Wie du mit toxischen Menschen entspannt umgehst

toxische menschen

1964 musste der amerikanische Richter Potter Stewart in einer Gerichtsverhandlung entscheiden, ob eine Liebesszene in einem Film pornografisch war oder nicht.

Hört sich einfach an. Aber Stewart hat schnell festgestellt, dass diese Frage nach objektiven Kriterien nicht zu entscheiden ist.

Versuche es mal selbst, dann wirst du es merken.

Letztlich hat Stewart Pornografie wie folgt definiert:

„Ich weiß, dass es Pornografie ist, wenn ich es sehe.“

Genau so ist es mit toxischen Menschen.

Es ist gar nicht so einfach, zu beschreiben, was einen toxischen Menschen ausmacht.

Aber du merkst es relativ schnell, wenn du mit einem zu tun hast.

Und in diesem Beitrag möchte ich dir einige Tipps geben, wie du auf geschickte Art mit toxischen Menschen umgehst.

Gibt es überhaupt toxische Menschen?

Als Erstes möchte ich eine eher moralphilosophische Frage klären.

Ist es überhaupt erlaubt, andere Menschen als toxisch zu bezeichnen?

Ist das nicht viel zu vereinfacht?

Ich brauche einen neuen Job!

Aber welchen? Was kann ich? Was will ich? Welcher Job passt wirklich zu mir? Wo finde ich die guten Jobs? Fragen über Fragen. Antworten findest du hier: Projekt: Traumjob.

Lässt sich das mit einer humanistischen Sichtweise vereinbaren?

Ist nicht jeder von uns ein Produkt seiner Erziehung und seines sozialen Umfelds und deswegen auch nicht schuld, dass er ist, wie er ist?

Und hat nicht auch ein sogenannter toxischer Mensch Respekt verdient, selbst wenn er anderen Menschen das Leben oft schwer macht?

Meine Antwort darauf: Man muss Dinge beim Namen nennen dürfen.

Und wenn ein Mensch sich unmoralisch, destruktiv oder unsozial verhält, dann darf ich der Sache auch einen Namen geben.

Ich finde, ich darf dann sagen, dass sich jemand toxisch verhält und dass jemand deswegen Gift für mich ist. Ein Giftzwerg eben.

In der Realität gibt es tatsächlich erstaunlich wenig Menschen, die komplett toxisch sind.

Aber wir alle kennen wahrscheinlich jemanden, der es schafft, unsere Seele zu vergiften.

Was ist ein toxischer Mensch?

Nachdem wir das geklärt haben, stellt sich die Frage:

Was genau ist eigentlich ein toxischer Mensch?

Versuchen wir es mit einer Situationsbeschreibung:

Wenn du mit einem toxischen Menschen Kontakt hattest, hinterlässt dich das meist mit einem miesen Gefühl im Bauch.

Oft kannst du gar nicht sagen, was es genau war.

Aber du weißt instinktiv, dass dir der Kontakt nicht gutgetan hat. Du fühlst dich beschmutzt, erniedrigt, ausgenutzt oder über den Tisch gezogen.

Es war eben toxisch. So als ob du einer giftigen Substanz ausgesetzt warst.

Wenn du hinterher genauer darüber nachdenkst, kannst du oft erkennen, wie es ein Giftzwerg anstellt, dein Gefühlsleben zu vergiften.

Hier eine Liste mit typischen toxischen Verhaltensweisen:

  • Toxische Menschen beginnen oft einen Streit, wo ein einfaches, klärendes Gespräch die Sache in einer Minute aus der Welt geschafft hätte.
  • Toxische Menschen sind oft verbohrt, uneinsichtig und unbelehrbar. Sie sind gar nicht daran interessiert, die Sichtweise des anderen zu sehen und zu verstehen.
  • Toxische Menschen haben selten Schuldgefühle, wenn sie andere verletzt haben. Ihr Gefühl für richtig/falsch ist schlecht ausgeprägt. Sie selbst haben Recht, die anderen Unrecht.
  • Toxische Menschen verhalten sich oft grenzüberschreitend und übergriffig. Sie tun Dinge, die ihnen einfach nicht zustehen und zu denen sie kein Recht haben.
  • Ein toxischer Mensch hat oft konkrete Erwartungen an dein Verhalten, ohne diese Erwartungen auszusprechen. Hältst du dich nicht an die unausgesprochenen Erwartungen, wirst du dafür bestraft.
  • Ein toxischer Mensch setzt dich emotional unter Druck. Er versucht dir Schuldgefühle zu machen. Er erzählt dir beispielsweise, du wärst ein schlechter Mensch, wenn du nicht nach seiner Pfeife tanzt.
  • Ein toxischer Mensch lügt, um seine Interessen durchzusetzen. Er lässt Informationen weg, dichtet welche hinzu oder er streut gezielt Gerüchte.
  • Toxische Menschen manipulieren andere Menschen, um ihre Interessen durchzusetzen. Dabei bedienen sie sich aller unsauberen Tricks. Sie lügen. Sie erzählen dir, was du hören willst. Sie streuen Gerüchte, um dich auf ihre Seite zu ziehen.
  • Ein toxischer Mensch verhält sich oft eifersüchtig und missgünstig. Wenn ich es nicht bekomme, sollst du es auch nicht bekommen.
  • Ein toxischer Mensch hat oft eine übersteigerte Anspruchshaltung an andere, ohne etwas zurückgeben zu wollen.
  • Ein toxischer Mensch nimmt selten Rücksicht auf andere Menschen, deren Bedürfnisse und Gefühle.

Und natürlich verhalten wir uns alle manchmal so wie hier beschrieben. Wir sind alle nicht perfekt, haben schwache Momente und wir machen Fehler. Deswegen sind wir nicht automatisch alle giftige Menschen.

Ein toxischer Mensch verhält sich dagegen überdurchschnittlich oft, wie es oben beschrieben ist.

Die Verhaltensweisen von oben sind eher der Normalfall als die Ausnahme.

Daran erkennt man dann einen toxischen Menschen.

Übrigens: Nicht selten verwandeln sich auch ganz normale Menschen in einen Giftzwerg, wenn sie in emotionale Ausnahmesituationen geraten. Zum Beispiel wenn sie verlassen werden. Oder wenn ein geliebter Mensch stirbt.

Wie gehe ich nun mit toxischen Menschen um?

Eigentlich brauchen wir nicht darüber zu sprechen, wie ich mit einem Giftzwerg umgehe.

Sobald ich es begriffen habe, dass jemand Gift für mich ist, halte ich Abstand. Das ist die logische, natürliche Reaktion.

Wenn ich beim Spaziergang sehe, dass der Bauer auf dem Feld Gift spritzt, drehe ich auch auf dem Absatz um und gehe in die andere Richtung.

Ich gehe demjenigen einfach aus dem Weg.

Problem gelöst.

Ja, wenn es denn so einfach wäre.

Problem 1: Ich muss ja erst einmal begreifen, dass es sich überhaupt um einen toxischen Menschen handelt.

Oben habe ich geschrieben, dass du einen toxischen Menschen erkennst, wenn du ihn siehst.

Das ist auch so. Aber es setzt ein gesundes Selbstbewusstsein und ein starkes und waches Selbst voraus.

Toxische Menschen haben es raus, mir einzureden, dass ICH das Problem bin, dass es an MIR liegt, wenn wir Schwierigkeiten miteinander haben.

Und oft dauert es erstaunlich lang, bis ich begreife, dass nicht ich das Problem bin, sondern der andere.

Viele Menschen leben jahrelang mit einem Partner zusammen, bis sie irgendwann verstehen, dass ihr Partner Gift für sie ist.

Oder ich habe jahrelang Probleme mit meinem Schwiegervater, bis ich begreife, dass nicht ich die Quelle der Probleme bin, sondern dass mein Schwiegervater halt ein toxischer Mensch ist.

Das heißt, der erste Schritt ist erst einmal, zu erkennen: Der andere ist Gift für mich.

Dann kommt das nächste Problem.

Problem 2: Manchen Menschen kann ich aus dem Weg gehen. Anderen nicht.

Familienmitglieder, Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter, Nachbarn, andere Mitglieder in meinem Verein, Freunde meines Partners.

All das sind Menschen, denen kann ich nicht so einfach aus dem Weg gehen.

Und für den Kontakt mit diesen Menschen gelten die folgenden Anregungen.

Nimm es nicht persönlich

Das ist der anspruchsvollste und gleichsam wichtigste Tipp. Wie um Himmels willen soll ich es nicht persönlich nehmen, wenn jemand sein gesamtes Gift auf mich versprüht?

Das ist schwer.

Sehr schwer.

Aber das ist genau der Weg, den du gehen müsstest.

Denn je persönlicher du die Sache nimmst, desto emotionaler reagierst du.

Und das ist genau das Falsche.

Ein toxischer Mensch lebt oft von deinen emotionalen Reaktionen.

Energievampire eben, die deine emotionale Energie trinken und dich leer zurücklassen.

Lass das nicht zu.

Dazu kommt: Wenn wir uns persönlich angegriffen fühlen, neigen wir oft zu Rachegefühlen. Wir wollen es dem anderen zurückzahlen. Das aber setzt oft eine Eskalations-Spirale in Gang.

Viele Nachbarschaftsstreite enden deswegen in einer Prügelei oder vor Gericht.

Auch wenn es schwer ist. Mach dir immer wieder klar:

Es geht hier nicht um mich, um meine Persönlichkeit, um mein Selbst, meinen Wert als Mensch. Es geht um die Sache.

Der andere will es auf diese Ebene ziehen. Aber das lasse ich nicht zu, weil mich das nur schwächt.

Schütze dich psychisch

Nicht selten fahren toxische Menschen große Geschütze auf. Die Munition dieser Geschütze ist meistens pure Emotion.

  • Sie beleidigen dich auf der persönlichen Ebene.
  • Sie tun verletzende Dinge.
  • Sie beschuldigen dich.

Was dir hier helfen kann, ist, diese psychischen Angriffe systematisch zu verarbeiten.

Du kannst mit anderen darüber reden. Oder ein Tagebuch führen und darüber schreiben.

Leitfragen für die Verarbeitung der emotionalen Angriffe sind:

  • Welches Gewicht will ich den Aussagen eines Menschen geben, der mir offensichtlich nur schaden will?
  • Was wurde nur gesagt, um mich gezielt zu verletzen?
  • Was von dem, was gesagt wurde, entspricht der Wahrheit, und was ist so gar nicht gewesen?
  • Welche Schlussfolgerungen, die gezogen wurden, sind meines Erachtens nicht richtig und gültig?
  • Wofür will ich tatsächlich die Verantwortung übernehmen und mich vielleicht sogar entschuldigen?

Es gilt also, emotionale Gespräche ein bisschen auseinanderzupflücken und das Gift von der Realität zu trennen.

Auf die Art und Weise erkennst du den toxischen Menschen noch besser als das, was er wirklich ist.

Ziehe klare Grenzen

Toxische Menschen verhalten sich nicht selten grenzüberschreitend und übergriffig.

Sie tun Dinge, die ihnen nicht zustehen.

Sie tun Dinge nicht, die sie aufgrund von Vereinbarungen oder nach den Regeln des guten Tones tun sollten.

In diesem Fall gilt es, klare, faktische Ansagen zu machen.

So eine klare Ansage sieht in etwas wie folgt aus:

„Du hast auf dem Geburtstag neulich einfach den Umschlag mit dem Geburtstagsgeld von Thomas eingesteckt. Und das ist nicht in Ordnung, weil das nicht dein Geld ist und du nicht über dieses Geld verfügen kannst, auch wenn du sagst, du zahlst es auf Thomas’ Konto ein. Wenn du das Geld nicht zurückgibst, gehe ich zum Anwalt und verklage dich wegen Diebstahl.“

Das ist eine klare Ansage, die nur die Fakten und die Konsequenzen beschreibt.

Wichtig ist, nur Dinge zu behaupten, die faktisch beobachtbar waren.

Immer bei dem bleiben, was wirklich gewesen ist. Die eigene Interpretation möglichst raushalten.

Und dann klar sagen, was die Konsequenzen sind, wenn das übergriffige Verhalten nicht korrigiert wird oder wenn es noch einmal vorkommt.

Mit toxischen Menschen muss man klar und deutlich reden. Möglichst ohne Bewertungen, ohne Emotion. Nur die Fakten.

Fokussiere dich auf deine Ziele

Ein toxischer Mensch verstrickt dich einsdreifix in ein Netz aus Behauptungen, Erpressungen, Lügen, Schuldgefühlen, Vorwürfen, Jammerei, Selbstmitleid und vielen anderen Dingen.

Hier ist es ziemlich schwer, einen klaren Kopf zu behalten.

Und oft reagieren wir selbst ganz ungeschickt, indem wir uns auf die gleiche Ebene begeben wie der toxische Mensch.

Wir schlagen dann auf die emotionale Art zurück.

Oder wir versuchen es zumindest.

Denn auf dem Spielfeld des toxischen Menschen sind wir meistens hoffnungslos unterlegen.

Der Giftzwerg hat einfach mehr Übung.

Aber es gibt hier einen einfachen Weg, die eigenen Gedanken immer wieder in die richtige Richtung zu lenken.

Dabei hilft eine einfache Frage:

Was war es noch einmal, was ich hier realistischerweise erreichen will?

Oder anders formuliert:

  • Wo will ich am Ende hin?
  • Was ist mein Ziel hier?
  • Was ist das Endergebnis, das ich ansteuere?

Mein Ziel in einem Erbstreit mit toxischen Menschen könnte zum Beispiel sein, den eigenen Erbanspruch durchzusetzen, ohne selbst zu unfeinen Mitteln zu greifen.

Mein Ziel in einem Streit mit einem toxischen Nachbarn könnte es zum Beispiel sein, dass wir wieder zu einem wenigstens neutralen Verhältnis kommen oder dass ich ansonsten einen hohen Zaun errichte.

Mein Ziel mit einem toxischen Vorgesetzten könnte sein, den Rückhalt meiner Kollegen und des Betriebsrats zu gewinnen und gemeinsam eine Versetzung des Vorgesetzten zu erwirken oder mir binnen 6 Monaten einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

Manchmal bleibt dir auch nur übrig, dir als Ziel zu setzen, eine aufrechte Haltung zu bewahren und dich psychisch und mental zu schützen.

Aber du solltest immer ein Ziel im Umgang mit einem toxischen Menschen haben, auf das du dich fokussieren kannst. 

Denn wenn ich mich während des Umgangs mit dem toxischen Menschen auf mein Ziel konzentriere, steige ich emotional auf eine höhere Ebene.

Ich betrachte den ganzen Schlamassel eher von oben.

Ich kann einmal durchatmen.

Ich kann eher bedacht und vernünftig reagieren.

Ich kann die Dinge tun, die mich näher an mein Ziel heranbringen.

Ich kann eher agieren, statt zu reagieren (siehe weiter unten).

Wichtig hierbei ist, dass ich bei meinem Ziel realistisch bin.

Denn im Umgang mit einem toxischen Menschen sind meinen Möglichkeiten oft klare Grenzen gesetzt.

Wenn mein Ziel von der Kooperation des toxischen Menschen abhängt, habe ich ein Problem.

Zusätzlich sollte dein Ziel natürlich immer ethisch-moralisch einwandfrei sein. Also ein konstruktives und lebensdienliches Ziel sein. Setz dir also nicht zum Ziel, jemandem zu zeigen, wo der Hammer hängt. Denn du bist ja kein toxischer Mensch. Das ist der Unterschied.

Deswegen: Setze dir ein lebensdienliches, realistisches Ziel und fokussiere dich im Umgang mit dem Giftzwerg klar auf dein Ziel.

Das verhindert, dass du dich zu sehr emotional verzettelst.

Halte dein schlechtes Gewissen im Zaum

Es ist ein wunderbarer Wesenszug, wenn du anderen gegenüber ein ausgeprägtes Mitgefühl hast.

Im Umgang mit einem Giftzwerg kann dieses Mitgefühl schnell zur Falle werden.

Weil ein toxischer Mensch das oft ausnutzen wird.

Er wird dir viele Erklärungen und Entschuldigungen liefern, warum er so ist, wie er eben ist.

Das führt dann manchmal dazu, dass du dem Giftzwerg gegenüber ein schlechtes Gewissen entwickelst, weil er ja auch irgendwo arm dran ist.

Das ist er auch. Er ist arm dran. Wenn man in der eigenen Destruktivität gefangen ist, ist das bestimmt ganz fürchterlich.

Aber wenn du jetzt ein schlechtes Gewissen entwickelst, weil du deine Interessen durchsetzt oder dem Giftzwerg Grenzen aufzeigst, wirst du dem toxischen Menschen hilflos ausgeliefert sein. Dann bist du Wachs in seinen Händen.

Lass das nicht zu.

Du darfst den Giftzwerg ruhig ein wenig bedauern. Aber bleib bei dir und deinem Ziel (siehe oben) für die Beziehung zu dem toxischen Menschen.

Suche dir Unterstützung

Der Umgang mit Giftzwergen ist höchst anstrengend, kräftezehrend, aufwühlend und auch sonst eine ganz schlimme Sache.

Was dir hier hilft, sind andere Menschen, die dir wohlgesonnen sind.

Menschen, die dir zuhören.

Menschen, die dich wieder auf die Vernunftebene zurückholen.

Menschen, die dir bestätigen, dass du in Ordnung bist.

Denn im Umgang mit toxischen Menschen fangen wir nicht selten an, uns selbst in Frage zu stellen.

Dann brauchen wir Menschen, die uns diese Selbstzweifel ausreden.

Wir brauchen Bestätigung und eine gute Portion Zuneigung und Liebe.

Aber nicht nur auf der zwischenmenschlichen Ebene ist Unterstützung gut.

Auch auf der Sachebene.

Denn oft geht es im Streit mit toxischen Menschen auch noch um etwas.

Ein Konflikt zwischen Nachbarn, wo die Grundstücksgrenze wirklich verläuft.

Ein Streit mit dem Exmann oder der Exfrau um Besitz. Besonders schlimm, wenn Kinder im Spiel sind und es um Besuchszeiten oder Unterhalt geht.

Ein Erbstreit.

Oft geht es um eine Sache, die auf der Vernunftebene geklärt werden sollte.

Hier helfen dann Vermittler, Schiedsstellen, Mediatoren oder Anwälte.

Im Umgang mit toxischen Menschen gilt: Hole dir so viel Unterstützung wie möglich.

Gehe nicht davon aus, dass der toxische Mensch Frieden will

Friedliebende Menschen gehen davon aus, dass es anderen genauso geht. Dass jeder Frieden will.

Das ist aber nicht so.

Toxische Menschen suchen oft den Konflikt, den Streit, die Emotion, die Intrige.

Wenn ich also davon ausgehe, dass dem anderen auch an Frieden gelegen ist, liege ich oft falsch.

Und aus dieser Fehlannahme heraus schätze ich die Reaktion eines toxischen Menschen oft falsch ein und handele deswegen selbst ungeschickt.

Weil ich dachte, dass wir doch alle friedliebende und vernünftige Menschen sind.

Deswegen ist es wichtig, sich immer wieder klarzumachen: Der Giftzwerg will keinen Frieden. Er will viel eher Krieg. Auch wenn er das Gegenteil behauptet.

Versuche nicht, den Giftzwerg überzeugen zu wollen

Ach wenn der andere doch nur endlich begreifen würde, dass er allen anderen das Leben so schwer macht.

Ach wenn ich ihm meine Sichtweise nur begreiflich machen könnte.

Dieser Wunsch ist normal und natürlich.

Aber komplett am Leben vorbei.

Toxische Menschen sind meistens genau nicht daran interessiert, deine Sichtweise zu verstehen.

„Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“

Aber du kannst deine Schuhe anlassen.

Ein toxischer Mensch will nicht in deinen Mokassins laufen.

Er will in seinem Film drinbleiben und weitermachen wie bisher.

Also versuche nicht, ihn zu überzeugen. Er will es nicht hören. Er will nicht, dass an dem, was du sagst, etwas dran ist.

Dann müsste der Giftzwerg sich selbst in Frage stellen und das ist es, was er oder sie ja genau nicht will.

Deswegen: Versuche nicht, toxische Menschen zu überzeugen. Das ist verlorene, frustrierende Liebesmüh. Setze deine Interessen durch und ziehe klare Grenzen. Das ist alles, was du tun kannst.

Versuche nicht, den toxischen Menschen verstehen zu wollen

Dieser Punkt ist die direkte Anknüpfung an den vorangehenden Punkt „Den anderen nicht überzeugen wollen“.

Wenn sich ein Mensch toxisch und destruktiv verhält, sind wir einfach immer perplex.

Wir fragen uns: „Warum tut sie das bloß?“

Und natürlich können wir uns eine Menge Gründe ausdenken.

Schwere Kindheit? Nie eine Chance gehabt? Eine Enttäuschung nach der anderen? Persönlichkeitsstörung? Hat ja sonst nichts im Leben? Dem ist einfach langweilig?

Du kannst über die Gründe nachdenken, warum sich jemand toxisch verhält.

Das nützt aber nichts.

Denn der andere ändert sich deswegen nicht.

Die menschliche Psyche ist eine komplexe Angelegenheit. Und du wirst sowieso nie begreifen, warum jemand sich verhält, wie er sich verhält.

Wenn du versuchst, einen Giftzwerg zu verstehen, verschwendest du nur deine Energie, die du besser in die drei wichtigen Punkte investieren solltest:

  • Wie kann ich meine Ziele in dieser Sache erreichen?
  • Wo sind meine Grenzen und wie kann ich diese deutlich machen und verteidigen?
  • Wie kann ich mich psychisch schützen?

Agiere, statt nur zu reagieren

Mit toxischen Menschen gerätst du nicht selten in einen Schlagabtausch.

Er tut das.

Ich reagiere darauf so, schließlich kann ich es nicht auf sich beruhen lassen.

Darauf tut er das, um meine Antwort noch zu toppen.

Darauf zeige ich ihm wirklich, wo der Hammer hängt.

Und die Sache eskaliert weiter und weiter.

Hier muss man sich klarmachen, dass die eigene Reaktion hier oft einzig durch die vorangehende Aktion des Giftzwergs bestimmt wird.

Und oft tue ich dann genau das, was sich aus der Aktion des Gegners ergibt.

Er beauftragt einen Anwalt, ich beauftrage einen Anwalt.

Er sägt an meinem Baum. Ich schneide ein Loch in seine Hecke.

Er hat das Konto leergeräumt. Also stelle ich das Auto sicher.

Ich reagiere nur noch und bin deswegen sehr berechenbar in meinen Handlungen.

Und das ist genau wieder das Spielfeld von manipulativen Menschen.

In diesem Spiel aus Aktion/Reaktion sind toxische Menschen meistens deutlich besser.

Auch weil sie keine Angst vor Konflikt, Stress und Druck haben. Im Gegenteil, deswegen spielen sie das Spiel ja.

Hier ist es wichtig, nicht einfach nur zu reagieren auf das, was der toxische Mensch getan hat.

Es ist besser, selbst in die agierende Position hineinzugehen.

Sich also selbst zu fragen:

  • Wie könnte ich das Spiel bestimmen, das wir hier spielen?
  • Welche Reaktion erwartet der Giftzwerg hier von mir?
  • Was wäre, wenn ich einfach nicht reagieren würde?
  • Was müsste ich tun, um aus der Spirale auszubrechen?
  • Womit würde ich meinen „Gegner“ verblüffen?
  • Und: Was war noch mal mein Ziel und welche Reaktion ist hier am besten, um meinem Ziel näher zu kommen?

Agieren. Nicht reagieren.

Immer wieder zurücklehnen. Durchatmen. Verstand anschalten. Dinge von oben betrachten.

Nicht einfach blind zurückschlagen.

Nicht einfach nur reagieren.

Sondern klug handeln.

Zusammenfassung

So, das waren die Anregungen für den Umgang mit toxischen Menschen. Ich fasse das noch einmal zusammen:

  • Nimm es nicht persönlich.
  • Schütze dich psychisch.
  • Setze klare Grenzen.
  • Setze dir Ziele und behalte sie im Auge.
  • Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden.
  • Such dir Unterstützung.
  • Geh nicht davon aus, dass der andere auch Frieden will.
  • Versuch nicht, toxische Menschen überzeugen zu wollen.
  • Versuch nicht, toxische Menschen verstehen zu wollen.
  • Agiere, statt zu reagieren.

Wenn ich das Ganze in einem Satz zusammenfassen wollte, dann wäre das:

Bleib bei dir und deinen Zielen, nimm so wenig wie möglich persönlich und handele klug.

Ist das einfach?

Ne, auf keinen Fall.

Aber die obigen Tipps machen den Umgang mit Giftzwergen ein bisschen erträglicher.

Viel Glück.

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Kommentare

  • Der Artikel hat mir sehr geholfen, da eine „Freundin“ von mir toxisch ist. Ich kann sie nicht einfach ignorieren und mich von ihr entfernen, da sie eine der wenigen Personen in der Klasse ist, die mich „mögen“. Der Artikel hilft im Umgang mit ihr und ich fokussiere mich darauf, besonnen zu sein und durchzualten. Im Sommer bin ich erst einmal ein Jahr weg. Nach 5 Jahren fast täglich sehen ist eine Auszeit wirklich nötig. Eine Frage habe ich allerdings: Wissen toxische Persönlichkeiten, dass sie toxisch sind oder handeln sie einfach so?

  • Also ich oute mich mal als Giftmensch. Ich benehme mich schon mal daneben aber dann hat das auch einen guten Grund. Glauben sie mir ich bin eigentlich ein warmherziger Mensch und es hat nicht immer mit Enttäuschungen Persönlichkeitsstrungen und etc was hier alles genannt wird, zu tun. Aber wenn Sie immer nur Ungerechtigkeiten von Lehrern, Familie, und sogar Freunden erleben gibt jeder irgendwann auf sich freundlich und warm anderen zu geben. Ich lasse mich nicht unterdrücken (mehr) und sehe es auch nicht ein immer auf andere zu warten. Und alles gefallen lassen will ich mir auch nicht. Man sollte immer versuchen einen anderen zu verstehen und ihn dennoch nicht zu bemitleiden (wie es hier steht, das ist ja schwach jemand anders als armes würstchen zu bezeichnen)Und gebe auch meine Meinung dazu ab.also noch was: Zu jedem Konflikt gibt es zwei Menschen. Nicht nur einer ist schuld. Nie nie niemals. Auch mit mir als Giftmensch nicht. Man muss immer überlegen wie man sich anderen gegenüber verhält, zu erwarten dass einer alles besser machen muss ist auch übertrieben. Man sollte selbst und selber daran arbeiten. Zu sagen ja das ist nicht mein Problem ist einfach nur falsch. Damit macht man es sich verdammt einfach. Aber so leicht funktioniert das nicht. Gemeinschaft ist ein geben und nehmen und jeder mensch hat respekt verdient aber andere zu verurteilen ist einfach nur billig. Vielleicht sollten sie sich das alle auch mal zu herzen nehmen. Warum wirklich jemand sich so gibt wie er es tut.

  • Wer würde sich selbst schon als „toxischen Menschen“ bezeichnen?
    Das sind wohl immer die anderen…

    Ich glaube nicht, dass man Menschen pauschal als „toxisch“ bezeichnen kann; in der Tat gibt es aber immer wieder Menschen im eigenen Umfeld, dessen Verhalten einem mehr Kraft raubt als gibt.

    Das heißt aber NOCH LANGE NICHT, dass diese Menschen generell und auf jeden so wirken!!

    Wer weiß, wen es in meinem eigenen Umfeld gibt, dem ICH nicht gut tue, und der MICH besser meiden sollte. Kann passieren.

    Wichtiger ist doch, dass man den Fokus weniger auf die andere Person legt und stattdessen lernt auf sich und seine Bedürfnisse zu hören.

    Wenn man seine eigenen Bedürfnisse kennt und das Bewusstsein hat (oder lernt), dass jeder Mensch gleichermaßen das Recht hat glücklich zu sein, fängt man an den Weg zu sehen, der einem guttut.

  • Herr Senftleben hat (finde ich!) die wichtigsten Gedanken sehr gut formuliert und hervorgehoben. Analytisch und sehr konstruktiv.
    Menschen mit einem Verhaltensmuster wie hier beschrieben, werden immer wieder versuchen Verwirrung zu schaffen, Gerüchte zu streuen, eine Sogwirkung zu erzielen um ihre „Zielscheibe“, wenn möglich, nach unten zu ziehen. Energievampire eben.
    Lebensfreude, Frieden und Liebe sind für sie ein „rotes Tuch“ (warum auch immer?!!)
    Deswegen heißt es auch hier; sich selbst psychisch schützen, klare Grenzen setzen, eigene Ziele verfolgen und alles andere, Intrigen, Beeinflussungen etc. einfach ignorieren….
    Es ist klar, solche Menschen werden es nie wirklich verstehen, doch ihnen bleibt nichts anderes übrig, als dies hinzunehmen.
    Und jetzt spreche ich für mich persönlich; es gibt so viele gute Dinge in meinem Leben, schöne Dinge die ich wertschätzend betrachten kann, über die ich mich freue, schöne Dinge die ich mit Sicherheit noch in meinem Leben erfahren werde….also warum sollte ich mein Augenmerk an etwas lenken, was keinen psychologischen Wert für mich hat…

  • Wow !!! Vielen Dank für diesen aussagekräftigen Beitrag.
    Das ist die 100%-ige Beschreibung für meine langjährige Freundin.
    Wenn ich ihr den Artikel schicken würde, würde sie das noch nicht mal verstehen!!
    Sie selbst macht ja ALLES richtig bzw. anders und alle anderen machen ALLES falsch und sind deshalb für sie nur – von mir hier gelinde ausgedrückt – Armleuchter !!!
    Durch diesen Beitrag schaffe ich es, mich mehr und mehr von ihr zurückzuziehen. Denn: … ihre Beleidigungen, Herabsetzungen, Lügen, Manipulationen (auf die die meisten Leute hereinfallen, ich schon lange nicht mehr), Selbstmitleidstouren usw. haben mir schon lange Jahre immer wieder EINIGES von meiner eigenen Energie abverlangt.
    Sie ist halt ein GIFTZWERG und wird es immer bleiben.

  • Ich finde diesen Beitrag sehr konstruktiv, realistisch und die Tipps auch durchsetzbar….die einzigen Opfer sind eigentlich die Giftzwerge, gefangen in ihrer Destruktivität… Zu blind eigene Misere zu erkennen. Ein trauriger Zustand. Doch Mitgefühl ist hier fehl am Platz. Eigene Interessen durchsetzen und Giftzwerge einfach ignorieren.

  • Ich bin eigentlich nur durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Senftleben hat die Probleme mit „toxischen“ Zeitgenossen hervorragend beschrieben. Noch deutlicher werden aber die zahlreichen Kommentare, vor allem solche, in denen die Hoffnung auf eine andere Bewältigung der entstandenen seelischen Not aufscheint als durch strikte Beendigung einer „vergifteten“ Beziehung. Enttäuschungen mithilfe eigener (Um)Erziehungsstrategien die „Zerstörer“ zu bezwingen, machen aber nur die Hilflosigkeit der betroffenen „Opfer“ sichtbar. Nützen tun sie rein gar nichts! Denn „toxische“ Menschen haben ja eine perfide Kunst entwickelt, die eigenen Unzulänglichkeiten blitzschnell in neue Angriffe (sprich: Unterstellungen) umzumünzen. Nein, es hilft nichts außer schleunigem Rückzug. Auf die Gefahr hin, Probleme mit dem Gebot der Nächstenliebe zu bekommen.
    Wer konfuzianisches Denken kennt, sei auf Lunyu 5.27 hingewiesen. Da heißt es (sinngemäß): Ich (Konfuzius) habe bis heute noch keinen Menschen gefunden, der zwar eigene Fehler erkennt, aber diese unter keinen Umständen, nicht mal in seinem Inneren, zu beklagen vermöchte.
    Darum geht es nämlich: Die Schwierigkeit, Selbstgerechtigkeit (Selbstgefälligkeit) zu erkennen, zu bekennen und zu überwinden. Und zwar ohne selber selbstgerecht (selbstgefällig) zu reagieren/aufzutreten.

  • Sehr lesenswert für mich, die ich gerade Probleme mit ein-zwei Kollegen habe. Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich mich noch so sehr bei ihnen bemühen kann und doch nur wieder einen reingewürgt bekomme. Das wir kein Team werden werden, auch wenn ich mir das lange gewünscht habe und nicht verstehen kann, warum die anderen es nicht so sehen. Das Ziel muss ich loslassen und durch ein anderes ersetzen (sachlicher, minimal-notwendiger Umgang miteinander).
    Wichtig für mich war noch einmal zu lesen, dass ich nicht versuchen muss, zu überzeugen und nicht versuchen muss, zu verstehen. Sondern, dass ich die Situation endlich realistisch betrachten muss und mich lieber an die Kollegen halte, mit denen ich gut auskomme.

    • Elke schreibt am 9. Januar 2017

      Vielleicht handeln aber auch alle anderen Kollegen so, weil sie in dir einen toxischen Menschen sehen….dann wäre das doch verständlich, oder? Gruß, Elke.

  • Es ist einfach, aber wir machen es kompliziert. Weil wir „nett“ sein wollen. In diesen Fällen ist es unabdingbar, die eigene Kondition zu hinterfragen. Eine toxische Kollegin bin ich ganz einfach losgeworden: Ich habe Sie provoziert, sie ist ausgeflippt und seitdem habe ich Ruhe vor ihr. Mein Lover hat angefangen mich zu stalken. Anfangs fürchtete ich mich. Dann war mir klar, dass ich mich wehren muss. Neues Handy, die Anrufe auf meinem Anschluss im Büro konsequent ignoriert (bis zu 50 am Tag!). Nun ist es ruhig und ich befürchte, dass er ein anderes Opfer gefunden hat.

  • Diesmal bin ich wohl durch den Gedanken an eine Kollegin auf den Beitrag aufmerksam geworden, habe ihn aber auch in einem anderen Zusammenhang in ähnlicher Form hier schon einmal gelesen. Warum lesen manche den Beitrag, andere nicht? Und warum geraten manche in diese toxischen zwischenmenschlichen Beziehungen und andere nicht? Ich fand heute den Teil, dass „toxische Menschen“ (Ich finde, man kann das Verhalten für einen selbst als toxisch bezeichnen.) Emotionen wollen statt Frieden, noch einmal erhellend.
    Ich denke, es gibt Menschen, zu denen ich auch manchmal gehöre, die manchmal keinen Zugang zu ihren Gefühlen bekommen und es als bedrohlich empfinden, wenn auch die andere Person keine erkennbaren starken Gefühle zeigt. Und diese wird dann notfalls durch Provokation herausgefordert. Wie wäre es im Umgang mit diesen Menschen, ihnen statt mit Distanz mit großer Herzlichkeit zu begegnen? Gefühle also auf andere intensive Art zu zeigen als mit Ärger?
    Ruhig dabei bei dem zu bleiben, was man als Ziel hat, widerspricht dem ja nicht. Aber vielleicht haben die „toxischen Menschen“ ja auch ein wenig Recht mit dem, was sie ungeschickt zum Ausdruck bringen wollen.
    Und was die Schuldzuschreibungen betrifft: Das finde ich auch ganz wichtig, zu hinterfragen, ob der Vorwurf berechtigt ist oder einfach nicht angemessen.
    Und es bleibt die Frage, was spiegeln mir diese Personen und was bringen sie in mir zum Klingen? Bin ich vielleicht auch ein bisschen so oder möchte ich es sein?

  • Danke für diesen Artikel.
    Vieles passt auf meine Ex-Frau, was während der Ehe passierte und natürlich was nun nach 2,5 Jahren immer noch passiert.
    Da die Kommunikation mit dieser Person überwiegend per Email läuft, kamen und kommen immer noch miese Anschuldigungen und Unterstellungen ihrerseits. Ich habe einmal gewagt, direkt und emotional auf eine Mail zu schreiben, was daraufhin zu einer weiteren Eskalation führte.
    Ich habe mir nun angewöhnt, dies nicht mehr zu machen. Denn das erwartet sie von mir, wie damals während der Ehezeit.
    Also, schlafe ich erst eine Nacht darüber und antworte nur, wenn es nötig ist und dann auf einer absoluten Sachebene.
    Alles andere tue ich mir nicht mehr an.

  • Hallo Ralf,
    das ist ein unglaublich ausführlicher, umfassender, toller, hilfreicher Artikel zum Thema. Vielen herzlichen Dank dafür.
    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, welche Menschen mir gut tun und welche nicht. Ich habe noch nie daran gedacht, die zweite Art als toxisch zu beschreiben. Aber das trifft es.
    Ich habe eine schmerzhafte Trennung nach 30 Jahren Partnerschaft hinter mir. Interessant ist, wieviele Beziehungen ich dadurch verloren habe. Bei der ein oder anderen ist mir inzwischen klar, dass es eine toxische Beziehung war. Leider hab ich selbst das nicht bemerkt.
    Glücklicherweise bin ich inzwischen etwas aufmerksamer dabei. Dein Artikel hilft mir, darüber noch weiter nachzudenken.
    Liebe Grüße
    Uwe

  • Es ist absolut entscheidend, solcherlei Menschen aus dem eigenen Leben so gut es geht auszugrenzen. Wenn das aufgrund familiärer Bindung oä. nicht möglich ist, sollte man diese Menschen nicht emotional an sich heranlassen, indem man sich von diesen abgrenzt und ihnen so wenig Zeit wie gerade eben notwendig einräumt. Liebe Grüße, Joh

    • Rainer schreibt am 19. Dezember 2016

      Hallo, schön und gut aber wenn es die Ehefrau ist ????? Lieben Gruß

  • Hallo
    Habe da mal die Frage: warum gibt es so wahnsinnig viele toxische, narzisstische und psychopathische Menschen.
    Hier ist die Rede von traumatisierten Menschen, schlechter Kindheit etc.
    Da kann ich mitreden und bin kein Täter.
    Stattdessen genau wie in den Kommentaren, habe ich auch noch einen narzisstischen ex Mann. Mitteilte bin ich weder Täter noch Opfer.
    Allerdings wollen immer noch so viele Menschen einen zum Opfer machen. Wo kommt das her, das es in der Welt so viele toxische Menschen gibt ???
    Lg Janny Jung

  • Welch interessanter Artikel, denn auch ich kämpfe seit Jahren dagegen an und merke, dass ich keinerlei Chance auf Ruhe habe. Richtig aufgefallen ist es mir erst, als ich einen Partner hatte und er dann meinte, wenn deine Eltern kommen, dann bin ich nicht da und meine Mutter meinte dann das selbige. So saß ich immer zwischen den Stühlen. Das Ende vom Lied, die Beziehung ging entzwei (allerdings nicht nur daran) und das toxische Gefühl blieb. Meine Kinder und ich waren mal 4 Wochen auf einer Reha. Als wir wieder nach Hause kamen, war vieles nicht mehr an seinem Platz wo es vorher war, weil meine Mutter es für notwendig hielt, während meiner Abwesenheit in aller Ruhe mein Haus auf ihre Art und Weise aufzuräumen. (Sie haben eine eigene Wohnung ca 15 min entfernt von uns) Das fand ich extrem unpassend und frech. Sie ließ sich aber nicht abbringen davon auch ständig Kommentare über Unordnung und nicht hörende und faule, schlecht erzogene Kinder usw von sich zu geben. Auch heute noch wird gern mal bei mir aufgeschlagen und in meinem Garten was gewerkelt ohne das ich vorher darüber informiert werde. Sie möchte gern, dass ich sie mal zum Kaffee an einem Sonntag einlade. Warum? Wenn man sich ständig selbst einlädt… Früh habe ich ständig Stress, komme fast nie zeitig auf Arbeit, weil ich immer erst noch eine Runde durchs Haus wussele, es könnte ja sein, meine Eltern tauchen während meiner Abwesenheit durch Arbeit bei mir daheim auf und wollen irgendwas tun… Selbst wenn ich mir etwas gönne, weil ich ja schon lange erwachsen bin und in einem Haus lebe und arbeiten gehen, habe ich Schuldgefühle meiner Mutter gegenüber und ich verstecke erst einmal meine Neuerwerbungen um keine blöden Sprüche zu erhalten. Inzwischen bin ich so weit, dass ich mir einen Psychologen suche, der mit mir mal Gesprächsarbeit leistet, damit ich mich besser gegen diese ständigen Angriffe auf mich und meine Kinder schützen kann. Ich bin w 45 mit 3 Kinder (Mitte 20, Anfang 10 und Erstklässler)

    • Manuel Hamann schreibt am 2. Januar 2017

      Hallo Annett.
      Ein jeweils zeitnahes Erkennen der Dynamiken und einen wirkungsvollen Schutz dagegen mithilfe Dritter aufzubauen halte ich für eine sehr gute und wichtige Idee.
      Wähle den Psychologen bewusst aus, lass ggf. Ärtzekammer oder PDP auf deine spezifische Thematik „vorfiltern“.
      Auch ein guter Coach ist hilfreich, manchmal mit deutlich schnellerem Erfolg.
      Und: Was würde passieren, wenn du die Schlösser deines Hauses auswechselst – und allein darüber entscheidest, wann die Tür für deine Mutter geöffnet ist?
      :-)

  • Wow Dieser Beitrag passt wie Faust auf’s Auge.
    Das ist die 100%-ige Beschreibung für meine Schwägerin.
    Wenn ich ihr den Artikel schicken würde, würde sie das noch nicht mal verstehen.
    Sie selber macht ja alles…..und allen anderen nichts oder falsch…
    Gruß Elke

  • Das Leben ist wie ein Schachspiel. Machst Du lauter logische Züge, kennt der andere Deine Antwort und je nach Können des Gegners wird er das Spiel dominieren und gewinnen. Mach einen einzigen unlogischen Zug, dann gehört Dir die Macht über das Spiel und Du gewinnst.

  • Der Begriff „toxische Menschen“ stößt mich ab, da er sehr negativ, abwertend und entwertend ist und Menschen (!) für meinen Geschmack extrem verdammt. Ich kann Worterklärung, Herleitung usw usf verstehen und nachvollziehen – trotzdem finde ich ihn unglücklich.
    Es gibt die Kategorie „Psychopath“. Die hier aufgeführten Verhaltensweisen, die als typisch für einen Toxischen zu erten sind, bilden m.E. eine Teilmenge der Verhaltensweisen, die einen Psychopathen kennzeichnen.

    Nun, zum einen finde ich die Auflistung „zerstörerischer“ Verhaltensweisen sehr hilfreich. Man merkt erstens, dass man nicht alleine ist, und zweitens, dass dieses Verhalten eine Masche, eine Methode ist.
    Zum anderen aber kommt mir der Aufkleber „Toxischer Mensch“ absolut vor und, wie oben erwähnt, entwertend.
    Der Mensch hat wohl nicht ohne Grund ein solches Verhaltensmuster entwickelt und perfektioniert.

    Beim Lesen des Artikels bin ich natürlich – wie viele – ins Grübeln geraten: bin ich toxisch? Ergebnis: schwere Selbstzweifel. Auch aus aktuellem Anlass. Die letzten Tage auf einer Gruppenreise habe ich manchmal das getan, was mir das Wichtigste war, ohne Rücksicht auf die Wünsche der Anderen zu nehmen. Weil es meine Urlaubstage waren, weil mich das ständige In-Der-Gruppe-Unterwegs-Sein vollkommen ausgelaugt hat, weil ich anders ticke wie die anderen. Daher bin ich ein toxischer Mensch. Oder?

    • Me schreibt am 28. August 2016

      Liebe Ysanne: ich sage lieber toxisch, oder (kleiner) Giftzwerg als Psychopath. Das klingt in meinen Ohren wesentlich negativer. Wenn Dich Selbstzweifel plagen, scheinst Du wohl eher nicht besonders zur Kategorie der sich überdurchschnittlich toxisch verhaltenden Mitmenschen zu gehören. Und das eine erlebte Verhalten war vielleicht eher gesunder Egoismus als giftzwergig in der Reisegruppe unterwegs gewesen zu sein…

      Und ganz recht herzlichen Dank an Ralf und Dein Team! Ich erhalte auch seit geraumer Zeit Deine täglichen E-mails und merke, dass die ständige Infiltration von positiven Ratschlägen ganz langsam und kaum merklich etwas Gutes mit mir macht… echt toll dass Du alle Interessierten davon profitieren lässt! Gaaanz dicker Daumen hoch!

      Mel

    • Lena schreibt am 3. September 2016

      Sorry, dann das naechste Mal besser alleine in Urlaub fahren!

  • Ich hatte selbst so einen Lebensgefährten, „Giftzwerg“ drift es da ganz gut.
    Sehr Viele dinge die hier in diesem Beitrag beschrieben werden trifft auf ihn zu.
    bzw..
    hat er ständig Fehler an mir gesucht. Und aus Kleinigkeiten eine Riesen sache Gemacht, als wäre es eine riesen Katastrophe. oder er fing aus heiterem Himmel einen Streit an. und ich hatte keine Ahnung was dass wider sollte. zudem regte er sich plötzlich über dinge auf, die schon Tage her warn. und für mich schon längst geklärt waren.
    ich war an allem Schuld und er, er bestimmt nicht, dass hat er mir immer wider klar machen wollen. bis ich es geglaubt habe.
    es hat viel zulange gedauert bis ich gemerkt habe das er das Problem ist und nicht ich.
    Heute bin ich froh dass ich es geschafft habe von ihm fort zukommen.

  • Danke für diesen Beitrag, im Hinterstübchen habe ich es kapiert , aber nicht wahr haben wollen. Ich erlebe das momentan mit meinem Lebensgefährten. Bisher habe ich die Fehler bei mir gesucht. Obwohl mir seitens von den Freunden immer wieder klar gemacht worden ist, dass es an ihm liegt. Er hat es aber immer wieder geschafft mir Schuldgefühle einzureden, dass ich nicht „lieb – nett – abweisend“ bin. Doch geht es mir schon hoch, wenn ich ihn sehe. Obwohl es auch nette Zeiten gibt. Gibt es das, dass man solche Menschen anzieht? Denn schon meine Mutter und mein Exmann hatten diese „toxische Eigenschaft“ mir gegenüber. Musste so alt werden, um es zu kapieren.
    Es ist nur schwer mich von meinem jetzigen Lebensgefährten zu trennen, da er schwer krank ist.

  • Tja,,,,,, ich denke, ich gehöre immer wieder zu der beschriebenen Art von Giftzwerg. Ein Elternteil, den ich dafür ziemlich unausstehlich finde, ist auch davon „betroffen“. Nur, dass er es weder zugibt noch wahrscheinlich merkt oder weiss. Man kann dagegen ankämpfen, sich zu ändern versuchen….. merkt auch, wenn die anderen verletzt sind. Und hinterher könnte man sich so manches Mal einfach nur selbst wegtreten. Ich denke, das geht stark in Richtung Narzissmus. Ob ererbt oder erlernt/eingepprägt… keine Ahnung. Wertschätzendes Verhalten ist da oft schwierig, weil man in diesem dummen Muster von „was und wie ich is mache, ist es doch viel besser“ mir nichts dir nichts drin steckt. Glaubt mir, es ist für alle beteiligten nicjt schön (sofern der „Giftzwerg“ auch noch die menschliche, mitfühlende, sich in den andren hinversetzen WOLLENDE Seite noch in sich hat.

  • Trotz der Erklärung mag ich den Begriff „toxische Menschen“ nicht. Ich finde es ein Label was zu leicht diskriminierend eingesetzt werden kann und vorgaukelt, es gibt Menschen die unabäderlich toxisch sind.

    Es sind aber nur Menschen mit aktuell toxischem Verhalten. Es ist das Verhalten, dass sie toxisch macht – und hier sollte man wirklich klar beim Namen nennen: Nicht die Existenz der Menschen ist das Problem, sondern deren Verhalten. Hier sollte man Änderung fordern oder Abstand herstellen. Dennoch sollte für alle klar sein, dass sich Menschen positiv ändern können. Die Chance dazu sollte man als Motivation auch offen kommunizieren.

    Wie schon lang bekannt „Verurteile die Tat, nicht den Täter“ – hilft zusätzlich einem selbst dabei mehr Seelenruhe zu wahren und Grenzen früher zu ziehen – es geht ja nur um das Unterbinden von Verhalten und nicht um eine persönlich angreifende Generalkritik.

  • Ich danke für den Beitrag, der mir die Augen geöffnet hat!
    Durch diesen Beitrag bin ich nun auch stolz auf mich, dass ich mir einen Giftzwerg vom Hals geschafft habe. Aus einem „Du“ wurde ganz schnell wieder ein „Sie“. So ist eine Grenze, meines Erachtens,für einen Giftzwerg ganz klar und eindeutig. Zumal er nicht zur Familie gehörte.

  • Danke, ein weiter Schritt für mich zur Energiegewinnung für meine Ziele!

  • Vielen Dank, Ralf, für diesen tollen Artikel. Ich schätze sehr, dass über solche gruseligen Menschen offen geschrieben wird und Betroffene eine Chance bekommen, auf ihre leidvolle Situation einen klareren Blick zu erhalten.

    Wie grausam solche Menschen sein können, wie massiv sie das Leben und die Entfaltungsmöglichkeiten sogar ihres engsten Umfeldes negativ beeinflussen können und wie unerreichbar sie für Verbesserungen sind, habe ich seit frühester Kindheit sehr leidvoll erlebt. Nicht nur meine Eltern erzeugten in unserer Familie ewige Krisen und nutzen ständig eher subtil ihre Giftspritzen. Auch im Umfeld waren einige Menschen, die ich für weitere Giftzufuhr sorgten. Ich habe sogar in solch eine Familie hineingeheiratet und merkte es ewig nicht.

    Ich gehörte zu den Menschen, die zwar glauben, selbstbewusst zu sein, doch wenn bei anderen nichts mehr möglich ist, nach friedlichem Miteinander zu streben und lieber nachzugeben, auch wenn es zu meinem Nachteil ist. Ich versuchte, aus allem das Beste zu machen, ohne zu erkennen, dass ich ständig den Kürzeren zog. Ich war lange Zeit davon überzeugt, ich käme mit allem ganz gut zurecht. Ich hatte sogar den Glauben, mein unheilsames Umfeld dadurch irgendwie auf einen besseren Weg führen zu können.

    Ich habe in späteren Jahren, nachdem sich immer noch nichts gebessert hat, sogar entsprechende Ausbildungen absolviert, mich immer tiefer in die Psychologie und Maßnahmen zur Veränderung von Persönlichkeitsstörungen eingearbeitet. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich mit diesem mich umgebenden toxischen Umfeld mein weiteres Leben abfinden sollte.

    Heute habe ich meinen Fokus verändert. Im Laufe der Zeit und durch meine eigene Veränderung, viele neue Erkenntnisse über Menschen und das Leben und durch meine Selbstfindung habe ich alles besser verstanden. Aber solange ich noch gefangen war in den toxischen Kreisen, zog ich auch immer wieder solche Menschen in mein Leben. Ich kannte nun mal nichts anders. Da half auch keine Willenskraft. Die hatte ich wirklich lang und ausdauernd, nur für die falsche Ziele und mit dem falschen Denken.

    Ich habe daraus gelernt, dass man, um seinen eigenen Weg gehen zu können, innere Klarheit, eigene Ziele und innere Stärke wichtig sind, und wie man toxische Menschen erkennt und damit lernen muss, umzugehen. So ist es bei manchen Personen auch möglich, nicht alle Brücken abbauen zu müssen.

    • Anna schreibt am 22. August 2016

      Hallo Beatrice,
      dein Kommentar hat mich sehr nachdenklich gemacht.Du schreibst mir aus der Seele. Ich war immer der Meinung das es an mir liegt. Durch diesen Bericht von Ralf ,(denn ich sehr dankbar dafür bin ) und dein kommentar habe ich den weg aus dieser Spirale raus zu kommen gefunden.DANKE!!!
      Anna

  • Danke für diesen Beitrag. Genau das brauchte ich jetzt. Dabei habe ich festgestellt,
    1. dass ich mich auch schon einige Male toxisch verhalten habe.
    2. dass es mir tatsächlich besser geht und ich gelassener reagieren kann, nachdem der Mensch (ein naher Verwandter), der mir am meisten zu schaffen machte und dem ich nicht ausweichen konnte, beschlossen hatte, woanders hinzuziehen. Ich gönne ihm sogar, die neue Familie besser als unsere zu finden. Früher hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt, mir eingebildet, ich müsste dies oder jenes nur besser machen, dann mag er uns wieder. Doch das war echt vergebliche Liebesmüh. Denn wenn zwei das gleiche tun, ist es noch längst nicht dasselbe in der Bewertung eines anderen Menschen. Schon gar nicht eines toxischen Menschen, der nur versucht, das Leben anderer zu steuern und sie gegeneinander auszuspielen.
    Also danke noch mal für diese schönen Anregungen, die mir helfen, weiter in diese Richtung meine Leben zu gestalten. Viele Grüße Angelika

  • Vielen Dank für diesen hilfreichen Beitrag, der für mich auch gerade zu einem guten Zeitpunkt kommt. :o)
    Die Sache mit dem Agieren kann ich aus Erfahrung empfehlen (Ich bin grad ein paar Zentimeter größer geworden, denn es tut gut zu lesen, daß ich das vor ein paar Wochen schon mal richtig gemacht habe …;o))
    Die Aktion für mein Wunschergebnis hat mir sehr geholfen, mich auf mein Ziel zu konzentrieren und das Ärger-Gedanken-Karussell zu verlassen. Hilfreich war dabei, daß andere der Gruppe meine Idee auch gut fanden und mich bei der Umsetzung unterstützt haben. Als ‚Spielverweigerer‘ bin ich nun als ‚Zielscheibe‘ weniger im Fokus des schwierigen Menschen und durch die Idee werde ich von den anderen nun sogar noch mehr wertgeschätzt.
    Das nenn‘ ich mal eine bestandene Herausforderung :o)

    • Eliza schreibt am 22. August 2016

      Es freut mich sehr das zu lesen, unbekannterweise

  • An die Kritiker: Ich persönlich finde, man muss mehrere Ebenen in sich haben. Auf einer gewissen Ebene ist niemand einfach nur ein Giftzwerg. Aber in akuten emotional belastenden Situationen muss man einfach manchmal temporär auf „Steinzeit“ schalten. Es ist dann egal, warum jemand etwas tut. Wichtig ist, was es für Gefühle in einem auslöst. Das ist nichts anderes als Selbstliebe und Selbstschutz. Ähnliches gilt für Wut. Manchmal braucht man das, um sich schnell verteidigen zu können. So ist das Leben! Es ist nicht immer nur tiefgründig.

    • Annette schreibt am 24. August 2016

      Ich kann dem nur zustimmen. Natürlich sollte man lernen, zu erkennen, welche Menschen im eignen Umfeld einem gut tuen und welche nicht. Für den Umgang mit letzteren benötigt man Strategien, vor allem, wenn man diesen Menschen nicht ausweichen kann. Allerdings ist mir der Artikel etwas zu sehr schwarz und weiß, auch wenn Ralf dies abschwächt, indem er schreibt, dass jeder irgendwann mal „toxisch“ reagiert.

      Auch agiert nicht jeder toxische Mensch bewusst toxisch, wie es für mich in diesem Artikel herüber kommt. Man sollte also solche Menschen nicht von Anfang an verteufeln, sondern Ihnen auch zu verstehen geben, wie ihr Verhalten von außen gesehen wird.

      Ich kämpfe seit Jahren damit, dass bei mir unbewusst und plötzlich ein Schlater umgelegt wird, wenn ich mich angegriffen fühle (das kann durch den Gegenüber auch unbewusst geschehen). Das ist für mich ein unsteuerbares Urzeitprogramm, bei dem mir der Gegenüber und seine Gefühle vollkommen egal sind, und das nur darauf fokussiert ist, mich und mein Recht zu verteidigen. Nach dem Lesen dieses Artikels würde ich mich (oder dieses Verhalten) als toxisch einstufen und mir unterstellen lassen, ich würde bewusst handeln. Das verletzt mich schon etwas, da ich als sonst sehr vernunftorientierter Mensch lieber klever „agieren als reagieren“.

  • Das kam heute für mich wie gerufen. Danke.

  • und ich habe immer geglaubt, es ginge nur mir und in meinem Leben so… Ganz herzlichen Dank an alle, die hier berichten. Gerade wenn der toxische Mensch die eigene Mutter ist, braucht es sehr viel Mut und Kraft, das zu erkennen. Auch mir war es so ergangen, über Jahrzehnte hinweg emotional erpresst worden zu sein, Demütigungen und Herabsetzungen in aller Öffentlichkeit usw., Mir hatten Yoga-Übungen geholfen, den Mut aufzubringen, auf die Tatsachen zu schauen und das auszuhalten vor allen Dingen: aushalten. Und man glaubt gar nicht, aus welchen Verstecken dann moralische Erpressungsversuche kommen. Ich möchte den Betroffenen allen Mut wünschen, den man meistens erstmal in dieser Hinsicht aufbauen muss. Auch wenn es bei mir jetzt schon fünf Jahre her ist, so tauchen gelegentlich immer noch mal Gewissensbisse auf. Auch deshalb sind Ralfs Hinweise wichtig. Und seit heute weiß ich: ich bin nicht allein mit diesem Thema!

    • Manuela schreibt am 27. August 2016

      Danke an Alle für die Erfahrungen und Gedanken.
      Ja, am Schwersten ist es mit mir nahestehenden Menschen – die treffen auch punktgenau meine verletzbaren Stellen. Deshalb ist es um so lohnenswerter zu übend die beschriebenen „Werkzeuge“ (jene die halt für mich am bestens passen) einzusetzen. Ja und das braucht Training und Übung. Besonders anstrengend ist es den inneren Konflikt zwischen Grenzen setzten und Verständnis haben zu überwinden. Meinem Gegenüber wertschätzend zu begegnen und auf Abstand zu gehen ist immer wieder meine Herausforderung. Mir hilft da sehr: Ich kann es zwar verstehen, muss es aber nicht tolerieren. Manchmal braucht es „nur“ Verständnis für mich zu haben – weil beides gleichzeitig geht nicht! Schönes Wochenende!

  • Ich finde diesen Artikel auch (zu) verallgemeinernd und oberflächlich, will aber nur eins anmerken zu: „Wenn du das Geld nicht zurückgibst, gehe ich zum Anwalt und verklage dich wegen Diebstahl.“
    Nein, man verklagt Leute nicht wegen Diebstahls. Man zeigt sie an und die Staatsanwaltschaft kümmert sich um den strafrechtlichen Part.
    Oder aber man verklagt sie auf zivilrechtlicher Schiene zB. eben auf Herausgabe.

  • Genau, das ist das Verhalten von persönlichkeitsgestörten Menschen. Und wenn man eng verwandt ist mit so jemandem, vielleicht sogar Fehler in der Erziehung gemacht hat, dann wird man manipulierbar durch Schuldgefühle, die einem gemacht werden. Trotzdem sollte man sich dieses Verhalten verbitten und klar machen, dass man es nicht akzeptiert.
    Danke für den Artikel – er ist sehr gut! Ich werde mich gerne daran erinnern, wenn die Giftzwergin mal wieder zuschlägt…

  • Also ich frag mich ehrlich ob es eine solche Schublade braucht. Auch wenn ich hier eine anderer Meinung vertrete als die bisherigen Kommentare bin ich doch der Ansicht jeder Mensch ist eine eigene Persönlichkeit und fände es schön wenn Selbstschutz anders möglich ist als andere mit dem Label „toxisch“ zu versehen. Es gibt immer verschiedene Blickwinkel und Perspektiven.

  • Liebe(r) Knoxi!
    Vielen Dank für Deinen Kommentar, es hilft sehr zu wissen, dass es auch anderen Menschen so ergangen ist bzw. ergeht. Meine Aufräumarbeit hat mit den Büchern von Alice Miller und intensiver Traumarbeit begonnen. Es ist irre wie man allein durch Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu viel mehr Lebensqualität kommt.
    Ich wünsche Dir auch alles Gute, bleib auf Deinem Weg :)
    Sabine

  • „Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“
    „.. eine Meile…“ das ist eine totale Verkürzung zum Orginal, im Indianischen heißt es soviel ich weiss “ .. einen Mond…“ , bin mir da doch sehr sicher.
    Trotzdem sehr gute Lösungsvorschläge.
    Für mich gilt, sachlich fragen warum Jemand dieser Meinung ist, da ich diese Meinung nicht teile, ohne mitzuteilen warum. Und damit hab ich erst mal Zeit für alles Weitere.

    • Kathrin schreibt am 25. August 2016

      Das ist allerdings die bequemste Lösung, da muss man sich gar nicht erst anstrengen, über das Verhalten des sogenannten „Toxikers“ und die Gründe für seine Reaktionen nachzudenken, die es ja möglicherweise durchaus geben könnte…..

  • Auch „Arschengel“ sind Engel, die dir helfen können dich weiterzuentwickeln, etwas zu erkennen, zu heilen oder zu lernen. Da ich auch schon seit meiner Kindheit mit Giftzwergen zu tun habe, denke ich dass diese Begegnungen wichtig sind, damit meine Seele eine bestimmte Entwicklung nehmen kann, wie zum Beispiel eine starke Selbstliebe zu entwickeln und sich selbst treu zu bleiben. Weil ich auch oft zu spät gemerkt habe, dass ich es mit einem oder auch mehreren giftigen Menschen zu tun habe, oder sogar einer giftigen Gruppenatmosphäre ausgesetzt bin, hat dies meine Wahrnehmung geschärft, die innere Achtsamkeit gefördert und meine Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung immer mehr erweitert, was auch die Auseinandersetzung mit eigenen inneren Konflikten beinhaltet. Dieser Artikel war dabei auch sehr bereichernt. Wir sind hier auf einen Schulungsplaneten und der Unterrichtsstoff ist oft nicht so leicht zu begreifen. Ich bin jetzt schon über 60 Jahre alt und bekomme immer noch weitere Herausforderungen (Aufgaben) vorgetzt. Wichtig ist zwischendurch immer wenn möglich die Batterie wieder aufzuladen mit Lebensfreude und rechtzeitig zu merken was deine Lebensenergie schwächt. Sei selbst deine beste Freundin!

    • Lena schreibt am 3. September 2016

      Hallo Brigitte, Dankeschoen fuer den Kommentar – dieser spricht mir aus der Seele!
      Lena

    • Barbara schreibt am 21. Februar 2017

      Hallo Brigitte
      Du sprichst mir aus der Seele,
      genauso sehe ich das auch.
      Obwohl ich auch sage,
      diese „Arbeit“ ist Energie raubend,
      Will ich das überhaupt ?
      Es war mal ein ja dazu,
      es hat nichts geändert,
      überhaupt noch?
      Nein, es hat mich alle Kraft und Energie gekostet.
      Neue Herausforderungen anzunehmen,
      im Alltag, im Beruf, im Ehrenamt,
      ich setze lieber dafür meine Energie ein,
      Liebe Dich selbst,
      achte Dich selbst,
      wertschätze Dich selbst,
      steht jetzt auf meiner Fahne.

  • „Ich entscheide ob ich mich über irgendwas ärgere!“
    Dieser Ausspruch bei einem Coachingseminar werde ich nie vergessen. Zurücklehnen und versuchen von der emotionalen auf die Sachebene zu wechseln und den Rest ignorieren.

    Es ist ein grosser Unterschied ob man mit solchen Menschen beruflich oder so zu tun hat und dann eben eine „Überlebensstragie“ benötigt wie s.o. oder im privaten Bereich wo man sich entscheiden kann den Kontakt einfach abzubrechen oder wie bei entfernten Verwandten dann eben wie oben zu verfahren.

    In Beziehungen wird man sich trennen über kurz oder lang, da kann man sich alles noch so schön reden.

    Noch ein Tip:
    Mal versuchen die Situation von aussen zu betrachten als neutraler Beobachter.
    Hachja und das berühmte, erstmal tief atmen, bis 100 zählen und am besten aus der Situation rausgehen gerade wenn man merkt das der andere einen provoziert.

  • Der Artikel ist hilfreich und stärkend. Andere Menschen sind ja nicht deshalb schlecht, weil ich ein Problem mit ihnen habe. Wichtig ist jedoch, dass ich mich freundlich -bestimmt von Menschen löse, die mir nicht gut tun und dass ich den Versuch erkenne, mich „dirigieren“ zu wollen. Ich beurteile solche anstrengenden Phasen inzwischen als persönlichkeitsbereichernd und staune, wie gereift ich daraus hervorgehe (ohne andere zu verletzten oder mich selber zu erniedrigen!). Darin haben mich auch der Artikel und die Kommentare wieder bestärkt: Kopf hoch, sinnvoll agieren, Grenzen setzen und sich nicht mit Schuldgefühlen dafür zu beladen, weil man nicht so ist, wie sich das andere wünschen.

  • Lieber Ralf,
    vielen herzlichen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Ausgesprochen aufmerksam beobachtet, gut analysiert, hilfreiche Tipps. Und dass du ins Schwarze getroffen hast, ist an den vielen einschlägigen Rückmeldungen zu erkennen. Jaa, es ist nicht leicht, diese Menschen zu erkennen oder gar zzu fassen, da sie oftmals narzisstische Charmeure sind. Das macht es auch oft schwer, Hilfe zu erhalten, da nicht jeder destruktive Blutsauger auch im Außen als solcher erkennbar ist. Und es ist für manche Menschen sehr schwer, sich zur Wehr zu setzen, wenn sie in der Kindheit schon von einem solchen Elternteil geprägt wurden. Da hat man als Kind einfach nicht gelernt, erfolgreich mit umzugehen. Ich arbeite da immer noch dran und der Erkenntnisprozess war lang und mühsam. Mein hifreichstes Buch zu diesem Thema möchte ich euch gerne als Tipp weiterempfehlen. Es ist von Susan Forward und hat den Titel „Emotionale Erpressung“. Mir hat das sehr geholfen. Ich wünsche allen Mut, Ausdauer und den Glauben an euch selbst – mir auch, denn ich bin auch noch nicht wieder „in Sicherheit“.
    Vielen Dank nochmal und herzliche Grüße

  • Habe den Artikel mit Interesse gelesen, und natürlich fielen mir auch gleich ein paar toxische Kandidaten ein… als ich dann aber einige der Kommentare gelesen hatte, fing ich an zu überlegen-wenn es schon schwer ist, Toxiker zu identifizieren, woran könnte man es denn merken, wenn man doch selbst einer ist? Wenn jeder anscheinend welche kennt, muss es ja auch ziemlich viele geben, woher weiß ich, dass ich nicht auch einer bin? Zu einer problematischen Beziehung gehören immer zwei… Mein Lösungsvorschlag: Wenn ich viele liebe Freunde habe, und mit den meisten anderen ohne besondere Probleme koexistieren kann, es aber einige wenige Menschen gibt, die mich immer wieder stressen, dann sind die wohl tatsächlich toxisch(zumindest für mich). Wer aber befürchtet, „ein Abo“ auf toxische Kollegen, Partner oder Nachbarn zu haben, sollte vielleicht doch mal seine eigenen Vorstellungen von zwischenmenschlichen Verhalten einer selbstkritischen Prüfung unterziehen. In diesem Sinne – noch einen schönen Sonntag

    • Christine schreibt am 21. August 2016

      Klasse! Danke!

  • Hallo Ralf, vielen Dank fuer den Beitrag, das ist wirklich ein wichtiges Thema, und noch immer ein viel zu grosses Tabu in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig habe ich ein bisschen Bedenken bei dem Thema, denn man sollte solche Leute auch nicht daemonisieren. Sie gehoeren einfach zum Leben dazu, man muss lernen, sie anzunehmen, und das beste daraus zu machen.

    Meiner eigenen ausgiebigen Erfahrung mit Toxikern zufolge hilft nur eines wirklich: Loslassen, loslassen, loslassen. Seine eigenen Aengste, Schuld- und Minderwertigkeitsgefuehle, wohlgemerkt, und nicht etwa das, was der Toxiker uns nehmen will. Mein Toxiker hat mich gezwungen, mental stark zu werden, wirklich verantwortlich zu werden fuer mich selbst, mein Selbstwertgefuehl aus mir selbst heraus zu schoepfen, und nicht aus meinem Status, meinen Beziehungen, meinem Besitz, meinem beruflichen Erfolg. Einiges davon konnte er mir nehmen, aber auch das war nicht umsonst, denn dadurch habe ich gelernt, dass ich auch ohne all das gluecklich werden kann. Im Grunde war auch das eine Befreiung. Ich habe heute ein voellig anderes Lebensgefuehl, neue Freunde, ein neues Leben. Fuer ihn kann ich nur sagen: Dumm gelaufen, denn das hatte er so wohl nicht geplant, und er ist noch immer das gleiche arme Wuerstchen wie damals. Heute muss ich ueber ihn oft lachen, denn seine Versuche, mir weiterhin zu schaden, erscheinen mir oft sehr absurd. Vieles kann ich weglachen, manches kann ich auf spielerische Weise parieren, manchmal muss ich ausweichen. Aber ich bin nicht mehr hilflos, und ich lasse mich auch nicht in seinen Zank hineinziehen.

    Ich hoffe, meine Schilderungen helfen anderen Betroffenen Mut zu fassen. So eine Perspektive zu entwickeln geht nicht von heute auf morgen, und bis dahin sind die Tips im Artikel sicher sehr hilfreich. Ich wuerde nur davor warnen, einen Toxiker direkt zu konfrontieren, z.B. mit einer Anklage zu drohen. Damit eskaliert man die Situation nur. ‚Durch die Blume‘ zu drohen ist oft besser. Ich habe z.B. einmal einer toxischen Nachbarin meiner verstorbenen Mutter erklaert, ich haette ‚Geruechte‘ gehoert, dass sie im Dorf schlecht ueber meine Mutter reden wuerde, aber natuerlich wuesste ich, dass sie sowas nie tun wuerde, denn sie waere ihr ja immer so eine liebe Freundin gewesen (angeblich …). Ich wuerde dem auch gar nicht weiter nachgehen wollen, es sei denn, ich wuerde noch andere entsprechende Geschichten hoeren, dann muesste ich natuerlich genauer nachforschen, wer das war. Hat wunderbar funktioniert. Die Frau hat mich angebruellt am Telefon, voller Wut, es war eine Wonne, und die Geschichte ist danach dann voellig versandet. Und vor allem — sie konnte sich nicht bei anderen ueber mich und meine Unterstellungen beklagen, wie sie es haette tun koennen, wenn ich sie direkt damit konfrontiert haette. Denn das haette sie offensichtlich nur allzu gerne getan. Ich denke, in den meisten Faellen kann man einen aehnlichen Ausweg finden, wenn man sich nur ein bisschen Zeit nimmt um in Ruhe nachzudenken. Vor allem aber sollte man sich von einem Toxiker nicht einschuechtern lassen. Das sind arme, kranke Menschen, mit einem sehr engen Rahmen an Handlungsspielraum. Im Grunde sind sie viel schwaecher als wir.

  • Vielen Dank für diesen Artikel. Auch ich war mit so einem Menschen verheiratet. Nachdem er sich von mir getrennt hat (zum Glück) ,bin ich psychisch krank geworden. 22 Jahre habe ich versucht einem toxischen Menschen zu helfen ,was unmöglich war, leider habe ich es jetzt erst erkannt.Nach 10 Jahren bin ich immer noch auf dem Weg der Heilung .Wahrscheinlich musste auch ich die harte Lebenslektion lernen.

  • Ein ganz toller Artikel und extrem hilfreich!! Herzlichen Dank!

  • vor einigen jahren gab es in einem forum, das toxische menschen anzog wie das licht die motten, eine gruppe von menschen, mit denen ich nicht klar kam.. sie gaben mir ständig das gefühl, schlechter zu sein, als ich bin, kamen mir spitzfindig und stellten mich in die mitte eines kleinkriegs, den ich nicht mal mitbekam, weil ich mit meinen eigenen problemen beschäftigt war.. mir ging es damals durch eine depression sowieso sehr schlecht und diese gruppe machte es noch ein stück heftiger..

    einige zeit davor hatte ich es, bis heute weiss ich nicht wie, auf die liste eines autoren geschafft, der ein buch über ho’oponopono geschrieben hatte und dieses buch am tag des buches verschenkte.. bis heute bin ich dankbar, dass ich dieses buch bekommen habe.. es eröffnete mir in hinsicht auf menschen und ihre zwischenmenschlichen probleme ganz neue perspektiven..

    ich arbeitete also meine damaligen probleme mit dieser gruppe auf.. 2 tage später wechselte diese gruppe komplett in ein anderes forum!!!!!! natürlich könnte man einwenden, dass das ein reiner zufall war, aber inzwischen glaub ich nicht mehr an zufälle, da ich noch viele dieser erfahrungen hatte..

    später machte ich mit einigen mitgliedern dieser gruppe meinen frieden oder sie mit mir.. :-). meiner erfahrung nach passiert schon dadurch, dass man die absicht hat, mit dem anderen seinen frieden zu machen, eine menge.. ich hab es oft erlebt und nicht einen menschen in meinem leben gefunden, mit dem ich nicht früher oder später wieder in irgendeiner form meinen frieden gemacht habe. sie verschwanden aus meinem leben oder es gab irgendeine form der friedlichen koexistenz.. ich möchte ho’oponopono (eine alte hawaiianische familienklärungstechnik) in meinem leben nicht mehr missen und benutze es leider noch viel zu selten..

  • Eine Ergänzung und eine Frage.

    Toxiker müssen keine einzelnen Personen sein. Mit ihrer Art nicht dauernd toxisch zu sein gelingt es Ihnen leicht eine gesamte Hausgemeinschaft auf ihre Linie einzuschwören.

    Ein Beispielszitat aus Deinem Text und anschliessend meine Frage:
    Wenn du hinterher genauer darüber nachdenkst, kannst du oft erkennen, wie es ein Giftzwerg anstellt, dein Gefühlsleben zu vergiften.
    Was würde Byron Katie dazu sagen?

  • Der Beitrag ist wirklich super, er faßt alles zusammen was man wissen muss. Mir geht es wie Angelika, mein Giftzwerg ist meine Mutter. Nur das sie das nicht wahrnimmt, weil sie selbst feststeckt. Mich hat das jahrelang mein Leben gekostet und ich habe vor knapp zwei Jahren reinen Tisch gemacht und seitdem keinen Kontakt mehr. Das klingt hart und ungerecht, doch ich bin damals nach langer Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht Ich selbst werden und sein kann, wenn ich im Kontakt mit ihr ständig zurückgeworfen und manipuliert, ja vergiftet werde. Und da es nicht meine Aufgabe ist, das Leben meiner Mutter glücklich und einfach zu gestalten, um ihr jegliche Verantwotung abzunehmen, sah ich nur diesen Ausweg. Ich bin immernoch am Aufräumen mit mir selbst, doch es geht mir wesentlich besser und ich kann mit dem Abstand vieles besser verstehen und verarbeiten. Also, ich denke man sollte toxische Menschen weitestgehend aus dem eigenen Leben entfernen, auch wenn das hart und schwer erscheint. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und ich denke, wenn man sich immer wieder vergiften lässt, dann betrügt man sich selbst.
    Viele Grüße
    Sabine

    • Knoxi schreibt am 21. August 2016

      Liebe Sabine, an diesem Thema bin ich auch seit geraumer Zeit dran. Ein absoluter Augenöffner war für mich – nach langer, langer Suche – das Thema „Töchter narzisstischer Mütter“. Ich habe auch keinen Kontakt mehr und fühle mich jeden Tag besser damit, weil ich nach jahrzehntelangem emotionalen Missbrauch endlich vernünftig aufräumen und die werden kann, die ich bin. Alle guten Wünsche für Dich! Knoxi

  • … oft sind es auch Menschen mit autistischen Zügen, die als „Giftzwerge“ ihr unwesen treiben. Ungünstig wenn es ein Elternteil ist. Ich habe meinen Vater erst vor kurzem „entlarvt“. Seither kann ich mit ihm & anderen „Arschengeln“, wie ich sie gerne nenne, viel besser umgehen. Das Verhalten ist oft so widersprüchlich, dass es schon wieder komisch ist. Nicht ernst nehmen hilft mir sehr. In einem Ohr rein, im anderen wieder raus lassen … Mehr brauchst du eigentlich nicht zu tun! ;-)

  • Ein hervorragender interessanter Artikel, den ich mit Freude gelesen und durch den ich mich sehr bestätigt gefühlt habe!
    Ich war jahrelang mit einem solchen Giftzwerg verheiratet und habe auch noch zwei Kinder von ihm bekommen – obwohl mir mein Bauchgefühl von Anfang an anderes signalisiert hatte. Wie hochgiftig er war, hat sich dann bei und nach der Trennung besonders heraus gestellt. Es gab sogar Morddrohungen e.t.c. gegen mich bzw. gegen die Kinder – alles sehr furchtbar und unappetitlich – und das alles nachdem wir schon geschieden waren. Ich war jahrelang psychisch am Ende! Das kann man keinem genau erklären, warum. Weil man sich schämt, weil man „vernünftig“ versucht hat, mit dem anderen ins Gespräch zu kommen und seine Taten oder Untaten nicht versteht, weil man seine Kinder beschützen will, weil man ja funktionieren und die Probleme des anderen „lösen“ und Geld verdienen muss, u.s.w.
    Dann hatte ich lange Zeit einen Freund, bis ich gemerkt habe, dass das Gift-Strickmuster fast noch schlimmer war als bei meinem Ex-Mann. Allerdings glaube ich, dass er wirklich psychisch krank war/ist und eine Persönlichkeitsstörung – welcher Art auch immer – entwickelt hat.
    Vor ein paar Monaten ist mein destruktiver Ex-Mann unter mysteriösen Umständen gestorben und sein Gift verspritzen hat auch in und nach seinem Tod noch Auswirkungen auf mich bzw. „seine“ Kinder… Es würde zu weit führen, das alles ausführlicher zu beschreiben, aber es hat mein komplettes Leben bestimmt, weil es die falsche Partnerwahl/-entscheidung war, die ich von Anfang an aus dem Bauch heraus gespürt habe, aber nicht wahr haben wollte…
    Inzwischen bin ich sehr vorsichtig geworden, mehr als eine lockere Bekanntschaft mit einem Mann einzugehen…
    Ich bedanke mich für diesen für mich sehr hilfreichen Beitrag.

  • Vielen lieben dank für diesen artikel! Ich war jahrelang mit einem „toxischen“ mann zusammen und habe sehr lange gebraucht, zu bemerken, was in der bezeihung eigentlich passierte. Damals war ich nicht in der lage zu erkennen, dass es sich um eine toxische person handelt, da, wie auch oben sehr gut beschrieben, diese menschen meisterhaft von sich selbst ablenken können. Daher meine meinung: das allerwichtigste ist es zu erkennen, um welche art von persönlichkeit es sich handelt. Und das ist schwer, wenn emotionen im spiel sind. Ich habe es auf die harte art lernen müssen und hoffe sehr, dass dieser artikel menschen hilft, die eventuell gerade in einer beziehung mit einer toxischen person stecken. Alles liebe m.

  • Lieber Ralf,
    zweierlei.
    Zuerst: Du beschreibst sehr wohltuend für mich die Ohnmacht, die bei mir entstehen kann, wenn mich jemand so belätschert, dass ich vor lauter „Tatsachen, Vorwürfen, Untertönen, Behauptungen, Emotionen…“ nicht weiss wo mir der Kopf steht und warum ich mich so mies fühle.
    Zweitens jedoch: Und hier wird´s für mich spannend. Und, nein, ich habe noch kein Patentrezept. Der „Toxiker“ ist ein Mensch. Durch seine Ansprache an mich löst er bei mir „alles mögliche“ aus. Für dieses „alles mögliche“ bin ich selbst verantwortlich. Vielleicht ginge mein Nachbar ganz entspannt damit um. Ich bin beseelt davon, dass der „Toxiker“ Anliegen hat, die ich gutheissen kann. Bloss, dass seine Strategien diese zu erreichen mich fertig machen. Wie komme ich an seine wahren Anliegen ran? Sicherlich/vermutlich resultieren seine Strategien aus einer unheiligen Verkettung von Ängsten. Deren Kalieber übersteigt meine Vorstellungskraft. Darum unterliege ich auch mit meinen der-meint-es-sicher-nicht-so-Reaktionen. Ängste zu verhungern, zu kurz zu kommen, nicht gesehen zu werden, gemobbt zu werden, keine Luft mehr zu kriegen, im grenzenlosen Universum verloren zu gehen, ungeliebt zu sein sind ja auch nicht ohne.
    Meine Frage ist wie komme ich dahin, dass der „Toxiker“ sich verstanden fühlt? Vielleicht besser gefragt: Wie komme ich dahin, dass der „Toxiker“ fühlt?
    Meine Vermutung ist, der „Toxiker“ ist beim toxen genau so arm dran wie ich.
    Gruß derbernd

    • GaraFia schreibt am 23. August 2016

      Bernd, du triffst ins Schwarze!!!!!
      Ich als „immer wieder Toxiker“ will oft etwas ganz anderes erreichen oder sogar geben. Auw etwas ganz anderes, schönes hinaus.

      Und das WIE, wie ich es formuliere, anstelle….. kommt oft mal ganz anders raus, als es soll.

      Beispiel….. Ich weiss, es ist Unsinn, wenn jemand schüchtern ist, ihn/Sie durch Provokation zu Reaktionen/Reden/Taten zu bringen, wenn in der Partnerschaft beispielsweise nichts mehr auf den Tisch kommt /ausgesprochen wird.. Die Person zieht sich nur noch mehr zurück und wird sicher keine positive Zuneigung empfinden und zeigen. Dies nur als Beispiel. Schwierig, zu erklären.

  • Was im Leben ist schon einfach? Mir hilft es wesentlich „bei mir“ zu bleiben und für mich ein klares Ziel zu haben. Dann kann toxisch sein wer mag. Das ist, so weiß ich für mich, die große Schwierigkeit klarzubekommen was ich will und was ich bereit bin dafür zu tun.
    Das zu erkennen und üben ist eines meiner erklärten Bildungsziele für kleine Menschenkinder – in der Hoffnung, dass sie ihre Persönlichkeit so gut entwickeln können.

  • Danke für diesen mutigen Beitrag! Ja, es gibt diese Menschen tatsächlich. Bei mir ist es meine Mutter, die mir schon als Kind gesagt hat, dass sie mich nicht gewollt hat und eigentlich ein ganz anderes Leben führen wollte. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich es nun wage, sie als toxisch zu bezeichnen. Jahrzehnte, in denen ich das Gefühl hatte, kein Recht auf irgend etwas zu besitzen, nicht einmal das Recht, mich als normaler Mensch auf dieser Welt zu bewegen. Gutgemeinte Ratschläge, mich in die Situation meiner Mutter zu versetzen, ihre Kindheit zu bedenken, Mitleid zu haben führen nicht weiter, denn dadurch verliere ich mich selbst. Mir geht es nur gut, wenn ich keine Berührung mit ihr habe. Sobald sie mir nahe kommt, habe ich das Gefühl durchzudrehen. Deshalb – so hart es auch sein mag – ist manchmal einfach ein Sicherheitsabstand das einzig Mögliche, um selbst gesund zu werden und zu bleiben.

    • Stephanie schreibt am 21. August 2016

      kann dich gut verstehen. meine eltern sind beide traumatisiert und narzisten mit sonstign persönlichkeitsstörungen…..
      die haben mich und mein leben total ruiniert und schwer traumatisiert. nach über 25 jahren kampf bin ich jetzt auch so klar was ich da für eine familie hab. mit angehenden 50 jahren darf ich ich jetzt zusehen wie ich heile und überhaupt noch ein lebenswertes leben aufbauen kann.
      wünsch dir viel viel kraft und glück.

  • Danke lieber Ralf, für diese Anregungen. Es scheint als habe ich ein Abo auf Kolleginnen mit diesen Anlagen.
    Dass die Erwartungen nicht ausgesprochen, aber eingefordert werden, dass bei „Fehlverhalten“ meinerseits Sanktionen drohen, ja das kenne ich zur Genüge. Giftzwerge ziehen ihre Energie aus der Auseinandersetzung. Abgrenzung ist das, woran ich arbeite – und danke an Annette, die Vorstellung mit dem Umhang finde ich sehr hilfreich.
    Da mir dies immer wieder begegnet habe ich mir gestern ein Buch zum Thema „Seelenverträge“ besorgt. Und „gewaltfreie Kommunikation“ ist das nächste Thema.

  • Ich danke für diesen Beitrag. Setzte viel zu spät eine Grenze, da die Person es immer auf die Mitleidstour versucht hat mich zu manipulieren. Jetzt setzte ich eine Grenze, welche sie aber ignorierte. Ziehe mich aus der Umgebung zurück
    und suche mir ein neues Umfeld denn ich spiele nicht mehr mit.
    Denke Ismir Übel trifft es auf den Punkt.

  • Alles, was in diesem Artikel beschrieben ist, kann ich nur bestätigen. Ich bin fasziniert, wie gut hier alles auf den Punkt gebracht ist! Ich arbeite seit Jahren mit einer „toxischen“ Kollegin zusammen, habe alles mögliche ausprobiert, die Konflikte zu entschärfen. Letztendlich haben die Angriffe aufgehört, als ich mich auf mich selber und meine Werte konzentriert und gelernt habe, Grenzen zu setzen. Viel gelernt hierzu habe ich in dem Kurs „Belastendes loslassen“. Ich habe mich in den entsprechenden „Gift- Spritz- Aktionen“ einfach umgedreht und habe mir vorgestellt, dass ein unsichtbarer Umhang mich schützt. Irgendwann haben die Angriffe auf mich aufgehört: jetzt ist eine neue Kollegin dran. Wir haben schon ein langes Gespräch über ihre Situation geführt. Ich werde ihr diesen Text zur Verfügung stellen, er wird ihr weiter die Augen über ihre Möglichkeiten, sich zu schützen, öffnen. Danke Ralf!

  • Cluster-B -> Narzissmus, Borderline, Soziopathie/Psychopathie

    Als Partner vergiften diese Menschen in kürzester Zeit das ganze Seelenleben, ohne dass man es mitbekommt.

    • Nicole schreibt am 21. August 2016

      Das ist aber sehr verallgemeinernd!!

  • Wenn ein Giftzwerg wenigstens durchgängig giftig wäre, … Manche haben es perfekt raus, immer wieder Bindung zu schaffen und einen manchmal auch großartig zu unterstützen. Meine Erfahrung: Wenn es mir gelingt, auf solche Menschen souverän zu reagieren (leider nicht immer), führt das oft zu enormer Irritation und Zurückhaltung beim Giftzwerg. Manchen scheint das Verhaltensrepertoire für Menschen zu fehlen, die freundlich und sachlich und womöglich noch humorvoll bleiben. Andere verfügen über das entsprechende Repertoire und kramen es dann hervor – und plötzlich geht es ohne Gift. Am schwierigsten finde ich es, wenn der andere schafft, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Wenn ich besser funktionieren würde, müsste er ja nicht so aufdrehen, der Arme ;-).

  • Dieser Beitrag kam gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe schon zweieinhalb Jahre mit so einem Giftzwerg zutun – als eine gute Freundin und gleichzeitig Arbeitspartnerin an der Uni. Letzteres hat es deutlich erschwert Abstand zu suchen, als ich merkte, dass meine vermeintlich gute Freundin mich immer wieder verletzt und ich aus vielen Treffen und Gesprächen mit Wut im Bauch, emotionaler Erschöpfung oder dem Gefühl ausgenutzt worden zu sein rauskomme. Selbst mal wieder nicht relevant gewesen zu sein. Mein Giftzwerg liebt es Menschen aus heiterem Himmel im Chat anzugreifen und sich dann derart in seine selbstbezogene, vorwurfsvolle Argumentation hineinzusteigern, dass eine Deeskalation kaum noch möglich ist. Viele Versuche meinerseits darauf zu verweisen, dass das Problem innerhalb von fünf Minuten telefonisch oder persönlich geregelt gewesen wäre, wurden schlicht ignoriert – als wollte sie, dass der Streit total eskaliert. Und dann hat sie noch diese Neigung andere von oben herab auseinander zu analysieren als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Kurzum: Dieser Beitrag scheint wie für meinen Giftzwerg geschrieben.
    Aber ich dachte immer, dass ICH mich anders verhalten muss. Dass ICH viel konfrontativer agieren, Dinge direkt ansprechen und viel konfliktfähiger reagieren muss. Ich habe mir immer vorgeworfen, dass ich dieser Person nicht regelmäßig die Meinung sage, dass ich mich nicht genug wehre. Dabei weiß ich aufgrund ausreichender Erfahrung mit ihr, dass sie statt darüber nachzudenken anfängt sich zu verteidigen, dem anderen Worte in den Mund zu legen, Dinge völlig verzerrt zu zitieren oder die Kritik des Gegenübers stattdessen einfach zurückzugeben.
    Was ich aber zu meinem eigenen Schutz erreichen konnte war, dass ich bei dem kleinsten Anzeichen eines „Ich-suche-Streit“-Anfalls von ihr im Chat erklärt habe, dass ich das Gespräch nur persönlich fortführe. Wenn sie bereits dabei war sich hineinzusteigern, habe ich sie im Zweifelsfall auch blockiert, denn ich wusste, dass ich schon vom Lesen der Anschuldigungen und Kleinlichkeiten wieder verletzt und tagelang emotional aufgebracht gewesen wäre. Das hat recht gut funktioniert.
    Fazit: Vielen Dank für diesen Beitrag! Er hat mich sehr darin bestärkt den Kontakt auslaufen zu lassen, wenn sie jetzt ins Auslandssemester geht.

  • Einfach nur W O W….sprachlos. wie exakt kann jemand/eine Beziehung beschrieben werden ohne Pers. Kennen…baff. und wie gut. Ich bin und war richtig..mit meinem Gefühl . Einfach nur DANKE. Danke für diese Zeilen. Herzlichst….judith

  • Viele der beschriebenen Merkmale passen sehr gut auf Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.

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