One Moment Meditation (Martin Boroson)

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„One Moment Meditation“ – von Martin Boroson – Bielefeld: J. Kamphausen Verlag, 2012 – 200 S. – ISBN: 978-3-89901-548-5 – 17,95 €

„One Moment Meditation“ ist nicht das erste Meditationsbuch, das ich gelesen habe. Aber es ist definitiv eines der überzeugendsten!

In dem Buch geht es, wie der Titel schon aussagt, hauptsächlich darum, wie man Meditation in einem ganz kurzen Moment z. B. in nur einer Minute, praktiziert. Warum nur in einer Minute? Weil der Autor Martin Boroson fest davon überzeugt ist, dass in jedem einzelnen Moment ein riesiges Potenzial steckt. Und man eben auch in kurzer Zeit sehr viel erreichen kann.

„One Moment Meditation“ richtet sich ebenso an Meditationsanfänger wie auch an Fortgeschrittene. Es richtet sich an Menschen, die einfach nur die positiven Gesundheitseffekte der Meditation für sich nutzen wollen, aber genauso auch an Menschen, die in der Meditation eine spirituelle Erfahrung suchen. Dieser inhaltliche Spagat ist Martin Boroson in diesem Buch wirklich sehr gut gelungen.

In Kapitel 1 erklärt der Autor zuerst seine Vorannahmen, wie er überhaupt auf die Idee kam, und die grundlegende Technik hinter seiner „One Moment Meditation“.

Seine gesamte Methode beruht dabei auf sogenannten Basisminuten. Also einem Zeitraum von einer Minute, in der man meditiert und zu Beginn nur versucht, dabei bei seinem Atem zu bleiben. Die Basisminute beschreibt er wie so eine Art Zigarettenpause, in der man auch einfach mal an gar nichts denkt und nur im jetzigen Moment ist. Nur eben ohne Zigarette ;-).

Die späteren Kapitel, in denen auch schwierigere Techniken für Fortgeschrittene dargestellt werden, fußen allerdings auf den Selbsterfahrungen aus den ersten Kapiteln. Das heißt, auch, wenn man schon Erfahrung mit dem Meditieren hat, sollte man mit den Übungen aus dem 1. Kapitel starten. Und sich erst nach und nach in die Übungen für Fortgeschrittene vorarbeiten.

In „One Moment Meditation“ geht es allerdings nicht rein um das Thema Meditation, sondern auch sehr viel um das Thema Zeit und die Frage, was überhaupt ein Moment ist. Und seine Ausführungen sind dabei an vielen Stellen sehr philosophisch, dabei aber trotzdem immer interessant und sehr gut nachvollziehbar.

Das Buch ist insbesondere am Anfang wirklich sehr leicht verständlich und flüssig geschrieben. Mich hat schon das erste Kapitel so mitgerissen, dass ich direkt das Buch aus der Hand legen musste und die Basisminute ausprobiert habe.

Ich persönlich habe schon ein wenig Meditationserfahrung. Und ich muss sagen, als ich von dieser einen Minute gelesen habe, war ich erstmal skeptisch. Mein Gedanke war: Wenn es schon in 10 Minuten relativ schwierig ist, warum soll es dann in 1 Minute leichter sein? Und so waren meine ersten „Basisminuten“ auch erstmal gefühlt viel zu kurz. Doch schon nach dem 5. Versuch mit der Basisminute habe ich ein Gefühl dafür bekommen, wie das gehen soll, was Martin Boroson in seinem Buch beschreibt.

Aufgrund dieser Selbsterfahrung glaube ich, dass die „One Moment Meditation“ eine Meditationstechnik ist, die es auf jeden Fall lohnt, auszuprobieren.

Man muss allerdings auch sagen, dass Martin Boroson dem Leser mit seiner Technik an der einen oder anderen Stelle sehr viel verspricht. Die Basisminute als Allheilmittel sozusagen. Für mich als jemanden mit Meditationserfahrung klingt das, was er beschreibt, nicht vollkommen unrealistisch. Eben weil ich schon positive Erfahrungen mit der Meditation gemacht habe. Jemand, der damit aber noch keinerlei Kontakt oder positive Erfahrungen hatte, wird da vermutlich sehr viel misstrauischer sein.

Ob diese Meditationstechnik wirklich das halten kann, was der Autor verspricht, das muss am Ende jeder für sich selbst herausfinden. Aber was ich definitiv sagen kann, ist, dass dieses Buch mich absolut dazu motiviert hat, es auszuprobieren!

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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Kommentare

  • Ich praktiziere seit ueber einem Jahr Meditation und muss sagen es hilft. Ich “war” eine sehr negative Person, da ich mit einer negativen depressiven Mutter aufgewachsen bin. Auch durch kurze Meditationsuebungen taeglich, findet man immer mehr zu sich selbst. Man sollte nur die richtige Meditationsart fuer sich rausfinden, dass heisst einfach ausprobieren was zu einem persoenlich passt!

  • Seit gut einem Jahr beschäftige ich mich mit der One- Moment- Meditation. Zunächst war ich auch skeptisch, heute bestätige ich, dass es gut funktioniert. Wichtig war, trotz entsprechender Vorerfahrungen, dass ich mich wie oben beschrieben auf die Übungen konsequent eingelassen habe. Die App habe ich anfangs oft genutzt, heute stellt sich der Gedanke an das Üben von allein ein. In ganz viel unterschiedlichen Situationen.

    • Elke

      Danke fuer den YouTube Tip. Habe dadurch noch mehr Interessantes gefunden.

  • One Moment Meditation gibt es auch als app ☺.

    • Martha

      Danke für den Tipp, möchte die one-moment-Technik in meinen Alltag aufnehmen….

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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