Was mache ich, wenn ich mein Problem einfach nicht gelöst bekomme?

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Dein Leben ist so gut wie deine Fähigkeit, Probleme zu lösen.

Normalerweise bekommen wir das ja auch gut hin.

Etwas stimmt nicht in unserem Leben. Dann ändern wir es halt. Wir lösen das Problem. Hinterher ist unser Leben dann wieder besser.

Aber es gibt auch Probleme, da scheinen wir uns die Zähne auszubeißen.

Da grübeln wir und wälzen uns in der Nacht hin und her. Aber wir kommen nicht weiter. Oder wir machen ständig 3 Schritte vorwärts und 4 Schritte zurück.

Was machst du in so einer Situation?

Genau darum geht es in diesem Beitrag. Es geht um die Frage:

„Was mache ich, wenn ich mein Problem einfach nicht gelöst bekomme?“

Über Probleme nachdenken

Das wichtigste Werkzeug zum Lösen unseres Problems ist diese Kugel zwischen deinen Schultern. Im Volksmund auch Kopf genannt. Genau genommen rede ich hier von unserem Verstand.

Denn um unsere Probleme zu lösen, müssen wir nachdenken, die richtigen Fragen stellen und gute Antworten finden, die uns weiterbringen.

Wichtig dabei ist vor allem, dass deine Fragen auch gut sind, die du dir stellst. Die Fragen sind tatsächlich oft wichtiger als die Antworten.

Eine gute Frage ist eine Frage, die konkret und zielführend genug ist.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Konkret ist wichtig, weil du auf eine schwammige, allgemeine Frage auch meistens nur schwammige allgemeine Antworten bekommst, die dich nicht weiterbringen.

Und zielführend bedeutet, dass die Frage auch etwas mit deinem Ziel zu tun haben muss, dein Problem zu lösen.

Die Frage „Warum bin ich nur immer so doof?“ ist beispielsweise weder konkret noch zielführend.

Eine bessere Frage ist: „Was hat vorher schon einmal in einer ähnlichen Situation funktioniert, um so ein Problem zu lösen?“

Im Folgenden findest du jetzt jedenfalls eine kommentierte Liste mit konkreten und zielführenden Fragen, die du für deine Problemlösung einsetzen kannst.

Besonders für den Fall, dass du schon eine Weile erfolglos an deinem Problem herumdokterst.

Geh einfach die Fragen einzeln durch und suche dir die raus, die dich weiterbringen. Hast du passende Fragen gefunden, suche Antworten. Alleine oder mit Hilfe.

Los geht es.

Aus einem Problem ein Ziel machen

Ein Problem ist ein unerwünschter Zustand, bei dem wir noch nicht wissen, wie wir aus der Sache herauskommen.

Ein Problem ist also ein Zustand, von dem wir wegwollen.

Besonders schmerzhafte Probleme bringen oft einen Fluchtimpuls in uns hervor. Wir wollen einfach nur weg. Egal wohin. Hauptsache weg.

Aber wie heißt es so schön:

„Vom Regen in die Traufe“.

Oder:

„Den Teufel mit Beelzebub austreiben.“

Das passiert Menschen, die einfach nur wegwollen, ohne sich klarzumachen, wo sie denn hinwollen.

Ein Beispiel dafür sind Menschen, die von einem schlechten Partner zum andern wandern. Oder Menschen, die besonders oft „Pech“ haben.

Damit du nicht vom Regen in die Traufe kommst, ist es wichtig, sich diese Fragen zu stellen:

„Was will ich anstelle des Problems?“

„Woran würde ich merken, dass ich das Problem nicht mehr habe?“

„Was müsste passieren, damit sich das Problem in der für mich und meine Lieben besten Weise in Luft auflöst?“

Frag dich also nicht nur, was du nicht mehr willst, sondern auch was du willst. Dann kannst du deinen Problemlösungsweg wunderbar mit deinem Ziel abgleichen. Damit steigerst du die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Problem wirklich auf eine gute Art und Weise löst.

Die Lösung schön machen

Wenn wir ein Problem in unserem Leben lösen wollen, schaffen wir dabei leider oft ungewollt neue Probleme, die unser Leben schwer machen.

Ich löse z. B. das Problem „schlecht bezahlter Job“ und habe hinterher das Problem „sehe meinen Mann nicht mehr“ an der Backe.

Denn jede Veränderung hat meistens auch Seiteneffekte und Auswirkungen. Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie …

Deswegen sind die folgenden Fragen ganz nützlich:

„Wenn ich das Problem löse, was darf dann nicht passieren?“

„Was ist mir wichtig, während ich das Problem löse?“

„Was sind mögliche unerwünschte Auswirkungen der Problemlösung und wie kann ich diese unerwünschten Auswirkungen verhindern?“

Überlege dir also, was deine Problemlösung darf und was sie nicht darf.

In die Tiefe meiner Seele

Es wäre schön, wenn wir Menschen einfach und unkompliziert wären.

Sind wir aber nicht.

Wir sind meistens komplex und wollen häufig viele Dinge, die sich oft auch noch gegenseitig widersprechen.

Ich will Nähe, aber auch meine Freiheit.

Oder ich will richtig erfolgreich sein, mich aber auch nicht anstrengen.

Und diese inneren Widersprüche können jede schöne Problemlösung unmöglich machen. Denn wenn wir das Problem ganz dringend lösen wollen, es aber auf der anderen Seite auch nicht lösen wollen, dann haben wir ein großes Problem, das normalerweise zu Stillstand oder zu einem ständigen Vor und Zurück führt.

Hier hilft nur ein tiefer Blick in die eigene Seele und eine gute Portion Ehrlichkeit mit sich selbst.

Also Nutella-Glas raus. Einen Esslöffel in den Mund schieben. Und sich die folgenden Fragen stellen:

„Was hätte es für Vorteile, wenn ich das Problem behalte?“

„Was würde ich verlieren, wenn ich das Problem nicht mehr hätte?“

„Was sagen die Stimmen in meinem Bauch, die nicht wollen, dass sich etwas ändert?“

Wenn wir die Widersprüche erkannt haben, können wir damit umgehen.

Wir können uns dann zum Beispiel die folgenden Fragen stellen:

„Bin ich wirklich bereit, etwas zu ändern? Und wenn nicht, sollte ich dann nicht lieber Frieden mit dem machen, was ist?“

Oder:

„Fällt mir vielleicht eine Lösung ein, bei der ich die Vorteile des Status quo behalte?“

Oder:

„Gibt es vielleicht eine Lösung, bei der ich das, was mir im Augenblick wichtig ist, nicht verliere, auch wenn ich das Problem löse?“

Innere Widerstände und Konflikte sind oft der Grund dafür, dass wir ewig an Problemen herumdoktern, ohne weiterzukommen. Deswegen ist es wichtig, diesen inneren Widersprüchen auf die Spur zu kommen.

Wissen oder Tun?

Ganz oft wissen wir schon, was wir tun sollten, wir tun es aber trotzdem nicht. In dieser Situation suchen wir dann ganz oft noch nach immer weiteren Ideen, Hilfsmitteln, Methoden und Werkzeugen – nur damit wir nicht ins Handeln kommen müssen.

Deswegen sind die folgenden Fragen wichtig:

„Weiß ich schon, was ich tun müsste, um mit meiner Problemlösung voranzukommen?“

„Habe ich eigentlich ein Wissens- oder ein Motivationsproblem?“

„Weiß ich schon, was ich eigentlich tun sollte, und tue ich es nicht?“

In Bewegung kommen

Falls du eher ein Motivationsproblem hättest, würden dich die folgenden Fragen weiterbringen:

„Warum tue ich es nicht?“

„Was hält mich auf?“

„Was hindert mich daran, einfach zu tun, was ich weiß?“

„Was bräuchte ich noch, um wirklich in Bewegung zu kommen und anzufangen? Was würde mir dabei helfen?“

„Bin ich überfordert und wenn ja, wie könnte ich meine Schritte einfacher, kleiner und bewältigbarer machen? Was wäre der erste Schritt, um anzufangen?“

„Habe ich ein Entschlossenheitsproblem und wie könnte ich meine Entschlossenheit steigern?“

„Ist mir die Sache vielleicht nicht wichtig genug?“

„Habe ich einfach zu viele andere Sachen um die Ohren? Müsste ich für die Bearbeitung dieser Sache vielleicht mal Zeit und Energie von anderen Projekten abziehen, damit ich mich endlich mal darum kümmern kann?“

„Habe ich vielleicht innere Widerstände?“

„Was könnte ich heute tun, mit welcher Kleinigkeit könnte ich heute beginnen, um in Bewegung zu geraten?“

Wenn das alles geklärt ist, legst du los. Prima. Gratulation, dass du dich von den Schwierigkeiten nicht aufhalten lässt.

Die notwendigen Schritte planen

Jede erfolgreiche Problemlösung besteht in erster Linie aus einer Reihe von Handlungen.

Jemanden anrufen.

Ein Gespräch führen.

Informationen recherchieren.

Ideen entwickeln.

Etwas besorgen.

Mentaltraining machen.

Etwas entwickeln oder schaffen.

Hinsetzen und eine ungünstige Einstellung systematisch hinterfragen.

Etwas reparieren.

Mit jemandem etwas aushandeln.

Etwas ausprobieren und testen.

Möglichkeiten gegeneinander abwägen.

Eine Entscheidung treffen.

Und je klarer du die Schritte deiner Problemlösung vor Augen hast, desto eher wirst du auch tun, was getan werden muss.

Deswegen ist es wichtig, dass du einen Plan machst:

„Was sind mögliche Schritte, um mein Problem zu lösen?“

„Was hat vorher schon einmal in einer ähnlichen Situation funktioniert, um so ein Problem zu lösen?“

„Was hat vorher schon einmal NICHT funktioniert und warum nicht?“

„Wie lösen andere so ein Problem?“

„Welche der Schritte sind unbedingt notwendig und welche helfen mehr oder weniger?“

„Welche der möglichen Schritte sind am wichtigsten und bringen mich am meisten voran?“

Am Ende hast du einen Plan, an dem du dich langhangeln kannst. Du musst nicht jeden Punkt abhaken. Und manche Punkte werden sich auch als unnütz oder falsch herausstellen.

Aber mit deinem Plan hast du eine Idee für deine weitere Vorgehensweise im Kopf.

Weglassen, was stört

Oft ist die Ursache eines Problems aber auch nicht das, was du noch nicht getan hast, sondern eher das, was du tust.

Also ungünstige Muster oder schlechte Gewohnheiten.

Oft ist es viel einfacher, diese Dinge einfach sein zu lassen, damit das Problem verschwindet. Was nicht einfach, aber oft DER Weg ist.

Um in dieser Richtung weiterzubohren, kannst du dir die folgenden Fragen stellen:

„Was ist mein Anteil oder Beitrag zu diesem Problem?“

„Durch welches Verhalten oder welche Einstellung fördere ich das Problem?“

„Womit müsste ich aufhören, damit das Problem verschwindet?“

Und weil es so verdammt schwierig ist, mit etwas einfach nur aufzuhören:

„Was könnte ich anstelle der ungünstigen Sache tun oder denken?“

„Was ist also der Ersatz für das, was nicht funktioniert und das Problem stärkt?“

Mit diesen Fragen erweiterst du deinen Plan. Du weißt jetzt, was du alles tun kannst und was du nicht mehr tun willst.

Wer hat so ein Problem schon erfolgreich gelöst?

Manchmal fällt uns nicht ein, was wir tun können, um unser Problem zu lösen.

Aber wir Menschen sind zum Glück nicht so einmalig, wie wir das manchmal denken. Das merkt man besonders an unseren Problemen.

Denn wenn ich ein Problem habe, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem groß, dass andere Menschen das Problem auch haben. Und noch wichtiger, dass andere Menschen das Problem auch schon gelöst haben.

Hier darf ich es mir also einfach machen und diese Menschen finden und ihr Lösungsverhalten kopieren.

Deswegen die Fragen:

„Welche Strategien haben sich zur Lösung dieses Problems bei anderen bewährt?“

„Wo finde ich Menschen wie mich, die in einer ähnlichen Situation gesteckt haben und die dieses Problem schon gelöst haben?“

„Welche Einstellungen, Fähigkeiten und Hilfsmittel haben Menschen in meiner Situation schon geholfen, um dieses Problem zu lösen?“

Diese Fragen helfen dir, die Erfahrung und das Wissen der Welt da draußen anzuzapfen und Lösungen zu finden, die du bisher noch nicht auf dem Schirm hattest.

Unserem Alltag ein Schnippchen schlagen

Erstaunlich viele Menschen beginnen mit der Lösung ihrer Probleme und hören viel zu früh wieder damit auf.

Oft dann, wenn der erste Schmerz des Problems verschwunden ist. Leider ist dann das Problem oft noch lange nicht gelöst und taucht schnell wieder auf.

Deswegen ist es wichtig, auch etwas für das Durchhalten und Dranbleiben zu tun.

Die folgenden Fragen helfen dabei:

„Wie oft habe ich schon viel zu früh aufgehört und dann ist mein Problem wiedergekommen?“

„Was kann ich tun, um die Sache auch bis zum Ende durchzuziehen?“

„Wie kann ich erreichen, dass mein voller Alltag mit seinen vielen Ablenkungen meine Arbeit an meiner Problemlösung nicht schluckt?“

„Wie kann ich mich selbst wieder und wieder daran erinnern?“

„Wer könnte mir helfen und wie kann ich es diesem Menschen schmackhaft machen, mir zu helfen?“

„Was könnte mich straucheln lassen und wie kann ich verhindern, dass ich strauchele?“

Denn die Stolpersteine im Vorfeld zu erkennen, ist der beste Weg, um auszuweichen und eben nicht zu stolpern.

Noch einmal von vorne

So. Das war es. Jetzt hast du eine Menge Futter für deinen Verstand. Jetzt kannst du denken, planen und dann hoffentlich auch ins Handeln kommen.

Dein Verstand hilft dir, den Weg zu skizzieren und Probleme vorauszusehen. Die vielen Fragen in diesem Beitrag unterstützen dich dabei.

Aber deine Probleme löst du natürlich nicht im Kopf. Du löst sie, indem du Dinge tust, indem du handelst, indem du Gespräche führst, indem du aktiv wirst. Wieder und wieder. Bis die Sache gelöst ist und du dich dem nächsten Problem zuwenden kannst.

Denn das Leben besteht aus einer endlosen Folge von Problemen. Der Trick ist, dafür zu sorgen, dass du die Probleme präsentiert bekommst, die du spannend findest und die du auch gerne lösen magst.

Ich wünsch dir viel Kraft und viel Kampfgeist.

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Kommentare

  • Hervorragender Input, Ralf, vielen Dank dafür!
    Das muss ich mir doch gleich mehrmals in Ruhe durchlesen, oder besser, durcharbeiten…

  • Lieber Pascal,

    “ Es geht einfach darum, dass JEDER von uns endlich mal die Verantwortung für sich, für sein Denken und seine Taten übernimmt und mit der ewigen Opferhaltung aufhört „.

    Da bin ich ganz und 100%ig bei Dir.

    Zit.:“ Wenn ich mich z.B aus reiner Gedankenlosigkeit mitten in der Nacht in unbewohnte Gegenden oder in unbeleuchtete Parks begebe, darf ich mich nicht wundern, wenn ich dort eventuell beraubt und tot geschlagen werde. “

    Es geht auch darum, mal nicht nur auf seinen eigenen Tellerrand zu schauen.

    Stimmt schon, wer dafür sorgt, dass Du und ich unsere Zeitungen morgens im Briefkasten haben, dass wir morgens ins frische Brötchen beißen können,

    wer von seiner Nachtschicht nach Hause will oder sich zur Nachtschicht begibt u.v.a.m., der handelt schon „gedankenlos“, Unverantwortlich so was. Selbst schuld…..und wie Du schreibst: „Jeder für sich selbst verantwortlich“.

    Manches muss man halt doch ein wenig tiefer und länger hinterfragen und darüber nachdenken, bzw. „vor“-denken,
    Und genau das war mir wichtig bei meinem vorherigen Beitrag.

    • Pascale schreibt am 23. Januar 2017

      Dann schreib das mit der Nachtschicht doch bitte GLEICH, liebe Karin, damit jede Art von Mißverständniss gleich aus dem Weg geräumt wird!

      Ach, übrigens, stimmt ganz genau: so wie ich unweigerlich meine Vorurteile & meinen kleinen „Tellerrand“ habe, hast Du auch deinen, liebe Karin: ich heiße Pascal_E, und bin also eine ’sie‘ ;-)

  • Vielen herzlichen Dank, lieber Ralf, für diesen – in meinen Augen und im Anbetracht meines persönlichen ‚Problemes’/ sich schon lange hinziehenden Themas (Chaos aufräumen u. Ordnung u. Raum für neues schaffen) – SEHR hilfreichen Beitrag!!
    Es hat in mir jetzt schon was ins Rollen gebracht: eine Menge Gedankenassoziazionen, tiefgründige Reflexion und sogar Motivation ausgelöst, weil Zwischenlösungen sich im Lichte der Formulierung der vielen Zwischenfragen gleich öffnen! So wird ein Riesenberg Stein für Stein aus dem Weg geräumt!
    Dieser Beitrag verstärkt meinen Glauben daran, dass es für ALLE ‚Problemen‘, hum, ich meine, für JEDE „Situation“ (so heikel sie auch sein mag – einen schönen Dank auch an Hans Scheidegger für seinen konstruktiven Beitrag!) eine Lösung gibt, auch wenn diese lange ‚auf sich warten läßt‘!
    Es geht einfach darum, dass JEDER von uns endlich mal die Verantwortung für sich, für sein Denken und seine Taten übernimmt und mit der ewigen Opferhaltung aufhört. Wenn ich mich z.B aus reiner Gedankenlosigkeit mitten in der Nacht in unbewohnte Gegenden oder in unbeleuchtete Parks begebe, darf ich mich nicht wundern, wenn ich dort eventuell beraubt und totgeschlagen werde. Fakt ist: gegen Ignoranz ist keine Lösungsstrategie möglich. Lösungsstrategien kann ich auch NUR demjenigen empfehlen, der dafür aufnahmebereit ist. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.

    Nochmal vielen Dank für diesen inspirierenden, hervorragenden Beitrag :-) Herzlichst. P.

  • Ich sehe gerade, dass einige Stellen meines Textes bei der Überarbeitung nicht so geändert wurden, wie ich es wollte.

    Sorry, dass Wörter verloren gegangen sind oder Satzumstellungen nicht gelangen.

    Bedauerlich, dass man nach Absenden seines Textes keine Möglichkeit mehr hat, diesen noch zu korrigieren.

  • Was fehlt, ist die Anerkennung, dass es auch unlösbare Probleme (Situationen) gibt.
    Dass man noch so kluge Fragen stellen kann, sich noch von vielen Seiten dem Problem nähern kann, seine Einstellungen und sein Verhalten ummodellieren kann.

    Oder was soll man jemandem empfehlen (wenn es noch möglich wäre), der in
    einen dunklen Fensterverließ, hinter meterdicken Wänden eingemauert ist?

    Oder anderes Beispiel:
    Welche Lösungsstrategien, Fragen etc. sind zu empfehlen, wenn jemand nachts,
    an unbewohnter, unbelebter Stelle plötzlich einem Dutzend Gewaltbereiter, die einfach nur ihren Spaß haben und ihre Langeweile vertreiben wollen?

    Wenn a + b = c ist, dann muss auch b + a = c sein, also zum gleichen Ergebnis führen.
    Heißt: WENN Formeln zur Problembewältigung gibt (Fragen, Einstellungsänderung, Motivationsverstärkung usw. usf.) und wenn die oben sehr breit und in allgemein
    gültigem Muster gestellt werden, dann muss daran auch der Anspruch gestellt werden, dass sie logischerweise auch zum gleichen Ergebnis, zum „c“ = zur Lösung führen. IMMER.

    Und das ist nicht der Fall. Bestenfalls kann man mit immer neuen Varianten sich so lange beschäftigen, bis sich das Problem von selbst auflöst.
    Bis dahin hat man aber auch sich gerade damit vielleicht einige Beulen an den Mauern eingefangen. Oder man dreht und dreht sich im Kreis …und damit ständig nur um sich selbst.

    Immer wieder bestätigt: „Wenn Du ein Problem hast, das Du nicht sofort und auf einfache Weise anfangen kannst, zu lösen, nimm Dir ein anderes Problem vor…
    und das erstere löst sich auf wundervolle Art, wie von selbst bzw. verliert seine Wichtigkeit.

  • Ein Problem ist ein Problem, es kann problematische Situationen verursachen. Gut, das ist dann so. Wenn ich diese anders umschreiben soll, löse ich damit kein Problem, ich gehe nur Umwege.

  • Kleine Anmerkung zum Wort „Problem“:
    Während meiner ganzen beruflichen Tätigkeit als Dozent in der Führungsausbildung und Persönlichkeitsentwicklung habe ich den Teilnehmenden empfohlen, NIE das Wort „Problem“ zu benützen, sondern an dessen Stelle das Wort „Situation“ mit dem jeweils zutreffenden entsprechenden Adjektiv zu benützen, zum Beispiel eine kritische/schwierige/bestehende/neue/bedrückende/komplexe/heikle/unangenehme/unliebsame usw. Situation. Also: „Wir müssen uns über diese ……. Situation unterhalten/darüber diskutieren.“
    Das gibt in der gegenseitigen Kommunikation eine wohltuendere Note, als wenn das Wort „Problem“ benützt wird.

  • Top Beitrag….sehr hilfreich, vor allem wenn man in sich den Drang hat aktiv etwas verändern zu wollen aber eben genau, nicht die passenden Fragen stellt.

    Vielen Dank!

  • Hallo Ralf,

    guter Artikel! Meine Einstellung dazu ist: „Du bekommst die richtigen Antworten, wenn du dir die richtigen Fragen stellst.“

    MFG Philipp

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