6 kostbare Strategien für eine bessere Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung

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Hilfreich für alle, die ihre Probleme aus eigener Kraft lösen möchten.

„Eine gestörte Selbstwahrnehmung“ kann die Ursache für viele Probleme und Krankheiten sein. Diese Tatsache spürte ich vor einigen Monaten am eigenen Leib. Mir ging es über Monate nicht gut, denn ich war kraftlos und erschöpft. Was das mit meiner Selbstwahrnehmung zu tun hatte, erschloss sich mir anfangs nicht.

Ich zögerte monatelang, bis mich meine Hausärztin schließlich aus dem Verkehr zog. Meine Arbeitsunfähigkeit dauerte mehrere Monate lang. Es war zunächst meine Aufgabe, Kraft zu sammeln, um später wieder neu zu starten. Dafür war es notwendig, mich selbst wieder besser zu spüren – ein Teil der Selbstfindung, die hier auf Zeit zu leben oft Thema ist.

Die Selbstwahrnehmung zu stärken ist daher ein Thema, das mir persönlich wichtig geworden ist. Nach einigen Monaten, die nun vergangen sind, möchte ich Sie gern an meinen Erkenntnissen und Strategien teilhaben lassen.

Lassen Sie mich dafür zuerst den Begriff etwas näher beleuchten.

Was ist Selbstwahrnehmung?

„Selbstwahrnehmung“ klingt abstrakt und weit weg. Doch die Selbst- oder Eigenwahrnehmung ist ein wichtiger Baustein für unsere mentale Gesundheit.

Das Konzept der Selbstwahrnehmung ist eng verwandt mit dem Begriff Achtsamkeit. Wenn wir Achtsamkeit leben, haben wir auch eine gute Selbstwahrnehmung.

Wer sich selbst gut wahrnimmt, ist oft „bei sich“, hört sich zu, spürt sich, nimmt seine Bedürfnisse und Gefühle wahr, spürt sein Bauchgefühl oder hört die innere Stimme, handelt instinktiv und merkt, was ihm/ihr guttut.

Mir waren diese Eigenschaften abhandengekommen, da ich über eine längere Zeit hinweg immer das nächste Ziel vor Augen hatte und mich selbst vernachlässigte: Prüfung, Prüfung, Bachelorarbeit. Berufseinstieg. Studienplatz. Prüfung, Prüfung, Masterarbeit. Neuer Job.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Immer war etwas anderes wichtiger als ein ruhiger Moment mit mir selbst. Irgendwann wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte.

Symptome einer mangelnden Selbstwahrnehmung

In meinen schlechtesten Phasen kam ich nach der Arbeit nach Hause, ließ mich fix und fertig auf die Couch sinken, von der ich mich Stunden später kein bisschen erholt erhob, um noch ein paar Stunden mit Surfen auf dem Handy totzuschlagen. Schließlich versuchte ich vergeblich einzuschlafen.

Außer Schlafstörungen trafen die folgenden Symptome auf mich zu:

  • innere Unruhe
  • Unzufriedenheit
  • Ungeduld
  • das Gefühl, fremdbestimmt zu sein
  • das Gefühl, keine Wahl zu haben
  • Demotivation
  • Hoffnungslosigkeit
  • Sinnlosigkeit
  • Traurigkeit

Diese Anzeichen waren auch Symptome einer depressiven Episode. Doch sie sind unmittelbar verwoben mit der Ursache des Ganzen: einer schlechten Selbstwahrnehmung.

Erkennen Sie sich wieder? Wenn Sie ähnliche Symptome bei sich feststellen oder das Gefühl haben, schon lange nicht mehr auf Ihr Bauchgefühl gehört zu haben, ist es Zeit, etwas zu tun.

Den Schalter umlegen

Die wichtigste Botschaft lautet: Es ist nie zu spät. Auch wenn Sie sich jahrzehntelang keine Gedanken zu Selbstwahrnehmung gemacht haben, kann heute der erste Tag sein, an dem Sie es tun. Es kann heute losgehen.

Es wird eine Herausforderung sein, in sich hineinzuhorchen. Es wird Kraft kosten, überhaupt die Gegebenheiten zu schaffen, um in Ruhe und ungestört über sich nachzudenken. Aber es wird sich lohnen.

Im Folgenden möchte ich Ihnen nun ein paar Gewohnheiten für mehr Selbstwahrnehmung vorstellen. Vielleicht sind ja auch eine oder zwei dabei, die Sie für sich gleich umsetzen wollen.

Du interessierst dich für das Thema Achtsamkeit?

Wundervoll!

Denn, wenn du deine Achtsamkeit steigerst, wirst du deinen Alltag entspannter, freudvoller und wacher erleben.

Und wie man das hinkriegt, darüber schreiben wir demnächst hier.

Falls du dich dafür interessierst, trag dich hier für unseren kostenlosen Achtsamkeits-Verteiler ein.

Einfach deine E-Mail eintragen und auf „Anmelden“ klicken:


Tipp 1: Gelegenheiten schaffen durch Termine mit sich selbst

Legen Sie einen regelmäßigen Termin für ein Treffen mit sich selbst fest.

In Ihrem Meeting mit sich selbst sollten Sie ungestört sein, d. h. sich an einem ruhigen Ort befinden, an dem Sie sich wohl fühlen. Versuchen Sie Ablenkungen zu vermeiden, indem Sie Ihr Handy nicht in Ihrer Nähe haben oder es ausschalten. Sagen Sie den Menschen in Ihrem Umfeld, dass Sie in dieser Zeit nicht gestört werden möchten.

Allein dieser Schritt ist schon eine Herausforderung. Wir haben es nahezu verlernt, uns eine Weile zurückzuziehen, dabei wünschen sich viele von uns Ruhe.

Schreib dich glücklich…

Es gibt eine bestimmte Art, ein Tagebuch zu schreiben. Eine Art, die dich wirklich voran bringt. Ein Tagebuch, das dich heilen kann. Pure Selbsterkenntnis. Und jede Menge Spaß: Projekt: Tagebuch.

Nutzen Sie die Zeit, um sich zu besinnen und in Ruhe über sich nachzudenken. Es könnte Sie im ersten Moment überfordern, über Ihr Leben zu philosophieren. Fangen Sie mit Ihrer aktuellen Lebenssituation an.

Fragen Sie sich, wie es Ihnen geht. Das ist nicht immer so leicht zu beantworten. Überlegen Sie, welche Probleme Sie beschäftigen, und schreiben Sie ungefiltert auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Lassen Sie Ihre Gedanken fließen, ohne sie zu bewerten!

Tipp 2: Bewusstsein schaffen durch ein Tagebuch

„Bewusstsein“ sagt sich so leicht dahin. Doch merken Sie tatsächlich, was Sie im Moment fühlen? Ich hatte meine Gefühle und Bedürfnisse so weit verdrängt, dass ich sie nicht einmal nach längerem Nachdenken äußern konnte.

Ein Tagebuch ist eine gängige Methode, um einen besseren Draht zu sich selbst aufzubauen. Das kann analog oder digital erfolgen. Es dient dazu, jeden Tag einen Blick auf sich selbst zu werfen und die Ereignisse, aber vor allen Dingen die Gefühle Revue passieren zu lassen. So zwingen Sie sich selbst dazu, die Frage zu stellen: „Wie habe ich mich gefühlt?“

Sie werden morgen oder am Wochenende nicht so motiviert sein wie jetzt, mit der Gewohnheit anzufangen. Starten Sie deshalb JETZT mit dem ersten Eintrag – auch wenn er nur 3 Zeilen hat!

Tipp 3: Zur Ruhe kommen durch Atmung, Entspannung und Meditation

Wenn Sie schon mal einen Termin mit sich selbst vereinbart haben, können Sie ihn auch gleich für eine kurze Atemübung nutzen.

Schritt 1: Hinsetzen

Setzen Sie sich dazu aufrecht auf den Boden oder einen Stuhl. (Im Liegen könnten Sie einschlafen, was hier nicht gewollt ist.)

Schritt 2: Augen zu

Schließen Sie die Augen.

Schritt 3: Bewusst atmen

Atmen Sie in den Bauch. Er wölbt sich nach außen beim Einatmen und nach innen beim Ausatmen.

Schritt 4: Konzentrieren

Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Denken Sie an nichts, sondern nur an die Luft, die ein- und ausströmt.

Wenn Ihre Gedanken abschweifen, holen Sie sie liebevoll zurück. Es ist normal, dass Sie kaum an nichts denken können. Finden Sie immer wieder zu Ihrem Atem zurück.

Diese Technik kann Wunder wirken, aber nur, wenn Sie sie in die Praxis umsetzen. Das könnte jetzt oder in Ihrem Termin mit sich selbst erstmals passieren. Im Idealfall üben Sie diese Art der Entspannung jeden Tag. Es reichen fünf Minuten. Oder zwei.

Tipp 4: Selbstbestimmte Entscheidungen durch stärkeres Bauchgefühl

Bei dieser Gewohnheit geht es darum, wieder öfter aus dem Bauch heraus zu entscheiden, denn Intuition ist selten falsch. Wenn wir das Bauchentscheiden verlernt haben, ist es ein guter Anfang, zunächst zu „banalen“ Themen die ungefilterte Reaktion aus dem Bauch heraus zu erproben.

Zeit zu leben bietet viele wertvolle Ressourcen an, um zu sich zu finden. Beispielsweise ist die Anleitung, um sein Bauchgefühl zu stärken, sehr hilfreich. Lesen Sie sie im Anschluss an diesen Artikel, später oder in Ihrem Termin mit sich und machen Sie die Übung zu Körpersignalen anhand der Tabelle in besagtem Artikel. Denken Sie über anstehende Entscheidungen nach. Geht es darum, wie Sie das Wochenende verbringen wollen? Was es zum Abendbrot gibt? Das nächste Urlaubsziel?

Schreiben Sie die Themen auf und lauschen Sie auf Ihre innere Stimme. Versuchen Sie bei diesen und kommenden Entscheidungen auf Ihr Bauchgefühl zu hören.

Sie können ihm vielleicht nicht immer folgen, da auch andere Menschen mitbestimmen. Nehmen Sie das Bauchgefühl aber wahr und richten Sie sich danach, wenn Sie die Möglichkeit haben!

Tipp 5: Körperlicher Ausgleich durch Bewegung

Bewegung baut Spannungen ab und macht aufgrund der ausgeschütteten Endorphine glücklich. Sport ist für mich eine gute Gelegenheit, zu mir selbst zu kommen. Das kann ich am besten bei Individualsportarten wie Radfahren, Joggen und Inlineskaten. Auch wenn Sie gern spazieren gehen, nutzen Sie diese Zeit, um in sich hineinzuhorchen!

Üben Sie sich beim Sport bzw. Spaziergang in Achtsamkeit, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Umwelt, d. h. die Geräusche und Düfte der Natur, richten. Holen Sie Ihre Gedanken ins Hier und Jetzt, falls Sie ins Grübeln geraten. Genießen Sie den Moment und die Zeit für sich. Sagen Sie zu Ihren Gedanken, dass Sie sich gleich (z. B. in 30 Minuten) um sie kümmern werden.

Welche Sportart könnte Ihnen gefallen? Eine Team- oder eine Individualsportart? In einer Gruppe können Sie weniger ungestört nachdenken, jedoch trotzdem einem Ihrer Bedürfnisse nach körperlichem Ausgleich und Spannungsabbau gerecht werden. Nutzen Sie Gelegenheiten für Bewegung – sei es der Weg zum Bäcker, zur Arbeit oder zum Arzttermin. Nehmen Sie das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß, wenn es die Bedingungen zulassen.

Tipp 6: Besser kommunizieren

Sich selbst besser wahrzunehmen heißt auch besser zu kommunizieren und für die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Dafür eignen sich Ich-Botschaften, die wir oft verlernt haben. Wir verstecken uns hinter „man“-Aussagen oder gehen in Streitgesprächen zum direkten Angriff über.

Du kannst deine Probleme lösen.

Aus eigener Kraft. Ohne Coach und Therapeut. Wie das geht, lernst du im Selbstcoaching-Programm.

Äußern Sie in Gesprächen, wie es Ihnen geht. Statt „Du kümmerst dich nicht um mich!“ könnten Sie „Ich fühle mich vernachlässigt, weil …“ sagen. Der Unterschied ist, dass Sie Ihre Gefühle aussprechen, statt mit einem Vorwurf die Abwehrreaktion Ihres Gegenübers herauszufordern.

Sagen Sie Nein, wenn Sie Nein meinen. Dies ist ein Kapitel für sich, gehört aber zu einer selbstbestimmten Kommunikation. Wenn Ihr Bauchgefühl etwas ablehnt, sollten Sie ihm folgen – oder sich Bedenkzeit erbitten, um in Ruhe darüber nachzudenken.

Mir hat diese Strategie nicht nur geholfen, mir meine Gefühle bewusst zu machen, sondern auch konstruktivere Gespräche zu führen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Umsetzen der Strategien. Wenn Sie noch Anregungen haben, wie sich die Selbstwahrnehmung verbessern lässt, oder einfach Feedback abgeben möchten, würde ich mich über Ihren Kommentar sehr freuen!

Wie Sie diese Gewohnheiten auch wirklich umsetzen können

Viele gute Ideen lesen wir und haben sie im nächsten Moment wieder vergessen. Es sind geniale Tipps, die wir nie umsetzen. Genau so könnte es mit den Strategien für mehr Selbstwahrnehmung in diesem Beitrag sein.

Warum das so ist? Um eine neue Verhaltensweise aufzubauen, reicht der Wille allein nicht aus. Wir nehmen uns so vieles vor. Mehr Sport zu machen, unser Hobby wieder öfter auszuüben, ein paar Kilos abzunehmen, uns öfter bei Freunden zu melden. Es klappt nur nicht.

Ich hatte seit Jahren fast kein Buch mehr gelesen, obwohl ich in meiner Jugend eine Leseratte gewesen war. Ich schaffte es nicht und hatte mittlerweile auch verlernt, dass es mir früher Spaß gemacht hatte.

Wenn wir etwas dauerhaft tun wollen, müssen wir es zur Gewohnheit machen. Hier greift die 20-Sekunden-Regel, die entscheidet, ob wir auf der Couch versacken oder uns aufraffen.

Erfordert der Einstieg in eine Gewohnheit einen mehr als 20-sekündigen Aufwand, ist sie uns zu anstrengend. Ist das Tagebuch tief im Rollcontainer oder Nachtschrank vergraben und kein Stift in Reichweite, werden wir uns kaum zum Schreiben überwinden. Liegt es aber mit einem angeklemmten Stift griffbereit im Wohnzimmer, fällt es uns schon leichter.

Drei Schritte helfen Ihnen beim Etablieren der neuen Gewohnheiten:

  1. Machen Sie sich einen Plan, welche Gewohnheiten Sie anstreben!
  2. Legen Sie die notwendigen Utensilien bereit bzw. kaufen Sie die notwendigen Dinge!
  3. Fangen Sie jetzt gleich an!

Wichtig ist, neue Gewohnheiten jeden Tag zu üben, denn es ist leichter, etwas jeden Tag zu tun als nur ab und zu. Um die neue Gewohnheit nicht zu vergessen, führen Sie eine Checkliste, auf der Sie jeden geschafften Tag abhaken. Die ersten Kreuzchen wirken sehr motivierend!

Hier können Sie die Checkliste zum Abhaken herunterladen

Über Jasmin Schindler

Jasmin Schindler ist Bloggerin und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit gesunder Ernährung, Bewegung und einer gesunden Lebensweise.
Auf Healthy Habits schreibt sie zusammen mit Patrick Hundt über gesunde Gewohnheiten. Die beiden lassen Sie teilhaben an ihrem Weg zum gesunden Gewohnheitstier sowie an den Fortschritten und Rückschlägen bei dem Versuch, ein gesundes Leben zu führen. Dabei möchten sie Ihnen helfen, gesunde Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren.

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Kommentare

  • Hallo Renate,
    danke für deinen Kommentar und dein Lob! Das kenne ich – auf die Frage hin, wie es uns geht, sagen wir oft leichtfertig “Gut!” und irgendwann glauben wir das auch, selbst wenn wir eigentlich am Ende sind.
    Ich finde gut, dass du dich wieder aufgerappelt hast. Ich wünsche dir, dass du solche Zusammenbrüche u.a. durch deine Achtsamkeit künftig vermeidest!
    Liebe Grüße
    Jasmin

  • Ich finde auch dass es ein sehr guter Artikel ist. Ich bin vor 2 Jahren auf das Thema/die Themen Achtsamkeit, Selbstwert, Bauchgefühl gestoßen, und seitdem nehme ich mir immer mal wieder die Zeit nur für mich. Ich hatte mich in den letzten 23 Jahren gar nicht mehr auf der Reihe. Ich habe immer geantwortet es gehe mir gut, aber dann bin ich nach einer schwierigen Trennung komplett zusammengebrochen und habe mich nur ganz langsam und mühsam wieder aufgerappelt. Heute frage ich mich einige male am Tag, wie es mir mit bestimmten Situationen geht. Früher habe ich immer erst gefragt wie es allen anderen geht. Ich bin sehr viel achtsamer mit mir selbst und dadurch auch zu anderen. Es hat sehr viel in mir verändert. Ganz lieben Dank für den Artikel.

  • Hallo Fredl,

    danke für dein Lob! Ja, es fällt nicht ganz leicht, aber genau dieses Feedback bestärkt mich darin, meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich bin gespannt, wann und ob sich die ersten Herren der Schöpfung zu Wort melden.

    Liebe Grüße zurück!

  • Danke Jasmin, für die Offenheit und die Entscheidung, dich über die Stigmatisierung von Depression hinweg zu setzen. Es ist gut, sich den einen oder anderen Tipp mal wieder in Erinnerung zu holen. Gute Ansätze kommen nicht selten unter die Räder.
    Darüber hinaus ist es kein Zufall, dass zuerst Frauen hier geantwortet haben. Männer sind viel zu beschäftigt. ;-)
    Liebe Grüße!

  • Liebe Katharina, liebe Ute,
    danke für das positive Feedback. Das sehe ich genauso. Wir sind viel abgelenkt, werden von Informationen überflutet oder haben gefühlt keine Geduld, um uns mit uns selbst zu beschäftigen.

    Liebe Britta,
    vielen Dank für den Kommentar! Ich kann die Entwicklung sehr gut nachempfinden. Wenn ich merke, dass der Autopilotmodus sich einschleichen will, schaufele ich mir bewusst ein Wochenende zum Runterkommen freie an dem ich ausschließlich mache, was mir Spaß macht und guttut. Dann schlafe ich aus, lese, koche etwas Schönes, mache Sport und verbringe Zeit mit meinem Freund und Freunden. Zu einem gewissen Grad ist das anstrengend, weil es Disziplin erfordert, das stimmt.

    Liebe Steffi,
    stimmt, die Schilddrüse wurde bei mir mit einem “normalen Bluttest” gecheckt, bevor ich eine Therapie bekam. Der Wert war in Ordnung. Danke für den Hinweis!

  • Hallo,

    passt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber ich möchte noch einmal darauf aufmerksam machen, dass es bei einer solchen Symptomatik extrem wichtig ist, die Schilddrüse beim Facharzt untersuchen zu lassen. Ich hatte Psychotherapie und einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hinter mir, ohne Besserung. Das TSH war immer in der Norm. Trotzdem ist dann irgendwann zum Glück herausgekommen, dass hinter all dem eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gesteckt hat. Also eine solche Symptomatik immer beim Endokrinologen abklären lassen und nicht auf den Hausarzt hören. Nur weil das TSH in der Norm liegt, heißt das nicht dass die Schilddrüse einwandfrei funktioniert.

    • Annette Frede

      Hallo Steffi,
      als Ärztin für Homöopathie und Naturheilverfahren habe ich solche Ergebnisse bzgl. TSH oft erlebt- es ist gruselig! Daher ist Dein Kommentar sehr wichtig und passt sehr gut!
      Sehr wichtig ist auch noch der Ferritinwert – bei Frauen oft sehr niedrig und oft verantwortlich für Depressionen! – Desweiteren Vitamin D3 und die BVitamine – !
      Alles Gute
      Annette

  • Dieser Artikel ist einer der wichtigsten überhaupt. Ein guter Kontakt zu sich selbst ist eine Grundlage für psychische Gesundheit. In einer Zeit, die die Menschen seitens der Medien- und Informationsflut und seitens der Lebensgestaltung und Reizüberflutung eher von sich weg lockt, stellt ein solider Kontakt zu sich selbst schon eine Aufgabe da und eine bewusste Lebensausrichtung da.
    Danke für diesen Artikel.

  • Ich habe selten einen artikel gelesen dem ich mit heftigem Kopfnicken in nahezu jedem satz zustimmen konnte.

    Ich danke dir für diesen Artikel, er zeigt mir, dass ich nicht allein bin. Teilweise zweifelte ich schon an mir, weil ich ziemlich häufig innere dialoge führe ;-)

    Im letzten jahr hatte es auch mich erwischt. Job, führungsverantwortung, familie, hausbau – es war zuviel. War nur im autopilot-modus unterwegs und es ging mir immer schlechter. Ich habe mich selbst isoliert, fühlte mich aber von meinem umfeld ausgeschlossen. Ein teufelskreis.

    Dann die depressive episode, arbeitsunfähigkeit, trennung vom partner…

    Jetzt, 1 jahr später, geht es einigermaßen gut. Aber ich bemerke seit einigen wochen, dass sich der autopilot-modus wieder einschleichen will. Es ist also auch immer wieder eine notwendige Übung es regelmäßig zu wiederholen und am ball zu bleiben. Dass es anstrengend ist steht außer frage. Das leben ist schön, von einfach war nie die Rede.

    Ich wünsche jedem die stärke, das bewusstsein mehr zu aktivieren. Egal wieviel kraft es kostet, es macht das leben lebenswerter und vertreibt auch ein Stück weit negative gedanken und neid.

  • Liebe Jasmin,

    ein wichtiger Beitrag zu einem wichtigen Thema. Danke dafür!
    Viele Probleme entstehen, weil wir nicht genug auf uns selbst achten, weil wir ständig abgelenkt sind und es tlw. auch verlernt haben, Zeit mit uns selbst zu verbringen.
    Für mich ist Selbstwahrnehmung der Schlüssel zu einem erfüllteren Leben.
    Liebe Grüße,
    Katharina

  • Hallöle!
    Auch ich habe lange gebraucht, um meine “Mitte” zu finden.
    Ich habe MS und somit einige Schwierigkeiten. Aber an diesen “Schwierigkeiten” bin ich nur gewachsen. Und ganz ehrlich, es gibt Zeiten, da bin ich meiner Krankheit unheimlich dankbar. Unsere Familie ist dadurch richtig stark geworden. Vor allem unsere Kinder wurden dadurch zu wirklichen selbstständigen junge Menschen.
    Einen schönen Tag wünsche ich allen.
    gesegnete Weihnachten und
    ein frohes neues Jahr mit vielen glücklichen Momenten!

    • Jasmin

      Hallo Christel,

      ich habe Hochachtung vor deiner Einstellung. Ich wünsche dir uns deiner Familie ebenso besinnliche Weihnachten und eine glückliche Zeit!

      Viele Grüße,
      Jasmin

 

Ralf Senftleben

Hallo! Schön, dass du da bist!

Ich bin Ralf und das hier ist meine Seite, Zeit zu leben. Seit 1998 schreibe und forsche ich darüber, wie wir unser Leben selbstbestimmt, kraftvoll und bewusst leben können. Wie wir herausfinden, was wir für unsere Zufriedenheit brauchen, und wie wir erreichen, was wir uns wünschen.

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