Mit diesen 21 Tipps gelingt es dir, Freunde zu finden und Freundschaften zu halten

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Um im Leben Glück und Zufriedenheit zu empfinden, brauchen wir unter anderem eins: gute Beziehungen. Denn soziale Einbindung ist eines der wichtigsten Bedürfnisse von uns Menschen. Das hat schon der amerikanische Psychologe Abraham Maslow mit seiner Bedürfnispyramide vor vielen Jahrzehnten formuliert und dies wird auch aktueller durch die positive Psychologie wissenschaftlich bestätigt. Wer gute und tragfähige Beziehungen hat, fühlt sich zugehörig und ist dadurch sehr viel glücklicher als Menschen, die keine guten Beziehungen haben. Es lohnt sich also, Kraft in die eigenen Beziehungen zu stecken, weil sie unsere Lebensqualität erheblich steigern.

Dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit geht dabei weit zurück, nämlich in die Geschichte der Evolution. Schon ganz früher konnten wir Menschen nicht allein überleben. Die Menschen konnten sich nicht allein gegen Feinde wehren. Nur als Gruppe war man dazu stark genug. Und um die eigene Art weiter fortzupflanzen, brauchten die Menschen auch einander. Alleine fortpflanzen geht ja – zumindest auf natürlichem Wege – nicht so gut ;-). Die Suche nach Gemeinsamkeit, nach Verbundenheit mit anderen steckt also tief in uns drin. Die soziale Zugehörigkeit ist sogar überlebenswichtig.

Das gilt damals wie heute. So gut wie jeder Mensch hat eine Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit. Du. Ich. Und alle anderen. Das ist uns allen also gemeinsam. In welchem Ausmaß wir uns allerdings nach der Nähe anderer Menschen sehnen, das ist von Person zu Person ganz individuell.

Da du diesen Artikel gerade liest, möchtest du dich ja scheinbar genau auf diesen Weg machen: neue Freunde finden oder Beziehungen einfach noch etwas intensivieren, so dass du insgesamt zufriedener wirst in Bezug auf dein soziales Umfeld. Doch wo und wann fühlen wir uns eigentlich so richtig wohl mit anderen Menschen?

Freundschaften als Orte der Nähe und Verbundenheit 

Früher war es in erster Linie die Familie, in der wir Sicherheit und Geborgenheit erfahren haben. Doch heutzutage ist das nicht mehr unbedingt selbstverständlich, weil Familien auseinanderbrechen oder einzelne Personen der Familie an unterschiedlichen Orten wohnen. Ja, und auch Partnerschaften, die Halt geben, zerbrechen einfach immer häufiger. Eine umso größere Bedeutung erfahren unsere Freunde. Denn Freunde sind die Menschen, die wir uns ganz freiwillig aussuchen können. Wir entscheiden selbst, wer uns sympathisch ist, wem wir vertrauen und mit wem wir unsere wertvolle Zeit gern verbringen möchten. Richtig zugehörig, wohl und aufgehoben fühlen wir uns heutzutage also meist mit wahren Freunden, die in unserem realen Leben eine Rolle spielen.

Was ist Freundschaft?

Finden oder haben wir eine wirklich gute und tragfähige Freundschaft, kann sie etwas ganz, ganz Wertvolles sein. Denn Freundschaft verbindet Herzen miteinander. Ich weiß, das hört sich etwas kitschig an ;-). Aber genau das steckt in Freundschaft: Wärme, die von Herzen kommt. In einer Freundschaft, die echt ist, können wir nämlich so sein, wie wir sind mit all unseren Gefühlen. Wir müssen niemanden vorspielen, der wir eigentlich gar nicht sind. Keine Maske der Fröhlichkeit aufsetzen, obwohl uns eigentlich zum Heulen zumute ist. Wir können uns fallen lassen, wenn es uns nicht gut geht. Dann sind unsere Freunde das Auffangtuch, wenn wir gerade aus einem brennenden Haus springen müssen. Wir bekommen Unterstützung und dadurch fühlen wir uns sicher und geborgen. Freunde helfen uns, wieder aufzustehen und weiterzugehen auf unserem Weg. Und genau das geben wir auch dem anderen zurück. Denn Freunde sind gegenseitig füreinander da.

Aber nicht nur wenn es einem nicht gut geht. Nein, in Freundschaften erlebt man meist auch viele wunderbare, fröhliche Momente. Man unternimmt gemeinsam etwas und schafft somit ausgelassene Momente der Freude, aber auch der Verbindung, an die man noch lange zurückdenken mag und die einem Kraft geben. Wenn man möchte, führt man tiefe Gespräche oder witzelt einfach herum, so dass man sich vor Lachen den Bauch halten muss. Freundschaften machen dann unser Leben sehr viel schöner und bunter.

Dabei ist jede Freundschaft anders. Es gibt nicht das eine Modell von wahrer Freundschaft. Die eine Freundschaft kann sehr ernst sein und darin bestehen, dass man sich über bestimmte Themen austauscht. In einer anderen Freundschaft kann es hingegen sein, dass man viele Unternehmungen macht und dabei ständig Neues erlebt und trotzdem in Krisen weiß, dass man sich aufeinander verlassen kann. In der einen Freundschaft sieht man sich vielleicht wöchentlich, eine andere funktioniert auf die Ferne und man sieht sich lediglich 2 Mal im Jahr. Jede Freundschaft ist so individuell, wie die beiden Menschen sie gestalten und sich darin gut fühlen.

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Freundschaften verändern sich auch. Zieht z. B. eine der beiden Personen in einen anderen Ort, kann eine Freundschaft daran wachsen. Aber sie kann vielleicht auch daran zerbrechen. Das hängt davon ab, wie die Beteiligten damit umgehen. Dass Freundschaften sich verändern, ist aber wirklich ganz normal, nicht nur wenn jemand wegzieht. Nein, auch im Alltag kann es sein, dass es mal ruhigere Zeiten und mal intensive Zeiten der Freundschaft gibt. Und Freunde können sich auch auseinanderleben. Oder die Freundschaft tut uns nicht mehr gut, weil sie z. B. nur noch auf Einseitigkeit beruht. Da kann es auch mal sinnvoll sein, eine Freundschaft, die belastet, zu beenden. Mehr zu speziell diesem Thema findest du in unserem Beitrag „Freundschaften, die uns nicht (mehr) guttun“.

Ein einmal gefundener Freund ist also keine Garantie für ewige Freundschaft. Freundschaften sind da ähnlich wie Partnerschaften. Nur weil man einmal jemanden gefunden hat, heißt das nicht, dass die Liebe oder Freundschaft einfach so ewig hält. Das wäre wirklich toll, wenn das so wäre! Aber Freundschaften brauchen Pflege von den beteiligten Personen. Wir müssen in die Freundschaft investieren und möglicherweise auch ein bisschen an uns selbst arbeiten.

21 Tipps, um Freunde zu finden und Freundschaften aufzubauen

Und genauso ist das auch, wenn man gern neue Freunde finden möchte. Neue Freunde fallen nicht einfach so vom Himmel, da stimmst du sicher mit mir überein ;-). Wenn wir neue Freunde finden wollen, dann müssen wir aus unserer Komfortzone ein bisschen heraustreten. Vielleicht mal kritisch hinterfragen, wo wir einer guten Freundschaft vielleicht im Weg stehen oder was man in Zukunft anders machen könnte. Wir müssen möglicherweise über unseren eigenen Schatten springen und uns etwas trauen. Doch das Gute ist hier, dass wir eigentlich nichts zu verlieren haben. Wenn wir gar nichts unternehmen, um Freunde zu finden, DANN haben wir verloren. Doch wenn du etwas wagst, dann kannst du möglicherweise Erfolg haben.

Und was du konkret tun kannst, um Freunde zu finden, das erfährst du jetzt. Dabei geht es nicht darum, dir zu zeigen, wie du generell neue Leute kennenlernen kannst. Das ist natürlich überhaupt erstmal der erste Schritt, wenn man gerade ganz neu anfängt, sich ein soziales Umfeld aufzubauen. Dazu habe ich schon mal den Artikel „Wie du neue Leute kennenlernen kannst“  geschrieben, der dir da eine gute Grundlage bieten kann.

Hier soll es vielmehr darum gehen, wie du aus ersten Bekanntschaften intensivere Kontakte oder eben Freundschaften aufbauen kannst. Also falls du gerade jemanden kennengelernt hast, den du sehr sympathisch findest. Oder falls du auch einen Bekannten hast, zu dem du die Beziehung gern intensivieren möchtest.

Nicht immer muss man noch mal wieder ganz neue Leute kennenlernen. Manchmal scheitern neue Freundschaften ganz einfach an der Tatsache, dass viele Menschen nicht wissen, wie es nach einem Kennenlernen weitergehen kann. Das ist bei vielen Menschen die Hürde. Und ich hoffe, dass die Tipps hier helfen können, die Hürde ein bisschen kleiner zu machen.

Die Tipps können dir aber auch für bestehende Freundschaften helfen. Vielleicht wenn deine Freundschaft gerade in einer Krise steckt. Oder sie können dir allgemein Anreiz sein, deine Freundschaft einfach mal zu betrachten und zu schauen, ob du in der Freundschaft vielleicht noch etwas verbessern kannst. Um zu reflektieren, wie du dich derzeit in Freundschaften verhältst, kannst du auch unsere Checkliste „Bin ich ein guter Freund?“ nutzen.

Sicherlich wendest du einige Tipps auch schon ganz automatisch an. Aber vielleicht ist doch die ein oder andere Idee dabei, die dich anspricht. Such dir am besten erstmal eine konkrete Person raus, zu der du eine Beziehung aufbauen willst. Und schau für dich, welche 1 oder 2 Punkte da möglicherweise etwas bewirken könnten. Und die gehst du dann an :-)

So, los gehts mit den Tipps, um Freunde zu finden und Freundschaften aufzubauen:

Tipp 1: Suche den anderen in sozialen Medien und schreib die Person an 

Wenn du jemanden kennengelernt, aber noch keinen direkten Kontakt hast, kannst du den anderen in den sozialen Medien (Xing, Facebook etc.) suchen, sofern du einen Namen von der anderen Person hast. Wenn du die Person gefunden hast, schreibe sie doch einfach mal an. Vielleicht so in der Art: „Hey Anna, wir haben uns letztens im Kurs XY kennengelernt. Schön, dass ich dich hier gefunden habe. Ich fand es nämlich echt nett.“ Verlasse dich aber bitte nicht darauf, dass du die Person in sozialen Medien findest, denn einige Namen werden anders geschrieben als gesprochen oder so manch einer ist dort auch einfach nicht vertreten. Wenn du sicher sein willst, dann frage lieber gleich gezielt nach den Kontaktdaten.

Tipp 2: Hole den Kontakt in die Realität 

Sofern du jemanden im Internet kennengelernt hast, also z. B. in einem Forum oder über die sozialen Medien, ist eines wichtig: Lasse den Kontakt real werden. Ja, auch über das Internet können tiefe Beziehungen entstehen. Aber solange man sich nicht persönlich getroffen hat, weiß man nie, ob der andere einem wirklich sympathisch ist. Du weißt nicht, ob dir die Stimme gefällt und du weißt nicht, ob du dein Gegenüber überhaupt riechen kannst. Wenn dir wirklich etwas an der Person liegt, empfehle ich dir, dass ihr euch dann schnell treffen solltet – natürlich aber auch mit der gesunden Vorsicht, die man bei Internetbekanntschaften walten lassen sollte. Denn sonst ist am Ende die Enttäuschung groß, wenn man sich virtuell eine tolle Freundschaft ausgemalt hat und die Sympathie in der Realität dann gar nicht passt. Und nur Freunde, die man auch real kennt, können einen in den Armen nehmen, um einen zu trösten. Oder vor Begeisterung um den Hals fallen, wenn sie etwas Großes geschafft haben. Die wahren Freundschaften finden nach wie vor im wahren Leben statt.

Tipp 3: Bewerte eine Absage realistisch

Die größte Angst, die wir Menschen ja meist in Bezug auf Kontakte haben, ist die, dass wir von anderen abgelehnt werden. Das kennen sicherlich viele von euch. Deshalb kann es sehr hilfreich sein, zu verstehen, dass eine Absage eines anderen oft gar nichts mit einem selbst zu tun hat, auch wenn wir das oft meinen. Vielleicht hat das Gegenüber gerade einfach ganz viel Stress und wirklich wenig Zeit für private Vergnügen. Oder vielleicht hat der andere auch einfach kein Interesse an neuen Freundschaften, weil er einfach schon genug Freunde hat. Oder es sind gerade andere Sachen wichtiger, weil der Partner oder die Kinder krank sind. Versuche also mal, Absagen zu begreifen als: „Okay, das passt gerade einfach nicht.“ Und dann versuchst du es einfach wann anders nochmal oder bei einer anderen dir sympathischen Person.

Tipp 4: Schlage ein erstes Treffen vor  

Wenn Menschen sich irgendwo begegnen und sympathisch finden, dann muss einer den Anfang machen, damit die Beziehung weitergehen kann. Doch viele Menschen scheuen sich davor, nach einem konkreten Treffen zu fragen. Klar, man kann ja auch eine Absage kassieren und das tut weh. Aber vielleicht hilft es dir, das Fragen nach einem Treffen eher als Chance zu begreifen für eine neue Freundschaft. Denn wenn du gar nicht fragst, dann hat die Beziehung überhaupt keine Chance. Und wenn der andere sich dann auch nicht traut, dann verläuft dieser Kontakt möglicherweise schnell im Sande. Schade drum, oder? Meine persönlichen Erfahrungen zeigen, dass die meisten Menschen sich auch freuen, wenn sie gefragt werden, da sie sich eben selbst oft nicht trauen, den ersten Schritt zu machen, oder auch einfach manchmal gar nicht auf die Idee kämen. Es lohnt sich also, mutig zu sein und den ersten Schritt zu machen.

Tipp 5: Schlage noch ein zweites und drittes Treffen vor :-)

Auch lohnt es sich oft, nach einem ersten Treffen auch noch ein zweites oder irgendwann ein drittes Treffen vorzuschlagen. Denn es kann sein, dass die andere Person auch nach einem ersten Treffen noch Hemmungen hat und unsicher ist. Oder einfach noch nicht genau weiß, dass die Beziehung zu dir richtig toll werden kann :-). Deswegen kann es sinnvoll sein, dass man selbst am Anfang etwas mehr investiert als der andere. Doch dann sollte irgendwann auch die Initiative des Gegenübers bemerkbar werden. Denn immer derjenige zu sein, der die Initiative ergreift, ist auf Dauer frustrierend und auch nicht im Sinn einer gegenseitigen Beziehung.

Tipp 6: Gib der Freundschaft Zeit

Wahre Freunde zu finden, braucht Zeit. Manchmal weniger und manchmal mehr. Wahre Freundschaft, die auf Vertrauen und Geborgenheit fußen soll, kann selten von heute auf morgen entstehen. Manchmal kommt das schon vor, aber in der Regel dauert es länger. Versuche also, das Freundefinden locker anzugehen. Auch wenn das leichter gesagt ist als getan ;-). Wenn du jemanden kennenlernst und dabei sowas denkst wie „Ja, das könnte schon nächste Woche mein bester Freund sein“, dann startest du mit riesigen Erwartungen in die Beziehung. Und da besteht einfach die Gefahr, dass diese enttäuscht werden. Angenehmer ist es sicher, wenn du am Anfang weniger Erwartungen hast und dich stattdessen über jedes weitere Treffen, das stattfindet, freust. Wenn du einfach genießt, was du dir Stück für Stück erarbeitest und wie sich diese Beziehung entwickelt.

Tipp 7: Hinterfrage deine Vorstellungen von Freundschaft 

Gerade in der heutigen Zeit, wo Freundschaften oft wichtiger sind als die Familie, kann es schnell passieren, dass wir unheimlich hohe Ansprüche an Freundschaften stellen. Da soll die Freundschaft doch bitte der Familienersatz sein, die Freundin soll jede Woche mindestens einmal Zeit haben, der Freund soll bitte witzig sein, gut aussehen, viele andere Freunde haben etc. Wir streben dann oft nach einem Ideal, das es so möglicherweise gar nicht gibt.

Wenn du mit zu hohen Erwartungen an Freundschaften herangehst, dann fühlt sich dein Gegenüber schnell überfordert. Er merkt unbewusst, dass du mehr erwartest, als er vermutlich gerade geben kann. Deine Erwartungen laufen dann Gefahr, enttäuscht zu werden. Deswegen kann es sich lohnen, mal genauer auf deine Erwartungen zu schauen. Also frag dich doch mal: Was erwarte ich eigentlich von einem wahren Freund? Und frage dich anschließend: Welche Erwartung ist vielleicht etwas zu hoch? Welche ist realistisch? Mache das am besten schriftlich, denn du ziehst einfach mehr Erkenntnisse aus dem, was du vor Augen hast, als wenn du es nur in Gedanken machst.

(Vielleicht auch interessant: Wirksame Methoden, um mehr von dem zu bekommen, was du dir wünschst --> Das Selbstcoaching-Programm)

Tipp 8: Nimm dein Gegenüber so an, wie es ist 

Vielleicht kennst du das aus anderen Freundschaften, dass einen doch irgendwann eine Marotte des anderen ein bisschen nervt. Weil der andere eben immer zu spät kommt. Oder dass man etwas denkt wie: „Der müsste doch mal was ändern, wenn er weiterkommen will.“ Oder einen dummen Kommentar zu der Ordnung in der Wohnung des anderen fallen lässt, der ja eigentlich nicht bös gemeint ist. In all diesen Fällen belastet die Situation die Freundschaft. Dich selbst, weil du dich ja ärgerst oder aufregst. Und den anderen, weil er sich nicht wertgeschätzt und angenommen fühlt, so wie er ist. Aber das ist ja eigentlich genau das, was wir uns auch von Freunden wünschen. Dass sie uns annehmen. Also sollten wir das doch auch tun. Es kann deshalb sinnvoll sein, darüber nachzudenken, ob das Verhalten des anderen wirklich so schlimm ist oder was du tun kannst, damit es dich nicht so stört. Oder einfach etwas gütiger mit dem anderen zu sein und ihm seine Macken zu lassen. Denn kein Mensch ist ohne Macken. Dein Gegenüber nicht. Du nicht. Und ich auch nicht. Und alle sind wir okay, so wie wir sind :-)

Tipp 9: Nimm dich selbst so an, wie du bist 

In einer wahren Freundschaft erwarten wir oft, dass der andere uns Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringt. Es ist auch sehr wichtig, dass wir das in einer Freundschaft bekommen und dass wir auch dem anderen Wertschätzung entgegenbringen. Dazu findest du in Tipp 21 auch noch mehr. Doch schwierig kann es werden, wenn wir diese Wertschätzung und Anerkennung brauchen, um uns überhaupt erst wertvoll zu fühlen. Dann machen wir uns ganz schön abhängig von der anderen Person und in einer Abhängigkeit zu stehen, macht das Leben schwerer. Besser ist es, wenn du selbst dir diese Wertschätzung entgegenbringen kannst. Dir also selbst ein guter Freund sein kannst. Indem du lernst, dich auch selbst zu trösten, dir Fehler zu verzeihen, liebevoll auf deine eigenen Macken zu schauen und dich für dich selbst einzusetzen. Wenn du dir selbst nämlich so liebevoll begegnest, dann wirkst du viel selbstbewusster, stärkst automatisch auch dein Mitgefühl zu anderen und dann kannst du auch sehr viel entspannter neue Freunde finden. Falls das ein Thema für dich ist, könnte dir unser Audiotraining Selbstannahme übrigens auch gut weiterhelfen.

Tipp 10: Zeige echtes Interesse 

In einer wahren Freundschaft ist es wichtig, gegenseitig aufrichtiges Interesse zu zeigen. Interesse an dem, was der andere erlebt, was ihn ausmacht und auch bewegt. Denn durch Interesse lernen wir den anderen richtig kennen und finden auch heraus, ob er zu uns selbst passt. Interesse kann man anhand von zwei ganz konkreten Aspekten zeigen. Einmal sind das Fragen, die wir stellen. Am besten verwendet man da offene Fragen, auf die der andere nicht nur mit ja oder nein antworten kann. Wir können Fragen stellen in Bezug auf das, was wir schon von dem anderen wissen. Zum Beispiel: „Du hast doch letztes Mal davon erzählt, dass du mal so einen Workshop mitgemacht hast. Das klang interessant. Würdest du mir darüber mehr erzählen?“ Oder Fragen, die sich aus der Situation ergeben: „Wie bist du dazu gekommen, hier den Kurs zu belegen?“ Und genauso wichtig wie das Fragen ist anschließend das Zuhören und Reagieren. Es könnte ein Ziel des Zuhörens sein, dass du anschließend wieder auf das Gesagte reagieren und eine neue Frage stellen kannst. Oder dass du quasi das Gesagte zusammenfassen oder spiegeln kannst, z. B. so: „Also versteh ich dich richtig, dass …“

Fragen stellen und wirklich richtig zuhören sind wirksame Mittel für gute Freundschaften. Da lohnt es sich, das im Alltag ein bisschen zu üben.

Tipp 11: Lass das Handy öfters mal in der Tasche

Schaut man sich heutzutage zum Beispiel in einem Café mal um, entdeckt man, dass unheimlich viele Menschen ihr Handy auf dem Tisch liegen haben. Und das, obwohl sie meist in Begleitung da sind. Es ist bei vielen Normalität geworden, immer erreichbar zu sein. Kaum gibt das Handy einen Ton von sich, schauen viele direkt, wer da gerade was will, und tippen schnell die Antwort ein. Der andere sitzt dann da und wartet. Das Antworten ist offensichtlich wichtiger als das Gespräch mit dem Gegenüber. Autsch, das kann bei dem ein oder anderen schon mal nicht so gut ankommen oder auch als unhöflich gelten. Kein guter Start in eine Freundschaft. Wenn du wirklich wahre Freundschaften aufbauen willst, kann es deswegen sinnvoll sein, dass du dein Handy bei euren Treffen einfach mal in der Tasche lässt oder auch ganz ausmachst. Dadurch schenkst du deinem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit und bist auch viel empathischer mit deinem Gegenüber. Und das gibt ihm oder ihr das Gefühl, für den Moment wirklich zu zählen. Das schmeichelt und tut gut. Der andere fühlt sich wohl.

Tipp 12: Merke dir wichtige Termine, Vorlieben etc. 

Vielleicht kennst du das, dass du total positiv überrascht bist, wenn jemand an ein wichtiges Ereignis von dir denkt, obwohl du nicht erwartet hättest, dass derjenige das noch weiß? Das kann ein Geburtstag sein, ein Bewerbungsgespräch, ein wichtiger Arzttermin, ein Date oder irgendetwas anderes, das für dich Bedeutung hat. In solchen Fällen sind viele Menschen positiv berührt, wenn man dann einen Anruf oder eine SMS mit „Viel Glück“ oder „Ich denk an dich“ oder Ähnlichem bekommt. Oder wenn man im Nachhinein einfach mal fragt, wie es denn gelaufen ist. Denn das zeigt, dass man der anderen Person wichtig ist und dass diese einem wirklich zugehört hat. Deswegen macht es Sinn, sich wirklich wichtige (aber nicht krampfhaft alle) Dinge über den Menschen zu merken. Das können nicht nur Daten sein, sondern auch die Geburtstage der Kinder, Lebensmittelunverträglichkeiten (wichtig, wenn man zusammen kochen will oder ein Restaurant für ein Treffen aussucht), Bands, die der andere gern mag, Hobbys, Lieblingsorte etc. Und wer nicht so der gute „Merker“ ist, der kann sich auch einfach ein Notizbuch zu Hilfe nehmen oder sein Handy, um sich das ein oder andere aufzuschreiben, was einem wirklich wichtig und bedeutsam erscheint. Dass ich mir das aufschreibe, würde ich allerdings für mich behalten, da das sonst auch abschreckend wirken könnte ;-)

Tipp 13: Bring Abwechslung in die Beziehung

Manchmal kann es sein, dass es sich in Freundschaften so einbürgert, dass man immer das Gleiche macht. Zum Beispiel gemeinsam etwas Trinken gehen oder ins Kino. Das ist auch vollkommen okay so, wenn man für sich da eine Basis gefunden hat, die für beide passt. Manchmal kann es aber auch sinnvoll sein, anderes zu unternehmen und gemeinsam Neues auszuprobieren. Dann erlebt man sich gegenseitig noch mal von einer anderen Seite, lernt sich besser kennen. Man merkt, wofür der andere sich begeistert und wofür eher nicht. Sieht, woran man gemeinsam Spaß haben kann und woran eher nicht. Außerdem schaffen gemeinsame Erlebnisse Verbindungen. Weil man z. B. einen ganz schönen Moment bei einem Kochkurs erlebt hat, an den man gerne zurückdenkt. Vielleicht hat man aber auch den Weg durch den Klettergarten nur geschafft, weil der andere einem immer wieder Kraft gegeben hat. Gemeinsame Erlebnisse lassen Menschen einander näher rücken. Vielleicht könnte es also eine Möglichkeit sein, dass du mal ein paar neue Ideen vorschlägst.

Tipp 14: Sei du selbst 

Du kennst das bestimmt, dass du dich manchmal anders gibst, als du eigentlich bist. Im Kundengespräch zum Beispiel kann es auch sinnvoll sein, so zu tun, als wäre man total sicher in dem, was man da sagt, obwohl man eigentlich total unsicher ist und keinen Plan hat. Doch wenn man neue Freunde finden möchte, dann sollten wir das eher nicht tun. Weil wir dann jemanden vorspielen, der wir nicht sind. Dann kann keine wahre Freundschaft entstehen. Aber häufig ist es gar nicht so leicht, sich echt und authentisch zu geben. Weil man sich dann ja auch verletzlich zeigt. Und wenn der andere nicht angemessen damit umgeht, tut das weh. Doch Freundschaften bauen auf Vertrauen und das können wir nur dann richtig bilden, wenn wir irgendwann genau dazu bereit sind: uns auch mal verletzlich zu zeigen. Nicht sofort, sondern dann, wenn du bereit dazu bist. Da kann es schon mal sinnvoll sein, auf die Frage nach „Wie gehts dir?“ nicht mit dem Klassiker „Gut, danke“ zu antworten, sondern einfach mal zu sagen: „Ganz ehrlich, ich bin total k. o., heut war so ein stressiger Tag.“ Oder zu sagen, dass man echt tief enttäuscht ist, dass man gerade keine Lohnerhöhung bekommen hat, obwohl man sich so angestrengt hat. Seine Gefühle zu zeigen ist Teil einer Freundschaft, die wirklich verbindet.

Aber mit „Sei du selbst“ ist auch gemeint, dass du ehrlich bist und auch mal sagst, dass die Freundin den Rock gerade lieber nicht kaufen sollte, weil er nicht so Bombe sitzt. Oder das Treffen abzusagen, weil es dir gerade nicht so gut geht. Echte Freunde sind ehrlich zueinander und können mit der Ehrlichkeit des anderen auch angemessen umgehen.

Auch ist es wichtig, seine eigenen Werte zu leben und sie nicht aufzugeben, nur weil der andere das anders sieht. Wenn es dir also z. B. wichtig ist, dich gesund zu ernähren, solltest du nicht andauernd mit dem anderen eine Currywurst essen gehen, obwohl du das eigentlich gar nicht willst.

Sich so zu zeigen, wie man ist, und auch den anderen mit seinen Gefühlen und Gedanken kennenzulernen, das ist wahre Freundschaft.

Tipp 15: Sei für den anderen da

Wahre Freundschaft besteht unter anderem darin, füreinander da zu sein. Das kann heißen, dass man dem anderen ganz praktische Hilfe anbietet. Also wenn der andere sich einen großen Schrank kaufen will, anzubieten, mit zum Möbelgeschäft zu fahren und mit anzupacken und aufzubauen. Oder wenn der andere in den Urlaub fährt, zu sagen, dass man die Blumen gießen kann. Sowas kann man auch gut am Anfang einer Freundschaft anbieten. Später kann das aber auch heißen, den anderen mal zum Essen zu sich einzuladen, weil er gerade so viel um die Ohren hat. Oder mal ein paar Tage bei der Freundin zu wohnen, weil gerade eine liebe Person aus dem Umkreis gestorben ist. Oder auch einfach mit dem anderen in die Kneipe zu gehen, um sich abzulenken. Achte doch mal drauf, wann dein neuer Freund Unterstützung gebrauchen kann. Biete ihm aber nur deine Hilfe an, wenn du das wirklich willst, und nur so viel, wie du wirklich bereit bist zu geben. Und respektiere auch, wenn der andere das Angebot ablehnt. Dann gilt übrigens auch Tipp 3 ;-)

Tipp 16: Sprich Störendes direkt an 

Es gibt kaum eine Beziehung, in der es nicht irgendwann auch mal Enttäuschungen, Missverständnisse oder Streitigkeiten gibt. Das ist ganz normal. Doch wie wir damit umgehen, das haben wir selbst in der Hand. Bei Kleinigkeiten kann es sinnvoll sein, sich erstmal zu fragen, ob das jetzt wirklich so wichtig ist, das anzusprechen. Doch wenn einen etwas wirklich stört, lohnt es sich, das Problem direkt anzusprechen. Auch wenn das manchmal ganz schön schwer fällt. Erst dann hat der andere auch die Möglichkeit, sich dazu zu äußern und seine Sichtweise darzustellen. Daran kann eure Beziehung wachsen. Wichtig ist dabei, dass du von dir sprichst und darüber, was das Verhalten des anderen bei dir ausgelöst hat. Vorwürfe hingegen belasten die Beziehung eher. Wenn du dich traust, Dinge anzusprechen, traut sich vielleicht auch der andere, mal was zu sagen, wenn ihn etwas stört. Daraus kann sich also ein wertschätzender Austausch entwickeln und die Freundschaft zu einem Ort werden, in dem man sich trotz Auseinandersetzungen wohl und aufgehoben fühlen kann.

Tipp 17: Hinterlasse Spuren liebevoller Aufmerksamkeit

Oft sagt man ja, dass Geschenke die Freundschaft erhalten. Doch häufig führt das dazu, dass man zu Geburtstagen und Weihnachten krampfhaft versucht, für die Person etwas Passendes zu finden. Viel besser ist es, immer wieder im Alltag mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Und wenn einem dann irgendwo etwas vor die Füße fällt, was zu der Person passt, das dann spontan zu kaufen und zu verschenken, wenn man gerade richtig Lust dazu hat. Ein Beispiel: Der Freundin geht es gerade nicht so gut und du kommst an einem Postkartenständer vorbei und siehst eine Karte mit dem Spruch „Nimm dir, was du brauchst“ und dann sind ganz viele Dinge aufgelistet wie eine Umarmung, Sonnenstrahlen etc. Und du denkst so aus einem Impuls heraus: „Ja, das ist genau das Richtige gerade.“ Dann kaufe sie und schicke sie der Freundin. Oder wenn du bei einem Freund über Ostern die Blumen gießt und weißt, dass er total gerne Schokohasen mit Karamellstücken isst. Und wenn du grinsen musst bei dem Gedanken, dass er sich freuen würde, wenn du einen Osterhasen in seine Wohnung stellst, dann mach das. Wichtig ist dabei, dass du dich nicht gezwungen fühlst, sondern dass die Aufmerksamkeit aus vollem Herzen kommt und du wirklich Lust dazu hast. Dann wird das Geschenk auch wirklich etwas sein, das von Herzen kommt.

Tipp 18: Teile schöne Momente mit dem anderen 

Ja, Freunde sind dazu da, dass man sich bei Problemen hilft und füreinander da ist. Aber ja nicht nur ;-). Denn sonst würde die Freundschaft womöglich sehr problembehaftet. In guten Beziehungen ist es genauso wichtig, dass man schöne Momente miteinander teilt. Damit ist gemeint, mit dem anderen z. B. auch mal einen Erfolg zu feiern. Klein oder groß spielt dabei keine Rolle. Oder dem anderen mal eine Nachricht zu schicken, wenn man gerade eine tolle Einsicht hatte, nachdem man stundenlang darüber gequatscht hat. Oder mitzuteilen, dass die Präsentation, vor der man so aufgeregt war, echt gut gelaufen ist. Das Tolle daran ist nämlich, dass wir unsere Freude dann miteinander teilen. Dafür sind unsere Spiegelneuronen zuständig. Die bewirken– ziemlich kurz gesagt – im Gehirn des Gegenübers, dass der andere diese Freude auch spürt. Und das verbindet und schafft Momente des Glücks. Hier findest du noch ausführlichere Infos zu den Spiegelneuronen.

Tipp 19: Lass den anderen an deinen Lieblingsdingen teilhaben 

Hast du ein Lieblingsbuch? Ein Lieblingslied? Eine Lieblingsband? Ein Lieblingscafé? Einen Lieblingsort? Dann teile ruhig auch mal diese Lieblingsdinge mit deinem Gegenüber, wenn sich das für dich richtig anfühlt. Warum? Lieblingsdinge sind für uns meist mit positiven Emotionen verbunden, weil uns diese eine Sache in unserem Inneren berührt. Und wahre Freundschaften bestehen unter anderem darin, die Dinge zu teilen, die uns am Herzen liegen. Um Vertrauen in einer Freundschaft zu investieren, könntest du also dem anderen etwas von deinen Lieblingsdingen anvertrauen und erzählen, warum es dir so wichtig ist und etwas bedeutet. Dadurch lernt der andere dich noch besser kennen, weil er erfährt, was dich berührt und dir wichtig ist. Das schafft tiefe Verbindungen. Achte aber darauf, dass es sich gut und richtig anfühlt, dem anderen davon zu erzählen oder ihm einen Ort zu zeigen.

Hierzu könnte auch zählen, den anderen mal zu sich nach Hause einzuladen. Das eigene Zuhause ist ja ein sehr intimer Raum, in den man nicht jeden hereinlässt. Hier kannst du auch überlegen, ob du dein Gegenüber mal einladen möchtest oder wann ein guter Zeitpunkt dafür sein könnte.

Tipp 20: Verzeihe dem anderen einen Fehler 

Menschen machen Fehler. Du. Ich. Und alle anderen auch. Das ist ganz normal. Doch wenn andere uns auf die ein oder andere Art enttäuschen, dann kann das ganz schön weh tun und der Beziehung auch eine Wunde zufügen. Es gibt Menschen, die tragen der anderen Person das dann sehr lange nach, was dazu führt, dass diese Wunde nicht verheilt. Leider ist es so, dass sich die Wunde dann eher noch verschlimmert. So ist das auch in Freundschaften. Wenn wir dem anderen – möglicherweise auch unbewusst – einen Fehler dauerhaft vorwerfen, dann hat das negative Auswirkungen auf die Beziehung. Wir brauchen eher eine Art Salbe, die hilft, dass die Wunde kleiner wird. Diese Salbe besteht in Beziehungen darin, einander Fehler zu verzeihen. Durch das Verzeihen können wir das Geschehene nämlich erst richtig loslassen und dadurch wieder positiv und gemeinsam in die Zukunft schauen. Dann kann die Freundschaft daran wachsen. Wer genau wissen will, was mit Verzeihen gemeint ist, was hingegen nicht dabei hilft und wie einem das Verzeihen konkret gelingt, der findet in unserem Artikel „Verzeihen – die einzige vernünftige Wahl“ mehr dazu.

Tipp 21: Bring Anerkennung, Wertschätzung und Dankbarkeit entgegen 

Aus der Eheforschung weiß man heute, dass Beziehungen dann glücklich sind, wenn das Verhältnis von positiven und negativen Gefühlen 5 zu 1 lautet. Wir sollten dem anderen gegenüber also 5 Mal mehr Positives als Negatives entgegenbringen.

Das gleiche Verhältnis kann man durchaus auch für Freundschaften übernehmen und dadurch die Freundschaft wesentlich verbessern. Denn wenn man ständig aneinander herumkritisiert, dann ist klar, dass das einer Freundschaft auf lange Sicht nicht so gut tut. Deswegen kann es wirklich sehr sinnvoll sein, das eigene Verhalten mal genauer zu beobachten und ggf. darauf zu achten, mehr positive Äußerungen in die Beziehungen zu bringen. Positiv ist es z. B., wenn wir dem anderen Anerkennung, Wertschätzung oder Bewunderung entgegenbringen. Ihm sagen, dass wir uns über den schön gestalteten Esstisch sehr freuen. Oder zu sagen, dass der andere eine Situation echt klasse gemeistert hat. Oder dass man wirklich beeindruckt ist von dem Mut oder der Kraft, die die Freundin in einer Situation aufgebracht hat.

Auch Dankbarkeit ist hier übrigens ein sehr wichtiger Faktor. Denn in Beziehungen nehmen manche Menschen schnell für selbstverständlich, dass der andere zuhört, wenn man ihn braucht. Dass der andere mit einem lacht, wenn uns eigentlich zum Weinen zumute ist. Wir gewöhnen uns dann schnell daran, dass der andere da ist. Der Beziehung tut es jedoch sehr gut, wenn man nicht alles für selbstverständlich ansieht. Wenn man sich immer wieder bewusst macht, was man durch die Beziehung gewinnt, und eben auch öfters sagt: Danke, dass du meine Hand gehalten hast, als ich das brauchte. Danke, dass ich einen so schönen Tag mit dir erleben durfte. Schön, dass wir heute so herzhaft gelacht haben, dass ich jetzt Bauchweh hab.

Doch ganz wichtig ist auch hierbei, dass wir das, was wir sagen, auch wirklich so meinen. Dass wir nur dann danke sagen, wenn wir ein Gefühl von Dankbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung auch in uns spüren können. Dann ist es echt und kommt auch bei dem anderen an.

Noch ein wichtiger Hinweis

Nun hast du ganz viele Ideen bekommen, wie du Bekanntschaften zu Freundschaften ausbauen kannst. Wie du in deinem Leben neue Freunde finden oder auch Freundschaften dauerhaft halten kannst. Doch einen wichtigen Punkt möchte ich dir noch mit auf den Weg geben:

Auch wenn du all diese Punkte in eine Freundschaft einbringst, kann es sein, dass die Freundschaft dennoch nicht zustande kommt oder nicht auf Dauer funktioniert. Denn zu einer Freundschaft gehören immer zwei. Du hast es in der Hand, wie viel du für die Freundschaft tust, doch was der andere investiert, das kannst du leider nicht beeinflussen. Das, was du tun kannst, ist, von deiner Seite aus dein Bestes zu geben. Über deinen Schatten zu springen und so überhaupt den Weg für eine Freundschaft erst möglich zu machen. Dein Verhalten zu reflektieren und vielleicht etwas zu verändern, so dass du dich wie ein wahrer Freund verhältst. Dann nimmst du dein Leben selbst in die Hand und gestaltest Freundschaften aktiv. Das stärkt dich selbst, auch wenn eine Freundschaft vielleicht trotzdem mal nicht zustande kommt. In dem Fall stecke bitte nicht den Kopf in den Sand, sondern mache weiter. Es gibt so viele Menschen draußen in der Welt, dass sicher jeder jemanden findet, bei dem er merkt: Ja, der ist mir sympathisch. Und wo der andere das auch so empfindet.

Wie kann ich etwas in meinem Leben ändern?

Hast du schon mal versucht, etwas in deinem Leben zu ändern? Dein Verhalten? Deine Einstellung? Deine Stimmung? Und es hat nicht geklappt? Dann willkommen im Club, damit bist du nicht alleine … weiterlesen

Vertraue darauf, dass dir solche Menschen begegnen, und nutze auch wirklich aktiv die Gelegenheiten, die sich dir bieten. Oder schaffe dir aktiv neue Möglichkeiten, bei denen du neue Leute kennenlernen kannst. Denn durch die Chancen, die du nutzt, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass du echte Freunde findest und dich mit anderen verbunden fühlen kannst. Und dadurch wirst du glücklicher und zufriedener.

Und falls es dir nicht so leicht fällt, die Tipps umzusetzen, ist das gar nicht schlimm. Das geht auch vielen anderen Menschen so und das ist vielfach gar nicht so einfach, wie es klingt. Dann könnte unser Kurs „Wege aus der Einsamkeit“ hierbei ein guter Begleiter für dich sein, der dich ganz gezielt über mehrere Wochen dabei unterstützt, mehr Nähe und Verbundenheit zu anderen Menschen in dein Leben zu bringen.

Mach den Selbsttest!

Hier haben wir eine Checkliste für dich, mit der du überprüfen kannst, ob du selbst oder jemand anderes eigentlich ein guter Freund oder eine gute Freundin ist.

Lad dir die Checkliste herunter und denk an eine deiner Freundschaften. Und dann füllst du die Checkliste einmal aus. Und sei dabei ruhig ein bisschen selbstkritisch, was deine Selbsteinschätzung angeht.

Checkliste - Bin ich ein guter Freund

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Weiterführende Literatur und Informationen:

 

 

Über Barbara Pötter

Barbara Pötter ist Sozialpädagogin, Coach für psychosoziale Beratung und Schreiberin.

Nachdem sie knapp 3 Jahre bei Zeitzuleben als Redakteurin und Kursleiterin mitgewirkt hat, hat sie in Konstanz am Bodensee ihr eigenes Unternehmen aufgebaut.

Unter www.stadtlandfreund.de bietet sie nun Veranstaltungen für Menschen an, die neue Leute kennenlernen möchten und gleichzeitig die Stadt und das Umland besser erkunden wollen. Damit greift sie ein Thema auf, das sie auch hier bei Zeitzuleben aus persönlichen Erfahrungen heraus sehr beschäftigt hat und das viele Menschen in ihrem Leben immer wieder berührt.

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Kommentare

  • Hervorragender Artikel…. Sehr gut

  • Hallo Barbera,

    sehr gute Liste. Bin alle Punkte durchgegangen und an einigen Stellen habe ich genickt und an einigen haben ich schuldbewusst zu Boden geschaut.

    Am Ende habe ich mich gefragt ob ich mein Freund sein wollen würde.

    Bin froh, dass ich nach der Liste die Frage noch mit “Ja” beantworten konnte.

    Viele Grüsse

    Markus

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

Aktuell lesen über 125.000 Menschen meinen wöchentlichen Newsletter, und rund 150.000 Menschen haben an meinen Selbstlernkursen und Online-Coachings teilgenommen.

Mehr über uns und unsere Philosophie gibt es hier