Abstand nehmen – Freiraum schaffen

Wir alle haben unsere Sorgen, belastende Gedanken, Trauer, Angst, Wehmut, Reue. Und das ist auch okay. Diese Gefühle müssen wir genauso ausleben können wie all unsere positiven Emotionen. Wenn wir traurig sind, dann kann man das nicht einfach abstellen. Und wenn uns ein schlechtes Gewissen plagt, dann hilft auch kein „Es ist jetzt nun mal, wie es ist – es gibt kein Zurück, also leb damit!“.

Aber manchmal hilft es, wenn wir ein bisschen Abstand zu unseren Sorgen bekommen. Wenn wir sie aus einer anderen Perspektive betrachten können. Sodass diese Gefühle nicht unser ganzes Leben beherrschen und uns gefangen nehmen.

Und manches Problem lässt sich mit ein bisschen Abstand und einem Perspektivwechsel sogar lösen – weil wir mit einem anderen Blick darauf auch andere Möglichkeiten sehen.

Und einige Dinge, die wir eben nicht ändern können, lassen sich mit ein bisschen Abstand besser ertragen. Und vielleicht können wir unseren Gram dann auch irgendwann loslassen – und Platz schaffen für all das Gute, das das Leben sonst noch so bereithält.

Aber wie geht das, Abstand zu seinen Problemen zu bekommen? Wie kann man vielleicht auch loslassen? Und Abschied nehmen, von dem, was uns und unser Leben lange Zeit begleitet hat?

Ich möchte dir heute eine kleine Achtsamkeitsübung zeigen, mit der du genau den richtigen Abstand zu deinen Sorgen und Nöten nehmen kannst.

Wenn du magst, dann probier es doch einfach mal aus.

Am besten macht man diese Übung mit geschlossenen Augen. Deshalb lies dir die Anleitung erst einmal durch und mache die einzelnen Schritte dann nach.

Schritt 1: Mach es dir bequem

Setz dich auf einen Stuhl oder leg dich auf den Boden. Oder mache es dir auf andere Art und Weise irgendwie bequem dort, wo du gerade bist. Wichtig ist, dass du möglichst in den nächsten 10–15 Minuten nicht gestört wirst.

Schritt 2: Spür in dich hinein

Nun komm zur Ruhe. Richte dazu deine Aufmerksamkeit einfach nur auf dich und deinen Körper. Wo berührt dein Körper den Boden bzw. den Stuhl? Wie fühlt sich das an? Am besten wanderst du auf diese Weise einmal durch deinen Körper, angefangen bei deinen Füßen bis hoch zu deinem Kopf. Halte immer mal wieder an und versuche zu erspüren, wie sich genau diese Stelle gerade anfühlt.

Schritt 3: Was beschäftigt dich?

Und nun widmen dich deinen Gedanken und deinen belastenden Gefühlen.

Dazu gehe jetzt die folgenden Schritte durch:

  1. Frag dich: Was belastet mich?
  2. Nimm dir einen der belastenden Gedanken, die in deinem Kopf umherschwirren, und benenne ihn. Du kannst ihn nur in Gedanken benennen oder aber das „Thema“ auch richtig aussprechen.
    Beispiel:
     Ich bin so unendlich traurig, weil er sich von mir getrennt hat.
  3. Nun gib diesem Gedanken in deiner Vorstellung eine Verpackung. Vielleicht ein Schmuckkästchen, vielleicht ein Geschenk, vielleicht einen Luftballon, vielleicht einen schweren Tresor … Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Beispiel:
     eine alte, pompöse und massive Schatztruhe mit vielen Edelsteinen darauf
  4. Leg deinen Gedanken in die von dir gewählte Verpackung und verschließe sie.
  5. Und nun überlegen dir einen anderen Ort, an dem dieses Gefühl, diese Sorge (in der Verpackung) sein soll. Vielleicht noch ganz in deiner Nähe? Oder lieber etwas weiter weg? Finde einen sinnigen Abstand für dich, aber bitte so, dass du noch eine Verbindung zu diesem Gefühl spürst.
    Beispiel: 
    Die Trauer beherrscht seit Jahren mein Leben. Ich brauche Abstand dazu, weil ich mich sonst nicht daraus befreien und mich auf Neues einlassen kann. Ich stelle die Schatztruhe ein paar Meter vor mich.
  6. Bleib noch mit dem Thema in Verbindung und spür in dich hinein: Was fühlst du? Was spürst du körperlich? Wie fühlt es sich an, diese Sorge verpackt zu haben? Wie fühlt sich der Abstand zu dieser Sorge bzw. zu diesem Problem an? Ist dir der Abstand angenehm? Oder soll es noch etwas näher an dich heran oder weiter weg? Möchtest du es vielleicht doch noch einmal woanders platzieren?
    Beispiel:
     Der Abstand fühlt sich gut an. Die Verpackung passt. Es ist mein Schatz, meine Erfahrung, die wertvoll für mich ist und mir erhalten bleiben soll. Aber ich stelle die Truhe noch einmal um, diesmal hinter mich. Ich möchte den Blick nach vorne frei haben.

Schritt 4: Die Übung abschließen

Spür wieder in dich hinein und spüre die Verbindung zu deinem Körper. Fühle, wie sich dein Brustkorb auf- und abbewegt. Fühle die Stellen, an denen dein Körper den Boden oder den Stuhl berührt. Und öffne langsam wieder die Augen.

Natürlich hat sich dein Problem durch diese Übung nicht in Luft aufgelöst. Deine Sorge ist nicht komplett weg. Aber du hast nun ein bisschen Raum zwischen dich und deiner belastenden Emotion geschaffen. Einen Freiraum, der dir vielleicht neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Der dir helfen kann, nach vorne zu schauen und das Gute zu sehen. Du bist nicht mehr so sehr von deinem Gefühl gefangen, wenn du diesen Abstand zwischen dir und deinem Gefühl schaffst. Du wirst vielleicht ein bisschen weniger beherrscht davon. Und kannst vielleicht ein bisschen besser damit leben lernen.

Und wenn dir danach ist und du bereit dazu bist, dann schließe die Augen, spür in dich hinein und öffne ruhig auch mal wieder die Verpackung, die Truhe oder worein du auch immer deine Sorge gelegt hast. Schau sie dir an, gib deinem Gefühl Raum, lass es heraus. Und wenn es so weit ist, dann lege es wieder zurück. Und lebe wieder ein bisschen befreiter weiter.

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Kommentare

  • Mir gefällt nicht, daß man seine Probleme wegschließen soll.
    Warum eigentlich immer in Problemen denken? Warum regnet es immer? Warum klappts in meinem Job nicht?
    Weil wir uns alle viel zu sehr mit unseren oder anderen Problemen beschäftigen (siehe Nachrichten in den Medien).
    Warum nicht: Schön es regnet. Die Natur wird es uns danken. Oder: I´m singing in the rain. Oder: Wenn ich eine Weiterbildung mache, komme ich in meinem Job vorwärts. Und die bezahle ich auch noch selbst. In Lösungen positiv denken anfangen. Dann brauchts die Ausrede mit den Kisten nicht mehr!

    • Vanessa schreibt am 18. Juli 2013

      Irgendwie ein schräger Gedanke “die Natur wird es uns danken, dass es regnet”. ;-) Es IST die Natur, die es regnen lässt und entweder wir bedanken uns bei ihr oder wir ärgern uns drüber. Aber *zum Glück* sind wir noch nicht so weit, dass wir bestimmen, wann es regnet – und wann nicht.

  • Das Schöne an dieser Methode ist, das keine Verdrängung mehr stattfindet, sondern es findet eine aktive Annahme statt. Ich verwende bedarfsweise ähnliche Methoden und konnte schon gute Erfolge erzielen. Und mit der Zeit geht das dann auch mal eben beim Zähne putzen, weil Übung den Meister macht.

  • Seinen Gram los werden, Projizieren auf
    andere Menschen?

    Seine Biografie in die Tonne werfen ?

    Wie wäre es mit verdauen und Integration
    anstatt weghaben wollen?

    • Vanessa schreibt am 11. Juli 2013

      Hallo Kathrin,
      ich hoffe, ich verstehe Dich nicht falsch – aber “verdauen und Integration” gelingt nicht jedem. Ein mancher zerfrisst sich daran. Sich hin und wieder den Rücken frei machen, wieder gerade stehen können, ohne den drückenden Balast auf den Schultern, wieder frei atmen zu können, eröffnet auch neue Möglichkeiten.
      Und wieso man seine Biografie dabei gleich “in die Tonne wirft”, verstehe ich überhaupt nicht. Sich eines quälenden und traurig machenden Gedanken oder eines solchen Problems mal für eine Zeit entledigen zu können, ist unendlich wichtig. Nicht jeder kann seine Gefühle und Gedanken rational bearbeiten, erledigen und damit abhaken. Auch eine nur latent depressive Grundstimmung kann dem Menschen – und seiner Umgebung – die Lebensfreude nehmen.
      Da ist ein Moment der Pause, der Unbeschwertheit enorm wichtig.
      Meinst Du nicht auch?
      Grüsse, Vanessa

  • Hallo erstmal,
    ich bin im Focusing vor ca. 10 Jahren ausgebildet worden und es gehörte dazu, dass ich auch selbst focusiert habe, ehe ich Klienten angeleitet habe. Deshalb ein kleiner Tipp: Wer das alles nicht gleich so hinbekommt, kann auch erst einmal Teilaspekte nutzen. Denn sich in Gedanken mal zu sagen “Nicht jetzt, ich gebe Dir später Zeit und Raum” kann belastende Gedankenketten sehr effektiv unterbrechen. Insgesamt eine sehr wirksame Methode, die auch deshalb so beliebt wurde, weil sie kaum Scheu gegen “diesen psychologischen Kram” aufkommen ließ…
    LG Hajo

  • Hallo!
    Witzig, dass hier viele Antworten auf eine Truhe abzielen :) Meine Verpackung war gerade spontan eine Klarsichttüte, damit ich das “Problem” weiter sehen kann. Gedanklich habe ich es erst mal an die Wand gehängt, damit es nicht im Weg herumliegt und man nicht darüber stolpert, damit es einen Platz hat, aber auch nicht aus den Augen ist, denn es ist ein Thema, was demnächst bearbeitet werden muss. So erinnert mich diese innere Plastiktüte an Ordnung schaffen, aber auch an ein modernes Kunstwerk, denn mein Thema erscheint mir wie ein Wust aus bunten Wollfäden.

  • Ja, dass hilft wirklich. Ich packe meine schlechten Gedanken in einen Heißluftballon und lasse ihn am Horizont verschwinden. Manchmal hilft auch Umdenken: z. B. Mir wurde meine Geldbörse gestohlen mit “viel Geld”, für meine Verhältnisse. Ich war entäuscht und wütend, konnte am Abend nicht einschlafen. Hab mir dann vorgestellt der Dieb kauft für seine Familie mit vielen hungrigen Kindern Lebensmittel mit diesem Gedanken ging’s mir besser.

  • Gute Ansatzpunkte mit Problemen umzugehen, die mir mehr Ressourcen kosten als mir lieb sind. Ich werde diese Übung in mein Repertoire aufnehmen. Sehr viel geholfen hat mir auch der Beitrag von Vanessa (“Es ist wichtig wer die Kiste aufmacht“). Das sind nämlich wichtige Informationen. Bei mir sind es nämlich immer andere die die Kiste aufmachen. Nun kam ich durch dieses Gedankenspiel darauf, die Kiste besser zu verstecken. In der Praxis bedeutet das für mich wohl selbstbewusster auftreten etc. Mit diesen Gedankenspielen, kann man sehr weit kommen. Der Mensch kann sich wohl verändern, wenn er ständig an sich arbeitet. Man macht langsam Fortschritte und ändert seine Gewohnheiten. Ich habe schon viele psychosomatische Krankheiten (teils sehr hartnäckige) wegbekommen, und völlig neue Talente entdeckt. Ich behalte die Probleme im Auge, ansonsten widme ich mich nur dem Guten. Nervige Menschen, stressige Filme, fettiges Essen etc. Das Gute heilt, macht Klug, neugierig und lebensfroh. Wie soll man denn auch einen Winter überstehen, wenn man nicht vorher genug Sonne getankt hat?
    In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Woche.

    • Vanessa schreibt am 11. Juli 2013

      Liebe(r?) Ulli,
      es freut mich, dass Dir meine Überlegungen weitergeholfen haben.
      Wenn Du aber sagst, es sind immer die anderen, die die Kiste öffnen – es ist DEINE Kiste. Warum lässt Du andere daran? Ich finde auch, die Kiste sollte nicht versteckt werden – sondern deutlich irgendwo stehen. Aber deswegen hat noch niemand das Recht, sie einfach zu öffnen.
      Ich weiss – das ist leichter gesagt, als verhindert. Kenne ich selbst, bin ich auch bei bestimmten Personen machtlos. Aber der Gedanke, dass ich es nicht will, dass die Kiste von jemand anderem geöffnet wird, hilft mir nicht zu zulassen, dass mir jemand anderer wieder einen ätzenden Gedanken aufdrückt. Und das ist schon cool – wenn’s klappt. ;-)
      Deswegen – diese Gedankenspiele sind schon sehr hilfreich und eigentlich so einfach …
      Viel Erfolg weiterhin! *daumendrück*

  • Ich habe Gedankentruhen, aber auch Reale.
    Bei der Trennung von meinem Partner habe ich alles was mir Lieb war in eine Kiste gelegt und diese fest zugeklebt, ich konnte sie erst nach zwei Jahren wieder öffnen, ohne das ich gleich wieder in ein Loch falle.

    Meine Gedankenkiste, was heißt eine, ich habe mehrere davon, die kann ich eher wieder öffnen, mich damit auseinander setzen und wenn ich merke, ich bin noch nicht so weit, dann wird alles wieder fest verschlossen und in das entsprechende Fach gelegt, wir haben viel Platz im Kopf, wo wir was verwahren können.

    Zwar ist mein Unterbewußtsein doch mal an den Kisten zugange, aber bis es ins Bewußtsein gelangt, da greife ich auch schon ein und alles wird wieder gut verpackt.

    Es gibt Tage, da hole ich die ein oder andere Kiste hervor und beschäftige mich mit dessen Inhalt und stelle fest, das ich diese oder jene Kiste entsorgen kann, weil der Gedankenprozess und der emotionale Prozess des Inhaltes abgeschlossen ist.

    Ja solche Kisten oder Truhen sind sehr hilfreich, Gedanken und Situationen, mit denen wir uns in diesem Moment nicht auseinander setzen können, oder sie zu schmerzhaft sind, zu verstauen und uns zu einem späteren Zeitpunkt damit zu beschäftigen.

    Abstand ist sehr wichtig und hilfreich, für den einen mit Truhen, für den anderen nicht, jeder Mensch geht anders mit Situationen um.

  • Der Beitrag kommt für michgenau zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe die Übung gleich ausprobiert und fühle mich sofort besser. Meine “Belastenden Gedamken” liegen auf einer großen Feder, die an einem langen Band in der Luft schwebt. Wenn ich möchte kann ich sie zu mir heranziehen und mich mit Ihnen beschäftigen. Aber im Augenblick möchte ich sie einfach fliegen lassen, damit ich mich mit der Zukunft beschäftigen kann. Wenn ich das Gefühl bekomme, jemand oder etwas versucht die belastenden Gedanken negativ zu beeinflussen, lasse ich das Band länger, sodass niemand daran kommt.

  • und manchmal denke ich zuviel – dann lenke ich mich mit denken ab …

    ich dacht kann Denken unterbinden
    leg mich hin um Nichts zu finden
    träumte einen leeren Traum
    doch gedacht ich glaub es kaum

  • Mir gefällt die Idee, Abstand zu nehmen um Raum zu schaffen und eine neue Sichtweise zu bekommen. Besonders wichitig finde ich den Zusatz, in Kontakt mit dem Weggesperrten zu bleiben, also die Kiste baldmöglichst wieder zu öffnen, um sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, um die Gefühle zu erleben…
    Unterlässt man dies, so interessiert es mich sehr, ob in dem Fall (bei entsprechender Veranlagung?) der Körper Zysten bildet, als Reaktion auf diese inneren Kisten?
    Ich würde mich auf Antworten/Erfahrungen von Euch freuen.

  • Hallo, hallo

    ich finde diese Übung sehr gut, um schnell von belastenden Gedanken wegzukommen. Aber auch so zum täglichen Hausputz.

    Kleine Ergänzung: Sich positiv – dankend von den Gedanken verabschieden, wenn man sie in die Kiste gepackt und an den richtigen Abstand gerückt hat.

    Dabei erwas Zeit lassen und auf die Gefühle oder/und den Körper achten.

    Viel Erfolg

    Michael

    Vipassana – Schüler

  • Die Situationen anzuerkennen ist wichtig:
    Und – es ist wie es ist – im Moment ! ! Dieser Spruch mag hart klingen, doch es ist so. Ich kann dann entscheiden: verharre ich in meinen Sorgen, Nöten, kummern – oder: ich gehe in die Handlung.
    Rituale sind gut und nützlich – schon einen Schritt nach hinten – rechts oder links -durchatmen – ist hilfreich, um aus der negativen Energie zu kommen. Blickwinkel ändern !
    Wie ich meine Sorgen und meine Nöte verarbeite mit Ritualen oder Hilfe holen ist total gut – doch in die Handlung muss ich gehen – etwas unternehmen – erkennen und dann verändern. Vor sich hinbrüten, das bringt nichts. WIr sind in einer Zeit der Veränderung, bei der wir manchmal total von Ereignissen überrollt werden. Da hilft nur eines wirklich: Innehalten – Situation ansehen – be/verarbeiten – event. Hilfe holen, ins Vertrauen gehen – und handeln. Wenn wir in unseren Aengsten und Sorgen stecken bleiben – und nicht die Richtung ändern – dann können wir nicht handeln. Loslassen – dies macht unsere Hände frei – damit wir in die Handlung gehen können. Und noch ein kleiner Tipp. nehmen Sie 2 Blatt unliniertes A-4 Papier.
    Auf einem Blatt steht: Name – darauf stellen – Problem nochmals vorholen und anschauen. – Dann einen Moment durchatmen, was trinken – dann auf das andere Blatt stehen: in dem z.B. Unterbewusstsein steht, oder Lösungshilfe. Dann nochmals Problem ansehen, schauen welche Gefühle etc etc alles hochkommt -und dann alles notieren. Vielleicht 1 oder 2 x machen, auch dies ist eine Möglichkeit einen anderen Blickwinkel zu erkennen.
    Herzliche Grüsse

  • diese Übung ist wirklich recht gut. ich habe sie auch ausprobiert. Ich sage meinem Umfeld auch die Möglichkeit, dass man für eine belastende Situation sich die Hilfe aus dem Universum holen soll. Egal, wie schwierig die belastende Situation gerad ist, es gibt immer Hilfe aus dem Universum, wenn man darauf vertraut.

  • Danke. Der Gedanke, negative Gefühle wegzuschliessen gefällt mir, ich werde es ausprobieren.
    Aber ich glaube, es ist wichtig, sich beim Wiederaufkommen der Gefühle auch immer daran zu erinnern, dass sie doch eigentlich in der Truhe liegen (sollten) – wer also hat den Deckel aufgemacht? War ich es selbst – hab ich den Riegel vielleicht nicht richtig vorgeschoben? War es jemand anderes – wie ist er an die Truhe gekommen? Ich glaube, diesen Gedanken/dieses Spiel dann wirklich in der Form weiterzudenken, kann hilfreich sein, sich bewusst zu werden, wer wie leicht doch Zugang zu meiner Truhe hat … und – will ich das? Und – wie stelle ich es ab?
    Grundsätzlich hat mir ein solches Gedankenspiel im Leben schon oft geholfen – beim Einschlafen. ;-)
    Manchmal dreht der Kopf sich noch, man überlegt dieses und jenes, grübelt über das nach und hinterfragt jenes – und eigentlich schreit der Körper “Lass mich in Ruhe – ich will schlafen!” Aber der Kopf steht wie die indische Kuh auf der Strasse, ist heilig und kann nicht umgangen werden. Kennen wir doch alle, oder?
    Ich gebe in diesen Momenten meinen Kopf in die Gepäckaufbewahrung.
    Ihr wisst doch, zur Weihnachtszeit stellen die Städte gerne leere Busse auf die grösseren Plätze der Innenstadt – damit man seine schon gekauften Geschenke parken kann und weiter einkaufen geht. Und wenn man mit allem fertig ist, holt man die Taschen wieder ab und geht nach Hause.
    Mein Kopf liegt über Nacht in einem dieser Busse – und morgens hole ich ihn dort wieder ab. Dann hab ich die Nacht über Ruh’!
    Und – ES FUNKTIONIERT! ;-))

    • Jochen Grosse schreibt am 8. Juli 2013

      Eine schöne Metapha um unsere Gefühle oder besser unser Ego zu besänftigen. Ich sehe immer den großen Tresor vor mir wo ich meine Ängste im Schließfach ablegen darf. Meist klappt es und machmal auch nicht. Dann kommt mir der Bibelspruch in den Sinn. “Von den Kindern sollt ihr lernen”. Kinder halten sich nicht an Gefühlen fest sie lassen einfach zu. Weihnen und Lachen von Jetzt auf dann. Ich fühle die Angst und die Freude, alles darf da sein. Lässt uns wieder fühlen!!!!

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