt.

    „Das kannst du nicht“ -„Jetzt geht es nicht“– usw.
    Nun will ich mir täglich das Gegenteil beweisen!

    Vielen Dank auch, dass Sie dieses Thema bereits zum 2. Mal in einem newsletter verwendet haben. Dadurch komme ich als Nachzüglerin auch noch in diesen Genuss.

  • Immer mal wieder was Neues erleben? Dann einfach ein Kind bekommen- oder besser gleich mehrere. Bei mir funktioniert das schon seit einigen Jahren- und dank euch weiß ich jetzt auch, warum sie mich (unter anderem) so glücklich machen- eben weil ich immer wieder Neues Ungewohntes erleben darf.

  • Kann es nicht auch sein, dass hier ganz einfach angenehme Erinnerungen aus der Vergangenheit wieder aktiviert wurden und daher das Glücksgefühl ausgelöst hat? Ich empfinde neue Dinge in erster Lienie erst mal unangenehm und nichtimmer erfreulich?

  • Hallo,

    ich fand es einleuchtend das Neues ersteinmal glücklich macht…und ich habe schon lange etwas an mir gemerkt….ich habe angst vor Neuem und rede es mir schlecht. „angst vor dem glücklich sein“, vor Angenehmen, ich rede mir dann geschickt ein schlechtes Gewissen ein und suche „Fehler im Paradies“.

    Ich müsste mich also „ans Glück gewöhnen“- AAber wie? In dem ich die versuche unterbinde es mir schlecht zu reden?
    Das leben nicht mehr so tragisch nehme wie es ist?

  • Sehr interessant der Artikel. Für mich sind auch Glücksmomente, wenn ich was NEUES gekocht/gebacken habe und es meiner Familie schmeckt und sie mich dann auch loben :)
    In zwei Wochen mache ich zum Ersten Mal bei den Ferienprogramm unserer Firma mit, da mache ich mit beim Bogenschießen. Für mich was NEUES, ich freue mich schon drauf! Was mich auch immer wieder glücklich macht, wenn ich mit meinem 4-Monate jungen Neffen kuschle und er mich anlächelt. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl ihn zu haben, nicht selbstverständlich, dafür danke ich Gott *stolze Tante* !!!

  • Mit unserem Führungskreis machen wir so etwas Ähnliches einmal im Monat, wenn wir uns treffen. Wir nennen das „15 Minuten glücklich sein“ – dauert natürlich manchmal auch längern. Reih um bringt jeder etwas mit, was ihn glücklich macht, so gehen wir mal Walken, ohne Stöcke, spielen TABU, lernen unseren Namen auf Japanisch schreiben, stellen Kratzbilder her etc. Das ist zwar geplant, aber auch immer wieder überraschend, weil der Rest der Gruppe ja nicht weiß, was auf ihn zukommt. Außerdem erhält man so Anregungen für neue Hobbies.
    Vielleicht kann das Anregung für andere sein :-) wie man es auch machen kann.

  • Wunderbar ist es, aus positiven Erfahrungen Glücksgefühle zu erhalten. Allerdings muss das nach meiner Auffassung keineswegs etwas Neues sein. Im Gegenteil: Diese ohnehin an die derzeitige Lebensweise gekoppelte Suche nach immer Neuem sorgt im Ergebnis für Unzufriedenheit (weil ich ja immer wieder neue „Kicks“ suchen muss) und zu einem Werteverlust auf allen Ebenen. (Immer wieder neue Klamotten, immer wieder die Wohnung umräumen, immer wieder das neueste iPhon, in noch exotischre Länder reisen…..brauche ich das wirklich für meinen Wert, für meine Stabilität, für meine Fähigkeit Glück zu empfinden? Den Umwelt- und Ressourcenaspekt lasse ich hier mal außen vor.)
    Was Ralf beschreibt, ist vermutlich etwas anderes: Sich auf etwas einzulassen, selber Freude einzubringen, genießen zu können (und in der Gemeinschaft plus Musik geht das besonders gut) und für Abwechslung im Alltag zu sorgen. Mit dieser Abwechslung kann nicht das immer Neue gemeint sein. Ich muss bereit dafür sein, Freude haben zu wollen. Exakt das gleiche Ereignis, welches Ralf in Hochstimmung versetzt hat, wird einem depressiven Menschen kaum Freude bringen, weil er noch nicht wieder die Fähigkeit dafür hat, diese Freude zu empfinden. Es müssen also andere Aspekte als das ewig Neue sein, die uns glücklich machen.

    • Christine schreibt am 6. August 2012

      Entschuldige, liebe Nicole, natürlich hatte es in meinem Kommentar nicht „Ralf“ sondern „Nicole“ heißen müssen. Das war einfach unaufmerksam von mir.

  • Glücksmomente hole ich mir ständig auch ohne etwas neues auszuprobieren. Auf der Arbeit habe ich Spass an allem was ich erledigt habe.Die Freude und Leichtigkeit der Kinder hole ich mir sooft wie möglich. Plums hingefallen, ist nicht schlimm, auch die Kinder stehen immer wieder auf. Ich liebe Herausforderungen, sie bereichern mein Leben. Muß ist bei mir will.Als Kind fängt das an , ich will.Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein, Jeder hat es verdient. Probleme hängen zwischen den Ohren. Carpe Diem.
    Danke für die Infos die Ihr mir mailt

    Herzliche Grüße
    Susanne

  • Das war (ist) ja ein toller Artikel. Jetzt weiß ich, warum ich so gerne meine Wohnräume umstelle oder meine Fenster neu dekoriere. Das “ Glücksgefühl“ beim Erleben des Neuen ist es!!!:-) Ich werde mir nun mehr solcher schönen Dinge überlegen und da ich ein „Listenmensch“ bin, wird es bei mir demnächst eine „Glücksliste“ geben.Und eine Erinnerung für den Alltag, nach dem Motto: Achtung, Glück!!!
    Und danke für den inspirierenden Newsletter, viele Grüße an alle Glücksritter-u. mägde,
    Petra

  • Dieses Jahr werde ich wieder nach Südamerika fliegen, und zwar nur mit Handgepäck. Am Flughafen angekommen werde ich wie immer neugierig die Gegend erkunden, mir ein Hotel suchen und am nächsten Tag durch die Stadt laufen. Dabei lerne ich viele neue Menschen kennen und lasse mich gern überraschen. Ich liebe es ohne „großes Gepäck“ durch die Welt zu düsen. Ja, manchmal vermisse ich eine Creme o.ä., merke aber schnell, dass ich das Zeugs nicht brauche. Ich liebe diese Zeiten….

  • Ein wirklich lesenswerter Artikel! Allerdings finde ich, dass hier Menschen, die grundsätzlich eine etwas ängstlichere Wesensstruktur in sich tragen, beim Versuch der Umsetzung hängn bleiben. Sich zu neuem zu entschließen fordert Mut. Mir persönlich mangelt es da häufig dran. Die Gewissheit, ob sich nachher der erhoffte Glückmoment einstellt, kann einem natürlich niemand geben. Aber vielleicht besteht das Glück in diesem Fall dann ja darin, einen Entschluss gefasst und einen versuch gewagt zu haben.
    Liebe Grüße!

  • Hallo,
    das Wichtigste denke ich ist, dass wir diese Glücksmomente nicht nur durch materielle Dinge finden.
    Es kann auch ein spaziergang im Wald sein. Ein Gespräch mit jemandem, den die eigene Lebenserfahrung die ich gemacht habe eine positivere Perspektive gibt. Das Glück zwei gesunde Kinder zu haben, dafür dankbar sein, denn ich sehe es nicht als selbstverständlich an. Yoga öffnet den Zugang zu unserer wahren Natur, aber auch andere östliche Bewegungstechniken. Die Glücksgefühle entstehen, weil wir uns dann vollkommen auf uns selbst konzentrieren. Wenn wir kleine Kinder beobachten können wir das erkennen, wie hoch konzentriert sie sich mit etwas, für uns vollkommen unbedeutentem beschäftigen und dabei begeistert und glücklich sind. Ich wünsche allen viele glückliche Momente, die den Geldbeutel nicht belasten. Herzliche Grüße

  • Noch ein weiterer Aspekt kommt für mich hinzu: Kreativität.Kreativität lässt Unerwartetes entstehen auch das eine Überraschung: Wasserfarbenbilder mit Füßen pinseln zum Beispiel.
    Überraschungen gibt es soo viele. auch stehenbleiben , hinhören, sich von neuen bislang unbekannten Seiten seine Mitmenschen inspiriern lassen.
    Alles sicher keine Frage des Geldbeutels. Zudem: wenn ich soo viel Geld ausgebe, setzt mich das nicht gleich unter den Erwartungsdruck , der mir eine Meßbarkeit („Geldwert“) des GLücksgefühls aufnötigt? Und auch mit dem Geld ein Stück Verantwortung für mein Gefühl – das ich ja gegen Geld-Wert erwarte- abzugeben..? Ich frag ja nur ;-)
    Mir fällt jedenfalls jetzt schon soo viel geldfreies ein, dass allein der Gedanke mich schon gücklich macht.
    Ich mache nämlich jetzt eine Flusswanderung- im Bach gegen den Lauf , bis die Füße kalt sind..
    Allen noch eine schöne Woche mit viel Neuem!
    Christiane

  • Guten Morgen allerseits!
    ein großes Dankeschön für einen inspirierenden Artikel.
    Gestern bin ich aus dem Urlaub gekommen: sehr glücklich, befreit, inspiriert, viele neue Dinge erlebt, verschiedene interessante Menschen gesehen und kennengelernt, mich selbst in unzähligen neuen Situationen beobachtet und ein Stückchen mehr kennengelernt. In manchen Situationen wurde ich natürlich mit meinen eigenen Ängsten konfrontiert. Diese überwunden und gehandelt konnte ich jedes Mal ein Stückchen mehr innere Freiheit spüren und diese genießen, Dopamin Badewanne nehmend. :)
    ein wichtiges Fazit für mich aus dem Urlaub: alles zu schätzen wissen, was man hat und vom Leben bekommt, dafür dankbar sein… sich neuen Dingen öffnend und wagend, den ersten Schritt zu machen.
    Ich wünsche allen einen wunderschönen Sonntag!
    Viktoriya

  • Ein sehr schöner und inspirierender Artikel.
    Hier noch eine kleine Anregung zu dem Punkt, dass Überraschungen oder Überraschungsmomente ja nicht selbst zu planen sind.
    Wie wäre es also, Überraschungen für andere zu planen, sei es der Partner, die Kinder oder wer auch immer. Dies kann ein Besuch im Auto-Kino sein, wenn dies etwas neues für den anderen ist, oder die Einladung zu einem speziellen Ereignis. Anregungen gibt es ja im Artikel genügend.
    Probiert es doch einfach mal aus, und ihr werde sehen, dass nicht nur der Andere bei diesem neuen Erlebnis glücklich ist, sondern ihr selbst euch auch darüber freuen werdet.
    In diesem Sinne viele glückliche Momente.

    Lutz

    • jessiolivia schreibt am 6. August 2012

      Da fällt mir ein : wir sind als paar letzten Sommer mal einfach so in eine stadt gefahren OHNE DAVOR im internet
      zu schauen wie das Wetter wird und was da wo los ist etc. So sind wir ohne besonderes Ziel durch die Strassen geschlendert und haben Strassenmusikern zugehört und lauter kleine Dinge erlebt die eben nicht planbar sind.Ich weiss noch wie glücklich wir waren,wir sind dann einer Musik gefolgt die uns der Wind zugetragen hat und auf einer türkischen Hochzeit gelandet,alle haben getanzt und es war wunderbar,obwohl wir nicht lange geblieben sind erinnere ich mich noch manchmal daran.Da hatten wir uns vorgenommmen sowas viel öfters zu machen, einfach mal so weggehen ohne grosses Abendprogramm.Gemacht haben wir es seither nicht mehr, der Artikle hat mich jetzt daran erinnert.

  • Ein schöner und vor allem anregender Artikel, danke!
    Mir fallen dazu die „Überraschungsabende“ ein, die mein Mann und ich immer wieder machen – eine/r denkt sich etwas aus, vorzugsweise etwas das wir noch nicht gemacht haben, und der andere geht mit ohne zu wissen, wohin es geht und was es dort gibt. Beide Rollen sind herrlich, finde ich. Es macht großen Spaß, so einen Abend/Nachmittag zu planen und Ausschau nach spannenden Orten oder Ereignissen zu halten (wobei auch ein Ins-Blaue-Spaziergang in einem noch unentdeckten Stadtteil wunderbar funktioniert, es muss also gar nicht durchgeplant sein oder besonders ausgefallen) und den anderen zu überraschen – und es ist wirklich wunderbar, überrascht zu werden, einfach vertrauensvoll und neugierig mitzugehen und offen zu sein, für was auch immer kommt.

    • Kirsten schreibt am 5. August 2012

      Ohhh, das gefällt mir sehr gut mit den Überraschungsplanungen für den Partner. Würde vielen Beziehungen sicher gut tuen…Auch für Singles eine gute Idee …einfach mal losgehen…losfahren…und man lernt neue Dinge kennen oder auch Menschen….sich verlieben ist ja ne Überraschung…

    • Sandra schreibt am 6. August 2012

      Danke für die tolle Idee! So Überraschungs-abende/nachmittage werde ich auch meinem Mann vorschlagen.

  • Schöner Artikel, der vieles auf den Punkt bringt, was ich auch erlebe. Da ich derzeit Urlaub habe, probiere ich viele neue kochrezepte aus (auch das muss nicht teuer sein). Ich hatte auch nie gedacht, dass Segeln bei 5 bft soviel Glücksgefühl hervorrufen kann. Ich musste nur meine Angst zu Hause lassen. Und jetzt erinnert mich das Handy alle 14 Tage daran eines meiner schönsten Urlaubsfotos auf den Bildschirm zu bringen. Danke für de. Artikel.
    Eine gute zeit mit glücklichen Momenten wünscht
    Maria

  • Ein wunderschöner Artikel und meine Erfahrung mit Neuem, wenn es nicht zuviel auf einmal ist, sehr belebend. Und wenn man noch zurückschreckt vor neuen Gebieten, z.B. ein Fußballspiel ansehen, obwohl man das sonst nie tut: sich sagen, dass man ja auch wieder gehen kann, wenn es einem nicht gefällt. So überliste ich meine Bedenken, dass es mir vielleicht gar nicht gefallen könnte oder gar nicht gut tun könnte. Aber bis jetzt war vieles beglückend und ich finde auch gerade die kleinen Veränderungen, wie den Weg zur Arbeit ein wenig variieren und wenn es nur die andere Strassenseite ist, die man geht oder mal den Blick nach oben statt immer nur nach vorne oder unten zu richten eine belebende Miniveränderung mit viel Entdeckungspotential. Oder ein Gewürz für etwas verwenden, wofür man es noch nie verwendet hat, wie Milchreis mit einem Hauch KurKuma oder Karotten mit einem Kraut dünsten, das man noch nie verwendet hat, sind Neuigleiten, die auch nicht finanziell aufwendig sind.

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag mit positiven Überraschungen und Entdeckungen und seien sie auch noch so klein

    Monika

  • der artikel war für mich ein „aha-erlebnis“, da ich mich shcon fragte, warum ich beim wohnungswechsel so viel euphorischer war, münzte es dann auf die finanz. situation.

    die ratschläge sind alle ganz schön und gut, etwas neues zu schaffen, wozu aber auch ein gewisser finanz. spielraum gehört; das möchte ich mal zu bedneken geben.

    ich kenne viele, die auch nur ganz kleine „brötchen“ backen können.

    mein radius ist sehr klein, gesundheitlich, wie finanz., und doch habe ich meine kl. freuden hier, lernte kleinigkeiten sehen zu lernen, dafür dankbar zu sein. es muss nicht immer neues sein, oder aktivitäten: es kann ein sonnenaufgang oder -untergang sein, blüten, die aufgehen, vogelgezwitscher etc., also alles kostenlos zu genießen.

    wir mpssen erst wiedr sehen lernen.

    in diesem sinne einen erholsamen, spirit. sonntag.

    • testsiegerin schreibt am 5. August 2012

      Ich glaube nicht, dass Glücksmomente so viel mit Geld zu tun haben. Meine schönsten Glücksgefühle vergangene Woche waren selbstgeschmiedete Schmuckstücke und Pilze suchen. Boah, war das geil, diese vielen jungen Steinpilze, ihr Duft, der volle Korb, die zerschundenen Arme, weil ich unters Fichtendickicht gekrochen bin, weil da besonders schöne Exemplare auf mich warteten. Am nächsten Tag dann das Pilzgulasch, das ich für zehn Leute gekocht habe.
      Gestern die 50km Radtour. Beim letzten Training, das ich geleitet hab, eine neue Methode (Zürcher Ressourcenmodell, sehr zu empfehlen). Die Ribiseltorte. Die neue Geschichte vorgelesen, obwohl ich nicht wusste, wie sie ankommt…

      Ach, das Leben macht mich täglich so glücklich, ist so voll von schönen Dingen, obwohl mein Konto so leer ist.

    • Katharina schreibt am 5. August 2012

      Hallo Monika,
      Dein Beitrag ist mit Sicherheit interessant
      aber es wäre schön, wenn, wie viele im Internet, die deutsche Rechtschreibung, sprich Groß- und Kleinschreibung beachten würden.
      Ansonsten noch ein schönere Sonntag und eine schöne Woche

  • Toller Artikel und er unterstreicht meine Aussage, täglich die Komfortzone zu verlassen, denn genau dann tue und mache ich ebenfalls etwas neues, ob das dann immer angenehm ist…

    Nun gut, dann mache ich noch ein Reframing und es passt oder? ;-)

    • Melanie schreibt am 5. August 2012

      Schlagermusik ist einfach und wir werden nicht groß gefordert mit hochtrabenden Texten. Das Erlebnis in einer Menge Teil einer Gemeinschaft zu sein, ist für mich das was mich daran glücklich machen würde. Komfort Zone verlassen? Weil man sich auf ein Event mit einer Musik Richtung einlässt die man sonst weniger mag? Ich glaube nicht das es bei jeder Musikrichtung so ein tolles Erlebnis gewesen wäre. Ich liebe Schlager.

    • Maria schreibt am 5. August 2012

      Sorry, ich kann dem überhaupt nicht zustimmen. Es gibt ständig so viele aufgezwungene Änderungen (beruflich, gesellschaflich, familiär etc.), dass ich froh bin über alles, was konstant bleibt. Mich macht das Konstante glücklich, nicht die permanente Veränderung.

    • Michael schreibt am 8. August 2012

      Gelegenheit macht Liebe – auch zu sich selbst!
      Ich glaube der Budissmus rät u.a. jedes Jahr einen neuen Ort zu besuchen – zur Öffnung, aber sicher auch zur Selbstbereicherung, auch mit Glück!

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